Monatsarchiv für Juli 2009
Luchsohren fürs iPhone

Spätestens mit OS 3.0 und den “Sprachmemos” hat Apple jedes iPhone in ein kleines Diktiergerät verwandelt. Wer schon mal Kurzinterviews führen oder zumindest Gesprächsprotokolle zusammenfassen muss, weiß um die Bedeutung der Mikrophonqualität bei solchen Übungen. Eine zehnfach bessere Aufnahmequalität als das iPhone-Mike verspricht Anbieter Brando aus Hongkong mit seinem “Mini Capsule Microphone”. Konkret sollen Aufnahmen um bis zu 25 dB verstärkt werden. Der Soundnippel wird in den Kopfhöreranschluss gesteckt. Schick: Dort ist er flexibel angebracht und kann so auf die Tonquelle ausgerichtet werden. Das dürfte sowohl in der Interviewsituation wie bei Video-Aufzeichnungen gute Dienste leisten. Das Luchsohr kostet 14 US-Dollar plus Versand und soll ab Ende Juli ausgeliefert werden.
zu Brando
Via Jailbreak an die Daten
Apple soll die Sicherheit beim iPhone 3 GS stark verbessert haben. Der iPhone-Spezialist Jonathan Zdiarski kommt zu anderen Ergebnissen. Er bezeichnete Apples Sicherheitsmaßnahmen bei einem Besuch in der Redaktion des amerikanischen Fachmagazins “Wired” sogar als schwach. “Das ist als würde man all seine geheimen Daten direkt neben den geheimen Dechiffrier-Schlüssel legen”, erklärte er den Redakteuren. In wenigen Minuten hatte er den Datenschutz des Apple-Handys – mit simpler Freeware aus dem Internet – geknackt.
zum Artikel
iPhone vs. iTouch vs. Android
In ihrem monatlichen Report haben die Spezialisten für mobile Marketing AdMob sich auf die Verteilung von iPhone und iPod touch im von ihnen via integrierter Anzeigen betrachtbaren Netzwerk konzentriert. Verbunden mit den aktuellen Apple-Zahlen ergeben sich ff. Highlights:
1. Im Juni 2009 befanden sich 54% der iPhone und iTouch-Anwender im AdMob-Netzwerk in den USA. Im Januar d.J. waren noch 61% gewesen, was für zulegendes Wachstum außerhalb der Vereinigten Staaten spricht. Auf den Plätzen folgen England, Deutschland und Frankreich mit je 5%. Diesen Nutzungszahlen sollen ca. 13 Mio. iPhones i.d. USA und je ca. 1 Mio. iPhones in UK, D und F entsprechen.
2. Das Verhältnis iPhone zu iTouch betrug im Juni in etwa 2:1. Dieser Wert ist bereits seit mehreren Monaten stabil.
Ein weiteres spannendes Ergebnis: Mit einem Wachstum von 25 Prozent pro Monat (!) haben Android-basierende Plattformen inzwischen rd. 5% Anteil im AdMob-Netz und haben damit erstmal Windows Mobile überflügelt.
zum Report
There’s an app for that: “Lasers fire!”
Es gibt mittlerweile wirklich wenig, dass sich NICHT via iPhone oder iTouch steuern ließe. Beispielsweise der neue Halbleiterverstärker für schmalbandige Diodenlaser von New Focus kann aufgrund des integrierten iPod Touch-Controller via Wi-Fi vom iTouch aus bedient werden. Die Geräte der Serie TA-7600 können Wellenlängen im nahen Infrarot auf bis zu 1 W verstärken. Diese Produkte werden sowohl im Forschungsbereich als auch im industriellen Umfeld eingesetzt.
zum Distributor Laser 2000
+150 Mio. mobile Breitband-Verbindungen
Und es war Sommer: Breitbandige HSPA-Verbindungen werden laut Erkenntnissen Wireless Intelligence und der GSM Association noch in diesen Sommer die Marke von 150 Mio. überschreiten. Mit über 300 HSPA-fähige Netzwerke, die sich über 127 Nationen erstrecken sowie 1.500 HSPA-fähigen Endgeräten habe sich HSPA inzwischen als dominierende mobile Breitbandtechnologie etabliert – sowie überdies als die Mobiltechnologie, die sich am schnellsten am Markt durchgesetzt hat.
Für das erste Quartal 2010 erwartet die GSM Ass. bereits 200 Mio. HSPA-Verbindungen. Dieses Wachstum werde u. a. durch ff. Umstände getrieben: 1. Die Bereiche Consumer Electronics, Automotive Industrie, aber auch der Energiesektor beginnen damit, mobile Breitbandlösungen in ihre Produkte zu integrieren. 2. Breite regulative Unterstützung dieser Technologie seitens Regierungen weltweit. 3. Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, die sich durch diese Technologien ergeben, werden noch sukzessive erkannt.
zur Meldung
Blu-ray interagiert mit iPhone
Bei der nächsten Version von “Fast & Furious” als Blu-ray-Disc sollen neue Features iPhone und iPod touch integrieren. Laut Presseberichten arbeitet Universal Pictures Home Entertainment an einem System, über das Nutzer von iPhone und iTouch interaktive Inhalte auf der Disc künftig mit Hilfe eines “Profile 2.0-Players” auf ihr Mobilgerät herunterzuladen können. Überdies soll es möglich sein, die Apple-Geräte als virtuelle Fernbedienung zu benutzen und weitere Informationen über den Film abzurufen, während dieser angesehen wird. Beispielsweise die Special Edition von “Fast and Furious” als Doppel-Disc soll eine virtuelle Garage enthalten, deren PS-starke Inhalte via iPhone angesteuert und aus allen Blickrichtungen betrachtet werden können. Die App dazu soll kostenlos im Apple Store angeboten werden.
via bluray-disc.de
Event: prio.conference 2009
Frei nach dem Motto “Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck” hält die prio.conference 2009 mit dem Schwerpunkt User Interface (UI) dieses Jahr in München Station – vom 28. – 29. Oktober 2009. Veranstaltet von der Neue Mediengesellschaft Ulm (seit Mitte des Jahres mit Penton Media GmbH vereinigt) und präsentiert vom Profi-Entwicklermagazin dotnetpro, befasst sich die prio.conference mit UI als dem Aushängeschild jeder Anwendung.
In rund 30 Sessions, aufgeteilt in drei parallele Tracks, sollen Teilnehmer erfahren, welche UI-Technologien sich für welchen Einsatzzweck anbieten, wie die Nutzbarkeit etwa einer Website zu erhöhen und zu bewerten ist und welche Vor- und Nachteile verschiedene Technologieansätze haben. Die prio.conference wartet zudem mit zwei Keynotes auf: Prof. Dr. Patrick Baudisch spricht über Techniken und Technologien für das Handy und Geoff Nortonüber das iPhone als App-Plattform. Letzterer wird von den Veranstaltern wie folgt vorgestellt: “Geoff Norton is a developer for Novell working on the Mono Project. He’s the project leader of the MonoTouch project, a developer on the Moonlight project and is in charge of the Mac specific development for the Mono project.” Zur prio.conference werden zwischen 250 und 300 Teilnehmer erwartet. Angesprochen sind insbesondere Softwarearchitekten, Softwareentwickler sowie GUI-Designer.
Die Neue Mediengesellschaft (NMG) veranstaltet u. a. die Events iPhone developer conference, PHP World Kongress, , RIA World und Internet World.
zum Event: Programm u. Anmeldung
Mobiles Internet erzeugt 30% mehr Traffic
Ein Bericht von Allot zeigt für das zweite Quartal 2009 einen Anstieg von 30 Prozent hinsichtlich der weltweiten Nutzung von mobiler Datenbandbreite. Allot Communications sieht sich als führend auf dem Gebiet der Optimierung von IP-Dienstleistungen und Lösungen für Einkommensgenerierung, die auf Deep Packet Inspection (DPI) basieren. In ihrem ersten “Global Mobile Broadband Traffic Report” (GMBT) werden die Wachstumstreiber wie folgt aufgeschlüsselt: Asien liegt mit 36% Wachstum in Führung; Europa konnte ein Wachstum von 28% verzeichnen und Nord- u. Südamerika 25%. Der GMBT sammelte Daten von führenden Mobilfunkanbietern weltweit, deren Nutzergemeinde insgesamt mehr als 150 Millionen Kunden umfasst. Der Bericht zeigt weiter, dass die Abonnenten, insbesondere die starken Datennutzer, nicht zwischen ihren festen und mobilen Netzwerken unterscheiden.
Weitere Ergebnisse: 1. HTTP-Browsing ist die weltweit beliebteste Anwendung, seine Nutzung hat um 21% zugenommen). 2. HTTP-Streaming ist die am schnellsten wachsende Anwendung mit einer Nutzungszunahme von 58% (dazu zählen auch Streaming-Websites wie YouTube und Hulu). 3. HTTP-Downloads, die weltweit ein 34%-iges Wachstum verzeichnen konnten, sind mittlerweile fast so beliebt wie Peer-to-Peer (P2P) und konnten P2P im Wirtschaftsraum Europa sogar an Beliebtheit überholen.
Der GMBT kann hier heruntergeladen werden.
Glänzende Apple-Zahlen dank iPhone (u. Mac)
Apple kann u. a. aufgrund des iPhone-Booms seinen Gewinn im am 27. Juni abgeschlossenen dritten Quartal des Geschäftsjahres den Gewinn um rund 15 Prozent auf 1,2 Mrd. US-Dollar steigern (Umsatz: 8,3 Mrd. Dollar, +12%). In diesem Quartal wurden 5,2 Mio. iPhones abgesetzt – siebenmal soviel wie im Vorjahreszeitraum! In Summe laut Apple das “beste Nicht-Weihnachtsquartal nach Umsatz und Gewinn in der Firmengeschichte”.
Zu Apple
Online-Werbung Teil 3: Mobiles E-Mail Marketing
Mobiler Internetzugang ist u. a. aufgrund von Endgeräten wie dem iPhone Realität und Wachstumsmarkt geworden. Ein Trend, auf den E-Mail-Marketing treibende Unternehmen jedoch noch nicht ausreichend vorbereitet scheinen. Handicaps in der Darstellung sowie besondere Nutzerpräferenzen mobiler Empfänger sind eine Herausforderung, auf die sich E-Mail-Marketer einstellen müssen, um diese wichtige Zielgruppe nicht zu verlieren. Eine Checkliste, die der eCRM Technologieanbieter artegic vorgestellt hat, soll hier Unterstützung bieten.
Bis 2012 sollen mehr als 20 Millionen Deutsche mit Handy, Smartphone und Co. ins Netz starten. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2008 – so eine Studie von Deloitte. Gartner prognostiziert, dass bis 2012 weltweit bereits rund 20 Prozent aller E-Mails mobil versendet werden. Eine Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) belegt überdies: Bereits heute nutzt jeder dritte Handy-Besitzer (35 Prozent) mobile Internetdienste wie E-Mail. Im Management-Bereich sind es bereits doppelt so viele (Quelle: Marketing Sherpa, Visto).
Die ständig fortschreitende Entwicklung der mobilen Endgeräte sorgt für eine bessere Handhabung von mobilen Internetdiensten. Dass dies in der Vergangenheit ein Hindernis war, zeigt die Nutzung mobiler E-Mails zwischen den verschiedenen Gerätetypen. Mobile E-Mails nutzen zwar nur 13,1% der Handy-Besitzer, aber 35,4% der Smartphone-Besitzer und sogar 75,4% der iPhone-Besitzer (ComScore). “Die modernen Smartphones und Netbooks mit integriertem HSDPA-Zugang haben der mobilen Internetnutzung zum Durchbruch verholfen”, so Friedrich Joussen, Präsidiumsmitglied des Hightech-Verbandes BITKOM.
Für das mobile E-Mail-Marketing ist die nach wie vor uneinheitliche Technik jedoch mit zum Teil deutlichen Handicaps verbunden. Die relativ kleine Displaygröße, der folglich geringere Umfang des darstellbaren Textes oder die abweichenden Fähigkeiten zur Darstellung von HTML können zur Herausforderung für das Marketing werden.
Aber nicht nur technische Restriktionen unterscheiden Mobile E-Mail-Marketing vom klassischen Pendant. Aus der mobilen Situation heraus entstehen vor allem andere Nutzungspräferenzen mobiler Empfänger und damit andere Anforderungen an Inhalt und Gestaltung. “Wer glaubt, Mobile E-Mail-Marketing bedeute Newsletter auf dem Handy zu lesen, liegt falsch. Mobile E-Mail-Marketing muss sich einer völlig anderen Nutzungssituation sowie technischen Restriktionen stellen, die für klassisches E-Mail Marketing zum Killer werden können,” so Stefan von Lieven, CEO der artegic AG
Die von artegic erarbeitete Checkliste beleuchtet das richtige Vorgehen bei der Planung und dem Einsatz von Mobile E-Mail Marketing. Insgesamt 19 verschiedene, erfolgskritische Aspekte werden darin ausführlich thematisiert, darunter beispielsweise Multipart-Formatierungen, mobile Landingpages oder auch mobile RSS. Die Checkliste kann hier kostenlos heruntergeladen werden.