Google Play vs Amazon Appstore
In ihrem jüngsten Report haben sich die Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo auf die beiden Großen im Android-Bereich konzentriert. Der Report “App Downloads: Amazon Appstore vs. Google Play” untersucht, wie sich Amazons Android-basierende Third Party-Plattform inzwischen gegen den Wettbewerb schlägt. Die Informationen zu Downloadzahlen entstammen Distimos AppIQ-Dienst und dem US-Markt (März 2013). Aus den Ergebnissen:
- Das Original Google Play (ehemals Android Market) ist in etwa zehn mal so groß wie Amazons Gegenangebot und sein Anteil von Free Apps ist erheblich höher.
- Auf der anderen Seite werden in Amazons Store knapp doppelt so viele Paid Apps erworben wie bei Google.
- Die erfolgreichsten 200 Apps wurden im betrachteten Monat in den USA 16 Mio. mal heruntergeladen – dies entspricht einem Umsatz von 3 Mio. US-Dollar (nur einmalige Umsätze – kein in app purchase. Die erfolgreichste Kategorie war Games/Spiele, das Top-Spiel war Temple Run 2″.
Übrigens hat Amazon gerade mit den Amazon Coins eine virtuelle Währung für den Appstore eingeführt – u.a. zum Erwerb von Paid Apps.
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WWDC- und I/O-Alternativen bzw. -Ergänzungen
Auch wer kein Ticket für Apples World Wide Developer Conference (WWDC; 10.-14.06.13; Experten erwarten heuer übrigens weniger eine neue iPhone-Generation als vielmehr iOS-News) ergattert hat, kann in San Francisco Belehrung, Spaß und Gemeinschaft finden – bei der inoffiziellen AltWWDC nämlich: “Five days of talks, food, co-working, and mingling with other developers – all without the bar noise”, wie es die Veranstalter formulieren.
Trostpflaster bzw. Alternativen gibt es übrigens auch zu Googles dieses Jahr ebenfalls binnen 50 Minuten ausverkaufter Entwicklerkonferenz I/O, die rund 4 Wochen früher in San Franciscos Moscone Center über die Bühne geht, nämlich vom 15. bis 17. Mai: Beispielsweise in Köln – bei bei Grandcentrix – oder auch in St. Ingbert – bei Key-Systems – kann man an Extended Events zur I/O teilnehmen, inklusive Live-Übertragung der Keynotes. Die gibt es außerdem u.a. in Hamburg, Oerlinghausen, Wiesbaden, Frankfurt/M., Ostelsheim, Stuttgart, Rottweil, Regensburg oder München.
2,4 Mrd. App-fähige Devices werden ’13 verkauft (Tablets, Handys, PCs)
Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden im Jahr 2013 weltweit 2,4 Milliarden “Devices” (hier gemeint: PCs, Tablets und Mobiltelefone, also ohne “Connected Devices wie Spielkonsolen, Smart TV etc.) verkauft werden. Das entspricht einem Wachstum von neun Prozent im Vergleich zu 2012.
Gartner prognostiziert weiterhin steigende Verkaufszahlen dieser App-fähigen Endgerätegruppen: Im Jahr 2017 soll die Zahl auf mehr als 2,9 Milliarden steigen. Allerdings wird sich das Verhältnis der Endgeräte innherhalb dieser Gruppe in dem genannten Zeitraum noch signifikant ändern. Speziell die Tablets legen aufgrund der günstiger werdenden Preise noch deutlich zu. Im Resultat wird der traditionelle PC-Markt (Desktops und Notebooks) nach dieser Prognose im laufenden Jahr um 7,6 Prozent schrumpfen. Der weltweite Tablet-Absatz profitiert direkt davon und soll um knapp 70 Prozent klettern. Android bleibt hiernach das dominierende Betriebssystem.
Auch Smartphones erleben einen Preisverfall und entsprechende Absatzsteigerungen. Gartner erwartet, dass von den knapp 1,9 Mrd. im Jahr 2013 verkauften Mobiltelefonen eine Millarde Smartphones sein werden. Mehr zur Thematik bietet der Report “Forecast: Devices by Operating System and User Type, Worldwide, 2010-2017, 1Q13 Update” der hier erworben werden kann.
MDM als Managed Services
AirIT Systems bietet seit der CeBIT datomo MDM als Managed Services mit “Hochsicherheitshosting” in einer von den Sicherheitsanforderungen der Luftfahrt bestimmten Infrastruktur an. Dies wird im Rechenzentrum auf dem Flughafen Hannover durch “speziell sicherheitsüberprüftes Personal in einem hochsicheren Datencenter mit 24–7 Support und der lückenlosen Umsetzung und Anwendung deutschen Datenschutzes und deutschen Rechts” realisiert. Die AirIT Systems ist ein Unternehmen der Fraport AG und der Flughafen Hannover Langenhagen GmbH.
Das jüngste Release der Mobile Device Management (MDM)-Lösung datomo soll u.a. folgende neue Funktionen bieten:
- Integration von “App Reputation”-Lösungen – Webroot und Trusted App Management – Lookup und “Blacklisting” unerwünschter Apps
- Kiosk-Modus für Samsung Android-Geräte
- Verschlüsselung für Samsung Android-Geräte
- Verbot von Over The Air (OTA)-Updates für Samsung Android-Geräte
- Roamingkontrolle für Samsung Android-Geräte
- Cisco AnyConnect für Samsung Android-Geräte
- Erweiterte VPN-Konfigurationen für Samsung Android Geräte
- Unterstützung BlackBerry 10 incl. Unterstützung BDS 6.2.
Mobile Ökosysteme absichern
IBM hat eine neue Version ihrer Sicherheits-Software AppScan angekündigt, die Sicherheitsrisiken bei iOS-Enterprise-Anwendungen reduzieren soll. AppScan Source soll dabei helfen, Sicherheitsaspekte bereits im Design von mobilen Anwendungen besser zu integrieren. So sollen Schwachstellen bzw. potenzielle Datenlecks frühzeitiger im Entwicklungsprozess erkannt werden – bevor die Apps bei den Mitarbeitern oder gar bei den Kunden des Unternehmens eingesetzt werden.
IBM verbindet die Ankündigung des neuen Releases mit der neuen MobileFirst-Initiative, über die Anwendern eine mobile Plattform angeboten wird, die sich von der App-Entwicklung, über die Absicherung, Implementierung und Administration erstrecken soll.![]()
Laut Gartner wurden allein im vergangenen Jahr über 45,6 Milliarden Mobile Apps heruntergeladen. Da zusätzlich die Einsatzrate von Anwendungen auf mobilen Geräten steigt, sollte die Absicherung von Smartphones und anderen Endgeräten hohe Priorität bei Organisationen und ihren CIOs erhalten. Mit der steigenden Verbreitung von mobilen Anwendungen können Unternehmen diese laut IBM “nicht immer auf Endgeräten völlig kontrollieren oder beschränken”. Daher müssen sie vorab testen, wie Anwendungen Daten senden und speichern. Die neue Sicherheitssoftware kann laut IBM “automatisch erkennen, wo Daten in eine mobile Anwendung hineinkommen und sie wieder verlassen”. IBM AppScan Source 8.7 für iOS soll all dies “ohne Einbußen beim time-to-market mobiler Anwendungsprojekte” realisieren. Neue Funktionen der Version 8.7 umfassen laut Anbieter:
- Sprachunterstützung für Objective-C, JavaScript und Java. Dies schließt die Möglichkeit ein, Call-und Datenfluss-Analysen durchzuführen, die Trace-Informationen generieren.
- 40.000 mobile Security APIs (Application Programming Interface) werden unterstützt. Dazu habe der IBM Security Research “eine umfassende Analyse des iOS Software Development Kit (SDK) durchgeführt, um APIs mit absichern zu können, die zu Sicherheitsrisiken führen könnten.”
- US-Government Regulation Compliance.
Zu den Pilotanwendern der Lösung gehört KiwiTech. Das US-Unternehmen hat über 750 Anwendungen entwickelt, die über drei Millionen Downloads auf iOS- und Android-Plattformen generiert haben. IBM AppScan Source 8.7 für iOS wird voraussichtlich verfügbar ab 25. März 2013. Auch eine Version IBM AppScan for Android wurde angekündigt. Ein Werkzeug, das Android Apps auf diversen Android-Geräten und Versionen durchtestet, hat die Deutsche Telekom AG mit dem Developer Garden App Monitor in Barcelona vorgestellt, wie heise.de berichtet: “Der DG App Monitor ist ein sich in den Webbrowser integrierendes Dashboard, das Entwicklern statistische Daten sowie Erkenntnisse zur Performance der Apps anzeigt. Sie erfahren beispielsweise, in welchen Fällen es zu einem starken Batterieverbrauch, Speicherproblemen oder Abstürzen kommen kann.”
Über 50% Marktpenetration für Smartphones
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben den Report “2013 U.S. Digital Future in Focus” veröffentlicht. Diese jährliche Berichtsform untersucht basierend auf dem US-Markt aktuelle Digital-Trends – insbesondere in den Sektoren Mobile Business, Social Media und Werbung.
Den Autoren zufolge war 2012 auch in digitaler Hinsicht ein “Meilenstein-Jahr”. Im Rückblick darauf will die Publikation Trends für das laufende Jahr herausarbeiten und Handlungsempfehlungen u.a. für die Mobilbranche ableiten. Aus den Ergebnissen:
- Smartphones und Tablets übernehmen die digitale Führung – Smartphones haben laut comScore 2013 die digitale Landschaft weiter verändert und (in den Staaten) eine Marktpenetration von 50 Prozent erreicht. Auch Android hat die 50 Prozent-Marke übersprungen und ist und bleibt auf absehbare Zeit die führende Mobile Betriebssystem-Plattform.
Doch auch Tablets legen kontinuierlich zu: Im Dezember 2012 besaßen 52,4 Millionen US-Bürger ein oder mehrere Tablets. - E- und M-Commerce wachsen auf Kosten des konventionellen Handels – Trotz der allgegenwärtigen Krisen war 2012 laut Report ein starkes Jahr für E-Commerce, der bis zu vierfach schneller wuchs als der konventionelle Filialhandel und insgesamt um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf ein Volumen von knapp 290 Milliarden US-Dollar anstieg. comScore schätzt, das in 4Q12 von mobilen Endgeräten aus angestoßene Transaktionen bereits für rund 11 Prozent der E-Commerce-Umsätze verantwortlich waren.
- Ein zentrales Marketing-Thema warenund bleiben auch 2013 (immer häufiger mobil rezipierte) Online-Videos.
- Bing hat sich hinter Marktführer Google auf Rang 2 bei den Suchmaschinen gekämpft. Mobile Search bekommt immer entscheidendere Marketing-Bedeutung.
- Den Markt für Social Media sieht der Report als gereift. Facebook und sein Zukauf Instagram dominieren den Markt der Sozialen Netzwerke in den USA klar, doch Wettbewerber wie Twitter, LinkedIn, Pinterest, Tumblr, Yelp oder Zynga sollten im Auge behalten werden.
Event: droidcon 2013
Bereits zum fünften Mal wird ab dem siebten April die deutsche droidcon über die Bühne gehen – konkret im Berliner Kosmos – mit Hackathon am 07.04., barcamp am 08.04., gefolgt von einer erstmals zwei Tage dauernden Fachkonferenz.
Die Teilnahme an der droidcon kostet knapp 200 Euro (knapp 400 Euro für Unternehmensvertreter oder Recruiter).
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Distimo: Prize *does* matter
In ihrem jüngsten Report haben sich die Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo wie schon im Vorjahr mit dem Zusammenhang von App-Preisgestaltung und Downloadzahlen beschäftigt. Die im ff. zusammengefassten Ergebnisse sind allein schon aufgrund der von den App Stores vorgegebenen Preisstufen Durchschnittswerte: Eine Preissenkung um 1 Prozent führt im App Store (iPhone) zu fünf Tage lang um bis zu 1,2 Prozent gesteigerten Downloads. Die gleiche Rabattierung im weniger preissensitiven App Store (iPad) führt nur zu 0,7% Downloadbelebung. Bewegung in den Download-Zahlen ist weiterhin eines der Kriterien für Apples Darstellung der App Store-Ranks. Mithin ist ihre Erhöhung eines der am direktesten wirkenden Werzeuge der App Store Optimization (ASO).
Soweit es sich um Paid Apps handelt, sind von derartigen Kampagnen natürlich auch die Umsätze betroffen – im Erfolgsfall gleicht die Erhöhung der Downloadzahl die vorherige Preissenkung aber (mehr als) aus. 42% der im Distimo-Report untersuchten Preisänderungen für iPhone- und 33% derer für iPad-Apps bewegten sich in einem Rahmen von 1 bis 2 US-Dollar. Immer noch 25% bzw. 26% der Preissenkungen bzw. -erhöhungen änderten den Endpreis sogar um Beträge zwischen 2 und 3 Dollar. Im Falle der untersuchten iPhone Paid Apps konnten die Anbieter fünf Tage nach der Preissenkung im Schnitt 137% mehr umsetzen. Der Umsatz mit iPad-Apps stieg um 63%. Dabei kann die Einwirkzeit für solche Kampagnen erheblich sein, u.a. durch die Effekte von In-App-Purchase: Sieben Tage nach dem Eintreten der Preissenkung war die Umsatzsteigerung mit 159% bzw. 71% noch höher. Laut Report stiegen die kumulierten Downloads bei iPhone-Apps fünf Tage nach Preissenkungen um 1.665% und im Falle von iPad-Apps um 871%. Preiserhöhungen führten dagegen zu 46% weniger Download bei iPhone-Apps und 57% weniger bei iPad-Apps.
Mit Google Play befasste sich dieser Distimo-Report nicht, wohl aber eine Untersuchung der Distimo-Konkurrenz AppAnnie. Deren App Annie Index zeigt – neben einer generellen Verdoppelung der Entwickler-Umsätze in 4Q12 im Vergleich zum Vorjahresquartal – dass sich die Effekte von Preisnachlässen bei Android Apps weniger auf Downloads und Revenues auswirken. Dies soll daran liegen, dass es für Apps “schwerer” sei, in die Google Play Charts zu gelangen – daher der verminderte “ranking effect”.
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Vodafone mit eigenem Mobile Couponing
Glanzkinder-Partner Vodafone Deutschland setzt verstärkt auf M-Commerce und Mobile Couponing – Über die Konzernbeteiligung VoucherCloud werden gemeinsam mit dem neuen Kooperationspartner acardo Gutscheine, Coupons und Kundenbindungsprogramme auf das Smartphone geholt – zunächst via separater VoucherCloud App, später integriert in einer “mWallet“.
Dank der Marktpräsenz des Dortmunder Spezialisten acardo AG werden schon jetzt über 900 Akzeptanzstellen in Deutschland erreicht – darunter Edeka und HIT-Supermärkte – im Jahr 2013 sollen weitere folgen. Dabei werden die Endverbraucher laut Jochen Bornemann, Leiter Financial und Enabling Services bei Vodafone Deutschland, von zahlreichen Schnäppchen und die Werbepartner von satten Reichweiten der “bald Millionen” erreichten Smartphones profitieren.
Mit Hilfe der open wallet-Lösung von acardo als technische Schnittstelle zwischen App auf dem Smartphone und dem Kassensystem der Einzelhändler können Konsumenten Coupons auf dem Smartphone und online sammeln und vor Ort einlösen. acardo übernimmt die revisionssichere Abrechnung und Freigabe der Coupons. Auch die Händler selbst können Coupons für eigene Produkte einstellen. Für den Konsumenten entfallen bei teilnehmenden Händlern überdies die Kunden- oder Gutscheinkarten, die bislang zusätzlich vorgezeigt werden mussten. VoucherCloud wird im März 2013 für Kunden aller Netzbetreiber unter iOS und Android starten, in UK, Irland und den Niederlanden ist die App bereits verfügbar und im Flächeneinsatz.
Android-Session im 4010 Berlin
Die Tradition der Android-Abende im 4010 lebt weiter: Für diesen Mittwoch, den 21. November, lädt der Telekom Shop in Berlin Mitte wieder zu einer Android-Session. Diesmal im Programm: Die Android-Spezialisten Sebastian Erdbories (Android-Hilfe.de) und Fabien Röhlinger (Androidpit.de) werden vor Verkaufsstart das brandneue Tablet Samsung Galaxy Note 10.1 LTE auf seine Performance im LTE Netz und allgemeine Funktionalitäten testen. Die Tester werden überdies das Samsung Galaxy S III LTE und das Samsung Galaxy Note II LTE unter die Lupe nehmen. Im Anschluss an die Veranstaltung stehen einige Geräte für Besucher zum Ausprobieren zur Verfügung. Zudem sollen aktuelle und sich noch in der Entwicklung befindende Apps wie der “mocial” Eventfinder VAMOS vorgestellt werden.
Eintritt und Getränke sind frei.
PS: Den 4010 Shop gibt es auch in Köln