Angriff der Androiden
Winds of change: Über das stark vermutlich heute ab ca. 19 Uhr unserer Zeit vorgestellte Tablet (“iPad”, “iSlate”, “iHype”? Live-Ticker dazu u.a. auf MacLife.de) gerät die Mac-affine Szene derzeit schier in Raserei. Menschen, die den Hersteller aus Cupertino vor einem Jahr garantiert noch für einen kalifornischen Biomarkt gehalten haben, können einem mit etwas Pech heute abendfüllend vom Ichphone vorschwärmen. Doch während Apple und einige seiner Produkte unabweisbar zum Massenthema geworden ist, ist Android still und heimlich erwachsen geworden. Das von Google favorisierte mobile Betriebssystem der
Open Handset Alliance hat sich von einem Randprodukt zu einer Kraft entwickelt, die Unternehmen aktiv beobachten sollten – was ihre Mobil-Strategie (Web-Optimierungen, Apps) wie auch ihre Werbebudgets angeht.
Beispielsweise die aktuellen AdMob-Metriken für den US-Markt, Q4 2009, zeigen zwar noch das gewohnte Bild von Rang 1 bei mobilen Internetzugriffen für iPhone OS (iPhone+iTouch: 51%) und Rang 2 für den kränkelnden Smartphone-Nochplatzhirsch Symbian (Nokia: 21%). Doch bereits auf Platz 3 erscheinen Geräte, die unter Android betrieben werden (16%), weit vor BlackBerry (6%), Windows Mobile (3%) oder WebOS (Palm: 2%). Nach Angaben der gerade von Google übernommenen Spezialisten für mobile Werbung AdMob entfielen im Dezember 27 Prozent aller US-basierten mobilen Ad Impressions auf Android-Handys. Das bleibt immer noch deutlich hinter den 55% für iPhone OS zurück, ist aber ein absoluter Rekordwert für Android und belegt das derzeit rasante Wachstum von rund 35 Prozent.
Aktuelle Zahlen von ChangeWave bescheinigen Android sogar ein Wachstum von 300% im Vergleich zu den Vormonatszahlen – was die Sichtbarkeit und Wahrnehmung des Betriebssystems angeht. Der Sprung in der Nutzung von +15 Prozent ging auch nach den Zahlen dieses Netzwerks auf Kosten von Windows Mobile und WebOS, aber auch iPhone OS. Eine vorweihnachtliche ChangeWave-Umfrage unter 4.000 Smartphone-Käufern hatte überdies ergeben, dass 21 Prozent den Erwerb eines mit Android betriebenen Gerätes planten – drei Monate zuvor hatte der entsprechende Wert bei lediglich sechs Prozent gelegen. Die iPhone-Begierlichkeit sank analog von 32 Prozent (0909) auf immer noch stramme 28 Prozent (1209). Die entsprechenden Zahlen von comScore sind noch eindeutiger: 17 Prozent planen einen Android-Kauf, im Vergleich zu 20 Prozent iPhone-Aspiranten.
In dieses Bild passen Aussagen der Analysten von IDC, die Android bei den Smartphone-Betriebssystemen binnen vier Jahren auf Platz zwei hinter Nokia sehen. Auch in den USA soll es bis 2013 Apple vom derzeitigen zweiten Platz verdrängen. Dies wird mit der Vielzahl von attraktiven Endgeräten begründet, die inzwischen für Android erhältlich sind oder derzeit angekündigt werden.
Weitere Schützenhilfe für die Droidenzunft kommt von den Marktforschern bei ABI Research, die der App-Nachfrage im Android Market ein stetiges Wachstum prophezeien und zwar von 2,3 Mrd. im Jahr 2009 auf rund 5 Mrd. App Downloads im Jahr 2014.
Besonders wichtig für Unternehmen, die derzeit ihre Mobil-Strategie aufsetzen oder überdenken: Nach Ergebnissen von comScore ist die Nutzung von mobilem Internet, Diensten wie E-Mail sowie Apps bei iPhone OS- und Android-Nutzern vergleichbar – ganz im Gegensatz zu den Nutzern anderer Smartphones oder gar normalen Handys.
Glanzkinder – die Macher von mobileTicker – beobachten den beschriebenen Trend hin zu Android schon länger und haben daher Entwicklungsresourcen aufgebaut, die den GlanzApps-Kunden jetzt zugute kommen. Gleichzeitig erweitern wir mobileTicker zu einem Smartphone-Medium für professionell mit dem Mobilmarkt befasste Leser. Dazu wird mobileTicker um spezielle Rubriken rund um Android-News und -Informationsquellen sowie Zubehör für Android-Endgeräte erweitert. Gleichzeitig portieren wir die mobileTicker-App auf Android. Please stay tuned.
Will Apple Mobile Ads m. Quattro ausbauen?
Möglicherweise will Apple Quattro Wireless für 275 Mio. US-Dollar übernehmen. Das berichtet jedenfalls “All Things Digital” (Wall Street Journal) unter Berufung auf mehrere Quellen. Quattro – Experte für die Auslieferung mobiler Handywerbung – ist ein Wettbewerber von AdMob, das Google kaufen will, dabei aber Schwierigkeiten mit dem US-Kartellamt bekommen hat. Eine offizielle Ankündigung durch Apple könnte schon heute erfolgen, heißt es bei All Things Digital. Quattro Wireless kann mit seinem Produkt Get Mobile personalisierte Werbung an Smartphones ausliefern. Dabei wird die Zielgruppe nach Endgerät, Standort und demografischen Daten ausgewählt. Die Parameter für diese zielgruppenspezifische Auslieferung holt sich Quattro Wireless nach eigenen Angaben aus sozialen Netzwerken.
via golem.de
Google kauft mobilen Werbevermarkter AdMob
Google erweitert seine Online-Werbeaktivitäten strategisch im Bereich “Mobile” und übernimmt den US-Spezialisten für mobile Advertising AdMob für rund 750 Millionen US-Dollar. Die Aufsichtsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.
Im Juni 2009 hatte Google bereits den eigenen AdSense-Service für Apps zugänglich gemacht.
AdMob: Erfolgreichste Smartphones nach Regionen
In ihrem monatlichen Report der Spezialisten für mobile Marketing AdMob haben diese sich diesmal auf das Thema “Top-Endgeräte” konzentriert. Aus den Ergebnissen: Basierend auf August-Daten lässt sich 50 Prozent der im AdMob messbaren Smartphone-Nutzung in den USA auf das iPhone zurückführen, BlackBerry und Android folgen mit 14 und 13 Prozent. Besonders in Nordamerika und Europa holt Android mit dem Erfolg von HTC Dream und Magic aber schnell auf. Klammert man die USA aus, liegen Nokia-Smartphones addiert immer noch auf Rang 1 der Endgeräte-Liste. In Westeuropa liegen N97 und Xpress Music auf Rang 4 und 5.
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Paid Apps: 80 Dollar pro iPhone
Entgegen anderslautender Zahlen von AdMob ist AppsFire zu der Erkenntnis gelangt, dass iPhone-Nutzer durchschnittlich 80 US-Dollar in Paid Apps investieren – “per Device”, also pro iPhone und Gerätelebenszyklus. AdMob hatte “im Schnitt neun US-Dollar monatlich” ermittelt. Für die aktuelle Untersuchung hat AppsFire anonymisiert die Daten aus Juli und August von 1.200 iPhone-Nutzern in ihrem Netzwerk erhoben und untersucht. Die Anwenderdaten stammten zur Hälfte aus den USA mit weiteren Schwerpunkten bei französischen und japanischen Nutzern.
Die untersuchten 1.200 Anwender haben über 15.000 Apps installiert – 65 pro iPhone – und dafür im Schnitt 80 Dollar ausgegeben. Techcrunch hat das mit der Zahl der tatsächlich verfügbaren Apps hochgerechnet und kommt auf 400.000.000 Dollar, die Apple mit Paid Apps umsetzt. Der Durchschnittspreis pro Paid App ist 1,56 Dollar.
Paid Apps: iPhoner aktiver als Androiden
Im monatlichen Report der Spezialisten für mobile Marketing AdMob haben diese sich diesmal auf das Thema “App Usage” konzentriert. Auf Basis der Juli-Statistiken zu 1.000 Anwendern im AdMob-Werbenetzwerk ergaben sich ff. Ergebnisse: 1. Während iPhone- und Android-Nutzer durchschnittlich zehn Apps pro Monat herunterladen, sind das beim iPod touch 18 pro Monat. 2. Über 90 Prozent der Android- und iPhone-Anwender suchen nach Apps direkt auf dem mobilen Endgerät, nicht auf ihrem PC oder Mac. 3. Der am häufigsten angegebene Grund, eine kostenpflichtige App zu erwerben, war Upgrade von einer kostenlosen “lite” Version. 4. iPhone- und iPod-Besitzer sind doppelt so häufig wie Nutzer eines Android-Smartphones bereit, für Apps Geld auszugeben. 5. Wer regelmäßig Apps kauft (durchschnittlich fünf kostenpflichtige pro Monat über alle Plattformen), gibt dafür im Schnitt 9 US-Dollar monatlich aus.
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iPhone vs. iTouch vs. Android
In ihrem monatlichen Report haben die Spezialisten für mobile Marketing AdMob sich auf die Verteilung von iPhone und iPod touch im von ihnen via integrierter Anzeigen betrachtbaren Netzwerk konzentriert. Verbunden mit den aktuellen Apple-Zahlen ergeben sich ff. Highlights:
1. Im Juni 2009 befanden sich 54% der iPhone und iTouch-Anwender im AdMob-Netzwerk in den USA. Im Januar d.J. waren noch 61% gewesen, was für zulegendes Wachstum außerhalb der Vereinigten Staaten spricht. Auf den Plätzen folgen England, Deutschland und Frankreich mit je 5%. Diesen Nutzungszahlen sollen ca. 13 Mio. iPhones i.d. USA und je ca. 1 Mio. iPhones in UK, D und F entsprechen.
2. Das Verhältnis iPhone zu iTouch betrug im Juni in etwa 2:1. Dieser Wert ist bereits seit mehreren Monaten stabil.
Ein weiteres spannendes Ergebnis: Mit einem Wachstum von 25 Prozent pro Monat (!) haben Android-basierende Plattformen inzwischen rd. 5% Anteil im AdMob-Netz und haben damit erstmal Windows Mobile überflügelt.
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iTouch hat jüngere Nutzer als iPhone
Die Preisstrukturen hatten es bereits vermuten lassen, doch Zahlen der Spezialisten für Handy-Werbung AdMob belegen dies jetzt. Gemeinsam mit comScore fand man heraus, dass 26 Prozent der iPhone-Anwender unter 24 Jahre alt sind – im Gegensatz zu 69 Prozent beim iPod touch. Über 70 Prozent beider Anwendergruppen sind männlich. Ebenfalls signifikant: Über 40 Prozent der iPhone- und iTouch-Nutzer gehen über ihr mobiles Endgerät häufiger ins Internet als über einen Desktop.
An der Erhebung haben 3.848 iTouch- und 3.454 iPhone-Nutzer teilgenommen. Damit ist sie nicht repräsentativ, gleichwohl aber spannend: 31 Prozent der iPhone-Besitzer sind zwischen 35 und 49 Jahren alt (im Vgl. zu nur 12 Prozent beim iTouch). 78 Prozent der iPhone-Besitzer haben ein Haushaltseinkommen von mindestens 25.000 US-Dollar (im Vgl. zu nur 66 Prozent beim iTouch).
Zur Pressemitteilung
5% aller Apps haben über 100.000 Nutzer
Die Spezialisten für Handy-Werbung AdMob stellen in ihrer Auswertung aus den Mai-Zahlen fest, dass wie bei anderen Medienformaten auch auf dem iPhone die beliebtesten Apps das Gros der Nutzung auf sich ziehen. Von 2.309 Apps, zu denen AdMob Zahlen vorliegen (weil ihre Entwickler via AdMob Werbung und Analyse-Tools integriert haben), hatten im Mai nur fünf Prozent (116 Apps) über 100.000 aktive Nutzer. 14 Prozent der Apps liegen immerhin noch im Bereich zwischen 10.000 und 100.000, 27 Prozent zwischen 1.000 und 10.000, 54 Prozent darunter.
Zur Auswertung
Google AdSense auch für Apps
Den kontextsensitiven Werbedienst AdSense stellt Google auch für Anzeigen in Applikationen für iPhone (und Android) bereit. Entwickler können sich ab sofort für eine Teilnahme am Beta-Test anmelden. Damit kann künftig auch in Apps AdSense-Text- und Bild-Werbung eingeblendet werden. Eine Voraussetzung zur Teilnahme sollen allerdings ausreichende Download- bzw. Webtraffic-Zahlen bilden. Google betritt jetzt einen bislang von kleineren Playern wie AdMob beherrschten Zukunftsmarkt. AdSense für Websites und PC-basierte Computerspiele existiert bereits seit Längerem.
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