Monatsarchiv für Juli 2010
Apps per Drag&Drop?
Auf der IFA 2010 wird die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik (Fraunhofer ESK) ihren E-Composer einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen: Mit diesem Editor soll es möglich sein, mobile (Web-?)Applikationen ohne eigentliche Programmierung “zusammenzuklicken”. Input für die App können Text-, XML-, Audio- und Video-Dateien sein. Diese werden in einem Baukastensystem individuell zu einer Anwendung zusammen gestellt. Dabei können laut Fraunhofer ESK auch die vom Smartphone bereitgestellten Sensordaten wie z.B. der jeweilige Standort in die App einbezogen werden. Der E-Composer generiert die eigene Applikation wahlweise in Flash (z.B. für Android ab V. 2.2) oder HTML5 (z.B. für Safari/iOS) und macht sie damit kompatibel für die meisten gängigen Smartphones. unklar ist, ob der entstandene Code auf dem Smartphone oder auf einem Web-Server residiert.

E-Composer für die App-Entwicklung ohne Programmierkenntnisse (Quelle: Fraunhofer ESK)
+78% Gewinn bei Apple in Q3
Apple hat gestern die Ergebnisse des dritten Quartals im Geschäftsjahr 2010 bekannt gegeben. Die iPhone- und iPad-Company erzielte einen Umsatz von 15,7 Mrd. US-Dollar bei einem Netto-Gewinn von 3,25 Mrd. Dollar (Vorjahresquartal: 9,73 Mrd. Dollar Umsatz u. 1,83 Mrd. Dollar Erlös). Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug im Q310 52 Prozent.
Nennenswert dazu beigetragen haben u.a. 8.400.000 iPhones abgesetzte iPhones (+ 61%) sowie 9.410.000 iPods (-8%). Vom in diesem Quartal debüttierenden iPad wurden insgesamt 3.270.000 Einheiten verkauft. Apples Finanzchef Peter Oppenheimer erwartet nun einen Umsatz von 18 Mrd. Dollar für Q410.
Kleinere, aufgeräumtere Android Market-Abteilung
Der Android Market ist das “Schlaraffenland” für Nutzer von unter dem Betriebssystem Android betriebenen Smartphones oder (Tablet) PCs. Allerdings hat er – vor allem im direkten Vergleich zu Apples App Store – einige Nachteile, die u.a. dazu geführt haben, dass wie beim App Store Directories wie androlib.com, appbrain.com oder cyrket.com entstanden:
- Die auch von Geräten mit anderem OS, beispielsweise Windows, ansurfbare Version (www.android.com/market) bietet nur einen Ausschnitt des Gesamtangebots.
- Die auf Android Devices vorinstallierte Market-App ist bislang nicht besonders übersichtlich.
- Kostenpflichtige Apps können NUR via Googles Bezahlsystem Checkout erworben werden. Diese verlangt das Hinterlegen von Kreditkarteninformationen – für Sicherheitsbewusste absolutes No Go-Territorium.
Hilfe kommt vom Berliner Softwareunternehmen envi.con KG, das mit pdassi für Android seit Anfang Mai ebenfalls eine Art Web-Schaufenster für Android Apps anbietet. Mit nur 2.000 vorgehaltenen Apps wird hier allerdings bislang nur ein Bruchteil der derzeit knapp 100.000 verfügbaren Apps vorgehalten. envi.con spricht von “ausgesuchten Apps”, welche das Angebot zum “führenden redaktionell aufbereiteten Softwarekatalog in Europa” machen. Bei der Auswahl soll besonders auf das Interesse der deutschsprachigen Anwender Wert gelegt werden (allerdings fehlt hier bislang bedauerlicherweise noch die GlanzApp FussballQuiz
).
Die aktuelle Version der Webseite wurde um das aus dem App Store bekannte Feature Slideshows mit App Screens ergänzt. Auch die Suchfunktion wurde erweitert. Alle Apps können direkt aufs Handy installiert werden – pdassi erfordert also keine separate Anmeldung oder Registrierung. Neu hinzugekommen ist auch ein eigenes Bewertungssystem, mit dem die Besucher ihre Meinung zu den einzelnen Android-Apps abgeben können. Das Wichtigste: Nutzer in Europa können Paid Apps auf Pdassi mit Bankeinzug, Überweisung oder PayPal bezahlen – also nicht nur per Kreditkarte.
Im Safari-Browser des iPhones ist die Darstellung recht winzig, aber die Zielgruppe dieses Angebots nutzt ja typischerweise andere Plattformen
. Für Android-Smartphones ist die Seite gut optimiert und unter http://pdassi.de bzw. http://am.pdassi.de zu erreichen. Eine Pdassi-App für Android ist in Vorbereitung.

HTC Hero: Nun auch mit Android 2.1
Auf Android 2.1 haben Nutzer des HTC Hero lange warten müssen. Doch nun ist die aktuelle Version auch auf dem mobileTicker-Dauertestgerät angekommen. Der gesamte Update-Prozess gestaltete sich mehrstündig – hauptsächlich, da die Gerätenummer des Smartphones nicht auf der Produktseite des Herstellers gefunden wurde. Doch mit freundlicher Unterstützung von HTCs wirklich besonders kompetenter Presseagentur Trademark Public Relations ließ sich auch diese Hürde nehmen.
Zunächst muss ein für das Upgrade vorbereitendes Softwarepaket (First Package) auf den PC heruntergeladen und via HTC Sync installiert werden. Hernach meldet das Phone ein weiteres neues Upgrade und der Rest geschieht Over The Air (OTA) und wie von selbst – mit insgesamt dreifachem Reboot. Positive Überraschung: Auch wenn die geladenen Apps nicht via AppBrain o. Ä. gesichert wurden, merkt sich eine “Downloads”-Liste in der Market-App immerhin alle Apps, die man schon einmal installiert hatte. Erneut laden muss man sie dennoch.
Zu den Neuerungen gehört Bluetooth 2.1, Quick Contacts (verbesserte System App für Kontakte), eine Überarbeitung der Sense-GUI sowie diverse neue Widgets. Vor allem aber vervielfacht sich mit 2.1 die Zahl der angezeigten und herunterladbaren Apps.
Die jüngste Version des Android-Betriebssystems ist 2.2 (“Froyo”). Die bietet u.a. Flash 10.1. Froyo gibt es bereits für Googles Nexus One, nur angekündigt ist das Firmware-Update bislang für beispielsweise Motorola (Milestone/Droid), Samsung (u.a. Galaxy), HTC (Evo, Desire, Incredible), Dell (Streak).
zur HTC-Support-Seite für Europa
Deutschland goes mobile – even @ home
heise.de zitiert interessante Zahlen des Statistischen Bundesamts, denen zufolge in stets mehr deutschen Haushalten Mobilrechner verfügbar sind, während die Verbreitung von Desktops in den vergangenen Jahren stagniert: “Demnach verfügten zu Beginn des vergangenen Jahres 40 Prozent der Haushalte über ein Notebook oder einen vergleichbaren Rechner, Anfang 2005 waren das nur 17 Prozent. Die Verbreitung von Desktops hält sich dagegen seit 2005 bei rund 63 Prozent. Insgesamt stand Anfang 2009 in fast acht von zehn deutschen Haushalten ein Computer. Knapp 70 Prozent der Haushalte waren zu der Zeit mit einem Internetanschluss ausgestattet, 2005 waren es 55 Prozent. Ende 2009 hatte die Behörde die Verbreitung von Internetzugängen auf 73 Prozent der privaten Haushalte beziffert.
Handys klingelten in 87 Prozent der privaten Haushalte. [...] Haushalte von Selbstständigen (und Landwirten) sind übrigens in den genannten Zahlen nicht berücksichtigt.”
iPad Ad Requests +206%
Millennial Media – Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen – hat den aktuellen Report Mobile Mix veröffentlicht, der auf nach Geräteherstellern, Betriebssystemen und Apps aufgeschlüsselten Juni-Daten aus dem Millennial Media-Werbenetzwerk beruht. Aus den Ergebnissen:
- iOS blieb mit 56 Prozent Anteil das dominante Smartphone-Betriebssystem und wächst derzeit mit acht Prozent monatlich.
- Motorola hat im Juni den Aufstieg in die Top 15 der Gerätehersteller geschafft – wohl u.a. aufgrund des erfolgreichen Droid (Europa: Milestone).
- Auf das iPad zurückführbare Ad Requests sind um 206 Prozent angestiegen.
- Ad Impressions von Touchscreen-Geräten wachsen derzeit um sechs Prozent monatlich, hatten aber im Juni erstaunlicherweise erst einen Marktanteil von 54 Prozent im Millenial Media-Gerätemix (der auch “Connected Devices” wie beispielsweise Nintendo DS, Sony PSP etc. einschließt).
zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen Mobile Mix
Weekend-Fun: MoveColors
Der aktuelle Spieletipp für Mobile Professionals, die sich gerne auch mal beispielsweise mit dem Brettspiel Continuo oder – auf dem iPhone – mit Tetris, Blocks Drop, Bejeweled, Luxor oder anderen Farbensortier-Spielen vom harten Arbeitsalltag erholen: MoveColors von zuuw.com wirkt auf den ersten Blick simpel – Es gilt, farbige Quadrate so zusammenzuschieben, dass sie den Rand des Würfels links und rechts oder oben und unten verbinden (dabei darf es auch um die Ecke gehen) – worauf sie verschwinden und Platz schaffen. Allerdings erscheinen permanent und in steigender Geschwindigkeit neue Farben und sorgen so für Nachschub, aber auch Handlungsbedarf…
Zusätzliche Würze kommt durch Würfel mit speziellen Funktionen bzw. Eigenschaften wie “Mauer” (Fels in der Farbenbrandung), “Bombe” (Obacht), “Joker” (nimmt jede gewünschte Farbe an, wie die FDP
), “Gewitter” (sic) ins Spiel. Ein wenig überraschend, aber gut gemacht, ist bereits der rasante Spieleinstieg. MoveColors kann jederzeit abgebrochen und am letzten Punkt wieder aufgenommen werden.
Die App ist kostenlos und kann bis zum 5. Level gespielt werden. Das ist nach einiger Übung kein Hexenwerk. Weitere 45 Levels lassen sich per in-app-purchase für 79 Cent freischalten. Das wird in aller Regel auch passieren, denn das Spiel macht Spaß – vor allem durch die Steigerung von leicht bis fast nicht hinzukriegen. Fazit: ***
Studie: iPhone 4 und iOS 4 stärker geschäftlich genutzt
Trotz allem Hickhack um die Empfangsschwäche: Sybase hat rundum positive Ergebnisse einer Verbraucherumfrage zum iPhone 4 und dem Betriebssystem iOS4 veröffentlicht. Ihr zufolge sollen viele der neuen Funktionalitäten dazu führen, dass iPhones künftig noch öfter als bislang als reine Business Tools eingesetzt werden. Über die Hälfte der Befragten, die zur Zeit ein iPhone besitzen, gab an, dass sie ihr Gerät infolge der neuen iOS 4-Funktionen öfter als bisher für berufliche Aufgaben nutzen wird. Mehr als ein Drittel der Befragten, die noch kein iPhone besitzen, könnte sich aufgrund der neuen Funktionalitäten von iPhone und iOS 4 vorstellen, ein iPhone für Arbeitszwecke zu erwerben.
In der von Zogby International durchgeführte Studie wurden über 2.000 US-Bürger befragt. iOS 4 verbessert die Eignung von iPhones für den Geschäftseinsatz laut Apple u.a. durch Multitasking, die Sortierung von E-Mail-Nachrichten nach Themen, die Möglichkeit, sensible Daten per Remote-Zugriff vom iPhone zu löschen sowie die Fähigkeit, unternehmensspezifische Anwendungen auszuführen.
Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen:
- Rund 56 % der iPhone-Benutzer würden ihr Gerät mit den neuen Funktionen vermutlich häufiger als bisher beruflich nutzen; dies unterstreicht die Bedeutung der iPhone-Nutzung für den Geschäftsbereich.
- Mehr als ein Drittel der Umfrageteilnehmer, die derzeit kein iPhone besitzen und von ihrem Arbeitgeber kein Mobiltelefon zur Verfügung gestellt bekommen, erwägt den Kauf eines iPhones zur geschäftlichen Nutzung nach Einführung neuer Business-Funktionen.
- Mehr als 50 % der Befragten, die von ihrem Arbeitgeber mit einem mobilen Gerät ausgestattet werden, wollen angesichts der neuen Funktionen von iPhone 4 bzw. iOS 4 ein Upgrade auf ein iPhone bei ihrem Arbeitgeber anfragen.
Trotz der Aufregung um Videokonferenzen mit dem neuen iPhone 4 sind sich die Verbraucher nach den Studienergebnissen anscheinend nicht sicher, welche Auswirkungen diese Funktion für sie haben könnte. Allerdings meinen 40% der Befragten, dass Videokonferenzen über das mobile Endgerät infolge der direkten Interaktion zu stärkeren Kunden- und Kollegenbeziehungen führen könnten.
Glaubt man der Zogby-Umfrage, so werden iPhones immer häufiger für berufliche Aufgaben verwendet: Fast zwei Drittel (64%) der iPhone-Besitzer nutzen das Gerät mindestens einmal pro Woche für berufliche Aufgaben. Zu den häufigsten berufsbezogenen Tätigkeiten von Mobilfunknutzern zählen Geschäftstelefonate; Besitzer von iPhones nutzen dieses dagegen am häufigsten für die Abfrage geschäftlicher E-Mails.
Während 20 % der Umfrageteilnehmer Geschäftsapplikationen nutzen, die sie selbst ausgesucht und vom App Store heruntergeladen haben, liegt dieser Prozentsatz für Anwendungen, die vom Unternehmen unterstützt werden, bei 13 %. Dies zeigt eine größere Chance für Unternehmen, sich die neuen Funktionalitäten von iOS 4 durch maßgeschneiderte Unternehmensanwendungen – erstellt von erfahrenen App-Systemhäusern wie Glanzkinder – zunutze zu machen.
Gartner: 2014 nutzen 1 Mrd. Push E-Mail
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner beschleunigen Standardisierung, Interoperabilität und der wachsende Wettbewerb bei E-Mail-Servern und -Services die Kommerzialisierung von Wireless bzw. Push E-Mail. Gartner prognostiziert, dass bis Ende 2014 weltweit eine Milliarde Menschen Wireless Email nutzen werden. Im Geschäftsbereich gab es laut Schätzungen Anfang 2010 bereits mehr als 80 Millionen Wireless E-Mail Accounts, denen rd. 60 Millionen aktive Nutzer bei großen, mittleren und kleinen Unternehmen sowie Einzelpersonen entsprechen sollen.
Da Push E-Mail sich verstärkt mit Social Networking und Collaboration Services integriert, wächst auch die Relevanz von Social Networking als Ergänzung von E-Mail für die Geschäftskommunikation. Gartner prognostiziert, dass bis zum Jahr 2014 etwa 20 Prozent der Geschäftsnutzer Social Networking-Dienste (bzw. deren integrierte Messaging-Lösungen) anstatt klassischer E-Mail als bevorzugtes Tool für die zwischenmenschliche Kommunikation verwenden werden.
iPad u. iPhone iPhones via VPN anbinden
Unternehmenseinsatz, die 2.: Auch SonicWall bietet Unternehmen verschiedene Möglichkeiten, mobile Endgeräte wie iPhones und iPads in die bestehende IT-Infrastruktur einzubinden. So soll nicht nur ein höheres Maß an Sicherheit und Flexibilität geschaffen werden – Unternehmen profitieren laut SonicWall auch von der steigenden Produktivität, wenn auch ihre nicht zum Außendienst gehörenden Mitarbeiter unterwegs oder von zuhause arbeiten und kommunizieren können.
Über die VPN-Funktionalität (Virtual Private Network) von SonicWall-Firewalls der Serien TZ und NSA können Nutzer von iPhone und iPad abgesichert auf das Firmennetzwerk oder auch das eigene Heimnetzwerk zugreifen. Gemäß Anbieter sind alle notwendigen Konfigurationsmöglichkeiten und -funktionen für die Anbindung der Apple-Endgeräte bereits vorhanden bzw. vorkonfiguriert – zusätzliche Investitionen in Netzwerkhardware oder Client-Software seien nicht notwendig. Die SonicWall-Appliances unterstützen die Protokolle PPTP, L2TP und IPSec, über die sie einen sicheren VPN-Tunnel zu den Apple-Geräten her. Es besteht zudem die Möglichkeit, die Geräte über die Remote Access-Produkte der SonicWall Aventail SSL VPN Reihe anzubinden, um zum Beispiel eine Synchronisation über Exchange ActiveSync durchzuführen. Somit können Kunden- oder Lieferantendaten, Netzwerkzugriffsdaten, Dokumente, E-Mails, Termine, Kontate etc. über einen sicheren Kanal übertragen werden.
Weitere Informationen zum Thema stellt SonicWall auf folgenden Seiten zur Verfügung: