10 MDM-Tipps

Aagon ConsultingAagon Consulting, selbst Anbieter der Mobile Device Management (MDM)-Lösung ACMP, hat zehn MDM-Tipps zusammengestellt:

  • 1. MDM – wer braucht das eigentlich?
    Eine Faustregel besagt, dass sich der Einsatz eines klassischen Client-Management-Systems zur Administration von Arbeitsplatz-PCs ab 20 bis 50 Rechnern zu lohnen beginnt. Diese Formel gilt bei Smartphones und Tablets allerdings nicht mehr, sobald auf den Geräten vertrauliche Unternehmensdaten gespeichert sind!
  • 2. Mythos BYOD
    Bring Your Own Device (BYOD) ist als Schlagwort in aller Munde und wird auch gerne von Softwareherstellern als der Grund angeführt, warum Unternehmen unbedingt ein MDM-System kaufen sollten. Doch BYOD ist für Unternehmen aufgrund des aufwändigeren Managements und vor allem der rechtlichen und administrativen Herausforderungen nicht unbedingt immer “günstig” und vor allem nicht alternativlos. Aagon empfiehlt Unternehmen, selbst die entsprechenden Endgeräte zu beschaffen und diese Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen – inklusive einer Policy, welche den Gebrauch eindeutig regelt.
  • 3. Geben ist seliger denn nehmen
    Wer mobile Endgeräte administriert, wird in den allermeisten Fällen bestimmte Nutzungsbereiche einschränken. Beispielsweise könnten Unternehmen die Funktion der Kamera in sicherheitssensiblen Bereichen deaktivieren, die Installation unerwünschter Anwendungen verbieten, einen Sperrbildschirm mit Passworteingabe auf dem Smartphone verlangen oder bei Verdacht auf Diebstahl Daten auf dem Gerät (fern)löschen. Wer dies als Unternehmen auf dem, von einem Mitarbeiter privat beschafften und bezahltem Endgerät tun möchte, wird auf wenig Gegenliebe stoßen.
  • 4. Homogenität statt Gerätewildwuchs
    Wenn Unternehmen selber über die Auswahl der mobilen Endgeräte entscheiden, haben sie unter anderem die Kontrolle darüber, welche Devices mit welchen Betriebssystemen zum Einsatz kommen (Warenkorb). Auf diese Weise lässt sich – analog zu den Arbeitsplatz-PCs – eine relativ homogene mobile Infrastruktur sicherstellen, was die Administration deutlich vereinfacht (vgl. etwa die 24 verschiedenen Android-Versionen seit Android 2.0).
  • 5. Zugang zum Firmennetz kontrollieren
    Wohl jedes Unternehmen mit Internetzugang betreibt mittlerweile zumindest eine Firewall, um sich vor unerwünschten Besuchern zu schützen. Doch um mobilen Mitarbeitern zentrale IT-Ressourcen zur Verfügung zu stellen, müssen diese auch von unterwegs aus erreichbar sein. Am sichersten ist hierbei immer noch der Zugang über ein Virtual Private Network (VPN), was jedoch auch mit Administrationsaufwand verbunden ist. Alternativ kann ein MDM-System die Aufgabe der Zugangskontrolle übernehmen und nur ihm bekannten Geräten den Zugriff auf zentrale Anwendungen und Daten gestatten. Dabei arbeitet das MDM-System als den Anwendungen vorgeschalteter Proxy-Server.
  • 6. Usability = Schlüsselfunktion
    Alle Hersteller von Lösungen für das Mobile Device Management kochen nur mit Wasser. In der Praxis heißt das, dass sich die Programme bezüglich ihrer Möglichkeiten zur Administration der verschiedenen Mobilgeräte, nicht groß voneinander unterscheiden – sofern die Hersteller alle von den mobilen Betriebssystemen bereitgestellten Schnittstellen entsprechend implementiert haben. Denn was aus der Ferne etwa auf einem Smartphone an Einstellungen und Aktionen möglich ist, entscheidet letztlich nicht der Entwickler einer MDM-Software, sondern der Hersteller des Betriebssystems. Umso wichtiger ist es, dass ein MDM-System eine einfach zu benutzende Oberfläche bereitstellt, die auch weniger erfahrenen Administratoren eine schnelle Nutzung des Systems ermöglicht.
  • 7. Jailbreak und Root müssen draußen bleiben
    Bei der Auswahl eines MDM-Systems ist es wichtig, dass dieses sowohl Jailbreaks auf iOS-Geräten als auch “gerootete” Android-Devices erkennt – und per Einstellung am besten gleich abweist.
  • 8. Restriktionen nicht übertreiben
    Auch wenn moderne MDM-Systeme unzählige Möglichkeiten bieten, Funktionen auf den damit verwalteten mobilen Endgeräten einzuschränken, sollten Unternehmen dies mit Augenmaß einsetzen. Denn ein “komplett sicheres” iPhone, auf dem nicht einmal ein privates Spiel installiert werden darf, wird Mitarbeiter sicher nicht sonderlich motivieren.
  • 9. Frühzeitig beginnen
    Wer zu spät mit der MDM-Einführung beginnt, der riskiert, dass sich die Mitarbeiter bereits an ihre grenzenlose Freiheit bei der Nutzung von Smartphones und Tablets mit firmeneigenen Daten gewöhnt haben.
  • 10. Kommunikation ist alles
    Umfangreiche Kommunikation im Vorfeld sollte dabei nicht nur die eigenen Mitarbeiter betreffen, sondern auch deren Vertretung im Betriebsrat in entsprechende MDM-Projekte mit einbinden. Denn da auf Smartphones und Tablets neben Firmendaten auch persönliche Informationen gespeichert sein können, ist es ratsam, etwaige Bedenken gleich von Anfang an auszuräumen.

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Studie entlarvt Android mit einigen Sicherheitslöchern

android_logoEine amerikanische Studie der Spezialisten für Software-Qualität und -Sicherheit Coverity macht Sicherheitslücken in Android aus. Der Android-Systemkern der untersuchten HTC-Smartphones weise 359 einzelne Defekte auf. 88 Schwachstellen wurden als besonders riskant eingestuft, weil sie Sicherheitsprobleme, Datenverlust oder ein Systemabsturz verursachen könnten. Insgesamt sei dies aber nur die Hälfte des Werts, der bei ähnlicher Software von vergleichbaren Umfang zu erwarten sei. “Android ist grundsätzlich ein besonders sicheres Betriebssystem”, sagte der Mitbetreiber des Online-Portals AndroidPit, Fabian Röhlinger. “Die einzelnen Software-Funktionen sind in autarke Bereiche gekapselt.” Daher sei ein besonders hoher Aufwand erforderlich, um die bei jeden Betriebssystem vorhandenen Sicherheitslücken auszunutzen.

HTC ist einer der führenden Hersteller, die das Google-System für ihre Handy nutzen. Weltweit ist derzeit bereits jedes vierte Smartphone ein Android-Handy. Allein in den USA konnte sich Android im dritten Quartal mit einem Anteil von 43,6 Prozent vor iOS und BlackBerry an die Spitze setzen -so eine aktuelle Erhebung der Marktforschungsfirma Canalys.

iOS wächst in Europa stärker als Windows

AT Internet ist ein Analyse-Spezialist für Homepages, Intranet sowie mobile Sites/optimierte Landingpages und stellt bereits für über 350.000 Websites detailliertes Tracking zur Verfügung. AT Internet Surveys ist der Marktforschungsbereich von AT Internet. Dieser hat jetzt ein aktuelles Betriebssystem-Barometer für Europa veröffentlicht. Den Ergebnissen zufolge dominiert Microsoft zwar immer noch deutlich den europäischen Markt für Betriebssysteme. Doch die Zahl der Windows-Anwender ist laut dieser Veröffentlichung im vergangenen Jahr um 2,4 Prozentpunkte zurückgegangen.
AT_Internet_Operating Systems_Europa

Der Anteil der MacOS-Nutzer stieg hingegen um 2,2 Prozentpunkte. Der Anteil der iOS-Nutzer (iPad, iPhone und iPod touch) wuchs von 0,8 Prozent im März 2010 auf 1,4 Prozent ein halbes Jahr später an. Linux hält mit stabilen 0,9 Prozent Marktanteil Platz 3 im Ranking der beliebtesten Operating Systems (OS) in Europa.

Besonders beliebt ist das Open-Source-Betriebssystem in Deutschland, wo es einen Marktanteil von 1,4 Prozent erreicht. MacOS hingegen scheint es besonders den Schweizern angetan zu haben, fast 20 Prozent nutzen das Betriebssystem von Apple.

Laut den Hochrechnungen konnte MS Windows im August 2010 in Europa einen Marktanteil von 90,9 Prozent verbuchen. Im August 2009 waren es noch 93,3 Prozent gewesen. Apples MacOS hingegen legte von 5,4 Prozent im August vergangenen Jahres auf 7,6 Prozent Marktanteil im August 2010 zu. Linux hält sich mit 0,9 Prozent Marktanteil stabil. Alle anderen Betriebssysteme, darunter auch Android, haben im Jahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte zugelegt und wiesen im August 2010 zusammen einen Marktanteil von 0,6 Prozent auf – wenn nur mobile Endgeräte betrachtet werden, fallen die Marktanteile natürlich völlig anders aus. AT Internet Surveys untersuchte für diese Studie die Verteilung von Betriebssystemen bei Besuchern von 14.926 Webseiten in 23 europäischen Ländern.

Report: Fragmentierter Android-Markt

Die von Google übernommenen US-Spezialisten für mobile Advertising AdMob haben für Ihren aktuellen AdMob Mobile Metrics Report sowohl das “Android-Ökosystem” unter die Lupe genommen wie auch die einzelnen Generationen von unter iPhone OS betriebenen Apple-Endgeräten nach durch sie erzeugten Traffic im AdMob-Netzwerk aufgeschlüsselt. Aus den Ergebnissen:
96 Prozent des Android-Traffics gehen auf 11 Endgeräte zurück (vgl. Grafik). Zum Vergleich: im September 2009 waren es nur zwei Android-Geräte. Die Android-Versionen 1.5 (“Cupcake”: 38%), 1.6 (“Donut”: 26%) und 2.0/2.1 (“Eclair”/”Froyo”: 35%) dominieren den Markt.AdMob_Android generated traffic nach Endgeräten

Auf der Apple-Seite hingegen lässt sich 84% des iPhone OS-Traffic auf die Endgeräte iPhone 3GS (39%), iPod touch 2G (25%) und iPhone 3G (20%) zurückführen, wobei der Anteil des 3GS seit September 2009 um 30 Prozent zugelegt hat. Die Untersuchung beruht auf März-Daten aus dem US-Markt. Zum aktuellen Report geht es hier.