Monatsarchiv für Dezember 2009
Frohes Fest!
Nach über 600 Posts in diesem Jahr verabschiedet sich die mobileTicker-Redaktion jetzt in eine kurze Winterpause. Sobald Apple Microsoft oder IBM übernimmt, sagen wir natürlich kurz Bescheid, ansonsten aber melden wir uns am 04.01.2010 in alter Frische und mit einer Erweiterung des Themenspektrums wieder. Bis dahin Frohes Fest und angenehme Feiertage! Bleiben Sie uns gewogen und bleiben Sie gesund!
White Christmas?
Die nach Anbieterangaben “beliebteste Wetter Applikation Europas für das iPhone” – WeatherPro – ist seit neustem als Version 2.0 auf dem Markt. Diese bietet u.a. jetzt über in app purchase die Möglichkeit, zusätzliche Wettervorhersagen und Daten als kostenpflichtigen Premiumservice zu beziehen. Neu ist überdies die Möglichkeit, Orte auch direkt in einer Karte (Google Maps) zu suchen und als Favoriten zu speichern. Dort kann man sich auch die nächstgelegenen Wetterstationen anzeigen lassen. Satelliten- und Radarbilder sind jetzt auch im Breitbildmodus verfügbar.
Als Weltpremiere bezeichnet die MeteoGroup den “Niederschlagsart-Radar” im Premiumbereich. So kann der User ab sofort nicht nur sehen ob Niederschlag vor der Tür steht, sondern auch ob es regnet, schneit, graupelt oder gefrierender Regen herrscht – dies verschafft entscheidende Wissensvorteile u.a. bei der alle bewegenden Frage: “Will there be a White Christmas”?
Des Weiteren erhalten Nutzer des Premiumservices eine 14-tägige (normal: 7-tägige) Vorhersage in stündlicher (normal: 3-stündlicher) Auflösung und bis zu 40 (normal: 10) Bilder bei den Radar- und Satellitenfilmen. Die App kostet 2,99 Euro.
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Branchen-Special: Druck(vorstufe) u. Verlag
Unter dem Titel “Vom iPhone zu iPrint” hat die Messe Düsseldorf – Veranstalter der Printmesse drupa – ein lesenswertes Special veröffentlicht. Hier werden zahlreiche Apps und Trends aus und für diese Bereiche vorgestellt und eingeordnet. Zum Artikel geht es hier.
minowa Musicbox
Fehlt immer noch ein Last Minute-Geschenk für iPhone- o. iPod touch-User? Vielleicht ein Fall für die minowa Musicbox mit Docking Station. Sie spielt auch Musik vom USB-Stick oder SD-/MMC-Karte ab und bietet neben einem UKW/MW-Radio auch eine Uhr mit Weckfunktion (2 Weckzeiten) sowie Schlummertaste. 2 x 2 Watt sorgen für erfolgreiche Weckvorgänge. Fernbedienung im Preis von rund 60 Euro inbegriffen, erhältlich z.B. bei maxenia.
(Paid) News: Springer, Stern, T-Mobile..
Wie angekündigt zielt die “Mobil-Offensive” von Springer in erster Linie auf die Geldbörse der Leser bzw. soll deren Schmerzgrenzen ausloten. Die Apps für “Bild” und “Welt” sind kostenpflichtig und werden über ein Abo-Modell vertrieben. Beide wurden mit Einführungspreisen versüßt. Die “Bild”-App kostet in den ersten 30 Tagen 79 Cent, die “Welt” auf dem iPhone zunächst 1,59 Euro. Danach können Bild-Leser zwischen zwei verschiedenen Abo-Modellen wählen: mit der Printausgabe des Folgetags ab 22 Uhr ist der Service für 3,99 Euro pro Monat erhältlich, ohne PDF kostet sie 1,59 Euro monatlich (Welt: PDF-Version für 4,99 Euro beziehungsweise 2,99 Euro pro Monat ohne PDF.
Vor einiger Zeit hat auch Der Spiegel angekündigt, die jeweilige vollständige Wochenausgabe ab Dezember als App anbieten zu wollen, wobei ein Preis von rund 3,70 Euro erwartet wird. Der App Launch scheint sich allerdings zu verzögern, genau wie bei der bereits geraume Zeit erwarteten Financial Times Deutschland.
Dass es auch kostenlos geht, zeigt u.a. die just als Version 3.1 überarbeitete Stern-App: Für diese konnte der Verlag jetzt 380.000 Downloads seit dem Start im Februar 2009 verkünden. Damit darf sich die stern.de iPhone-App immer noch “erfolgreichste Applikationen eines deutschen Nachrichtenmagazins” nennen. Gemeinsam mit den anderen mobilen stern.de-Plattformen (Android und mobiles WAP-Portal) erzielt die Nachrichten-Site eine mobile Reichweite von rund 20 Mio. PIs/Month.
UPDATE 08.05.2010:
Inzwischen verkündete der Stern 506.000 Downloads bzw. Unique Installs seiner kostenlosen iPhone-App. Davon entfielen 468.000 auf Deutschland, 38.000 aufs Ausland.
Die neue Version wurde besonders bei Darstellung und Verwendung des Livetickers zur Fußball-Bundesliga überarbeitet. Zudem gibt es mit den “Text-Fotostrecken” ein neues Artikelformat mit üppig bebilderten Beiträgen, bei denen die stern-typische Optik konsequent in das mobile Format eingebunden wurde. Generell konnte der Seitenaufbau innerhalb der App beschleunigt werden.
Seit dem 18.12. können News-Junkies auch zur kostenlosen App “News” der DTAG greifen. Wie beim T-Online.de-Portal gibt es hier Aktuelles aus den Bereichen Nachrichten, Sport, “Boulevard” , Wirtschaft oder “Ausland”. Irritierend ist der lange Zeitraum, den die App für den Programmstart und den Aufbau mancher Seiten benötigt.
Cisco-App für Sicherheitsprofis
Speziell für Sicherheits- und Netzwerkexperten hat Cisco Security Intelligence Operations, die kostenlose App Cisco SIO To Go veröffentlicht. Sie soll ihre Zielgruppe umfassend informieren und über aktuelle Gefahren aus dem Netz auf dem Laufenden halten. Der Informationsdienst soll sich u.a. auf Echtzeitdaten abstützen, die aus dem Netzwerk von Cisco-Kunden und Service-Providern stammen.
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Event: MCTA 2010
Unter dem Motto “Shaping the Future of Mobile Markets” veranstaltet die Forschungsgruppe wi-mobile der Universität Augsburg in Berlin im zehnten Jahr die Konferenz “Mobile Communications – Technologien und Anwendungen” (MCTA 2010). Die Konferenz befasst sich mit aktuellen Aspekten aus den verschiedenen Themenbereichen rund um die Weiterentwicklung von Mobilfunkmärkten. Dabei zielt sie auf die gesamte Breite von Enabling Technologies und Infrastrukturen bis zu Anwendungen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Am 1. Februar findet der MCTA Workshop Day statt, gefolgt vom MCTA Conference Day am 02.02.2010. Die Teilnahme kostet 540 Euro für beide Tage.
Anmeldung
Studie: Hindernisse beim Mobile Shopping
Die meisten Onlineshops sind noch nicht für mobile Nutzung ausgelegt. Dies ergaben Testkäufe von Verbraucherschutzorganisationen in elf Ländern. “Derzeit kann man Verbrauchern nicht guten Gewissens empfehlen, Online-Geschäfte über mobile Endgeräte abzuwickeln”, lautet auch für Deutschland das Fazit von Cornelia Tausch, Leiterin des Fachbereiches Wirtschaft und Internationales vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Der vzbv fordert die Anbieter auf, das mobile Onlineshopping nutzerfreundlicher zu gestalten. So schauten in Deutschland viele Testkunden in die Röhre, die sich elektronische Bücher via Smartphone herunterladen wollten. Verlief der Erwerb weitgehend komplikationslos, konnte man sich die erworbenen Produkte jedoch nicht ansehen, da DRM-Systeme (Digitales Rechtemanagement) eingesetzt werden und die marktgängigen Mobiltelefone die Dateiformate der E-Book-Anbieter nicht unterstützen. In einem anderen Fall eines Musikanbieters ließ sich der gesamte Bestellvorgang zwar durchführen. Doch ein Klick auf den “Bestätigen”-Knopf zum Abschluss der Bestellung war auf unterschiedlichen Endgeräten nicht möglich.
Auch bei der Kinobuchung war eine freie Platzwahl Fehlanzeige: So ließ sich ein Kinoticket zwar erwerben. Doch die Sitzplatzwahl war – trotz freier Plätze auch an anderer Stelle – ausschließlich in der vorderen linken Hälfte des Kinosaales möglich. Auch vor Abo-Fallen beim Einkaufen mit dem Handy warnt der vzbv. So landeten die Tester eines vermeintlich kostenfreien Handyspiels in einem kostenpflichtigen Abonnement, nachdem sie das Spiel heruntergeladen hatten. Zudem bemängelt Tausch unangemessen lange Wartezeiten: “Oftmals wird der Bestellvorgang zur Qual.” Die Studie wurde Mitte Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt und kann als englische Version hier abgerufen werden.
Tagesschau-App in Q110
Für das ARD-Flaggschiff Tagesschau ist eine App in der Planung, wie der Chefredakteur von ARD aktuell, Kai Gniffke, der dpa heute in Hamburg sagte. Die App soll kostenlos angeboten werden, da der Versorgungsauftrag der ARD bereits aus den Rundfunkgebühren finanziert sei. In einer Stellungnahme des Springer Verlags ist von “einer nicht tolerierbaren Marktverzerrung” die Rede. Die Tagesschau-App soll noch im ersten Quartal 2010 verfügbar sein, gebaut wird sie von Cellular.
iPhone wird weltweit Smartphone Nr. 1?
Dirk Manthey ist Herausgeber von Meedia (auch als App verfügbar). Er hat die Verlagsgruppe Milchstraße (“TV Spielfilm”, “MAX”, “Fit for Fun”) gegründet und lebt heute in Kalifornien. Im Folgenden Auszüge aus seinen “Medientrends für 2010″:
1. Paid Content wird viele Enttäuschungen bringen.
[...]
3. Der ganz große Trend heißt Mobiles Internet
In den USA geht man davon aus, dass in wenigen Jahren mehr Leute “mobile” ins Internet gehen als über ein Standgerät. “Ramping Faster than Desktop Internet, the Mobile Internet Will Be Bigger than Most Think” lautet die Zusammenfassung eines aktuellen Reports von Morgan Stanley. Dieser Trend wird vor allem von US-Companies wie Apple, Google und Amazon vorangetrieben. [...] Auch Handywerbung wird immer interessanter werden. Der Vorteil: hier kann man seine Zielgruppen (vor allem Jugendliche) punktgenau erreichen. Das funktioniert aber nur mit Einwilligung des Empfängers, die man sich vorher mit finanziellen Vorteilen erkaufen muss. Die Aussichten dafür sind rosig: In wenigen Jahren soll “mobile advertising” in den USA ein Zehn-Milliarden-Dollar-Markt werden.
4. Das iPhone wird weltweit Smartphone Nr. 1 – trotz Google
Das iPhone hat in den USA mittlerweile einen Anteil von über 30 Prozent am Markt der Smartphones, nur der BlackBerry liegt mit 40 Prozent noch besser. Aber alles spricht dafür, dass Apple im nächsten Jahr die Nr. 1 wird. Vor allem die vielen Apps geben dem iPhone einen enormen Wettbewerbsvorteil. Wenn Apple 2010 dann in den USA seinen Exklusivvertrag mit AT&T kündigt und zusätzlich über Verizon vertreibt, wie man es ähnlich bereits in Frankreich und England gemacht hat, dann wartet allein in den Staaten ein neuer Markt von 85 Mio. Kunden auf das iPhone.
Der Verlierer im Kampf dieser Giganten steht heute schon fest: es ist Nokia, mit 37 Prozent Marktanteil noch der führende Handy-Hersteller der Welt. Aber die Betonung liegt auf “noch”. Gegen Apple und Google dürfte Nokia chancenlos sein. In den USA heißen die Nokia-Handys inzwischen “Dumb-Phones”. Und die Nokia-Flagship Stores in New York und Chicago werden gerade geschlossen…
Alle zehn Trends im Zusammenhang lesen.