Kölner Filz statt Klüngel
Der Kölner Anbieter ElektroPulli verkauft Filztaschen für iPods, iPhones und MacBooks, die junges Design mit ökologischen Idealen verbinden sollen. Im Januar 2009 von Anja Köttker und Stefan Stuckmann gegründet, gehört ElektroPulli nach eigenen Angaben schon jetzt zu einem der angesagtesten jungen Labels für Elektronik-Accessoires. Elektropulli will das Problem schmerzendes Ökogewissen mit einer simplen Idee lösen: Mitte 2009 konzipiert und fertigt ElektroPulli in Handarbeit und in der eigenen Werkstatt Filztaschen für iPods und iPhones. Das macht vielleicht nicht überall ganz so viel her wie Carbon oder Swarovski. Doch hier wird jedes Futteral inklusive “KlimaPflaster” verkauft: Für jede Tasche unterstützt ElektroPulli Klimaschutzprojekte, die genau die Menge CO2 einsparen, für die der iPod oder das iPhone durch Produktion, Betrieb und Entsorgung verantwortlich sind. Das sind laut Elektropulli übrigens im Falle des iPhone 55 kg CO2!
“Das Wort ‘KlimaPflaster’ soll dabei ganz bewusst nicht verdecken, dass trotzdem Emissionen anfallen”, erklärt Köttker: “Ein Pflaster macht den Schaden nicht ungeschehen, hilft aber bei der Heilung.” Damit sicher gestellt ist, dass alle Spenden auch wirklich dem Klimaschutz zu Gute kommen, kauft ElektroPulli seine CO2-Zertifikate nur bei Firmen, die in den Tests der “Tufts Climate Initiative” und des “Carbon Catalog” auf den vorderen Plätzen landen und nach den Regeln des sogenannten “Gold Standard” arbeiten – dem laut Elektropulli einzigen unabhängigen Standard für Projekte zur Reduzierung von Treibhausgasen. Als Mitglied von 1 Percent For The Planet“, einer Non-Profit-Organisation aus den USA, hat sich ElektroPulli deshalb dazu verpflichtet, mindestens 1 % seiner Erlöse für Umweltschutzprojekte zu spenden.
Die iPod- und iPhone-Taschen produziert das Kölner Label in zehn verschiedenen Farben aus echtem Wollfilz. Alle Taschen weisen ein mit Siebdruck veredeltes Innenfutter auf, welches das Display des benutzten Gerätes sauber halten soll.