Things: Sachen (besser) machen
“To Do”-Apps bzw. Lösungen für die Aufgabenverwaltung gibt es wie Furzkissen-Apps im App Store. Die ToDo-Software Things des Stuttgarter Softwareherstellers Cultured Code ist mit einem Preis von 7,99 Euro für die iPhone App und 49,95 Euro für die Mac-Version kein Dumping-Angebot. Eben darum wurde sie für mobileTicker von Tim Ingensiep, Entwickler beim App-Systemhaus Glanzkinder, im durchaus manchmal stressigen Alltragsbetrieb auf Herz und Nieren getestet – und für wirklich gut befunden. Im Folgenden sein Testbericht:
“Zunächst eine Funktionsübersicht – was kann Things eigentlich? Die Software kennt die Bereiche “Eingang”, “Heute”, “Als Nächstes”, “Geplant” , “Irgendwann” sowie “Projekte”. Diese Kategorien und Begriffe sind gut und ‘lebensnah’ gewählt, da sich damit eigentlich alles übersichtlich ablegen und somit ggfs. auch wiederfinden lässt.
Der Bereich “Eingang” dient dazu, Termine abzulegen, bei denen man noch nicht weiß, wo man diese letztendlich zuordnen will. Dies ist beispielsweise immer dann sinnvoll, wenn man den Termin über das besonders nützliche Feature “Schnelleingabe” angelegt hat: Bei der Schnelleingabe (Mac-Version) lässt sich ein Dialog über eine Tastenkombination aufrufen. Das funktioniert unabhängig davon, welches Programm sich gerade im Vordergrund befindet. Man kann den gerade markierten Text übernehmen oder eine noch leere Aufgabe anlegen. Diese Funktion lernt jeder schnell zu schätzen, der schon mal beispielsweise eine sechsseitige E-Mail plus Anhängen auf eine ToDo-Liste herunterbrechen musste.
Welche Aufgeben stehen heute an? Die Antwort liefert Things: Der Bereich “Heute” zeigt alles an, was heute noch zu erledigen ist. Eine rot umrandete Zahl (‘Badge’) im Things Icon (iPhone und Mac-Version ab Mac OS X 10.5) zeigt an, dass aktuell Aufgaben ihrer Erledigung harren.
“Als Nächstes” gibt einen Überblick über laufende ToDos. Die Anzahl der Einträge, die aus jeder Kategorie oder jedem Projekt angezeigt werden sollen, lässt sich einstellen.
Im Bereich “Geplant” lassen sich alle Aufgaben ablegen, die geplant sind, zu deren Umsetzung man zur Zeit aber gerade leider nicht kommt oder die aufgrund höher priorisierter Tasks leider pausieren müssen. Des weiteren kann man hier regelmäßig anfallende Aufgaben anlegen – sehr nützlich! Bei diesen lässt sich einstellen, wann diese wiederholt werden sollen.
In der Kategorie “Irgendwann” findet alles ohne feste Deadline und mit niedriger Prio Platz. Wenn mich also eine spontane App-Idee anfliegt, die ich irgendwann einmal angehen will: ‘rein damit! In “Irgendwann” drängelt sie nicht, wird aber auch nicht vergessen.
“Projekte” ist ein besonders wichtiges Feature was ich nicht mehr missen möchten. Unter dieser Rubrik lassen sich neue Projekte anlegen, welche dann mit Aufgaben gefüllt werden können. So kann man seine ToDo-Punkte klar nach Projekten abtrennen und behält den Überblick.
Ein weiterer Menüpunkt ist das “Logbuch”. Hier erscheinen alle Aufgaben, die man schon erledigt hat. Die Abgehakt-Liste protokolliert auch, zu welchem Projekt das ToDo angefallen war und wann es erledigt wurde.
Ein einzelner ToDo-Punkt lässt sich mit einer Deadline versehen. Man kann diesem beliebig viele Tags zuordnen, welche man selber definieren kann. ToDo-Einträgen können Links, E-Mail-Adressen sowie Dateien zugeordnet werden: Das sorgt für Übersicht. Wird dennoch etwas mal nicht sofort gefunden, kann über die hoffentlich zugewiesenen Tags gesucht werden.
Die Druckfunktion erweist sich als besonders angenehmes Feature, wenn der Chef mal wieder ganz schnell wissen will, wie es um das Projekt steht: Per Ausdruck sieht er auf einen Blick den aktuellen Fertigstellungsgrad – also was noch ansteht muss und was bereits erledigt wurde.
Einziger Verbesserungsvorschlag: Idealerweise sollte man “Ober-ToDos” definieren könnte, die wiederum Unter-ToDos enthalten. Dies könnte die Übersichtlichkeit der Listen vielfach stark verbessern.
Ansonsten ist die Software attraktiv und ergonomisch durchdacht gestaltet, läuft stabil und bietet alles, was der normale Anwender braucht. Ich habe lange nach so einer Lösung gesucht, da mir die anderen Anwendungen entweder zu wenig oder zu viele Features geboten haben. Cultured Code hat hier genau den (für mich) perfekten Mix gefunden. Die iPhone App und die Synchronisation mit dieser runden ein wirklich empfehlenswertes Programm ab, das mir regelmäßig den Arbeitsalltag erleichtert und dabei schon eine Menge Zeit gespart hat.
Fazit: ****.”
App of the Month
BugMe!-Update: Nervt jetzt noch besser
Das jüngste Update der “Notizzettel”-App BugMe (hier im mobileTicker-PRAXISTEST) offeriert neben vielem anderem wie der iPad-Unterstützung nun auch die Möglichkeit, die virtuelle Tastatur zum Texten von Notizen zu verwenden (statt mit den Fingern Schreibschrift oder Graphiken zu “malen”).
Neu ist auch der Zähler (“Badge”) für gesetzte Alarme, die Alarm-Unterstützung auf iPod touch sowie “Quick Alarms” – eine Art “Eieruhr” für kurzfristige Termine wie beispielsweise die Wiederholung eines nicht zustande gekommenen Anrufs oder eine ablaufende Parkuhr. Die nochmals funktionsreichere und daher weiterhin besonders empfehlenswerte App kostet 1,59 Euro.
Aufgaben-Verwaltung m. bequemer Eingabe am Rechner
Die iPhone App Today Todo Pro verwaltet alle anstehenden Aufgaben übersichtlich und in attraktiver Kulisse. Die besonders einfache Bedienung bei maximalem Überblick sorgt laut Anbieter dafür, dass Today Todo Pro sofort damit beginnen kann, die Vorhaben seines Besitzers zu organisieren. Wenn da nur das lästige Tippen auf der virtuellen iPhone-Tastortur nicht wäre… Daher wurde der aktuellen Version 1.5.2 ein eigener Web-Server mitgegeben. Der erlaubt es, neue ToDos bequem am heimischen PC oder Mac in den Web-Browser einzugeben. Auf Wunsch geht das aber natürlich auch weiterhin in der App: Um einen neuen Text für ein Vorhaben zu erfassen, reicht es aus, das iPhone oder den iTouch zu drehen und es quer zu halten. Sofort wird der Editor geöffnet. Es lassen sich mehrere Vorhaben direkt nacheinander erfassen. Eine Übersicht der Fingergesten zur Bedienung lässt sich aufrufen, indem das iPhone kurz geschüttelt wird. Es gibt drei Ansichten, zwischen denen der Anwender mit einem Fingerwischen hin und her wechseln kann. Die Today-Ansicht zeigt die aktuellen Termine des Tages. Die Yesterday-Seite sammelt die überfälligen und die bereits erledigten Vorhaben. Und die Tomorrow-Ansicht führt alle Todos auf, die erst in der Zukunft fällig werden.
Neue Vorhaben lassen sich in selbst angelegte Gruppen aufnehmen. Die Ansicht kann jederzeit so gefiltert werden, dass nur noch ToDos einer Gruppe angezeigt werden. Jedes Vorhaben lässt sich mit einer von drei Prioritäten verknüpfen. Vorhaben mit höherer Priorität werden farbig hinterlegt und können auch ganz oben in die Übersicht eingefügt werden. Die App legt jeden Tag eine neue und noch leere Today-Liste an. Die Aufgaben vom Vortag wandern automatisch in die Yesterday-Ansicht.
Bereits absolvierte Aufgaben lassen sich abhaken, sie wandern dann an das Ende der Liste. Mit einem Fingerwisch lassen sich Aufgaben auch ganz einfach löschen. Übersicht im App-Icon: Auf Wunsch zeigt eine Ziffer (“Badge”) direkt im App-Icon an, wie viele offene Vorhaben die App zurzeit verwaltet.
Weitere Neuerung: Der Web-Server erlaubt es, ein Backup der eigenen Vorhaben auf die Festplatte zur Sicherung herunterzuladen. Dieser mit dem 256-Bit-Algorithmus verschlüsselte Backup kann dann jederzeit mit der Restore-Funktion wieder ins System zurückgespielt werden. So sind die eigenen Daten sicher und können nicht verloren gehen. Als nächster Entwicklungsschritt sind Import und Export von Aufgaben per Mail und Push Notifications geplant. Diese gerade für Mobile Professionals empfehlenswerte Produktivitäts-App kostet 2,39 Euro und stammt von Spielhaus, bekannt u.a. durch das nette Game “Need For Cheese”.