miCal: (etwas) mehr Funktion f. iCal

miCal_IconDie Esse der Entwicklungsschmiede, wo schon beispielsweise der Hotspot-Finder MobileButler entstand, hat mit miCal (missing calendar) abermals ein interessantes Produkt verlassen: Entwickler (und Vieda-Mitgründer) Holger Frank sieht miCal als notwendige Ergänzung zur Kalender-App von Apple, die jedes iPhone an Bord hat. Die Übermenge besteht primär in vier verschiedenen Ansichten (“1″: Tag, “7″: Woche, “31″: Monat und “365″: Jahre), sowie der Startseite mit einer Terminübersicht. Ursprünglich war laut Frank hier geplant, dass Nutzer RSS-Feeds (für tagesaktuelle Nachrichten etc.) einbinden können – ein Feature, das Apple aber “untersagt”, sprich abgelehnt habe.

miCal_Screen_TerminÜberdies lassen sich sinnvollerweise Standarddauer und -titel für wiederkehrende Ereignisse einstellen, um die Terminerstellung zu beschleunigen – gut so! Elegant: Termine lassen sich ab Version 1.1 mit einer GPS-Koordinate einschließlich Adresse und dazugehörigem Kartenausschnitt versehen. Tap auf die Kartenvorschau öffnet Detailansicht und auf Wunsch den Routenplaner der Maps-App. Erst seit dem Bugfix 1.1 lassen sich gespeicherte Termine weiterbearbeiten (Start/Ende, Teilnehmer, Erinnerungen, Wiederholung).

Andere Teilnehmer kann der Nutzer mit einem kurzen Fingertipp per E-Mail zu Ereignissen einladen (nur auf diesem Weg lernt der Kalender sie auch als Teilnehmer dazu). Dies darf man sich allerdings – 1. Kritikpunkt – keinesfalls wie eine Event-Einladung à la Outlook/Exchange vorstellen: Die Einladung erfolgt im E-Mail-Format. Der Empfänger kann daher auch nicht zu- oder absagen (es sei denn, er textet eine entsprechende E-Mail und schickt diese zurück). Dann und nur dann, wenn der Teilnehmer in spe ebenfalls miCal auf seinem iPhone hat und er dort die Mail empfängt, ist eine Integration in seine Kalender-App möglich.

Insofern ist miCal “mobile only”: Die App synchronisiert nur mit der iPhone-internen Kalender-Datenbank sowie mit etwaig mit dieser gesyncten Kalenderlösungen: Diese werden als Termin-Quelle in unterschiedlichen Farben angezeigt. Das macht miCal unserer Einschätzung nach zu einer attraktiven, sinnvollen Erweiterung für Einzelkämpfer – als Team- oder gar Unternehmenslösung bietet sich die App allerdings jedenfalls auf diesem Releasestand weniger an.

In einem geplanten Update sollen sich externe Kalender für eine bessere Übersichtlichkeit ein- und ausblenden lassen.

Positiv:

  • Aufgeräumtes Design im iCal-Look;
  • gut gemachte “Hilfe”;
  • Vor- und Zurückblättern per “Wischen” (sehr intuitiv);
  • Auch in den Kalenderansichten ist das Anlegen eines neuen Termins möglich – durch Doppeltap (intuitiv?);
  • unbegrenzte Anzahl von Erinnerungen;
  • GPS-Tags und Maps-Feature;
  • integrierte Geburtstags-Erinnerung: Import von in den Kontakten hinterlegten Geburtstagen/Jubiläen: Der Jubilar kann schnell per E-Mail, SMS oder Telefon beglückwünscht werden. miCal erinnert mit einstellbarem Vorlauf an das frohe Ereignis, dafür muss die App geöffnet sein;
  • “Geburtstagsmanager” Kontakten ohne Geburtsdatum kann dieses jetzt in miCal hinzugefügt werden (wird im Adressbuch gespeichert);
  • nettes Detail – Anzeige der Kalenderwoche und Uhrzeit rechts oben in allen Views.

Negativ:

  • Keine eigene Zu-/Absage-Funktionalität, keine Verwaltung von Teilnehmern oder Kontakten (Stellungnahme des Entwicklers dazu: “Apple hat leider einen Bug in der API, der das Hinzufügen von Teilnehmern unmöglich macht, und diesen bislang auch nicht behoben bzw sich nicht dazu geäußert. Angezeigt werden Teilnehmer vermutlich erst mit der übernächsten Version”;
  • Kurzer Tap auf Termin in Wochen- oder Monats-Übersichten öffnet das Ereignis, langer Touch die Tagesübersicht (wenig intuitive Navigation).

Die App kostet 1,59 Euro und findet sich derzeit auf Rang 1 in den App Store-Charts (Produktivität, meistgekauft). Unser Praxistext-Fazit: **** für Einzelpersonen,
* für Teams.

noch mehr Infos zu miCal

iTunes-Link zu miCal

interessanter Tipp, wie sich iCal (umwegig) mit Outlook syncen lässt

Praxistest: Copy2Contact

Copy2Contact_screenDiese App tut mal genau das, was ihr Name verspricht: Sie gestattet den Transfer von zuvor markierten und kopierten Adressdaten in die Kontakte-Liste von iPhone oder iPod touch. Dass das enorm praktisch ist, leuchtet jedem ein, der schon einmal versucht hat, dies selbst zu tun, indem er die einzelnen Daten händisch auf die richtigen Eintrags-Bereiche verteilt hat.

Copy2Contact_screen2Die App funktioniert mit Plain oder auch formatiertem Text aus E-Mails, PDFs, Homepages, Suchmaschinen etc., nur mit Text als Graphik (oder abfotografierten Visitenkarten) kann sie naturgemäß nichts anfangen. Im Praxistest überzeugte dieser nützliche Assistent nahezu vollkommen, lediglich mit deutschen Umlauten hat die US-App Schwierigkeiten.
[UPDATE 11.05.: Hersteller Anagram Technologies legt allerdings Wert darauf, dass diese Schwierigkeiten nicht der copy2contact-Engine, sondern iPhone OS anzulasten sind. Dennoch arbeite man an einem work-around]




Wenn die Angaben zu bereits vorhandenen Kontakten passen, schlägt Copy2Contact vor, diese zu ergänzen. Dabei führt die App noch bei Bedarf automatische Korrekturen wie Großschreibung am Wortanfang durch.

Copy2Contact_adsDie kostenlose Lite-Version ist dezent werbefinanziert (vgl. Abb. ganz unten) und auf vier Neukontakte pro Woche beschränkt, die uneingeschränkte “Pro” Edition kostet knapp 3,99 Euro.
Fazit: **** (Lite)

Copy2Contact in Aktion (Video)

iTunes-Link Lite-Version

Pro-Version

Adressbuchmanagement u. -backup fürs iPhone

o3sisEine Anwendung fürs Adressbuchmanagement stellen die französischen Security-Spezialisten von Gemalto vor. Mithilfe des O3SIS SyncML-Clients können iPhone-Nutzer ihr Adressbuch (“Kontakte”) über eine Backup-Funktionalität mit Outlook sowie theoretisch auch mit anderen Endgeräten sowie sogar mit dem Adressbuch der Deutschen Telekom synchronisieren. Nach der Speicherung der Daten soll eine “benutzerfreundliche Web-Anwendung der Deutschen Telekom dann den schnellen und einfachen Zugriff” erlauben. Die kostbaren Kontaktdaten können laut Anbieter fortan an einem zentralen Ort verwaltet werden. Voraussetzung ist aber vollständiges Vertrauen in die Betreiber (Datenschutz) sowie ein kostenloser “Showcase”-Account auf http://hermes.o3sis.com. Ein Demo zur App gibt es
hier.

GemaltoDie App O3SIS_Sync wurde von der Gemalto-Tochter O3SIS entwickelt, einem Hersteller von Mobilfunkanwendungen mit Sitz in Overath bei Köln.
iTunes-Link

Autor: klaus, veröffentlicht am: 10. 11. 2009

Kategorien: iPhone Programmierung

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Exchange Mailbox fürs iPhone in Minuten

cortadoMit Hosted Exchange von Cortado sollen Anwender “innerhalb weniger Minuten” mit ihrem iPhone einen Exchange Account mit Push Mail anlegen und nutzen können. Cortado sieht sich mit diesem Angebot als weltweit konkurrenzlos. Der umständliche Umweg über den PC könne entfallen. Anschließend können Nutzer die Cortado-Mailbox mit E-Mail-, Kalender- und Adressbuch-Synchronisation 30 Tage kostenlos nutzen, danach kostet die Nutzung des Accounts 9,98 Euro pro Monat.

Die Nutzung setzt Microsoft Exchange Server 2007 voraus, enthält unter anderem ein 2 GB großes Postfach und ermöglicht die Nutzung der bisherigen E-Mail-Adresse. Hier geht es zum Testzugang.

Autor: klaus, veröffentlicht am: 12. 09. 2009

Kategorien: iPhone Programmierung

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Programming Library unter Apache-Lizenz

Der Entwickler Joe Hewitt aus Palo Alto (Ca.) hat Vorarbeiten aus seiner Tätigkeit für Mozillas Firefox-Projekt sowie die Facebook Connect App fürs iPhone für den Aufbau einer Software-Bibliothek für die App-Entwicklung genutzt. Der Clou: Diese Xcode static library hat Hewitt unter der Apache-Lizenz veröffentlicht, die freien Zugang zum Code selbst für kommerzielle Projekte gestattet.

Der Entwickler nennt sein Projekt “Three20″, nach der Bildauflösung des iPhone mit 320 Pixels. Das Projekt enthält eine Beispiel-App namens “TTCatalog”, welche die zahlreichen Möglichkeiten der GUI-Komponenten demonstriert. Hewitt bezeichnet den Reifegrad selbst als “alpha” und warnt vor möglichen, kleineren Bugs. Zu den vorbereiteten Komponenten gehört ein PhotoView-Controller zur Ansprache und deutlichen funktionalen Erweiterung der Apple-Photo App; Message composer emuliert und erweitert die Mail-Systemanwendung, beispielsweise durch Import von beliebigen Adressbüchern; TTImageView erlaubt die Darstellung von web-basierten Image-Dateien. Weitere Komponenten umfassen beispielsweise deutlich verbesserte Textfeld-Editoren. Eine Version für iPhone OS 3.0 wird für Mai erwartet.

UPDATE 12.11.09:
Inzwischen hat sich Hewitt vom iPhone u. vom App Store abgewandt. Der Entwickler will aus Protest nicht mehr mit dem iPhone arbeiten, Apples Reglementierungen stören ihn zu sehr, sagte er TechCrunch. Er bemängelt unter anderem die Kontrolle, die Apple über die Entwickler hat, und die Vorbildfunktion Apples restriktiver App Store-Politik für andere Softwareplattformen. An Hewitts Stelle arbeitet ein anderer Entwickler an der Facebook-App weiter.
via heise.de
Joe Hewitt’s site
Hier geht’s zum Code
Facebook Connect for iPhone

Unified Communications fürs iPhone

Zur CeBIT stellt der Spezialist für Unified Communications (UC) Swyx seine SwyxMobile-Integrationslösung auch für das iPhone und iPhone 3G vor – bislang wurden nur einfache Mobiltelefone, nun Symbian, Windows Mobile und BlackBerry unterstützt. Die Integration geschieht über die Web-Applikation “Contact Center Mobile”, welche die Möglichkeiten des Apple-Betriebssystems optimal ausnutzen soll. Der Dienst nutzt GPRS und UMTS für die Verbindung zum Swyx-Applikationsserver. Dies gestattet laut Anbieter Zugriff auf sämtliche relevanten Informationen der Telefonieumgebung. Auch offline soll danach der Zugriff möglich sein. Sobald zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Datenverbindung aufgebaut wird, werden die Statusinformationen synchronisiert. Weitere Features der UC-Lösung sind etwa das “One-Number”-Konzept inklusive Parallelruf-Funktion, mit der eingehende Anrufe sowohl im Büro als auch auf dem Handy angezeigt werden, der Zugriff auf das globale Unternehmenstelefonbuch inklusive Präsenzanzeige und Anruflisten.
Zu Swyx

E-Mails mobil über Verteiler senden

Noch nie war mobiler E-Mail-Verkehr so komfortabel wie mit dem iPhone (BlackBerry-Fans bitte weglesen). Doch der im Arbeitsleben altägliche Versand an mehrere Adressaten ist – verglichen mit richtigen Mail-Clients – noch recht mühsam. Denn jeder Adressat muss händisch in “Kontakte” gesucht und übernommen werden. Die pfiffige Anwendung iGroupMail macht das E-Mail-Leben leichter. Denn hiermit können thematisch motivierte Empfängergruppen (Marketing, Projekt iPhone App, Familie etc.) angelegt werden. Mails können fortan per Fingertipp an diese Verteiler geschickt werden, ganz nach Wunsch auch als CC: oder BCC:. Das nützliche Werkzeug ist für 1,59 € im App Store verfügbar.
Zum Blog des Entwicklers Daniel Magin