App-based Computing à la MobileIron
In den kommenden 12-18 Monaten werden in allen großen Unternehmen der Welt Hunderte mobiler Apps von Tausenden Anwendern mit Zugriff auf Millionen Dokumente verwendet werden. Mobile Anwendungen und mobiler Inhalt werden weitestgehend bestimmen, wie Menschen ihre Arbeit verrichten. Damit findet eine fundamentale Änderung in der Datenverarbeitung statt, die in ihrer Bedeutung dem Umstieg von Großrechnern auf PCs entspricht. So jedenfalls die Einschätzung von MobileIron. Der Spezialist für Mobile Device Management MDM) und Applikationsmanagement bzw. Mobile Application Management (MAM) stellte unlängst sein “MobileIron Application Delivery Network” für die skalierbare Bereitstellung von Mobile Apps in Unternehmen vor.
Noch in der “BlackBerry-Ära” verfügte, so der MDM-Hersteller, nur ein kleiner Prozentsatz der Mitarbeiter über Smartphones, und jeder von ihnen verwendete eine Anwendung: drahtlose E-Mail. In der gerade beginnenden “Post-BlackBerry-Ära” jedoch werden die meisten Mitarbeiter mobile Geräte haben und gemeinsam Hunderte Anwendungen zur Erledigung ihrer Arbeit verwenden. Die Aufgabe, Hunderte Apps für Tausende Menschen im Mobile-Business-Kontext und mit nachvollziehbaren, garantierbaren Service-Leveln bereitzustellen, wird die Unternehmensnetzwerke aufgrund der Anforderungen an Bandbreite für schnelles und zuverlässiges Herunterladen “zusammenbrechen lassen”, so MobileIron.
Das Problem werde durch den enormen Umfang mobiler Apps mit hohem Informationsgehalt weiter verschärft, die
Organisationen derzeit entwickeln. Vor fünf Jahren waren Apps mit 2 MB Footprint noch selten. Heute seien Apps mit 1 GB durchaus gängig, besonders bei Verkaufsmobilisierung und sog. “kollateraler Bereitstellung”.
Doch die Lösung naht: Das MobileIron Application Delivery Network (ADN) ist laut Anbieterangaben “die erste branchenweite Lösung, die eine skalierbare Bereitstellung von Anwendungen in Unternehmen ermöglicht. Das MobileIron ADN erlaubt es, Apps jeder Größenordnung auf beliebig vielen Geräten ohne Auswirkungen auf das Unternehmensnetzwerk bereitzustellen. Das ADN verlagere das tatsächliche Herunterladen der Anwendungen auf ein sicheres globales Backbone. Es ist nahtlos in das MobileIron Apps@Work integriert, der “branchenweit ersten und führenden Storefront für die Verteilung von Unternehmensanwendungen”.
Laut Erkenntnissen von MobileIron wird der “Großteil des Contents/der Inhalte von Unternehmen mittels E-Mail oder SharePoint verteilt”. E-Mail-Anlagen und Dokumente mit geschützten Daten seien daher bei Weitem die größte Herausforderung für die Verhinderung von Data Loss Prevention (Verhinderung von Datenverlust, DLP) im mobilen Unternehmen. Jede Anwendung auf einem mobilen Gerät, genehmigter Art oder nicht, beinhaltet das Potenzial, dass vertrauliche Dokumente geöffnet und in unzuverlässige Clouds übertragen werden. Docs@Work ist laut MobileIron “die erste branchenweite Lösung, die durchgehende Sicherheit sowohl für ActiveSync E-Mail-Anhänge als auch SharePoint-Inhalte bietet und für diese “sichere Übertragung, lokale Speicherung, Zugriff und Datenlöschung” bereitstellt.