Microsoft vor Übernahme von Millennial Media?

millenial media_logoLaut Medien wie u.a. Business Insider bemüht sich PC-Software-Gigant Microsoft um die Übernahme der Spezialisten für Mobile Werbung Millenial Media. Die Verhandlungen sollen schon seit zwei Monaten laufen und jetzt kurz vor dem Abschluss stehen. Microsoft könnte so versuchen, mit Google (AdMob-Übernahme für 750 Mio. US-Dollar), Apple (Quattro Wireless, 275 Mio. $) und Opera (AdMarvel, 23 Mio. $) gleichzuziehen, die sich ebenfalls in diesen Zukunftsmarkt eingekauft haben. Laut Nielsen erreichen Anzeigenschaltungen via Millenial Media potenziell 83 Prozent der mobilen Internet-Nutzer in den USA oder 58,1 Millionen Menschen – darunter Anwender von iPhones sowie von unter BlackBerry OS, Android oder Windows Mobile betriebene Smartphones. Für die Einbindung des iPads wurde soeben eine eigene SDK vorgestellt. Der Wert des Unternehmens wird auf rund eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt.

Opera et labora – Safari-Alternative m. Update-Bedarf

opera_iconOpera Mini ist weltweit der am meisten verbreitete mobile Browser. Seit vergangenem Dienstag setzt sich sein Siegeszug auch auf Apples iPhone fort, da der Browser inzwischen seitens des iTunes Review Team für den App Store freigegeben wurde. Prompt sicherte sich die kostenlose App Platz 1 der Download-Charts (heute noch auf Platz 6) und ist laut mobilfunk-talk.de inzwischen bereits auf über einer Million Endgeräte vertreten.

opera_screenBislang standen den Nutzern des iPhones oder iPod Touch über Security-Spezialisten wie Trend Micro wenig Alternativen zum Safari Browser von Apple zur Verfügung. Doch nun hat Apple sich zumindest hier dem offenen Wettbewerb gestellt. In einem Punkt hält mobilfunk-talk Opera Mini v5.0 sogar allen anderen Handybrowsern für überlegen – Geschwindigkeit. Denn die angeforderten Seiten werden zunächst vom Opera-Server komprimiert und dann an das Mobiltelefon geschickt und dort entpackt. Das soll bis zu 90% der Datenmenge und damit viel Zeit und Geld sparen können, und das ohne Datenverlust. Bis zu 6-mal schneller als vergleichbare Browser ist Opera Mini laut Hersteller. Außerdem punktet Opera deutlich, mit der Möglichkeit, mit mehreren Tabs gleichzeitig und einem Passwort-Manager zu arbeiten.

Bei einem ersten eigenen Test konnte die aktuelle Version mobileTicker aber weniger überzeugen: Die viel gepriesenen Ladezeiten waren deutlich schlechter als beim zum direkten Vergleich herangezogenen Safari. In Landscape-Betrachtung funktioniert der Zoom per Zweifingergeste nicht. Und dass beispielsweise Google AdWords-Inserate nicht dargestellt werden, mag dem einen oder anderen Nutzer ja egal sein oder gar erfreuen, ist aber kaum ein Beleg für das behauptete “ohne Datenverlust”. Eventuell spielt hier doch mit hinein, dass Opera mit der AdMarvel-Übernahme starkes Eigeninteresse am Thema mobile Werbung verraten hat.

via mobilfunk-talk.de

zum Hersteller

iTunes-Link Opera Mini

Wirbel im mobilen Werbemarkt: AdLocal, AdMob, comScore, Flurry, Google, Opera, …

Der mobile Werbemarkt wird inzwischen vielfach als gewaltig erkannt. Beispielsweise die Kelsey Group sieht hier ein Wachstum von 160 Mio. US-Dollar im Jahr 2008 auf 3,1 Mrd. Dollar im Jahr 2013.

Diese Entwicklung beschleunigt die Konzentration dieses Marktes – teils durch Übernahme, teils durch den Versuch, Allianzen zu schmieden. Auch wenn Googles Aufkauf von AdMob bis heute Probleme aufwirft, dokumentiert er das Bemühen des Internetriesen, auch außerhalb der Suchmaschine – auf App-Ebene – den Werbemarkt zu dominieren. Opera hat sich mit AdMarvel einen zwar kleineren, aber interessanten Spezialisten für die Auslieferung von Werbung an Mobiles gegönnt.

flurry_logoFlurry schließlich, direkter Wettbewerber von AdMob oder comScore, fusionierte einerseits mit Pinch Media, ging aber andererseits kürzlich eine Partnerschaft mit comScore ein, um auch deren Kunden die Flurry-SDK zur Integration in mobile Apps anbieten zu können. Dies konkurriert zumindest teilweise mit Flurrys AppCircle-Initiative, trägt aber dazu bei, hier das größte Netzwerk von Werbungsauslieferung und Nutzungsanalyse auf mobilen Endgeräten entstehen zu lassen.

adlocal-logoEin weiterer zu beobachtender Player ist AdLocal. Seit 2006 im japanischen Markt aktiv, bietet das US-Unternehmen seinen Kunden dort “location based advertising” an, die den Endanwender in Abhängigkeit von seiner tatsächlichen Position erreichen. AdLocal ist derzeit noch nicht in Europa aktiv.

Opera arbeitet auf mobile Werbung hin

admarvel_logoBrowserspezialist Opera übernimmt AdMarvel – US-Spezialisten für die Bereitstellung von Werbung auf mobile Endgeräte – für rd. 23 Mio. US-Dollar. Die norwegischen Browserbauer zielen damit auf die künftig erwarteten Umsatzströme mit mobiler Werbung, wie auch Google (Übernahme von AdMob). Die Opera-Produkte dürfen bekanntlich, genau wie z.B. Chrome, nicht aufs iPhone, sind aber auf Android-Plattformen gern gesehen (Opera Mini 4.2, Opera Mobile 10).

Autor: klaus, veröffentlicht am: 21. 01. 2010

Kategorien: Android Programmierung, iPhone Programmierung

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