Wollen HTC u. Lenovo Palm kaufen?
Palm geht es bereits geraume Zeit wirtschaftlich schlecht. Im Zuge der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen kam zutage, dass der PDA- und Mobiltelefon-Spezialist lediglich 408.000 Smartphones verkaufen konnte. Zum Vergleich: Apple brachte in den drei Monaten 7,5 Millionen Handys an den Mann, laut Google konnte geschätzte fünf Millionen Android-Geräte abgesetzt werden. Palm schwächelt, die Aktie verliert seit Monaten an Wert und die übrigen Wettbewerber schauen bereits neugierig auf den strauchelnden Übernahmekandidaten herunter.
Schon seit einigen Wochen geistern deshalb Gerüchte durch das Netz, nach denen sich Palm zum Verkauf auf den Markt werfen möchte. Gestern veröffentlichte Bloomberg die Meldung, dass erste Verhandlungen bereits laufen. Wie drei unabhängige Quellen der News-Seite gegenüber bestätigten, habe Palm unter anderem die Goldman Sachs-Gruppe eingeschaltet, um sich nach einem geeigneten Käufer umzusehen. HTC und Lenovo sind zwei Namen, die heiß gehandelt werden – Dell habe nach kurzem Überlegen bereits eine Absage erteilt.
Für HTC könnte eine nicht zu teure Palm-Übernahme ein kluger Schachzug sein, denn als Android-Hoflieferant könnten die Taiwanesen ihre Stellung mit WebOS gegenüber Apple weiter ausbauen. Und Lenovo? Der Gedanke, dass der chinesische Hersteller jetzt wieder breit in den Mobilfunkmarkt einsteigen könnte, ist gar nicht so abwegig. Anfang Februar hatte Lenovo die Lenovo Mobile Communication Technology einer Investorengruppe für 200 Millionen Dollar komplett abgekauft – die Handy-Abteilung erlaubt die Entwicklung, Produktion und das Marketing für Smartphones unter einem Dach.
Zwei weitere Kaufinteressenten, die bei Palm zum Zuge kommen könnten, wären allerdings auch Huawei und die ZTE Corporation – beide Konzerne kommen aus China.
via golem.de