MDM für iOS u. Android
Eine weitere Mobile Device Management (MDM)-Lösung für iOS und Android kommt von CoSoSys. Laut Anbieter gewährleistet sie “Rundumschutz aller mobilen Endpunkte im Unternehmen” sowie “diskretes Aufzeichnen der Geräteaktivitäten”, bei der im Anwendungsfalle BYOD eindeutig zwischen geschäftlichen und privaten Daten unterschieden werde.
Zu den Features gehören neben der Umsetzung von zuvor festgelegten Security Policies auch Verfolgung und Ortung, Asset Management inkl. Anzeige der auf Devices heruntergeladenen und genutzten Apps, erzwungener Passwortschutz, Geräteverschlüsselung, Konfiguration Over The Air (OTA Provisioning) oder Fernlöschung (Remote Removal).
Die Software-Komponenten werden durch eine Hardware- oder virtuelle Appliance ergänzt. Die Gesamtpreise beginnen bei 25 Euro pro Gerät und Jahr, eine “Appetizer-Lizenz” für bis zu fünf mobile Endgeräte und Virtual Appliance kann kostenlos getestet werden.
Desktop Central mit App-Verwaltung
Die aktuell vom DACH-Distributor MicroNova vorgestellte Version von ManageEngines Produkt Desktop Central verfügt auch über Funktionen zur Verwaltung mobiler Anwendungen. Die Funktionalität zur App-Verwaltung erhält Desktop Central über das Add-on-Modul zum Mobile Device Management (MDM). Damit sollen sich mobile Endgeräte individuell konfigurieren und sichern lassen. Darüber hinaus können Admins jetzt damit also auch Aufgaben zum Management von mobilen Anwendungen ausführen. Dazu zählt unter anderem die Möglichkeit, ein Application Repository für Inhouse-Anwendungen (Corporate App Store) und für Anwendungen aus öffentlichen App Stores anzulegen. Zusätzlich sind das Verteilen sowie das Entfernen von Apps auf einzelne(n) Geräte(n) oder Gruppen möglich.
Desktop Central unterstützt jetzt auch Apples iOS 6 und Microsofts Windows Server 2012. Für IT-Administratoren ist es damit möglich, zentralisiert Patch Management durchzuführen, Software bereitzustellen und Assets zu verwalten. Außerdem werden Remote Control, Power Management, Configuration Management und das Management von USB-Geräten ermöglicht. IT-Mitarbeiter können so Profile, Sicherheitseinstellungen, Assets und Apps verwalten. Die Integration von Windows 8 soll zeitnah folgen. Überdies hat ManageEngine die Lösung um einen Chat erweitert, der insbesondere für die Zusammenarbeit von IT-Mitarbeitern und Endanwendern während der Störungsbehebung gedacht ist. In den Chat ist eine Auditing-Funktion integriert. Sie soll dafür sorgen, dass Unternehmen regel- und gesetzeskonform Sessions aufzeichnen und archivieren können.
Die Preise beginnen bei etwa 420 Euro (545 US-Dollar) pro 50 Endgeräte und Jahr für die Professional Edition. Das MDM-Modul ist für alle Editionen erhältlich und kostet für zehn mobile Geräte rd. 116 Euro (150 US-Dollar) pro Jahr. Die kostenlose “Free Edition” von Desktop Central verwaltet bis zu 25 Computer und zwei mobile Endgeräte. Diese ansonsten voll funktionsfähige Testversion ist 30 Tage gültig und steht hier zum Download bereit.
MDM-Produkt von brainwaregroup
Nach Bekanntgabe einer Kooperation mit dem finnischen Unternehmen Capricode (Hersteller der MDM-Lösung SyncShield) stellt die brainwaregroup nun ihr eigenes Mobile Device Management-Produkt Columbus Mobile vor. Zur Funktionalität gehören laut Anbieter “die Provisionierung und Verwaltung von Smartphones und Tablets auf Basis von iOS, Android, Symbian und Windows Mobile”. Durch die technische Integration mit bestehenden Produkten soll die Verwaltung mobiler Geräte an die bereits bekannte Bewirtschaftung von Desktops und Notebooks und Servern angelehnt und somit vereinfacht und vor allem kostengünstiger für die Anwender werden.
Analog dazu soll die Integration mit Asset-/Lizenz- und Vertragsmanagement sowohl die Sicherung von Compliance und Policies als auch Unterstützung bei der Budgetierung und dem Support bieten. Columbus Mobile ist neben einer Kaufversionen auch als SaaS verfügbar.
mehr Infos zu Columbus Mobile
Lesetipp: MDM in der Unternehmenspraxis
Wir haben für Sie wieder mehrere Artikel zusammengestellt, deren Lektüre besonders für alle nützlich sein dürfte, die für (das Management von) Apps und Tablets im Unternehmenseinsatz verantwortlich sind bzw. die sich für dieses im eigenen Unternehmehen anstehende Thema interessieren.
“Sicher unterwegs” in Ausgabe 4 vom Chefbüro bietet eine lesenswerte Darstellung zu den Erfahrungen, welche die aus dem Werbeartikel-Bereich bekannte Berendsohn AG mit einer Mobile Device Management-Lösung (MDM) von Matrix 42 gemacht hat: “Um die Außendienstmitarbeiter bei ihren Verkaufsgesprächen optimal zu unterstützen, hat sich Berendsohn für den Einsatz von iPads im Außendienst entschieden, auf denen dem Kunden mithilfe einer speziellen nativen App die gesamte Produktpalette anschaulich vorgeführt werden kann” (Seite 44). Der MDM-Anbieter wurde vom Berater Huber S-Consulting ins Spiel gebracht. Seit Februar 2012 ist die Lösung mit bislang 150 Tablets im Einsatz. Ein bei der Implementierung auftretendes Problem bei der Verteilung von Proxy-Einstellungen via MDM konnte schnell gelöst werden. Bewährt hat sich das Gesamtpaket auch bereits: Zwei als gestohlen gemeldete iPads konnten sowohl ferngelöscht wie auch geortet werden.
die Chefbüro-Ausgabe bestellen
Zertifikate und Mobile IT
Ein besonders materialreicher Beitrag von Jürgen Höfling auf silicon.de beschäftigt sich mit der Verwaltung der Mobilen IT durch Zertifikate. Hier wird geschildert, wie sie beim Versicherungsverbund Continentale effizient eingesetzt werden. Als kritisch erwiesen sich hierbei die Kosten der Lösung, Kontrolle von Gültigkeit und Echtheit der Zertifikate sowie insbesondere das Thema “Bring Your Own Device” (BYOD) erlauben. Bei der Continentale in Dortmund kommt eine MDM-Lösung von MobileIron zum Einsatz. Hier sind überwiegend iOS-Geräte im Einsatz. Nur bei beruflich selbstständigen Vertriebsmitarbeitern ist Android zugelassen. Für die Synchronisierung der Kontaktdaten und Termine auf diesen Endgeräten wird Touchdown von Nitrodesk verwendet.
MDM für Samsung Galaxy SIII à la SOTI
MobiControl heißt die Managementlösung für Mobilgeräte von SOTI. Laut Anbieter unterstützt das Mobile Device Management-Werkzeug (MDM) ab sofort auch mobile Endgeräte der Marke Samsung Galaxy SIII. MobiControl soll neben MDM, auch Funktionalität für Support/HelpDesk, Security und Tracking bieten.
Carl Rodrigues, Vorsitzender und CEO von SOTI, hält das aktuelle Samsung-Angebot für besonders geeigne für den Unternehmenseinsatz: “Mit diesem Telefon hebt sich Samsung noch stärker von der Masse der Hersteller ab, indem das Unternehmen ein Telefon bietet, das mit Merkmalen und Funktionen vollgepackt ist, die sich die heutigen BYOD-Nutzer wünschen, das aber gleichzeitig auch die Management- und Sicherheitskontrollen aufweist, die von den Unternehmen benötigt werden”.
Die MobileControl-Funktionen im Überblick:
- Helpdesk-Tools mit Fernbedienung des Anwendergeräts in Echtzeit;
- Implementierung von MS Exchange-Richtlinien: Zugrifskontrolle für den geschäftlichen E-Mail-Verkehr;
- Directory-Authentifizierung, Steuerung der Hardware-Funktionen, Verschlüsselung, Kontrollrichtlinien zur Anwendungsausführung und Inhaltskontrolle für Admins;
- Application Management: Installieren, Aktualisieren, Entfernen, Aktivieren oder Deaktivieren jeder Anwendung ohne Benutzereingriff;
- Asset Management: Verwaltung aktueller Status- und Aktivitäts-Informationen über alle mobilen Endgeräte mit interaktiven Dashboards, Berichten und Warnungen;
- Verwaltung dynamischer Nutzergrupen;
- Location Bases Services (LBS): Tracking verlorener Geräte;
MDM “Out of the Box”?
IT-Verantwortliche stehen bekanntlich derzeit vor einer weiteren großen Herausforderung dadurch, dass Mitarbeiter ihre privaten Mobilgeräte nach der Devise “Bring Your Own Device” (BYOD) auch für geschäftliche Aufgaben nutzen. Das Thema bringt neue Sicherheitsrisiken, zudem fehlen in der IT-Organisation häufig die erforderlichen personellen Kapazitäten, um den Aufbau mobiler Geschäftsprozesse rasch genug umzusetzen. Eine Antwort kann Mobile Device Management (MDM) sein, das nun auch vom SAP-Systemhaus ITML angeboten wird. Die Pforzheimer offerieren “mobile Lösungen – von der Beratung über die Strategie bis hin zum Betrieb – und umfassende “Out-of-the-Box”-Services für die Verwaltung mobiler Endgeräte”. Dabei ist natürlich u.a. auch an mobilen Zugriff auf Daten und Prozesse aus den zentralen EPR-Systemen gedacht.
Das ITML-MDM übernimmt laut Anbieter die Verwaltung der mobilen Endgeräte (Smartphones und Tablet-PCs) sowie der darauf installierten Business-Anwendungen (Apps) und stellt um die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien (Policy Management) und Compliance-gerechten mobilen Standards sicher. Unterstützt werden die mobilen Betriebssysteme Windows Mobile, iOS und Android. Technisch wird MDM in einem Service-Rechenzentrum mit der Administrationslösung Afaria von Sybase (SAP) umgesetzt. Hier werden zunächst alle Mobilgeräte, die die Endanwender für geschäftliche Zwecke einsetzen, automatisch erfasst und registriert (Asset Management).
Bei Security-Problemen können die betroffenen mobilen Devices per Remote-Zugriff sofort gesperrt und – falls nötig – die darauf gespeicherten Daten gelöscht werden. Das ist der Fall, sollte ein Gerät verloren gehen oder gestohlen werden oder wenn gravierende Sicherheitslücken auftreten, etwa durch die Aufhebung von Nutzungsbeschränkungen wie einem (Jailbreak). Das Paket kann auch als Software as a Service (SaaS) bezogen werden.
mehr Infos zu Mobility Services von ITML
Mehr Übersicht über Mobiles und Apps

Die Computerwoche kommentiert das Angebot von Apperian, über das wir im März 2009 berichteten: “So nett Trends wie IT-Consumerization oder Bring Your Own Device (BYOD) [sowie Choose Your Own Device (CYOD), d. Red.] für manchen Mitarbeiter klingen – für die IT-Abteilung bedeuten sie einen erhöhten Aufwand, etwa bei der Bereitstellung von Anwendungen. Linderung verspricht die Cloud-Lösung EASE (Enterprise App Service Environment) von Apperian. Dabei handelt es sich im Großen und Ganzen um einen Enterprise App Store (Corporate App Store), wie er in den meisten modernen Mobile-Device-Management-Suiten (MDM) zu finden ist – nur eben ohne die aufwändige und kostspielige Verwaltungslösung. Über diesen für Android und iOS verfügbaren App-Katalog können dann alle Mitarbeiter personen- oder gruppenspezifisch auf native mobile Apps, Anwendungen aus dem iTunes App Store, Web-Apps und sogar Konfigurationsprofile zugreifen. So soll die IT-Abteilung den Überblick darüber behalten, welche Mitarbeiter auf welche Enterprise-Anwendungen zugreifen können und sensible Daten von verlorenen oder gestohlenen Geräten entfernen können. Außerdem, so das von früheren Apple-Mitarbeitern gegründete Unternehmen, ist sie dank der Lösung in der Lage, binnen kürzester Zeit neue Anwendungen oder Updates auszuliefern – ebenso wie Videos, Präsentationen und Dokumente (also bei der Content-Bereitstellung ähnliche Funktionalität wie das Mobile Content Management System PDF-Activator von Glanzkinder).
Als kleinen Nebeneffekt erhält die IT-Abteilung mit EASE sogar eine Übersicht über alle im Unternehmen genutzten Mobile-Devices, einschließlich Geräte-Typ, Betriebssystem, verfügbarer Speicherplatz und installierte Apps (Asset Management).”
Bewegung im MDM-Markt
Je mehr das Mobile Business Alltagsrealität wird, je mehr die Unternehmen von Smartphones, Tablets, Business Apps erreicht werden (ob nun via eigener Mobil-Strategie oder via Consumerization und BYOD bzw. CYOD, um so dringlicher werden die Anforderungen nach einem Mobile Device Management (MDM), das imstande ist, die gerufenen mobilen “Geister” auch zu bändigen. Von Fiberlink zitierte Analysten erwarten, dass die Umsätze mit Mobile Device Management-Systemen in diesem Jahr um 40 Prozent wachsen.
Matrix42 mit iOS 5-Unterstützung
Ab sofort bieten beispielsweise die MDM-Produkte von Matrix42 auch “Managementfunktionen für iPhone, iPod Touch und iPad mit dem neuen iOS 5.1 an”. Die Funktionalität laut Hersteller:
- E-Mail-Konfiguration – z. B. S/MIME-Verschlüsselung, ohne E-Mails über Dritte bzw. verschiedene E-Mail-Konten versenden zu müssen;
- Wi-Fi-Konfiguration – einfache Konfiguration der Proxy-Einstellungen und automatische Einwahl in Wi-Fi-Netzwerke;
- Roaming-Konfiguration – sofortige Aktivierung oder Deaktivierung von Sprach- und Daten-Roaming;
- iCloud-Konfiguration – Aktivierung und Deaktivierung von iCloud-Backup, Dokumenten-Sync und Fotostream;
- Software Verteilung/Roll-out – drahtlose Aktivierung der Geräte auch ohne iTunes;
- Apps/Corporate App Store – Installation von öffentlichen und unternehmenseigenen Applikationen oder Daten zur selbständigen Verwaltung; einfaches Entfernen von Daten, wenn MDM-Profile gelöscht werden;
- Remote-Prüfung der Batterie-Lebensdauer;
- Daten-Backups – Unterbinden von Daten-Backups mit iTunes und iCloud für Anwendungen.
Matrix42 Mobile Device Management für iOS 5 ist ab sofort verfügbar und kann direkt bei Matrix42 oder über ausgewählte Vertriebspartner bezogen werden.
mehr Infos
Fiberlink: Kooperation für die DACH-Region
Fiberlink sieht sich als “führenden Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) für ein sicheres mobiles Device Management [...] sowie mobiles Applikations-Management”. Auf dem “Mobile World Congress” (MWC) in Barcelona gab man bekannt, dass die MaaS360-Lösung ab sofort Kunden, Wiederverkäufern und Systemintegratoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz von von Star Tech Data angeboten werden sollen. Star Tech Data ist ein Joint Venture zwischen Brightstar Corp. und der Tech Data Corporation.
MaaS360 soll als Cloud-Lösung bewerkstellen, “dass Unternehmen ihre mobilen Endgeräte, wie z.B. Smartphones oder Tablets sofort integrieren und durch umfassende Sicherheitsrichtlinien absichern können, ohne zuvor in die eigene Infrastruktur investieren zu müssen.” Dabei werden nicht nur iOS- und Android-Geräte unterstützt sondern auch Windows Mobile (WP7), Symbian, BlackBerry OS u.a.
Zur Funktionalität gehören neben Standard-MDM Funktionen laut Anbieter auch: “die vollständige und automatische Erkennung aller Geräte, die Zugriff auf Unternehmens-E-Mail haben (!), “Over-the-Air” (OTA) Gerätregistrierung und Konfiguration, die Umsetzung von Unternehmensrichtlinien/Policies wie z. B. Passwörter-Konventionen, Jailbreak-Erkennung, Remote-Sperren,- und -Löschen (Remote Removal sowie das Lokalisieren von Geräten.
mehr Infos

ManageEngine: Mobile Device Management Services
ManageEngine hat auf dem MWC Echtzeit-IT-Tools mit Funktionen aus den Bereichen Mobile, Desktop und Service Desk vorgestellt. Unter anderem soll das Angebot “Desktop Central” ebenfalls künftig “integrierten Support für Geräte mit Apple iOS bieten”. Die Unterstützung weiterer Betriebssysteme ist bereits angekündigt. Unternehmen sollen so “Funktionen aus den Bereichen Security, Configuration und Asset Management erhalten”. Voraussetzung sei die Integration mit der HelpDesk-Lösung ServiceDesk Plus aus dem gleiche Hause. Folgende Funktionen können laut Anbieter dann bereitgestellt werden:
- das Sperren von Geräten und das sichere Löschen von Inhalten, Dateien, Passwörtern und Einstellungen sowie die Ausführung weiterer Sicherheitskommandos;
- Asset Management zeigt installierte Zertifikate und Profile, Details zu etwaigen Restriktionen, Sicherheitsinformationen, App-Übersichten sowie allgemeine Geräteinformationen;
- Configuration Management gestattet das Setzen von PINs oder diverser Restriktionen, E-Mail-Konfiguration, ActiveSync mit Exchange sowie das Einrichten von VPNs und WiFi-Verbindungen;
- Die neue Version von Desktop Central soll MS SQL unterstützen und das Aufzeichnen von Remote Support Sessions ermöglichen.
Neben Desktop Central erhält auch das Angebot “IT360″ MDM-Funktionalitäten. Die Monitoring-Lösung kann künftig auf iPads installiert werden und so auch auf diesem mobilen Endgerät eine Rundumsicht zur IT-Infrastruktur eines Unternehmens geben. Interessenten können sich ab sofort beim deutschen Vertriebspartner MicroNova für die Betaversion von DeskCentral registrieren.
Auch bei Sybase/SAP und Symantec hat sich MDM-technisch einiges getan, wie heise.de zusammenfassend berichtete: “Die SAP-Tochter Sybase konzentriert sich mit der Version 7.0 ihres Mobile-Device-Management-Produkts Afaria auf die effizientere Verwaltung von Applikationen und mobilen Endgeräten mit einer neuen Benutzerschnittstelle, einem verbesserten Workflow und Integration in das Geschäftsumfeld. IT-Administratoren sollen mit Afaria BYOD-Geräte einfach und schnell konfigurieren und absichern können. Dafür bietet es neben einem Portal, mit dem der Anwender sein Gerät selbst verwalten kann, auch das Verwalten von Applikationen, das Verschlüsseln von Unternehmensdaten sowie eine integrierte Kontrolle der Telekommunikationskosten.
Konkurrent Symantec hat sein Angebot für die Administration von Mobilgeräten ebenfalls erweitert. Neu ist unter anderem die Integration in Microsofts System Center Configuration Manager, der nun alternativ zur hauseigenen Management Platform eingesetzt werden kann. Zusätzlich zu iOS-Geräten lassen sich nun die Sicherheitsrichtlinien sowie Applikationen auf den Plattformen Android und WP7 verwalten.
Als “Mobile Security for Android” will Symantec im Spätsommer auch seine Anti-Malware-Technik und das Global Intelligence Network für Googles Mobilsystem bereitstellen. Außerdem sollen die Produkte Data Loss Prevention for Tablets und Managed PKI Service in das Gerätemanagement integriert werden. Hiermit soll sich zum einen die Übertragung sensibler Daten auf dem iPad kontrollieren lassen und zum anderen eine sicherere Geräteauthentifizierung gegenüber Firmennetzwerken und Applikationen gewährleistet werden. In Kombination mit O3 will Symantec außerdem eine sichere Nutzung von Cloud-Anwendungen auf mobilen Endgeräten gewährleisten.”
MDM-Events
Apropos heise – der Workshop iPhone, iPad und Android im Enterprise-Umfeld gibt u.A. Gelegenheit, das MDM-Tool Tarmac aus dem Hause Equinux näher kennenzulernen.
Roadshow: iOS u. Android im Enterprise-Umfeld
heise Events bleibt dran an “iOS & Android im Unternehmenseinsatz” und legt die vergangenes Jahr zum Thema organisierte Roadshow 2012 erneut auf, mit aufgefrischtem Programm. Denn iPhone und iPad sind im Business angekommen, Android steht noch kurz vor der Bürotür oder ist auch schon drin. Für die IT-Administration ist die Auseinandersetzung mit diesen Geräten ein Muss, denn sie sind zunehmend Basis für Unternehmensanwendungen – ob nun per Warenkorb beschafft oder als Bring Your Own Device (BYOD). Die Frage ist also nicht mehr ob, sondern wie man diese Geräte in die Unternehmens-IT integriert. Doch wie wie lässt sich die neue Smartphone- und Tablet-Generation effektiv ins Unternehmen einbinden? Wie kann man Datenverlust vermeiden und Missbrauch verhindern? Wie skalierbar sind die Methoden zur Personalisierung der Geräte? Wie steht es um die Themen Software-Verteilung) und Mobile Device Management (MDM).
Antworten will die Roadshow geben, speziell zu folgenden Schwerpunkten:
- MDM
- App-Programmierung und -Roll-out
- Inventarisierung/Asset Management
- Virtualisierung
- Security: Remote Wipe/Fernlöschung, VPN, Wi-Fi-Protokolle 802.1x
- Geräteortung
- Thin Clients, SAP u. ERP generell.
Die Roadshow gastiert wie folgt: 17. April 2012, Berlin; 19. April 2012, Hamburg; 24. April 2012, Köln und 16. Mai 2012, München. Am Folgetag wird jeweils ein optionaler Workshop angeboten. Die Preise beginnen bei 428 Euro zzgl. MwSt., 938 Euro inklusive Workshop.
mehr Infos u. Anmeldung
Plattformübergreifendes MDM à la RIM
Nach Berichten von u.a. heise.de hat BlackBerry-Hersteller RIM mit Mobile Fusion eine Software-Lösung für das Mobile Device Management (MDM) im Unternehmenseinsatz angekündigt, mit der Firmen sowohl RIM-, wie auch Android- und iOS-Geräte verwalten können sollen: “Die Software ist für Unternehmen gedacht, in denen häufig ein ganzer Zoo von Mobilgeräten vertreten ist. Sie einzelnen Benutzern zuzuordnen, zu konfigurieren, Software zu installieren und aktuell zu halten sowie Daten bei Verlust zu löschen, ist die Domäne von Device-Management-Produkten, die in der Regel von herstellerunabhängigen Anbietern stammen. RIM wird nun mit Mobile Fusion in diesem Markt aktiv.
Mobile Fusion baut auf der von der deutschen Firma Ubitexx entwickelten Geräteverwaltung auf. RIM hatte Ubitexx im Mai dieses Jahres übernommen. Bei den auf den jeweiligen Plattformen möglichen Funktionen gibt es Unterschiede, da Mobile Fusion nur die jeweils vom Hersteller angebotenen Fähigkeiten ansprechen kann. Als entscheidenden Vorzug seines Produkt hebt RIM die einheitliche Bedienung per Weboberfläche hervor. Die Software befindet sich zurzeit im frühen Betastadium, Unternehmen können sich für eine im Januar beginnende geschlossene Betatestphase bewerben. Ende März 2012 soll Mobile Fusion allgemein verfügbar sein. Zu Preisen gab es noch keine Details. Sie werden sich am Marktüblichen orientieren, hieß es.”
Unterdes hat RIM auch die Zukunft der eigenen Plattformen konkretisiert: “Für die aktuellen Geräte mit BlackBerry OS 7 bleibt zunächst alles wie gewohnt. Sie lassen sich über den BlackBerry Enterprise Server 5.0.3 (BES) an Microsoft Exchange oder IBM Lotus Domino anbinden und werden über diesen Server auch administriert. Mit Mobile Fusion (s.o.) stellt RIM eine Administrationskonsole sowie einen zusätzlichen MDM-Server vor diesen BES. Damit wollen die Kanadier eine gemeinsame Sicht auf BlackBerrys, Android- und iOS-Geräte erzeugen. Anders als beim BES, der jedem Benutzer nur einen BlackBerry zuweisen kann, lassen sich mit Mobile Fusion zusätzlich auch iPads oder Android-Tablets zuordnen. Die 1:1-Beziehung zwischen Anwender und BlackBerry wird so aufgeweicht.
Das bisher nicht administrierbare PlayBook fügt sich mit der im nächsten Februar erwarteten Aktualisierung ebenfalls auf der MDM-Seite in die Mobile-Fusion-Lösung ein. Die auf QNX basierenden Geräte ähneln damit eher aktuellen Smartphones und Tablets als den bekannten BlackBerrys. Sie sollen sich mit dem Exchange-Server per ActiveSync unterhalten. Unklar ist bislang, wie die Verbindung dorthin gelöst wird. BlackBerrys arbeiten mit einer verschlüsselten Verbindung über RIMs Infrastruktur bis hinter die Firewall der Anwenderunternehmen. Im Gegensatz dazu sprechen iPhones etwa direkt mit der Exchange-Infrastruktur und benötigen dazu eingehende Ports in der Firewall. Die ambitionierten Pläne erklären auch die Verschiebung des 2.0-Releases für die PlayBook-Software. Mit PlayBook 2.0 will RIM auch auf den Tablets eine starke Trennung von privaten und geschäftlichen Inhalten bieten, wie sie mit BlackBerry Balance bereits für die Smartphones existiert. PlayBook 1.0 enthält nach diesem Modell bisher nur private Daten, während die geschäftlichen Daten auf dem Smartphone bleiben. Mit einem PlayBook 2.0 dagegen wird sich der Anwender nicht nur mit seinem Mailserver verbinden, sondern auch im Unternehmen anmelden können, um geschäftliche Anwendungen zu nutzen. Das kehrt das Design der bisher gefloppten PlayBook-Plattform komplett um.
Auch die unter dem Namen BBX angekündigte nächste Generation von BlackBerrys soll dem Administrationsmodell von PlayBook 2.0 folgen. RIM baut damit eine duale Strategie. Die alte BlackBerry-Plattform mit BES 5.x wird weiterbestehen, während eine neue Generation parallel hochgezogen wird. Es ist derzeit unklar, ob RIM auch nach dem Erscheinen von BBX-Geräten auf lange Sicht weitere BlackBerry-7-Geräte anbieten wird.”