Das iPhone ist tot, es lebe das GooglePhone?
Suchmaschinengigant Google hat auf einer Mitarbeiterveranstaltung am 11.12. begonnen, Vorabexemplare eines neuen Smartphone an die Belegschaft auszugeben. Das “Nexus One” wird nach Informationen von TechCrunch und anderen unter Android 2.1. betrieben und von HTC gebaut – allerdings nach Google-Vorgaben. Auf Twitter finden sich Bilder eines aufgeräumt wirkenden, iPhone-ähnlichen Geräts mit wenigen physischen Tasten und dem resultierenden großen Touchscreen. Erste Reaktionen auf die offensichtlich SIMlock-frei ausgegebene Weihnachtsgratifikation lesen sich enthusiastisch.
In den Bereich der Spekulation gehören noch Ansagen, dass Google das Nexus bereits ab Januar selbst und ausdrücklich ohne Bundling mit einem Carrier via Internet verkaufen möchte. Ebenso unbestätigt ist die Vermutung, das Gerät könne über Online-Werbeeinnahmen quersubventioniert und zu einem Kampfpreis angeboten werden (anderen Berichten zufolge aber sucht Google inzwischen nach Vetriebspartnern, darunter T-Mobile USA).
Falls Google aber seine Web-Omnipotenz voll ausspielt, geschieht, der neue “iPhone Killer” seinem Namen sogar gerecht werden. Allerdings müßte die junge Android-Plattform dafür noch in Lichtgeschwindigkeit reifen, was Performanz und intuitive Bedienbarkeit der Endgeräte sowie “App-Affinität” des Android Market angeht (Stand 1209: rund 20.000 Apps verfügbar). Auch bleibt abzuwarten, ob Datenschutz-Bedenken der Endkunden die Akzeptanz ein solches Google-branded Phone ähnlich ausbremsen, wie es bislang bei den funktional sehr überzeugenden Google (Web) Applications der Fall zu sein scheint.
In jedem Falle befände sich das GooglePhone in bester Gesellschaft: für 2010 wurden bislang über 50 neue unter Android betriebene Smartphones angekündigt, u.a. von HTC, Sony Ericsson oder den PC-Herstellern Acer und Dell. Bereits erhältlich sind Android-Phones etwa von HTC (G1), LG oder Samsung. Motorolas “Droid” (in Europa: “Milestone”) ist in den USA hervorragend gestartet und soll bei der Markteinführung in UK durch eXpansys in wenigen Stunden ausverkauft worden sein.
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