Monatsarchiv für November 2009
Mobile Banking via iPhone für Finanzinstitute
Die Sybase-Tochter Sybase 365 bietet eine Mobile Banking-Anwendung für Finanzinstitute an, die seit kurzem auch das iPhone als Endgerät unterstützt. Die iPhone-Anwendung “mBanking 365″ soll es den Kunden ermöglichen, ihren Kontostand zu überprüfen, getätigte und noch offene Transaktionen abzurufen, Überweisungen von Konto zu Konto durchzuführen und darüber hinaus sicher mit ihren Beratern zu interagieren. Bislang ist sie allerdings weder im deutschen noch im US-App Store zu finden. Zu den ersten Nutzern zählt laut Sybase die Online-Bank BBVA Compass.
“Geo-Leuchtspur” revisited: Latitude, Heyway
Im Juli d.J. hatten wir noch von einer App geträumt, die via permanenter Aufzeichnung der Informationen vom GPS-Sensors des iPhone Bezüge zu Bewegungen von Freunden, Bekannten oder Teams herstellen könnte. Inzwischen gibt es all das.
A) Während Googles Ortungsdienst Latitude (“Breitengrad”) bislang “nur” die aktuelle geografische Position des eigenen iPhones (oder Desktop-Rechners) ermittelte und einem ausgewählten Personenkreis von Latitude-Nutzern mitteilte, wurde dies mittlerweile erweitert: Inzwischen lassen sich zwei weitere Funktionen freischalten, um auch auf ermittelte Standorte aus der Vergangenheit zugreifen zu können sowie um darauf hingewiesen zu werden, wenn sich ausgewählte Personen in der Nähe befinden. Der “Standortverlauf” markiert zurückgelegte Wege durch eine Reihe von ermittelten Positionen in Google Maps oder Google Earth, ähnlich wie bei einem GPS-Track. Die “Standort-Alerts” sind noch im Beta-Stadium. Sie sollen melden, wenn sich die eigenen Latitude-Freunde oder Team-Mitglieder in der Nähe aufhalten. Selbstlernende Filter sollen verhindern, dass selbstverständliche Begegnungen gemeldet werden (Arbeitsplatz, eigene Wohnung, Stammkneipe?).
B) Während Latitude es nicht in den App Store geschafft hat (aber im Mobile Safari m. d. iPhone 3GS hervorragend funktioniert), gibt es einen vergleichbaren Service auch als App, der sogar für Unternehmen bzw. professionellen Einsatz interessant sein könnte. HeyWAY (Hey Where Are You) von Niftybrick Software gibt es als werbefinanzierte App sowie als werbefreie Anwendung mit der zusätzlichen Funktionalität, Anfragen oder Standortmeldungen mit individuellen Kurznachrichtungen versehen zu können. Dafür nutzt die Lösung Push Notifications, sodass über Annäherungen auch informiert wird, wenn die App beim Empfänger nicht aktiv ist. Genau wie bei Latitude müssen Funktionen und Kontakte ausdrücklich freigeschaltet werden. HeyWAY funktioniert auch auf iPhone 2G und iPod touch, allerdings naturgemäß weniger akurat.
iTunes-Link zu HeyWAY Pro
Gartner: Top 10 d. Mobilanwendungen
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner glaubt die zehn Mobilanwendungen für Privatanwender identifiziert zu haben, die im Jahr 2012 am wichtigsten sein werden. Kriterien für das Ranking waren erwartete Umsätze, Geschäftsmodell, Anwendernutzen, Benutzertreue sowie die erwartete Marktdurchdringung.
Im Folgenden die Top 10: 1. “Money Transfer” (via SMS); 2. Location-Based Services (LBS); 3. Mobile Search; 4. Mobile Browsing/Mobile Internet; 5. Mobile Health Monitoring; 6. Mobile Payment; 7. Near Field Communications (NFC, hier geht es um Funktionalität, wie sie beispielsweise von Mover oder Bump bereitgestellt wird); 8. Mobile Advertising (die weltweiten Umsätze von 2008 betrugen 530 Mio. US-Dollar, dies sieht Gartner auf 7,5 Mrd. in 2012 steigen); 9. Mobile Instant Messaging; 10. Mobile Music. Weitere Informationen gibt der Gartner Report “Dataquest Insight: The Top Ten Consumer Mobile Applications for 2012″, der hier erhältlich ist.
Starke Idee: Mundart fürs Navi
Sich auf sächsisch zum Ziel navigieren lassen? Ansage von Stauumfahrungen in vornehmem Hamburger Dialekt? Oder lieber im Bazi-Slang? Das alles gibt es jetzt, allerdings leider noch nicht für die iPhone-Produkte von Navigon. Doch da das Feature “Lustige Stimmen Dialekte” ab sofort für alle Navigationssysteme verfügbar ist, die seit der CeBIT ’08 auf dem Markt sind sowie auf den Navigon 2100, 5100 und 7100 (Kosten: 19,95 Euro; Installation über die Navigon Online-Plattform “Fresh”), hoffen wir, dass Updates für die Apps nicht lange ausbleiben werden. Das Feature gibt es in deutscher und englischer Version mit jeweils sechs verschiedenen Dialekten zur Auswahl, gesprochen von Profi-Schauspielern, statt Computerstimmen): hessisch, bayrisch, schwäbisch ruhrpöttisch, sächsisch, hamburgisch konkurrieren mit Lokalkolorit aus Wales, Manchester, Schottland, London (Cockney), New Jersey, Indian English.
Event: Mobile Learning Day 2009
Am morgigen 19. November veranstaltet die Fernuni Hagen mit Partnern von 8 bis 17 Uhr den Mobile Learning Day. Die Veranstaltung wird im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojektes “Mobile Learning – prozessbezogenes Informieren und Lernen in wechselnden Arbeitsumgebungen” organisiert, mit dem Ziel Experten und Interessenten aus Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen und Erfahrungen mit mobilen Bildungsangeboten auszutauschen. Impulsvorträge von u.a. Prof. Dr. Nicola Döring (TU Ilmenau) und Dr. Matthias Kose (mobilinga GmbH) sollen einen ersten Überblick über bisherige Entwicklungen und kommende Trends. Anschließend geben Referenten im Rahmen von verschiedenen Vorträgen praxisnahe Einblicke in ihre Projekte und Angebote aus den universitären und beruflichen, aber auch internationalen Mobile Learning Umfeld. Die Veranstaltung umfasst darüber hinaus drei Workshops, die den Besuchern ermöglichen, sich mit bestimmten Teilaspekten des Mobile Learning in kleineren Gruppen intensiver auseinander zu setzen.
Infos u. Anmeldung
Mobile Präsentationen, Teil 4: Sparkz
Ob man den von Sparkz vorgestellten iPhone-Projektor als zündende Idee erlebt, wird nicht zuletzt vom Geldbeutel abhängen. Er bietet die verführerische Möglichkeit, über ein Dock-ähnliches Peripheriegerät Filme und Bilder vom iPhone bei einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixel (VGA) bzw. 1024 x 768 (XGA) an die (Lein-)Wand werfen. Die Lichtstärke wird mit 15 Lumen, die Lebenserwartung der LED-Lichtquelle mit 50.000 Betriebsstunden angegeben. Ein Dreibein-Ständer, Stereo-Lautsprecher für Tonfilm oder Diashow-Untermalung sowie Kabel sind im Preis von knapp 500 Dollar enthalten.
zum Hersteller
E-Books überflügeln Games (im App Store)
Die US-Spezialisten für “Mobile Apps Analytics” Flurry
haben eine Studie veröffentlicht, derzufolge E-Book Apps auf dem iPhone boomen. Mit 20 Prozent aller Apps haben E-Book und eReader Apps danach derzeit die Spiele (13 Prozent) vom Spitzenplatz der beliebtesten Apps-Genres verdrängt.
Laut Flurry soll erstaunlicherweise bereits 2008 ein Prozent der US-Bevölkerung E-Books via iPhone oder iPod touch gelesen haben. Flurry hat nach eigenen Angaben direkten Zugang zu den Daten von 40 Mio. Anwendern, ihr Analyse-System unterstützt die Betriebssystemplattformen iPhone OS, Android, Blackberry sowie Java Platform, Micro Edition (J2ME).
Empfehlungsmarketing für Apps: Chorus
Mit inzwischen auch von Apple bestätigten über 100.000 für den App Store zugelassenen Apps ist die wahre Herausforderung für Anwender längst geworden, die passende App aus dem Überangebot herauszufiltern (und für Anbieter, das passende Angebot auch bekannt zu machen). Die Problematik hat schon verschiedene Lösungsversuche hervorgerufen, neben Apples eigenem Service Genius gibt es beispielsweise fluke (Zufallszahlengenerator), AppConnect, App Gems, App Sniper, AppVee oder Pandora Box.
Der neue Chef im Ring, Chorus, ist leider bis dato noch nicht im deutschen App Store erhältlich (aber einen US-iTunes Account einzurichten ist nun wirklich kein Hexenwerk). Wenn das Netzwerk es über den Teich schafft, könnte es auch hier deutlichen Erfolg haben – abhängig davon, wie intensiv es genutzt wird. Denn die Grundidee von Chorus beruht darauf, sich Apps von denen vorschlagen zu lassen, denen man am meisten vertraut: von seinen Freunden, Partnern und ggfs. Geschäftskontakten. Um das tun zu können, muss man via der kostenlosen Chorus App einen gleichfalls kostenfreien Account eröffnen und seine “Freunde” im Netzwerk wiederfinden – soweit dort bereits vorhanden. Die App unterstützt dies durch die Integration von “Kontakte” sowie von Facebook und Twitter. Im Erfolgsfalle resultiert eine personalisierte Liste von App-Empfehlungen der Kontakte. Der Look&Feel der App orientiert sich am App Store. Technisch unterliegt “Social Genome”-Technologie von envIO Networks. Diese soll vom Anwenderverhalten lernen und so die Eingabe von Hunderten von App-Bewertungen überflüssig machen – was allerdings Datenschutz-technisch nicht ganz unbedenklich klingt. Chorus soll auch Daten darüber sammeln, welche Apps nach welcher Nutzungszeit wieder gelöscht werden. Auf Wunsch stellt die App auch “Experten-Empfehlungen über den sog. “AppMavens”-Service bereit. Für den tatsächlichen Erwerb von via Chorus gefundenen Apps muss die App aber natürlich verlassen und der Original App Store angesteuert werden.
Farbenfrohe Minianlage m. Dockingstation
Die erweiterte Version des CD MP3 Radios cubo von sonoro ergibt zusammen mit der iPod-Dockingstation eDock eine Design-Minianlage, die in großer Farbauswahl erhältlich ist: Fuchsia-Pink, Dschungel-Grün und Sonnen-Gelb sind die Eyecatcher in der Klavierlack-Farbpalette. Klassisch wird er in Rot, Schwarz, Weiß und Silber aufgelegt, modern-natürlich in den Furnieren Bambus und Dunkle Eiche angeboten. Bei neun Farben sollte für die meisten “Lifestyles” etwas dabei sein.
In der Grundausstattung entspricht cubo 2010 dem Modell cubo: CD-Player mit automatischem Einzug, FM-Radio, Weck-, Schlummer- und Einschlaf-Funktion, Holzkorpus, Bassreflexröhre und Breitbandlautsprecher sollen für Benutzerfreundlichkeit und Klangqualität sorgen. er bietet aber zusätzlich ein Radiofrequenz-Remote Control für die Fernbedienung auf mehrere Meter Distanz sowie “um die Ecke”. Auf der Rückseite trägt das Peripheriegerät neben Anschlüssen für Kopfhörer und externe Abspielgeräte, einen Stereo-Line-Out sowie einen iPod Dockinganschluss. Sind iPod oder iPhone mit Internet Radio-Apps ausgestattet und angedockt, kann cubo 2010 Internet Radio wiedergeben. Das sonoro eDock gibt es passend zur Front in Silber sowie in Schwarz und Weiß.
cubo 2010 wird ab Dezember für 349 Euro (UVP) erhältlich sein, das passende eDock kostet 69 Euro.
mehr Infos u. Händlersuche
CardPro: Visitenkarten mobil verwalten
Laut Anbieter ist diese App “the easiest way to organize and search through all of your business cards” und das erste System zur Visitenkarten-Organisation, was man wirklich konsequent benutzen werde. Hierzu muss (man ahnt es schon) ein Foto von der Karte geschossen und dann der Name des Kontaktes und ggfs. des Unternehmens händisch hinzugefügt werden. Die Vollversion kostet 79 Cent, ist werbefrei und kann über 100 Karten verwalten. Sie bietet keine direkte Integration in “Kontakte”. Es existiert auch eine werbefinanzierte “Lite”-Version.
iTunes-Link