App-Downloads verdoppelt
Deutsche Handy-Nutzer haben, laut BITKOM, im Jahr 2010 rund 900 Millionen Apps auf ihre Mobiltelefone geladen, was eine Steigerung von 112 Prozent bedeutet. Damit hat sich die Zahl der Downloads mehr als verdoppelt. Der Umsatz stieg um 88 Prozent auf 357 Millionen Euro wobei 90 Prozent der Programme für Handy-Nutzer kostenlos sind.
Die Anwendungen reichen von Spielen oder Nachrichten über E-Book-Reader bis zu Fahrplan- und Übersetzungsdiensten.
Nach Berechnungen des Verbands sind derzeit weltweit rund 520.000 Apps für die diversen Smartphone- und Handy-Plattformen verfügbar. Der Durchschnittspreis der Bezahl-Apps lag bei 3,25 Euro.
Die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs ist nach BITKOM-Angaben der größte Treiber der App-Downloads. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 7,4 Millionen Smartphones verkauft (plus 38 Prozent). Im Jahr 2011 rechnet der Verband mit einem Absatzplus von 36 Prozent auf 10,1 Millionen Stück. Ein Drittel aller neu verkauften Handys in Deutschland sind inzwischen Smartphones.
iPhone Fotofunktionen aufmotzen
Obwohl das iPhone 4 bereits eine sehr leistungsstarke Kamera integriert hat, lässt die mitgelieferte Standardsoftware in Sachen Bildbearbeitung und Anpassung noch zu wünschen übrig. Solche Wünsche erfüllt die App ProCamera 3.0 vom deutschen Hersteller Dämgen, die wir über die Feiertage ausgiebig testen konnten. Dem Hobby- wie vielleicht sogar dem Profifotografen werden hier zahlreiche Zusatzfeatures geboten.
Im Expertenmodus kann der Fotograf Fokus und Belichtung getrennt einstellen oder einen eigenen Weissabgleich setzen. Bilder lassen sich im neuen Pro Cut Studio gradweise drehen, spiegeln und zuschneiden. Die Bearbeitung des Kontrast und Helligkeit sind ebenfalls möglich. Auch die One-Touch Effekte “Sunburn”, “Hard Gray” oder “Old Canvas” stehen in der Bildbearbeitung neben vieler weiteren Funktion der Fotografie-App zur Verfügung. So können Fotos in maximaler Auflösung schnell verfremdet oder aufgepeppt werden.
Wie schon bei den Vorversionen gibt es Hilfslinien für die Aufnahme, einen Bildstabilisator und Zoom auf einen Fingertipp. Der digitale Fünffach-Zoom lässt sich über eingeblendete Plus/Minus-Tasten, 2-Finger-Geste oder einen unsichtbaren Bildschirm-Slider einstellen. ProCamera ermöglicht auch schnelle Multi-Shot-Aufnahmen bei voller Auflösung. Das Programm kann neben dem genauen Standort des Fotografen bei der Aufnahme auch dessen Blickrichtung herausfinden und mit in der Bilddatei speichern.
ProCamera Version 3 ist im App Store zum Preis von 2,39 Euro erhältlich und überzeugt uns auf ganzer Linie: Unsere App of the Month im Januar!
Für Käufer der Vorversion ist das aktuelle Update kostenlos. ProCamera 3 ist kompatibel mit dem iPhone 3G, iPhone 3GS, iPhone 4 sowie iPod Touch mit iOS Firmware 4.0 und höher. Die Exif-/Geotagging-Funktionalität erfordert allerdings iOS 4.1 oder höher.
Fazit: *****
Riskante Banking-Apps
Banking-Apps wie iControl, iOutBank und S-Banking weisen laut heise online Sicherheitslücken auf. Im schlimmsten untersuchten Fall wird sogar die TAN-Liste unverschlüsselt auf dem iPhone abgelegt.
Daten werden laut dem Bericht zwar verschlüsselt, allerdings sei es über Sicherheitslücken dennoch möglich, beispielsweise Überweisungen zu manipulieren. iPhone-Nutzern wird davon abgeraten, Überweisungen mit diesen Apps zu tätigen. Wenn überhaupt Mobile Banking, dann sollten sich iPhone-Nutzer auf das Abrufen der Kontodaten beschränken. Ein Verlust der PIN hat nicht so große Auswirkungen.
Die Software iOutBank legt TAN-Listen unverschlüsselt im Dateisystem ab. Auch iControl hat laut heise.de Probleme mit dem Verschlüsseln von Daten. S-Banking hat dieses Problem nicht, soll sich aber abhören lassen, da die Gegenstelle nicht überprüft wird. Verlorene TAN-Listen können schnell zu finanziellem Schaden führen. Von Herstellerseite wurde Abhilfe ankündigt, die aber noch nicht verfügbar ist.
via heise.de
xMount@Stand Secure iPad-Bodenständer
Das iPad im Unternehmenseinsatz eignet sich optimal zum Präsentieren, Zeigen und Erklären auf Messen, Veranstaltungen, Events, in Empfangsräumen, Hotels, Restaurants oder auch beim Arzt zur Information von Kunden, Gästen und Geschäftsfreunden mit Videos, Apps und Diashows.
Um dabei das iPad auf der richtigen Höhe diebstahlsicher und solide zu arretieren, könnte der iPad-Bodenständer xMount@Stand Secure zum Einsatz kommen.
Der Bodenständer ist mit einem 30×30-Zentimeter-Fuß aus schwerem Granit ausgestattet, sodass der Bodenständer optimal steht, nicht wackelt und auch nicht so leicht umgestoßen werden kann. Die breite, transparente Säule ist von innen mit LED-Dioden beleuchtet, die wahlweise 14 Farben annehmen können – darunter blau, rot, grün, gelb oder lila. Die Leuchtkraft der Säule sorgt schon aus der Entfernung für jede Menge Aufmerksamkeit. Die Beleuchtung kann über eine mitgelieferte Fernbedienung ganz individuell eingestellt werden.
Die rechteckige iPad-Halterung auf einem Meter Höhe, in die sich das iPad einschieben und dann einrasten lässt, soll aus hochwertigem ABS-Kunststoff bestehen. Er soll das iPad sicher halten, ber trotzdem alle Tasten und Köpfe des iPads bedienbar lassen. Die xMount-Basis wurde iPad-schonend beflockt, sodass das Apple-Gerät keine Kratzer davonträgt.
Der iPad-Halter lässt sich um 360° um die eigene Achse drehen und um 45° im Blickwinkel einstellen. Ist die optimale Einstellung gefunden, lässt sie sich mit einer Feststellschraube fixieren.
Die größte Gefahr bei der Verwendung des iPads in öffentlichen Räumen dürfte sein, dass sich jemand versucht, sich das Kultgerät unter den Nagel zu reißen. Aus diesem Grund ist eine Diebstahlsicherung eingebaut. Diese Sicherung bietet auch einen Anti-App-Stop und einen Anti-Turn-Off Schutz. Sie soll dafür sorgen, dass Besucher weder die laufende App beenden noch das Gerät ausschalten können.
Der xMount@Stand Secure kostet 459 € und kann direkt im eigenen Online-Shop oder bei Arktis geordert werden.
Lesetip: Apps für iPhone-Fotografen
Fotografieren mit dem iPhone hat etwas von Lomographie, allerdings mit dem Vorteil, dass man die gewünschten Fotos sofort sieht und durch die Funktionen inzwischen recht zahlreicher Apps der Kategorie “Fotografie” in die gewünschte Richtung verändern kann. Oftmals entstehen so aus zunächst unspektakulären Schnappschüssen deutlich veredelte, ernstzunehmende Bilder.
“Apps für iPhone -Fotografen – Fotografie und Bildbearbeitung” aus dem Verlag Markt+Technik will als Ratgeber für die Benutzung der iPhone-Cam solche Effekte noch öfter herbeizuführen helfen.
Autor Ronald Puhle stellt in dem Buch die Cams der bisherigen iPhonegenerationen (3G-4G, das 2G taucht nicht mehr auf), viele nützliche Apps vor und erklärt diese genau. Die Möglichkeiten des direkten Hochladens der jeweiligen Fotos und ihre Verwendung auf Blogs, sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Flickr & Co.) und Kommunikationsplattformen wie iChat, Skype und MSN werden ebenso in dem Buch herausgearbeitet.
Die Schnellebigkeit des App-Marktes, die Aktualisierung der jeweiligen Apps, Neuerscheinungen und Neuauflagen des iPhones machen es aber sehr schwer, einen aktuellen Stand zu vermitteln. Der Autor ist sich dieses Problems bewusst und stellt Lesern Aktualisierungen und Erweiterungen zum Buch in seinem Blog zur Verfügung – eine gute Sache!
Der Band ist mit viel Liebe und Sachkenntnis gemacht und erfüllt die selbstgestellte Aufgabe, die Cam, Apps und Möglichkeiten der jeweiligen iPhonegenerationen mit vielen Bespielen, Tips und Tricks genau zu erklären. Insofern das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Fotonarren mit iPhone und die, die es noch werden wollen.
Fazit: ****
Apps für iPhone-Fotografen – Fotografie und Bildbearbeitung
Buch, ISBN 978-3-8272-4671-4, 234 Seiten, 19,95 €
Erhältlich in jedem Buchladen oder auch via Amazon.
Nach der nativen App kommt ..?
Im Rennen der Apps hat Apple mit iPhone und iPad bisher die Nase vorn. Googles Android-Plattform holt aber auf und für die Zukunft geben Programmierer der Google-Plattform sogar besser Chancen. Die Apps treiben die mobile Computernutzung voran. Bis 2014 rechnet die Unternehmensberatung Booz & Company in einer Studie damit, dass sich der Umsatz mit den kleinen Applikationen für Smartphones und Tablet-PCs von heute 14,3 Milliarden Dollar auf über 40 Milliarden Dollar fast verdreifacht.
Die Vorzüge der Mini-Programme: Die Apps sind idealerweise exakt auf die mobilen Endgeräte abgestimmt und nutzen deren Fähigkeiten wie Multitouch-Steuerung. Für Apples Mobilgeräte gilt das noch mehr als für die Android-Welt: Es gibt eine von Apple produzierte Hardware und einen Store, bei dem Apple auch noch den Finger darauf hat, welche Programmiersprache benutzt wird.
Das Problem: Wer alle Smartphone-Nutzer erreichen will, muss eigene Apps für iPhone, Blackberry, Nokia, Windows-Phone-7-Geräte und Android-Smartphones entwickeln. Auch der Anwender selbst leidet unter der Fragmentierung: einmal im App Store erworbene Apps binden ihn an das iPhone. Will er später auf ein anderes Mobilgerät umsteigen, muss er Applikationen mit entsprechender Funktionalität – soweit vorhanden – noch einmal kaufen.
Für viele ist das Konzept daher nur eine Zwischenschritt auf dem Weg zur nächsten Generation von Programmen: die Browser- oder Web-Applikation. Die Programme lassen sich von jedem beliebigen Gerät aus nutzen, Daten sind überall verfügbar, weil sie nicht lokal, sondern im Netz gespeichert werden. Der neue Internet-Standard HTML 5 soll die Möglichkeiten des Netzes nun nochmals maximieren. Eine immer schnellere Verarbeitung der Web-Programmiersprache Javascript die Browseranwendungen in Komfort und Geschwindigkeit an das Niveau klassischer nativer Anwendungen bringen.
Mit der Website HTML 5 Rocks trommelt der Internetriese Google bei den Entwicklern für den neuen Standard und erläutert dort die Vorteile. Mit dem Browser Chrome treibt Google die Internet-Anwendung voran. Bei der Verarbeitung von JavaScript ist Chrome derzeit schneller als jeder andere Browser. JavaScript ist dabei auf dem Weg, das einzulösen, was einst Sun Microsystems mit Java erreichen wollte – eine nahezu plattformunabhänige, universelle Programmiersprache.
Apple fördert HTML5 ebenfalls, sieht in dem neuen Webstandard aber vor allem eine Möglichkeit, Adobes Multimedia-Format Flash zu ersetzen. Am App-Konzept hält Apple aber fest. Schließlich verdient der Konzern gut an der Umsatzbeteiligung in Höhe von 30 Prozent und will dies nun sogar ausweiten. Mit der für Sommer 2011 angekündigten neuen Version des Betriebssystems Mac OS X 11 sollen Mac-Nutzer Apps über den iTunes-Store kaufen und dann an jedem Mac nutzen können.
Booz & Company-Studie (PDF 1,4 MB)
Darstellung der Vision von Mozilla zu auf HTML, CSS und Javascrip beruhenden “Open Web Apps”
Nielsen: Apps sind die Zukunft (bei Teens)
Nielsen hat das Mobilfunk-Nutzungsverhalten von US-Teenagern untersucht – anhand der monatlichen Handyrechnungen von mehr als 60.000 Mobilfunknutzern und Umfrageergebnissen unter mehr als 3.000 Teenagern. Dafür analysierte The Nielsen Company US-Daten für das zweite Quartal 2010.
Demnach textet (“SMSen”) keine Altersgruppe mehr als Teenager (13-17 Jahre alt). Junge Erwachsene (Alter 18-24) landen mit großen Abstand auf dem zweiten Platz. Texten ist derzeit das Herzstück der mobilen Teenagerwelt. 43 Prozent geben an, dass dies der Hauptgrund gewesen ist, sich überhaupt ein Handy zuzulegen. Das erklärt, warum die QWERTY-Tastaturbelegung das erste ist, worauf sie achten, wenn sie sich ein Gerät aussuchen. “Sicherheit”, der Hauptgrund für den Kauf eines Handys im Jahr 2008, ist nun nicht mehr so wichtig – es ist der zweitwichtigste Grund für Mädchen und fällt bei Jungen noch geringer aus. In Kontakt mit Freunden zu bleiben, zählt ebenfalls immer noch den drei wichtigsten Faktoren.

Heute heben 78 Prozent der Teenager die Funktionalitäten und Bequemlichkeiten von SMS hervor: Sie finden diese einfacher (22 Prozent) und schneller (20 Prozent) als Telefonanrufe (obwohl diese immer noch Spaß machen). Telefonie-Aktivitäten sind laut Erhebung bei Teenagern um 14 Prozent gesunken.

Unbestrittener Wachstumsbereich ist die Datennutzung. 94 Prozent der jugendlichen Abonnenten bezeichnen sich selber als fortgeschrittene Datennutzer, die ihr Handy für Messaging, Mobiles Internet, Multimedia, Spiele und andere Aktivitäten, wie z. B. Downloads, nutzen. Obwohl jugendliche Nutzer diesbezüglich noch nicht das Aktivitätslevel der jungen Erwachsenen erreicht haben, ist das Datenvolumen gegenüber dem letzten Vorjahresquartal wesentlich gestiegen und zwar von 14 MB auf 62 MB pro Kopf. Diese vierfache Steigerung ist der größte Sprung unter allen Altersgruppen. Ein Großteil dieses Anstiegs ist auf die männlichen User zurückzuführen, die geräteaffiner sind und aktuell 75 MB Daten gegenüber 17 MB im zweiten Quartal des letzten Jahres konsumieren. Weibliche Teenager nutzen ca. 53 MB an Daten im Vergleich zu 11 MB im Vorjahr.

App-Nutzung ist die Zukunft
Teenager verwenden nicht nur größere Datenmengen sondern laden auch ein breiteres Spektrum an Applikationen herunter. Softwaredownloads unter jugendlichen Abonnenten, die Apps nutzen, verbuchten einen stabilen Anstieg um 12 Prozentpunkte von 26 auf 38 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. Dies beinhaltet populäre Apps, wie Facebook, Pandora oder YouTube. Die Nutzung des mobilen Webs hat ebenfalls die Nutzung von vorinstallierten Spielen, Klingeltondownloads und auch Instant Messaging übertroffen. Andere mobile Aktivitäten, wie E-Mail und Textbenachrichtigungen verzeichneten laut der Untersuchung ebenfalls ein signifikantes Wachstum.
Genius Scan iPhone 4 App
PC anwerfen, Scanner einschalten, warten bis alles einsatzbereit ist und das Dokument einlesen… iPhone 4-Besitzer, denen das zu aufwändig ist, und die (wie gerade viele Mobile Professionals) hin und wieder auch unterwegs gern einen Scanner zur Hand hätten, sollten die kostenlose App Genius Scan von Grizzly Software antesten. Sie nutzt die Kamera des Apple-Smartphones zum Digitalisieren von Rechnungen, Mitschriften oder anderen auf Papier festgehaltenen Informationen. Dabei ist sowohl ein Ausrichten von verzerrt geknipsten Zetteln als auch ein direktes Versenden als PDF möglich.
Beim Start von Genius Scan bekommen iPhone 4 Besitzer zwei Optionen zum Erstellen eines neuen Dokuments geboten: Die erste startet die Kamera des iPhones – man bekommt die gewöhnliche Foto-App zu sehen. Die Vorschau ermöglicht die Entscheidung, ob das Bild verwendet werden soll. Ist ein scharfes Foto geglückt, geht es ans Zurechtschneiden. Genius Scan erkennt Blätter automatisch und legt ein Punkteraster darüber. Sollte dabei etwas schiefgehen, lässt sich die Maske einfach an den Ecken mit dem Finger schnappen und korrekt ausrichten.
Die zweite Option öffnet die Foto-Bibliothek und erlaubt ein Auswählen bereits abgelichteter Blätter, die man, wie in der ersten Option, ebenso zurechtschneiden kann.
Nun folgt die Nachbearbeitung mit gleichnamigem Button oben rechts. Das Dokument kann in Schwarzweiss umgewandelt werden oder seine Farbe behalten. Die Anpassung von Schärfe, Helligkeit etc. sowie ein Drehen der Aufnahme ist ebenfalls kein Problem. Sind alle gewünschten Anpassungen durchgeführt, kann man das Bild in der Foto-Bibliothek speichern oder direkt als E-Mail versenden. Alternativ kann man das Bild auch in eine PDF-Datei umwandeln oder in ein bestehendes Dokument einfügen.
Als kostenlose App überzeugte Genius Scan mit dem iPhone 4 auf ganzer Linie – da sieht man über die relativ dezente Werbung gerne hinweg: Unsere App of the Month im Oktober!
Ältere iPhone-Modelle liefern allerdings aufgrund der geringen Kamera-Auflösung weniger bis kaum geeignete Ergebnisse (mit 3GS getestet).
Fazit: *****
Datenschutz-Lücke bei Apple
Eine interessante Studie der Bucknell University (Pennsylvania) belegt, dass iOS-Apps in etlichen Fällen Daten ohne Nutzen für die Funktionalität der App und ohne Wissen des Nutzers versenden – und dies manchmal sogar unverschlüsselt. Die Apps haben dabei Zugriff auf Nutzerdaten, die Rückschlüsse auf die Identität eines Users zulassen.
Eric Smith, stellvertretender Direktor für Informationssicherheit und Netzwerke an der Bucknell University und Verfasser der Studie, untersucht die Bedeutung des Unique Device Identifier (UDID), also der eindeutigen Seriennummer, die jedes iPhone besitzt. Über diese können auch die User bzw. ihr Nutzungsverhalten identifiziert werden, was bei Apps sinnvoll und gewollt sein kann, wenn es beispielsweise um Highscores oder ähnliches geht. Gleichzeitig kann der UDID aber auch eingesetzt werden, um weitere Daten über Nutzer zu sammeln und zusammenzuführen.
Smith untersuchte die Top 25 der kostenlosen Apps sowie weitere Apps mit den Merkmalen neu und kostenlos. In 68 Prozent der Fälle wurde der UDID durch die App versendet – meist SSL-verschüsselt, aber eben nicht immer. Und dabei bleibt es nicht: In vielen Fällen wurden weitere Daten versendet, zum Teil ohne Wissen des Nutzers und ohne dass diese Informationen notwendig für die Funktionalität der App wären. “Browsing-Vorlieben, App-Nutzung und der gegenwärtige Aufenthaltsort lassen sich technisch recht einfach an dritte Personen weiterreichen oder verkaufen”, heißt es in der Studie. “Datenschutzfachleute, User und Administratoren sollten beunruhigt sein.”
“Apple gibt den Usern kein Werkzeug an die Hand, um “Cookies” der Apps zu löschen oder die Anzeige des UDID gegenüber Apps zu blockieren”, stellt Smith in seinem Fazit fest und urteilt: “iPhone-Nutzer haben keine Chance, dieses Informationsleck auf ihrem Telefon zu schließen.” Viele der untersuchten Gratis-Apps standen in direkter Verbindung mit Werbe-Netzwerken. Die dabei auftretenden Muster lassen laut Smith darauf schließen, dass einige wenige Unternehmen den in-App-Werbemarkt kontrollieren.
Android-Apps ertappt
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US-Forscher haben eine Software entwickelt, die Android-Apps aufspürt, welche unerlaubt Daten übermitteln. “Taintdroid” hat bei einem Versuch mit 30 populären Apps die Hälfte als Datenspione enttarnt die geographische Daten, die Telefonnummer und sogar die Seriennummer der SIM-Karte heimlich an Server von Werbeunternehmen übermitteln -eine wenig transparente Form der “Werbefinanzierung”.
Landon Cox, Informatikprofessor an der Duke University, North Carolina: “Wir haben nicht genug Daten, um zu behaupten, dass die Mehrheit der Apps von Drittanbietern nicht vertrauenswürdig sei”. Dennoch passen die Ergebnisse des Stichprobentest laut Pressetext der Duke University zu einer Studie vom SMobile Systems, nach der 20 Prozent alles Android-Apps die Privatsphäre verletzten.
Ein Grundproblem sehen die Forscher darin, dass User Android Apps nur installieren können, wenn sie diesen bestimmte Rechte wie eben den Zugriff auf Standortdaten und den Aufbau einer Internetverbindung geben. Diese Rechte geben dem User aber keinen Aufschluss darüber, wie die Daten genutzt oder in manchen Fällen missbraucht werden (im Gegensatz zum Apple App Store, wo solche Freigaben fehlen, wo aber Apple über die Hintergrundprozesse von Apps zu wachen versucht). Der User müsse letztendlich blind darauf vertrauen, dass Android Apps private Daten nur für die Zwecke nutze, die der User erwartet.
Das Team präsentiert TaintDroid kommende Woche und will das Tool langfristig der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.