Lesetipp: iSuccess
Das pfiffige Logo, der Name und Untertitel (Unternehmensanwendungen im Apple-Umfeld) beschreiben das Berichtsspektrum dieses neuen Titels recht gut. Er erscheint im Berliner GITO Verlag für industrielle Informationstechnik und Organisation, der auch so renommierte Titel wie ProductivITy Management oder ERP Management verlegt. Die Chefredakteurin Corinna Fohrholz (wissensch. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik u. Electronic Government a.d. Univ. Potsdam) sieht eine Informationslücke bei kompetenten Entscheidungshilfen für einen teilweisen oder weitgehenden IT-Umstieg von Unternehmen auf Apple. Diesen soll das neue Medium schließen. Wohl auch daher wird dem Thema “Umstieg auf Apple” in der ersten Ausgabe ein Schwerpunkt gewidmet. Dessen zentraler Text ist die Zusammenfassung eines Fachbuches zum Thema (Der Mac im Unternehmen). Ein Beitrag zum wichtigen Thema “Nutzerakzeptanz als Erfolgsfaktor für die Mac-Migration” verrät allerdings seine Herkunft aus dem wissenschaftlichen Bereich allzu deutlich. Diesem vorgeschaltet ist ein mit sieben Einträgen denkbar knapper Messeführer zur Partnerveranstaltung it&business sowie eine Handvoll Produktnews.
Die Rubrik “Mobile Business” konstituiert sich aus Beiträgen zu “SAP und iPhone” sowie “ERP auf dem iPad” – flankiert von einer Marktübersicht zu “ERP-Systeme für den Mac”. Die Rubrik “Technologie” widmet sich u.a. den Möglichkeiten der Virtualisierung auf dem Mac. Success Stories dürfen in einer Fachzeitschrift dieses Namens nicht fehlen, hier heißen sie “Berichte aus der Praxis”, im konkreten Beispiel geht es um den FileMaker-Einsatz bei einem Unternehmen der Lebensmittelbranche.
Besonders interessant, wenn auch leider von Raum und Art der Darstellung arg begrenzt, ist die Rubrik “Vorgestellt – die besten Business Apps“. Unterkategorien sind hier ERP, Produktion, CRM, Alltagshelfer sowie “SAP Apps”.
Detailkritik: Dem leider recht altbackenen Layout gelingt es kaum, optische Verbindungen zum selbstgestellten Thema und dem nicht zuletzt aufgrund von Lifestyle-Aspekten wieder zurückgekehrten Apple-Boom herzustellen. Teilweise ist es sogar handwerklich missglückt (schlimme Blocksatz-Fehler ausgerechnet im Editorial, S. 3; Verzerrungen bei der Bildbearbeitung haben aus einem iPhone 3 eine Art iPad gemacht, S. 9) und auch bei der Schlußredaktion ist noch Optimierungspotenzial auszumachen, wenn beispielsweise “das App” aus Pressemitteilungen den Weg ins gedruckte Heft gefunden hat. Der Umfang von 68 Seiten ist angesichts des Preises von 25 Euro pro Ausgabe nicht üppig, wird aber sicher je nach Anzeigenvolumen ausgebaut. In Summe eine durchaus lesens- und beobachtenswerte Bereicherung der apfelaffinen Printszene. Das Jahresabo (2 Ausgaben) kostet regulär 50 Euro – derzeit gilt der vergünstigte Einführungspreis von 25 Euro.
Fazit: **(*)
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