Mobile Ökosysteme absichern

IBM hat eine neue Version ihrer Sicherheits-Software AppScan angekündigt, die Sicherheitsrisiken bei iOS-Enterprise-Anwendungen reduzieren soll. AppScan Source soll dabei helfen, Sicherheitsaspekte bereits im Design von mobilen Anwendungen besser zu integrieren. So sollen Schwachstellen bzw. potenzielle Datenlecks frühzeitiger im Entwicklungsprozess erkannt werden – bevor die Apps bei den Mitarbeitern oder gar bei den Kunden des Unternehmens eingesetzt werden.

IBM verbindet die Ankündigung des neuen Releases mit der neuen MobileFirst-Initiative, über die Anwendern eine mobile Plattform angeboten wird, die sich von der App-Entwicklung, über die Absicherung, Implementierung und Administration erstrecken soll.ibm.com/mobilefirst

Laut Gartner wurden allein im vergangenen Jahr über 45,6 Milliarden Mobile Apps heruntergeladen. Da zusätzlich die Einsatzrate von Anwendungen auf mobilen Geräten steigt, sollte die Absicherung von Smartphones und anderen Endgeräten hohe Priorität bei Organisationen und ihren CIOs erhalten. Mit der steigenden Verbreitung von mobilen Anwendungen können Unternehmen diese laut IBM “nicht immer auf Endgeräten völlig kontrollieren oder beschränken”. Daher müssen sie vorab testen, wie Anwendungen Daten senden und speichern. Die neue Sicherheitssoftware kann laut IBM “automatisch erkennen, wo Daten in eine mobile Anwendung hineinkommen und sie wieder verlassen”. IBM AppScan Source 8.7 für iOS soll all dies “ohne Einbußen beim time-to-market mobiler Anwendungsprojekte” realisieren. Neue Funktionen der Version 8.7 umfassen laut Anbieter:

  • Sprachunterstützung für Objective-C, JavaScript und Java. Dies schließt die Möglichkeit ein, Call-und Datenfluss-Analysen durchzuführen, die Trace-Informationen generieren.
  • 40.000 mobile Security APIs (Application Programming Interface) werden unterstützt. Dazu habe der IBM Security Research “eine umfassende Analyse des iOS Software Development Kit (SDK) durchgeführt, um APIs mit absichern zu können, die zu Sicherheitsrisiken führen könnten.”
  • US-Government Regulation Compliance.

Zu den Pilotanwendern der Lösung gehört KiwiTech. Das US-Unternehmen hat über 750 Anwendungen entwickelt, die über drei Millionen Downloads auf iOS- und Android-Plattformen generiert haben. IBM AppScan Source 8.7 für iOS wird voraussichtlich verfügbar ab 25. März 2013. Auch eine Version IBM AppScan for Android wurde angekündigt. Ein Werkzeug, das Android Apps auf diversen Android-Geräten und Versionen durchtestet, hat die Deutsche Telekom AG mit dem Developer Garden App Monitor in Barcelona vorgestellt, wie heise.de berichtet: “Der DG App Monitor ist ein sich in den Webbrowser integrierendes Dashboard, das Entwicklern statistische Daten sowie Erkenntnisse zur Performance der Apps anzeigt. Sie erfahren beispielsweise, in welchen Fällen es zu einem starken Batterieverbrauch, Speicherproblemen oder Abstürzen kommen kann.”

Notifications about XING Contacts “around me” – XING Radar

Als Add-on zu (u.a.) XING hat das Berliner Start-up twofloats die iPhone App “XING Radar” entwickelt. Diese ergänzt das deutschstämmige Business Network sozusagen um eine around me-Funktion: Einwilligung in die Push-Benachrichtigung vorausgesetzt, informiert die App Nutzer automatisch, wenn Kontakte aus dem beruflichen Netzwerk, sich in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern aufhalten bzw. in diesen eintreten.

www.twofloats.comDas klappt allerdings nur, wenn diese ebenfalls die twofloats-App installiert haben – nur ein XING-Kontakt zu sein, reicht leider nicht aus. Markus Otte, Gründer und Geschäftsführer von twofloats erläutert: “Die XING AG verfügt nicht über unsere LBS Technologie – und so können wir bzw. unsere App nicht wissen, wo sich XING-Nutzer ohne XING Radar befinden. Das Ergebnis ist, dass man nicht über alle XING-Benutzer informiert werden kann, nur über weitere Nutzer von XING Radar. Am besten Sie laden Ihre Kontakte über die App zum XING Radar ein”. Das bemüht sich die App übrigens auch selbst zu tun: Vergleichbar zum Verfahren der XING AG, wenn man eine Anwendung aus deren Beta Labs ausprobiert, schreibt sie den Nutzern eine Empfehlung für sich selbst in ihre Statusmeldung – allerdings nur einmalig und insofern recht dezent gehandhabt. Wer mehr tun möchte, um den Ruf des XING Radar in die Welt zu tragen, kann dies direkt aus der App via SMS, E-Mail, Twitter oder Facebook tun, Google+ ist noch nicht integriert.

So kann es aussehen, wenn wirklich mal ein XING-Kontakt auf dem Radar auftauchtNach einer erfolgten Benachrichtigung über die eingetretene räumliche Nähe eines Kontaktes bietet die App dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten den jeweiligen Kontakt direkt anzusprechen – entweder per Anruf, SMS oder E-Mail (soweit jeweils freigegeben). Zudem verfügt XING Radar über ein eigenes Chat-System, um kostenfreie Direktnachrichten austauschen zu können – das Instant Messaging-Modul kostet allerdings einmalig -,89 € als In-App-Purchase.

Der Name der besonders übersichtlich gestalteten App scheint klug gewählt: Man kann natürlich ohne Radar navigieren, doch wer riskiert das schon ohne Not? XING Radar übersetzt den altbekannten Gedanken hinter Google Latitude oder Apples Find My Friends und will den Nutzer darin unterstützen, bestehende Kontakte im nicht-virtuellen Leben zu vertiefen. Die App eröffnet die Chance, insbesondere Besuche von Messen, Kongressen sowie anderer Branchentreffs effektiver oder zumindest netzwerkiger zu gestalten, indem man über weitere Kontakte vor Ort informiert wird und diese kurzfristig treffen kann. Es besteht allerdings rein theoretisch natürlich auch die Gefahr, wegen ständiger Radar-Ansinnen von den längst gemachten Terminen abgelenkt zu werden. Dabei ist XING Radar bewusst als Business App konzipiert und daher “in der Basis-Version unter der Woche” nur “zwischen sieben Uhr morgens und sieben Uhr abends aktiv”.

Entsprechende eigene Einstellungsmöglichkeiten (aktive Zeiten wählen bzw. An-/Aus-Schalter, gerne auch eine spezifische Radar-Statusbotschaft wie “busy”, vgl. Skype stehen hoch auf der persönlichen Wunschliste an die Entwickler. Ebenso wie eine Erweiterung auf Kontakte von Kontakten, soweit dies datenschutztechnisch zu machen wäre. Und natürlich das Ganze noch auf Android sowie für LinkedIn :-) .

Selbst hat sich twofloats für Folgeversionen bereits ins Pflichtenheft geschrieben:

  • Noch nicht verbundene XING-Nutzer aufgrund ihrer angegebenen Geschäftsinteressen bei örtlicher Nähe aufeinander aufmerksam machen;
  • Pause- Funktion (s.o.);
  • Eine sogenannte Wochenend- und Nachtschicht-Option, die besonders für die Abendgestaltung (vgl. z.B. CeBIT-Partys…) interessant sein kann.

Die Akku-Belastung durch diesen Location Based Service (LBS) soll “geringfügig” sein, da neue Standortinformationen “nur bei relevanten Ortswechseln” übertragen werden. Otte: “Wenn das Handy tagsüber, unter der Woche, nur auf dem Schreibtisch liegt dann wird nichts von der App gesendet (= kein Batterieverbrauch). Erst wenn man sich bewegt, wird der eigene Standort ins Verhältnis zu den anderen Nutzern gesetzt”. Für die Registrierung nutzt die App die Standard-XING-API, dadurch entfalle “weiterer Registrierungsaufwand für den Benutzer”, so twofloats. Die App ist “in der Einführungsphase kostenlos”. Das wird also möglicherweise nicht dauerhaft so bleiben, insofern nichts wie ran!

Download der iPhone App

Ein echter PRAXISTEXT steht in Ermangelung von Radar-bewaffneten Kontakten in der näheren Umgebung und ohne besagte IM-Funktionalität noch aus. Vorläufiges Fazit aber: ****.

PS: Die Proximity Detection-Lösung von twofloats ist ausdrücklich auch für andere Projekte gedacht und einsetzbar. Die Übereinstimmungskriterien zwischen den einzelnen Nutzern oder zwischen Unternehmen und Nutzer sind laut twofloats vielfältig konfigurierbar.

Welche “Mocial”-Angebote schlagen sich gut?

Der jüngste Report der Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die verschiedenen sozialen Netzwerke speziell im Mobile-Markt in den verschiedenen Ländern schlagen. Aus den Ergebnissen:

  • In den vergangenen zwei Jahren ist die App-Kategorie “Soziale Netze” deutlich stärker als alle anderen Kategorien gewachsen: Beispielsweie in Apples US-App Store wuchs das Download-Volumen in den Top 100 sämtlicher beliebstesten Kategorien von Juli 2010 bis Juli 2012 um 43 Prozent – das Volumen de Top 100 Social Apps aber um 193 Prozent. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die absolute Menge der social networks ja recht begrenzt ist – zumindest im Vergleich mit quasi “endlosen” Kategorien wie Spielen.
  • Es gibt große nationale Unterschiede bei “Mocial”: An der Spitze liegen die USA, bei denen die App-Kategorie “Social” mit 20 Prozent ein volles Fünftel der beliebstens Apps überhaupt ausmacht – bezogen auf die tatsächlichen Downloads. In Europa liegt dieser Wert vorläufig noch bei rund zehn, in Deutschland bei acht Prozent.
  • Weltweit gesehen liegt Facebook vorne – obwohl in mehreren asiatischen App Store Territories Anwendungen wie LINE, WeChat oder Viber weit vor Facebook liegen.
  • In nur einem Jahr kletterte das von Facebook übernommene Instagram mit seiner sozialen Foto-App in den 20 größten Ländern auf Rang zwei hinter Facebook. Weitere starke Verfolger sind (in manchen Ländern) Twitter, die App für VoIP-Telefonie Skype oder WhatsApp.
  • Die über alle Länder aggregierten Top 10 (Free Social Apps) lesen sich so: 1. Facebook, 2. Skype, 3. Live Messenger, 4. Viber, 5. Twitter, 6. Touch (Pingchat), 7. Tango, 8. QQ, 9. Ebuddy Messenger, 10. Yahoo-Messenger. Man sieht also, dass Apps mit dem Schwerpunkt auf (kostengünstige, bzw. via WLAN kostenlose Kommunikation) überwiegt.

Laut Distimo haben sich Smartphones u.a. mit Hilfe der genannten Netzwerke und ihrer Bedienung via nativer und Web-Apps von Telefonie- und SMS-Plattformen zu “sozialen Drehscheiben” entwickelt, bei denen das Teilen von Links, Posts, Fotos und Videos sowie Location Based Services (LBS) längst wichtiger als Telefonieren geworden ist. Für die größeren Netzwerke wie Facebook oder Twitter stellen deren Betreiber den Entwicklern von Kunden-Apps wie Glanzkinder Schnittstellen (APIs) für beispielsweise iOS oder Windows Phone 7 bereit. So können Unternehmen in ihren Apps auf Wunsch auch Funktionalität wie Liken, Teilen, Tweet absetzen etc. offerieren und so an diesem boomenden Markt teilhaben.

zur Registrierung zwecks Download des jeweils letzten Distimo-Reports

MDM für iOS-Geräte m. Push-Unterstützung

Pretioso LogoPretioso hat unlängst die neue Version 3.5.2 von Datomo vorgestellt, einer Lösung für Mobile Device Management (MDM). Diese Version unterstützt nun auch die Apple Push Notification Services für das Management der iOS-Geräte iPhone, iPod touch und iPad. Hierdurch muss der Administrator sich nicht mehr notwendigerweise im Apple Enterprise Programm registrieren, um die iOS-Geräte zu verwalten, so Pretioso. Eine Registrierung im Apple Enterprise Programm sei zukünftig nur noch für die Anwender erforderlich, die eigene Anwendungen programmieren und verteilen wollen.

Das Pretioso Device Management unterstützt seit Release 3.5 einen Corporate iOS AppStore, wodurch die Endanwender von iOS-Endgeräten im Unternehmenseinsatz ausschließlich vom Administrator freigegebene und zugelassene Applikationen aus diesem App Store installieren können. Die Funktionalität unterstützt sowohl selbst entwickelte Apps als auch Anwendungen aus dem Apple App Store – und unabhängig davon, ob diese kostenlos oder kostenpflichtig sind.

Überdies reagiert Version 3.5.2 auf die Neuerungen, die iOS 5 mit sich gebracht hat. Die Funktionen im Einzelnen:

  • verbesserte Anwendungsinstallation,
  • Passwort-Policy für iTunes,
  • automatische Ablehnung nicht vertrauenswürdiger Zertifikate,
  • Kontrolle des iCloud-Backup,
  • Kontrolle der kompletten iCloud-Synchronisation einschließlich Dokumente und Fotos,
  • “Auto Join” im WLAN,
  • Vorgabe der Proxyeinstellungen (keine, manuell, automatisch),
  • Sperre der Funktion E-Mail-Verschieben (Exchange),
  • Sperrung des Zugriffs auf E-Mail für nicht autorisierte Apps (Exchange)

Datomo Device Management wird laut Anbieter auch für die anderen unterstützten Plattformen (Android einschließlich extended API von Motorola und Samsung, Bada, BlackBerry, Symbian, Symbian UIQ, Java enabled feature phones, Windows Mobile (bis 6.5), Windows Phone 7 und WebOS) kontinuierlich weiterentwickelt. Einige in den letzten Wochen hinzugekommene Features sind: Business Phonebook, Geräteentsperrung, Push Support, Remote Access (Android), Applikationsschutz durch Passwort (Symbian) sowie Hard Restore-Funktionalität (Windows Mobile). mehr zum Thema MDM von Pretioso. Ein Whitepaper zum Thema “Sicherheit durch Device Management kann per E-Mail mit dem Betreff “Whitepaper Device Management” unter info at pretioso dot com angefordert werden.

UPDATE 12.01.:
Update: Die Anwendungsvariante als gehostete Lösung nutzt Pretioso bei dem neuen Angebot eines kostenlosen “Sofort-Tests”: Der Interessent erhält seine Teststellung garantiert innerhalb von 24 Stunden, oft sogar binnen weniger Minuten. Die Teststellung ist keine reduzierte Demolösung, sondern die komplette Lösung, die Datomo Device Management gehosted bietet. Der Anwender erhält einen eigenen Zugang, mit dem er bis zu zehn Geräte verwalten kann. Auch hierbei gibt es keinerlei Beschränkungen, alle Gerätetypen und -klassen können verwaltet werden. Pretioso begleitet die Anwender bei der Teststellung auf Wunsch mit kostenlosem Hotline-Service.
Die Teststellung kann vom Anwender nach 45 Tagen problemlos weiter betrieben werden, wenn er sich für den Erwerb der gehosteten Variante von datomo Device Management entscheidet. Anwender, die sich statt der gehosteten Version für eine Inhouse-Installation entscheiden, erhalten kostenlose Unterstützung von Pretioso bei der Migration von Einstellungen aus der Teststellung zur endgültigen MDM-Lösung.

UPDATE 13.01.:
Der MDM-Administrator kann jetzt Anwendern mit vergessenem Passwort das Passwort mit der Funktion “Screen Unlock Code Reset” zurücksetzen. In die Security Policy für Android Geräte wurden folgende neue Parametrisierungen aufgenommen: Definition von Passwortalter und Passwort-History (Verbot der Nutzung bereits verwandter Passworte). Hiermit verbunden ist, dass die sich aus diesen Policies ergebenden Vorgaben bei bestehenden Nutzern ggf. die Eingabe eines neuen, den Policies entsprechenden Passwortes erzwingen und der Administrator dieses auch separat erzwingen kann. Für Android Geräte von Samsung mit den Firmwareständen 2.3.5 – 2.3.7 (Gingerbread) ist jetzt auch der Remote Access Client verfügbar, der über volle Gesture-Unterstützung verfügt.

Mono for Android: C#- und .NET-Entwicklung für Android

heise.de berichtet: “Novell hat die Entwicklung für sein Werkzeug “Mono for Android” abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine für das mobile Betriebssystem Android angepasste Version des freien .NET-Klons Mono, die die gesamte virtuelle Maschine von Mono umfasst, jedoch einige Bibliotheken entfernt, die auf mobilen Geräten nicht nötig sein sollen. Außerdem sind wohl C#-Bindings für sämtliche APIs von Androids Dalvik-VM enthalten. Während der Entwicklungsphase hieß das Produkt noch MonoDroid.

Mit dem sich in die Professional-Version von Microsofts IDE Visual Studio 2010 als Plug-in integrierenden Tool sollen auch C#- und .NET-Entwickler Anwendungen für Android schreiben können. Dabei wandelt Mono for Android .NET- in nativen Code für Android auf ARM-Prozessoren um. Andere Visual-Studio-Versionen funktionieren derzeit nicht. Ebenfalls ist es möglich, das Plug-in in Verbindung mit Novells kostenloser .NET-Entwicklungsumgebung MonoDevelop zu nutzen, die allerdings weniger Funktionen als Visual Studio mitbringt.

Mit MonoTouch, das jetzt in Version 4.0 vorliegt, gibt es bereits seit 2009 ein vergleichbares Novell-Produkt für die iOS-Entwicklung. Miguel de Icaza, Chef der Mono-Entwicklungen bei Novell, hebt deswegen auch anlässlich des neuen Releases hervor, dass es nun mit C# erstmals möglich sei, die drei großen mobilen Plattformen Android, iOS und Windows Phone 7 zu bedienen. Deshalb könne man nun beispielsweise auch Code einer Desktop- oder einer iOS-Applikation nach Android portieren. Mono for Android kostet in einer Professional Edition rund 400 US-Dollar pro Entwickler inklusive Updates für ein Jahr, eine Enterprise Edition inklusive Hilfen für die Einführung in Unternehmen, Wartung und Updates bepreist Novell mit knapp 1000 US-Dollar. Rabatt gibt es für MonoTouch-Kunden.”

2014 schon 1,22 Mrd. Smartphones?

Canalys Mobile App Store AnalysisSämtliche Apps und App Stores balgten sich im Jahr 2010 um eine Zielgruppe von 398 Mio. Smartphones bzw. deren Nutzer. Deren Zahl soll sich im Jahr 2014 bereits auf 1,22 Mrd. erhöht haben.

Diese imposante Zahl ist nur eine der nützlichen Infos, die dem regelmäßig erscheinenden Report-Format “Mobile App Store Analysis” (MASA) von Canalys zu entnehmen sind. Dessen Zielgruppe sind Gerätehersteller, App Store-Besitzer, Provider und nicht zuletzt App-Entwickler sowie deren Auftraggeber. In regelmäßigen Ausgaben sollen diese u.a. informiert werden über

  • Strategische Entscheidungen, die Betreibern von Mobile App Stores bevorstehen;
  • Geeignete Geschäftsmodelle und Best Practice für das Mobile Business;
  • Kaufverhalten und App-Nutzung von Konsumenten;
  • Relevante Netzwerke und Schnittstellen.

Mobile App Store Analysis (MASA)

Kontakt zu Canalys

Apps prägen die User Experience – auch in Zukunft

gartner_logoLaut dem IT Marktforschungs- und Analysten-Unternehmen Gartner werden Apps (native und Web-Apps) das Nutzererlebnis auf High-End Mobilgeräten prägen (definiert mit einem Preis von über 300 US-Dollar): Die Mobile Apps werden hiernach 2012 einen Umsatz von über 15,9 Mrd. US-Dollar weltweit erzeugen, wobei hier nur von “end-user spending” durch die Kosten von Paid Apps die Rede ist – die Entwicklungs- und Promotion-Kosten sind hier noch nicht eingerechnet. Auch Hardware-Absätze und vor allem die Werbeausgaben in diesem Bereich werden nach dieser Prognose weiter kräftig wachsen.

Die “Top 10 Consumer App Categories” aus Gartner-Sicht:

  • Location-based services (LBS): Gartner geht davon aus, dass bis 2014 1,4 Mrd. Menschen Apps mit LBS Features nutzen werden. Die je nach Kontext bereitgestellten Services sollen künftig in vermehrtem Masse neben Geodaten auch Präferenzen, Geschlecht, Alter und Beruf berücksichtigen – soweit bekannt bzw. freigegeben.
  • Social Networking: Die derzeit am schnellsten wachsende App-Kategorie nach Downloads, aber auch nach generiertem Traffic. Von zukünftig stark zunehmender Bedeutung wird die (auch von Mobile-Systemhäusern wie Glanzkinder angebotene) Social Media Integration durch Schnittstellen wie die Facebook Social Graph-API sein.
  • Mobile Search: Die nächste Stufe sollen hier laut Gartner Search Apps sein, mit denen man direkt aus der Ergebnisliste heraus komfortabel Aktionen starten kann: Anrufen (heute schon weitgehend realisiert), Reservierung vornehmen, Preise vergleichen, kaufen.
  • M-Commerce: Im Verlauf der nächsten zwei Jahre erwarten die Marktforscher die Entstehung von “mobile only”-Funktionalität, beispielsweise der Check-in in einen Webshop (wodurch der Händler informiert wird und reagieren kann) oder die Möglichkeit, Produkte durch die Aufnahme eines Fotos in einen Warenkorb zu übernehmen. Hier sieht Gartner einen eindeutigen zeitlichen Vorsprung für native Apps im Vergleich zu Web-Applikationen, die beispielsweise auf HTML5 beruhen.
  • Mobile Payment: Obwohl auf Near Field Communication (NFC) beruhende Bezahlmethoden bereits im laufenden Jahr in mobilen Endgeräten realisiert werden, erwartet Gartner dies nicht vor 2015 im Mainstream, u.a. aufgrund noch bestehender Usability- und Sicherheits-Probleme.
  • Context-aware Services: Kontextsensitive pps nutzen Aktivitäten, Vorgeschichte, Vorhaben, Prioritäten etc. eines Nutzers, um proaktiv mobile Dienste anzubieten (vgl. auch 1. LBS).
  • Object Recognition (OR): Stets verbesserte Kameras und sonstige Sensorik bei den mobilen Endgeräten der Zukunft werden es erleichtern, die Umgebung des Nutzers (auf Wunsch) zu erkennen und zu bestimmen (vgl. auch 1. LBS) und weitere, hieraus abgeleitete Dienstleistungen zu offerieren.
  • Mobile Instant messaging (MIM): Gartner glaubt, dass MIM das steinalte Versprechen der Unified Communication (UC) endlich wahrmachen könnte, in dem IP-basierende Kommunikation wie z. B. Skype alle Kommunikationsstränge integriert (vgl. auch 2. Social Media Integration).
  • Mobile E-Mail: Erwartet wird ein Wachstum von 354 Mio. Anwendern 2009 auf 713 Mio. im Jahr 2014.
  • Mobile Video: Gerade die größeren Displays aktueller Smartphones sowie Media Tablets sollen das jetzt schon gewaltige Wachstum mobil genutzter Plattformen wie YouTube weiter beschleunigen.

Der vollständige Report “Mobile Insight: Ten Consumer Mobile Applications to Watch in 2012″ kann hier erworben werden.

Event: Google I/O (Developer Conference) 10.-11.05.2011

Google IO 2011 LogoDie Google I/O soll auch dieses Jahr wieder Entwickler des Google-Imperiums (oder die es werden wollen) zusammenbringen. Zwei Tage lang wird es im Moscone Center in San Francisco auf technischer Ebene um die Themen Android, Chrome, Google APIs, die App Engine und das Google Web Toolkit (ein Framework zur Erstellung von Web-Apps) gehen. 80 Sessions sollen großer fachlichen Vertiefung dienen. Anschauliche Beispiele dürfte die “Developer Sandbox” bereitstellen, bei der über 100 Entwickler ihre Entwicklungen für die Google-Plattformen vorstellen.

Am 09.05. vorgeschaltet ist das I/O BootCamp, das praktische und “Anfänger”-Themen zu allen Plattformen in den Vordergrund stellt.

mehr Infos und Registrierung

Windows Phone 7 ante portas

Windows Phone 7 Logo finalSoeben hat Microsoft das finale Software Development Kit (SDK) für Windows Phone 7 für Programmierer verfügbar gemacht. Für registrierte Entwickler sind die Werkzeuge – wie beim iPhone oder Android SDK – kostenlos. Die Beta-Versionen wurden bereits 300.000 Mal herunter geladen.

Windows Phone 7_SDKDas aktuelle SDK soll größere Effizienz bei der Entwicklung von Anwendungen und Spielen bieten. Es integriert Elemente wie das Framework .NET, die Web-Browser-Erweiterung Silverlight und das API-Bündel zur Spieleentwicklung XNA. Neu hinzugekommen sind laut Microsoft u.a. drei Controls für Panorama (zeigt Unterkategorien einer Website), Pivot und Bing Maps, die Entwicklern eine Vielzahl zusätzlicher Möglichkeiten bieten sollen. Für die Programmlogik ist überwiegend C# zuständig, während der XML-Dialekt XAML die UI-Definition regelt.

Zu den kostenlos abgegebenen Werkzeugen gehören:

  • Visual Studio 2010 Express for Windows Phone
  • ein neu entwickelter Geräte-Emulator, der in Grenzen vom Vorhandensein von Endgeräten unabhängig machen soll
  • Expression Blend 4 für Windows Phone “für die leichte Integration von Verhaltenskomponenten wie Interaktivität”
  • Silverlight
  • XNA Game Studio 4.0
  • Advertising Exchange for Mobile zur Integration von Werbung in die Apps

Wie Apple dies mit dem iOS Developer Program (hier war das App-Systemhaus Glanzkinder seit der Beta-Phase dabei) erfolgreich tat, so bemüht sich nun auch Microsoft, noch vor dem Start des angekündigten Windows Phone 7 Marketplace attraktive Apps als Startcontent zusammen zu bekommen. Von Anfang an dabei sein, werden beispielsweise Twitter, Flixster, OpenTable oder Travelocity. Geworben wird mit “klaren und übersichtlichen Richtlinien” für den Marketplace, die es gestatten sollen, “dort innerhalb kurzer Zeit Applikationen und Spiele einzustellen”. In jedem Falle müssen die Apps kompatibel zu den aktuellen Entwicklungswerkzeugen sein, was bei mit der Preview Version programmierten Apps mindestens die Anpassung von diversen APIs mit sich bringt.

Nach der breiten Vorankündigung auf dem diesjährigen GSMA Mobile World Congress (MWC) in Barcelona wird Microsoft Phone 7 am 11. Oktober nun offiziell vorstellen. Für Mitte Oktober wird auch die Verfügbarkeit erster Endgeräte von Herstellern wie HTC, Samsung oder LG erwartet – auch Anbieter wie Acer, Asus und Sony Ericsson sind im Gespräch. Das Wirtschaftsmedium Euro am Sonntag nannte kürzlich den 21. Oktober als Verkaufsstart der ersten WP7-Smartphones. Es gibt auch Gerüchte, wonach Redmond plant, allen rd. 92.000 Microsoft-Mitarbeitern WP7-Mobiles zur Verfügung zu stellen – wie Google das teilweise mit dem Nexus One probiert hatte. Experimente mit einer eigenen bzw. gebrandeten Hardware-Plattform hat Microsoft – genau wie Google – vorläufig eingestellt. In Summe darf man auf die Resonanz auf den offiziellen Start von Windows Phone 7 gespannt sein, das voll auf den Consumer-Bereich (und damit auf Apples Hauptdomäne mit dem iPhone) zielt. Dass die erste OS-Fassung dem Vernehmen nach weder Copy/Paste noch Multitasking – jedenfalls für Nicht-Microsoft-Apps – beherrscht, wird die Eroberung nicht leichter machen.

mehr zu Windows Phone 7

deutscher MS-Blog zum Thema

TechTalk-Termine zur WP7 Roadshow von Microsoft mit Events in Berlin, Hamburg, Köln, Karlsruhe u. München

zum derzeitigen Stand des Windows Mobile Marketplace (bis V 6.5)

iPhone 4: Flacher u. m. verbessertem Display

iPhone 4Gestern wurde auf der WWDC erwartungsgemäß auch das iPhone 4 vorgestellt. Dank “FaceTime” soll es endlich auch für iPhone Nutzer “den Traum von Videotelefonie wahr werden” lassen. Besonders stolz ist man bei Apple auf das neue “Retina Display – das höchstauflösendste Display, das jemals in einem Smartphone verbaut wurde”, das “kristallklare Text-, Foto- und Videodarstellung” ermöglichen soll. Auf gleicher Fläche (3,5 Zoll Diagonale) zeige das iPhone 4 viermal so viele Pixel wie der Vorgänger, die 960 × 640 Bildpunkte entsprächen einer Auflösung von 326 dpi. Zudem bietet iPhone 4 eine 5 Megapixel Kamera mit LED-Blitz, HD Video-Aufnahme, den Apple A4 Prozessor, einen 3-Achsen-Gyrosensor (für Spiele-Entwickler ansprechbar über die CoreMotion API) und einen verbesserten Akku für “bis zu 40 Prozent längere Sprechzeit”. Dies alles wurde ansprechend in einem neuen Design aus Glas und Edelstahl zum “dünnsten Smartphone der Welt” auf nur 9,3 mm flachgeklopft.

Das iPhone im “Aero”-Look wird mit iPhone OS 4.0 (bzw. iOS 4) ausgeliefert, das wieder über 100 neue Funktionen und 1.500 neue Programmierschnittstellen (APIs) für Entwickler unter der Haube hat. iOS 4 beinhaltet auch endlich das vom Wettbewerb längst praktizierte Multitasking (ab iPhone 3GS). Eine Ordner-Struktur wird es gestatten, auch zahlreiche Apps übersichtlicher zu verwalten. Weitere Verbesserungen wurden beim E-Mail-Client sowie generell beim Unternehmens-Support angekündigt. In Deutschland wird das iPhone 4 in den Farben schwarz und weiß ab dem 24.06. verkauft (es kann ab dem 15. Juni 2010 bei der Deutschen Telekom AG vorbestellt werden, die exklusiver Vertriebspartner bleibt). Am 24. Juni wird in den USA außerdem ein neues iPhone 3GS 8GB Modell für nur 99 US-Dollar erhältlich sein. iOS4
iPhone 4: die Features

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