Studie: TK-Markt 2009
Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland werden 2009 auf rund 62 Mrd. Euro sinken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 3,6 Prozent. Ursache sind unter anderem weiter sinkende Endkundenpreise. Im Festnetzbereich können alternative Anbieter (+0,4 Mrd. €) und Kabelnetzbetreiber (+0,6 Mrd. €) zulegen. Trotz steigender Minutenzahlen und Datenumsätze sinkt der Umsatz im Mobilfunk um 1,8 Milliarden Euro auf 23,6 Milliarden Euro (-7%). Das sind Ergebnisse der elften gemeinsamen TK-Marktstudie vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienstleistungen (VATM) und Dialog Consult, die in Frankfurt a. M. auf der Kongressmesse VOICE+IP Germany vorgestellt wurde.
Die Verbraucher telefonieren 2009 902 Millionen Minuten täglich – und davon mehr per Handy als im Vorjahr: Die Mobilfunknutzung nimmt mit 253 Millionen Verbindungsminuten pro Tag weiter zu. Damit erhöht sich der Anteil des Mobilfunks auf mehr als ein Drittel (28 Prozent). Marktführer im Mobilfunk sind weiterhin T-Mobile und Vodafone mit Marktanteilen von 30,5 beziehungsweise 28,8 Prozent. Der Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wächst 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 auf 27 Prozent. Mehr als die Hälfte dieser Umsätze resultieren mit 13,7 Prozent aus der Datenübertragung. Trotz leicht zurückgehender SMS-Umsätze – durch Flatrates bedingt – tippen die Deutschen weiterhin immer mehr SMS. Die tägliche Zahl der Kurznachrichten per Handy steigt 2009 auf 81,8 Millionen (+4,4 Millionen). MMS spielen hingegen weiterhin mit 640.000 Nachrichten pro Tag eine geringe Rolle.
Ausblick: Mit Blick auf die konkrete Marktentwicklung in 2010 gehen Prof. Dr. Torsten J. Gerpott, der die TK-Marktstudie wie in den Vorjahren mit der Dialog Consult GmbH im Auftrag des VATM erstellt hat, und VATM-Präsident Gerd Eickers davon aus, dass der Gesamtmarkt weiter schrumpfen wird – aber in geringerem Maße als 2009: “Wir schätzen, dass der Markt aufgrund weiter sinkender Endkundenpreise insgesamt um zwei bis drei Prozent zurückgehen wird.”
Zum Download der Studie (5,6 MB) geht es hier.