10 Mio. Deutsche im App-Fieber
Bereits zehn Millionen Deutsche haben Apps auf ihrem Handy. Das hat eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag des BITKOM ergeben. Apps können auf vielen Smartphones genutzt werden. Die Besitzer geeigneter Smartphones haben im Durchschnitt 19 Apps auf ihrem Mobiltelefon. 21 Prozent aller Handy-Besitzer ab 14 Jahren sagen, dass ihr Mobiltelefon für die Nutzung von Apps geeignet ist. Die Mehrheit (57 Prozent) nutzt nach eigener Aussage noch keine entsprechenden Geräte, und weitere 22 Prozent der Handynutzer sind sich unsicher, ob sie Apps verwenden können. Vor allem ältere Anwender geben an, sich damit nicht auszukennen.
Bisher sind vor allem Männer große Fans der kleinen Programme. Männliche Smartphone-Nutzer haben nach eigenen Angaben im Schnitt 25 Apps auf ihrem Mobiltelefon, Frauen mit kompatiblen Handys dagegen nur sieben. Große Unterschiede gibt es auch zwischen West und Ost: Während westdeutsche Smartphone-Nutzer durchschnittlich über 20 Apps verfügen, sind es bei ostdeutschen Anwendern lediglich neun.
Noch kein Geniestreich: Genius
“Es gibt tausende von Apps im App Store, und jeden Tag kommen mehr dazu”, jubelt Apple im Web. Dass dieses App-Schlaraffenland auch ziemlich unübersichtlich ist, haben nicht nur iPhone Developer bereits bemerkt. Der Apple-Dienst “Genius” soll nun dafür sorgen, dass nicht mehr ganz so viele Apps völlig unbemerkt untergehen. Genius für Apps funktioniert wie Genius für Musik auf iTunes: Ein Touch auf “Genius” unter “Highlights” gibt “Empfehlungen für Apps anhand der Apps” aus, “die du und andere schon geladen haben”.
Die Idee, die beispielsweise beim PandoraMusic Genome Project oder bei Last.fm so hervorragend aufgeht, zeitigt hier allerdings noch wenig zufriedenstellende Ergebnisse: Wenn nämlich beispielsweise immer nur Empfehlungen aufgrund der downloadstärksten Handvoll Apps ausgegeben werden oder wenn der Umstand, dass man ein Übersetzungstool geladen hat, in der Empfehlung eines Ballerspiels resultiert. Auch dass uns die Lite-Version einer bereits gekauften App empfohlen wird, spricht noch nicht für den Reifegrad des Systems. Dennoch einen Versuch wert.
Reichweiten mobiler Werbeträger
Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) arbeitet an einem System, um künftig Reichweiten von mobilen Werbeträgern (Mobiltelefone inkl. Smartphones) ausweisen zu können, ähnlich wie die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. IVW dies traditionell für Print-Medien tut. Noch Ende des Jahres soll die Erhebungstechnik fertig gestellt sein, so dass im 1. Halbjahr 2010 die “mobile facts” erstmals veröffentlicht werden können. Die Reichweitenmessung soll auf einem sogenannten “Drei-Säulen-Modell” aus 1. Netto-Reichweiten (in Form der Unique Mobile User), 2. Kontaktwerten für Angebote und deren Belegungseinheiten sowie 3. Struktur- und Marktdaten basieren. Dazu will die AGOF Gateway-Daten über anonymisierte Nutzungsvorgänge im mobilen Netz mit einer “pixelbasierten technischen Messung” erheben. Hinzutreten soll eine Erhebung soziodemographischer Daten und eine offline durchgeführte repräsentative Befragung. In Stufe eins werden die Mobile Facts leider nur für mobile Nutzung optimierte Websites erfassen, native Apps und spezielle mobile Dienste sollen erst später integriert werden, wenn überhaupt.
An der vorhergegangenen Pilot-Studie nahmen 59 mobile Werbeträger teil. Aus den Ergebnissen: 60 Prozent der mobilen Nutzer sind männlich, die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen dominiert mit 23 Prozent. Mehr als die Hälfte der Mobile-Nutzer sind laut Pilot-Studie Akademiker. Beliebteste Form der mobilen Internetnutzung ist für mehr als die Hälfte der mobilen Anwender die Kommunikation (52,8%: E-Mail, Blogs, Foren, Twitter etc.), gefolgt vom Abruf von News zum Weltgeschehen (48,4%) und von lokalen Nachrichten (43,0%). Auf den weiteren Plätzen folgen Reiseplanung und -buchung (31,7%) und das Nutzen von Fachdiensten wie etwa Börsennews (31,3%). Etwa 40 Prozent der Nutzer nehmen Werbung bewusst wahr, rund 30 Prozent klicken Mobile-Werbung an oder besuchen später die Website des Werbungtreibenden.
App Store: 2 Mrd. Downloads, 85.000 Apps
Apple gab heute bekannt, dass aus dem App Store bereits über zwei Milliarden Apps heruntergeladen worden sind. Aktuell sind über 85.000 Anwendungen für mehr als 50 Millionen iPhone- und iPod touch-Nutzer in 77 Ländern verfügbar; für das iPhone Developer Programm haben sich mittlerweile über 125.000 Entwickler registriert.
iPhone App in 5 Minuten?
Warum Monate oder Jahre in das mühselige Studium von Xcode und des iPhone SDK investieren, wenn man auch in fünf Minuten zu seiner eigenen App kommen kann? Diese Frage stellt uns jedenfalls Sweb Apps. Das Unternehmen präsentierte jetzt mit dem “five minute app creator” eine Plattform mit vorbereiteten “Branchen-Templates”: Restaurants, Einzelhandel, Kleinunternehmen, Bildung, Non Profit-Organisation bis hin zu Regierung/Verwaltung! In der Animation auf der Sweb-Homepage stellt sich das Verfahren auch recht nett dar. Vorgefertigten Elementen werden gegebenenfalls ein Design sowie die Inhalte des Kunden hinzugefügt. Dann geht es so weiter: “Once the application is submitted to SwebApps, the system uploads the app to the iTunes store.” Ein Content Management System soll es sogar ermöglichen, “Real Time Updates” bei publizierten Apps durchzuführen. Der optional angebotene “App Tracker” soll die App-Nutzung dokumentieren und analysieren. Und das kostet? Einmalig 50 US-Dollar pro App (Rabatte sind möglich) zuzüglich 25 Dollar monatlich für das “Hosting” der App zuzüglich monatlich 10 Dollar für die optionale Nutzung des App Tracker.
Sweb Apps-Link
iPhone App: Keyword-Erfahrungen
In Zeiten mit Beschwerden von Entwicklern über App-Eliminierungen und das neue Rating System hatte Apple mit “Keywords” geantwortet. Entwickler können jetzt Suchschlüsselwörter der Beschreibung ihrer App hinzufügen. Begriffe, die ihre App bei einer Suche nach vorne bringen sollen, ohne jedoch das Beschreibungsfeld (“Release Notes”) zu überladen. Das ist eine willkommene Verbesserung, da es den Entwicklern hilft, ihre Apps einem breiteren Publikum vorzustellen. Theorie und Praxis sind aber wieder zwei Welten. Es gib Meldungen über unklare Angaben zur Anzahl der Zeichen, die verwendet werden dürfen. Schlüsselwörter seien “eingefroren”, Änderungen so erst nach einer Aktualisierung der App möglich. Natürlich mit dem bekannten Überprüfungsritual.
DMMA 2009: (noch) keine App dabei
Beim diesjährigen Deutschen Multimedia Award (DMMA) waren mit 3min (Videoserien: Deutsche Telekom AG) und Mercedes Benz (Benz-Quartett: Daimler AG, YOC AG) in der Kategorie Mobile Internet auch zwei iPhone Apps nominiert worden. Allerdings machten sich die nach Angaben der Veranstalter “deutlich verschärften Kriterien des diesjährigen Wettbewerbs” vor allem bei der Verleihung der Preise in Gold bemerkbar: Lediglich vier Gold-Awards vergab die hochkarätige Kreativjury überhaupt, davon zwei in der Kategorie “Interactive Campaigns”. Die Kategorien „Portals“ und „Mobile Internet“ gingen dagegen komplett leer aus. Hier sieht die Jury “noch viel Potential, das in diesem Jahr nicht ausgeschöpft wurde”. Wohl aber prämiert wurde eine mobile Kampagne: Bronze erhielt “Wie man es dreht und wendet, es bleibt ein MINI” (BMW AG, PLAN.NET/SERVICEPLAN).
Zum DMMA
Zum BVDW
Ergebnisse von Leserbefragung und Verlosung
Herzlichen Dank für die tatkräftige Mitwirkung an der kontinuierlichen Verbesserung von mobileTicker! Die mittlerweile hoch vierstellige Leserschaft hat sich in erfreulichem Umfang an unserer ersten Leserbefragung beteiligt und überdies etliche Verbesserungsvorschläge gemacht sowie Bugs gemeldet (v 1.5 wird die Stabilität generell verbessern und wurde gestern bei Apple eingereicht). Als Gewinner je einer iTunes-Karte im Wert von 50 Euro wurden inzwischen Oliver E. und Patrick S. ausgelost und benachrichtigt. Die gestellten Fragen finden sich auch noch einmal hier. Im Folgenden erste Ergebnisse:
1. Die Nutzer von mobileTicker wurden mehrheitlich durch Browsen des App Store oder Empfehlungen auf die App aufmerksam.
2. mobileTicker wird zu 73 % auf dem iPhone, von 12 Prozent auf iTouch und von 15 Prozent im Browser via mobileTicker.info genutzt.
3. Alle Befragten rufen die App mindestens einmal täglich auf, 56 % auch mehrfach pro Tag.
4. mobileTicker wird zu 88 Prozent überwiegend beruflich, zu 27 Prozent aus überwiegend privatem Interesse genutzt (Mehrfachnennungen).
5. 63 Prozent der Befragten finden die Menge/Frequenz der News-Einträge “gerade richtig”, 37 Prozent wünschen sich mehr News (ein schöner Ansporn für uns, auf den wir u. a. durch deutliche Aufstockung der Redaktion reagieren), kein Einsender wünschte weniger News als bisher.
6. Am wichtigsten sind den Nutzern Meldungen aus den Bereichen (in absteigender Wichtigkeit) “Neue Business Apps”, “Security”, “Marktstudien”, “Unternehmensmeldungen”.
7. Die LINK-Liste erhält von den Nutzern die gemittelte Schulnote für die Wichtigkeit/Nutzbarkeit: 2,4.
8. Die PERIPHERIE-Liste erhält von den Nutzern die gemittelte Schulnote für die Wichtigkeit/Nutzbarkeit: 1,3.
9. mobileTicker-Leser sind besonders an ff. Zubehörarten interessiert:
Docking Stations, Headphones, Battery Cases, Schutzhüllen.
10. An ihrer App vermisste eine Mehrzahl der Befragten neben einer höheren Newsfrequenz einen Datum/Uhrzeit-Stempel der eingestellten News (wurde mit v 1.4 bereits realisiert).
11. mobileTicker-Leser sind zu weiteren News-Apps an ff. Themen besonders interessiert (in absteigender Wichtigkeit): eBooks und eNewspapers, elektrische Mobilität, Musik(markt). Glanzkinder, die Macher von mobileTicker, nehmen diese Bälle auf und bereiten derzeit entsprechende Services vor…
12. Abschließend hatten wir gefragt: “Zu welchen hier nicht aufgeführten Themen hätten Sie gerne eine Ticker-App?” Am häufigsten wurden ff. Anregungen gemacht: “Neuerscheinungen im App Store”, “Infos über Veranstaltungen (Workshops, Messen, TechTalks)”.
Überdies haben wir diese Woche erste ServerTraffic-basierte Analysen gefahren und die Apple-Logs zu mobileTicker-Downloads untersucht. Die ungemein erfreulichen Ergebnisse werden derzeit noch überprüft und danach bekannt gegeben. Bereits heute lässt sich sagen, dass die mobileTicker-App in erstaunlichem Umfang auch außerhalb Deutschlands genutzt wird und Pageimpressions in annähernd der Region großer Publikumsportale generiert.
We’ll keep you posted, abermals vielen Dank, Euer mobileTicker-Team!
Event: CES wird zur iPhone-Bühne
Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gilt als größte Fachmesse für Unterhaltungselektronik. Ihre Veranstalter, die Consumer Electronics Association (CEA), haben bekanntgegeben, dass bei der nächstjährigen CES-Ausgabe den Themen iPhone und iPod bis zu fünfmal mehr Ausstellungsfläche als bislang eingeräumt werden soll. Allein schon der in Kooperation mit iLounge.com betriebene “iLounge Pavilion” ist mit über 2.000 Quadratmeter mehrfach so groß wie in Vorjahren geplant. Hier soll erstmals auch iPhone Apps eine eigene Ausstellungsfläche vorbehalten sein. Als Aussteller im Pavillon sind bereits u. a. Griffin Technology, Scosche, Incase Designs, iSkin, Incipio Technologies, Jaybird Gear, MusicSkins and AAMP bestätigt.
Das Aufstocken der CES beim Thema iPhone ist wohl auch im Kontext von Apples Ankündigung zu sehen, IDGs Macworld Expo als Aussteller fernzubleiben. Die nächste CES 2010 eröffnet am 7.01.2010, die Macworld folgt am 09.02. in San Francisco.
Zur CEA-Meldung
300 % mehr iTouch-Surfing
Laut Net Applications surfen iPod touch-Nutzer immer mehr im Netz oder haben andere Web-Aktivitäten. Für das vergangene halbe Jahr bescheinigen die Netzforscher dem Gerät eine zum Vergleichzeitraum um 300 Prozent gestiegene Internet-Aktivität. Verglichen mit allen zugangsfähigen Geräten kommt der iTouch zwar nur auf 0,15 Prozent (iPhone: 0,55 Prozent – immerhin). Da Apple inzwischen bestätigt hat, dass sich die Verkaufszahlen des iPod-Flaggschiffes bislang jährlich verdoppelt haben (genaue Absatzzahlen werden traditionell aber nur für alle iPods veröffentlicht), wird die Plattform also auch für Apps und Webservices immer wichtiger. Marktkenner gehen von mindestens 16 Millionen bislang weltweit abgesetzten Einheiten aus.
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