Verwirrende Vielfalt bei App Stores
Apple App Store, Android Market, BlackBerry App World, Samsung Apps, Nokia Ovi Store, Windows Market Place, Intel App Up, Ericsson EStore und Qualcomm Plaza.
Der App Store von Apple hat trotz des oftmals intransparenten Prüfprozesses bisher am meisten Erfolg mit über 250.000 Apps die bislang über 6,5 Millarden mal heruntergeladen wurden und laut Apple den Entwicklern mehr als eine Mrd. Dollar einbrachten.
Android von Google ist das derzeit am schnellsten wachsende Handybetriebstsystem. Laut der US-Marktforschungsfirma Gartner wird es 2014 mit dem hauptsächlich von Nokia genutzten globalen Spitzenreiter Symbia gleichziehen. Amazon will sich diesen trend nun offenbar stärker zu nutze machen. Der renommierte IT-Blog Techcrunch rechnet mit einer entsprechenden Ankündigung von Amazon in den nächsten Tagen. Die Branche erwartet seit langem einen eigenen Online-Marktplatz von Amazon als Gegenangebot zu Apples App Store. Schließlich verkauft der Internethändler sowohl physische als auch digitale Waren und könnte dieses Geschäft in einem App Store besser bündeln. Zudem haben, ähnlich wie bei iTunes, Millionen Nutzer ihre Kreditkartennummer bei Amazon hinterlegt. Amazon orientiert sich offenbar an branchenüblichen Standards. So sollen Entwickler eine Umsatzbeteiligung von 70 Prozent für das herunterladen kostenpflichtiger Anwendungen erhalten.
Google ist mit dem Android Market einer von vielen Konzernen, die Apples Beispiel folgten. Android wurde von Beginn an als offene herstellerübergreifende Plattform und als Gegenentwurf zu Apples iOS entwickelt. Der Marktanteil legte laut Gartner im zweiten Quartel auf 17,2 von 1,8 Prozent im Vorjahreszeitraum zu. Derzeit sind im Android Market mehr als 80.000 Apps verfügbar, wobei der Anteil kostenloser Apps deutlich höher als bei den Konkurrenzangeboten ist.
BlackBerrys App World zeichnet sich hingegen nicht als Massenanbieter aus mit derzeit etwa 7000 Software-Anwendungen die nur auf Geräten von Research IN Motion laufen.
Nokias Ovi Store mit rund 13.000 Apps hingegen hat einen Wettberwerb für Entwickler ausgelobt, die Apps für den Ovi Store entwickeln. Mit einer änlichen Aktion versucht auch Samsung die Zahl seiner Bada-Apps im Samsung App Store zu erhöhen.
Düster sieht es für Microsoft (Microsoft Market Place) aus. Das im Vergleich zu Android und iOS hoffnungslose unterlegene Windows Mobile 6.5 hat den größten Softwarekonzern weit zurückgeworfen. Hoffnung bestehen aber bei dem in kürze erscheinende Windows Phone 7 .
Auch Chipkonzerne wie Intel (Intel App Up), Qualcomm (Qualcomm Plaza) und Ericsson (Ericsson EStore) haben eigene App Stores aufgelegt, mit denen sie ihre Produkte versuchen aufzuwerten.