Praxistest: SplashTravel
Als “Schweizer Taschenmesser für Road Warriors bzw. für Mobile Professionals” beschreibt SplashData seine Reisenecessaire-App SplashTravel. Das ist nachvollziehbar, denn die App-Kombi verbindet Lösungen für die Reiseorganisation wie Flight Tracking, Reisekosten (als sehr schlichte Liste für den E-Mail-Export) und Währungsrechner, die andernorts einzeln besorgt und bezahlt werden müssen. Spontan überzeugend ist der Trip Organizer, über den eine Reise angelegt und mit weiteren Infos angereichert werden kann. Die App unterstützt die Recherche nach und Buchung von Hotels, Restaurants, Flügen, Zug- und Busfahrten sowie Mietwagen, ist allerdings nur eingeschränkt lokalisiert. So kennt die App zwar sowohl den Köln/Bonner wie den Düsseldorfer Flughafen, erkennt aber beispielsweise den Standort Bonn nicht. Die Fluginformationen umfassen – soweit verfügbar – Flugnummer, Gate und Flugstatus, vgl. das ganz erheblich teurere WorldMate.
Die Sektion “Calculators” umfaßt neben dem Währungsrechner auch eine Konvertierung von Meter in Inch/Feet und umgekehrt, den notorischen Trinkgeld-Kalkulator sowie eine nützliche Tabelle für Bekleidungsgrößen (USA, Europa, UK, Japan: Jackets, Hemden, Schuhe, Anzüge, Hosen). Endgültig zur virtuellen Mama wird das iPhone durch die enthaltenen Einpacklisten (“Nicht vergessen!” Fürs iPhone gibt es hier übrigens keinen vorbereiteten Listenpunkt). Eine Tabelle mit internationalen Vorwahlen sowie Kontaktinfos zu Airlines (leider nur US-based, beispielsweise keine Lufthansa), Autovermietern, Hotelketten und Dienstleistern wie beispielsweise Travelocity runden die im Praxistest überzeugende App sinnvoll ab. Da die Bündelung auch Platz auf dem Home Screen spart, scheint der Preis von knapp 4 Euro gerechtfertigt.
Konstruktive Kritik lässt sich auch in den iTunes-Rezensionen finden: Ein Nutzer verlangt nachvollziehbarerweise, dass Bestandteile einer angelegten Reise in der Reihenfolge, in der sie sich zeitlich ereignen werden, angezeigt werden und nicht – wie bislang – in der Reihenfolge, in der sie eingegeben wurden. Einem anderen ist aufgefallen, dass man in der Packliste zwar Elemente hinzufügen, aber keine löschen kann. Stimmt – aber es lässt sich ja für jeden Listenpunkt festlegen, ob er auf der Reise benötigt wird, oder nicht. SplashTravel gibt es auch in einer Version für Palms WebOS.
Fazit: ****