61 Mio. deutsche Handys
Die Zahl der Handybesitzer hat in Deutschland erstmals die Marke von 60 Millionen überschritten. Dies ist zentrales Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Erhebung für den Hightech-Verband BITKOM. Demnach telefonieren 87 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren mobil. Derzeit werden laut Lobby-Verband die “letzten weißen Flecken Deutschlands” mit dem neuen, mobilen Breitband LTE erschlossen.
Insbesondere Senioren haben deutlich aufgeholt. Inzwischen verfügen knapp drei Viertel (72 Prozent) der Bundesbürger ab 65 Jahren über einen Mobilfunkanschluss, vor einem Jahr waren es erst 61 Prozent. In der jungen und mittleren Altersgruppe besitzt demgegenüber fast jeder ein Handy.
82% d. Deutschen telefonieren mobil
72 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren nutzen das Internet, schon 82 Prozent telefonieren mobil. Trendführend sind dabei die Jüngsten. Dies sind zentrale Ergebnisse einer Studie zur Netzgesellschaft, die der Hightech-Verband BITKOM vorstellt.
Sie bietet auf knapp 60 Seiten einen Überblick über Ausstattungsmerkmale, Nutzerverhalten und persönliche Einstellungen zur digitalen Welt. Für die Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Aris über 1.000 Bundesbürger repräsentativ befragt.
Die Studie kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.
Boom bei App-Programmierung u. -Nutzung
Apps legen weiter schnell an Beliebtheit zu: Bei mehr als 15 Millionen Deutschen finden sich bereits Apps auf ihrem Handy oder Smartphone. Das ergibt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Vor einem Jahr hatten erst zehn Millionen Bundesbürger Apps auf ihrem Handy.
Besitzer geeigneter Handys haben im Durchschnitt 17 Apps auf ihrem Mobiltelefon. In der jüngeren Generation werden die Programme besonders intensiv genutzt: 14- bis 29-jährige Handynutzer haben im Schnitt 22 Apps installiert. Dabei sind 14 Prozent der Handynutzer unsicher, ob ihr Gerät überhaupt für Apps geeignet ist. Vor allem ältere Anwender ab 60 Jahren geben an, sich damit nicht auszukennen. Nur jeder dritte (32 Prozent) Handybesitzer geht bisher davon aus, dass auf seinem Mobiltelefon Apps laufen. Gut die Hälfte (53 Prozent) ist der Ansicht, dass ihr Gerät entsprechende Programme nicht verarbeiten kann. BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster analysiert: “Der App-Markt befindet sich noch am Anfang und hat ein enormes Potential nach oben.”
Besonders populär sind etwa Apps zur Navigation oder für den Zugriff auf soziale Netzwerke. Nach BITKOM-Berechnungen existieren derzeit weltweit rund 520.000 Apps. Im Jahr 2010 waren fast 90 Prozent aller in Deutschland herunter geladenen Apps kostenlos. Der Durchschnittspreis kostenpflichtiger Apps lag bei 3,25 Euro (Research2Guidance).
Native Apps vs. Mobiloptimierung
Im derzeitigen App-Boom geraten so genannte “Mobile Webseiten” in den Hintergrund. Meint der Hightech-Verband BITKOM und hat daher eine Umfrage unter mehr als 500 Experten durchgeführt. Bei der Analyse der Potenziale beider Technologien zeigte sich laut Lobby-Verband “eine Kluft bei den künftigen Einsatzmöglichkeiten”. Apps eignen sich danach eher für den Einsatz im privaten Umfeld, mobile Webseiten sollen hingegen für Unternehmen prädestiniert sein (und was ist mit betrieblicher Mobile-Realität, die auch offline funktionieren muss?, d. Red.).
Typische App-Lösungen im privaten Umfeld sind nach dieser Erhebung Informationsdienste, Social Media-Anwendungen, ortsbezogene Dienste (LBS) und Spiele. Mobile Webseiten hingegen werden laut BITKOM eingesetzt für Mobile Commerce, Customer Relationship Management (CRM), Advertising und Supply-Chain-Management (SCM). Fast drei Viertel der Befragten sind allerdings der Meinung, dass sich Apps in den kommenden fünf Jahren bei Verbrauchern breit durchsetzen werden. Nur 22 Prozent sehen mobile Websites und sonstige browserbasierte Anwendungen (Web-Apps) vorne. Im Markt für Geschäfte zwischen Unternehmen (B2B) ergibt sich ein umgekehrtes Bild: Hier erwarten 61 Prozent der befragten Experten eine Dominanz mobiler Lösungen wie spezieller Websites. Nur halb so viele Befragte (31 Prozent) erwarten, dass sich auch im Unternehmensumfeld Apps durchsetzen werden.
Einig sind sich die Antwortenden darin, was die größte Herausforderung für die Weiterentwicklung des mobilen Internets ist: Vier von fünf Befragten (79 Prozent) sehen die Sicherung des Datenschutzes und das Vertrauen der Nutzer als zentrale Aufgabe an. Eine besondere Herausforderung stellt für 76 Prozent der Befragten die Gerätevielfalt dar. So müssen native Apps wegen unterschiedlicher Betriebssysteme oder Hardware jeweils extra angepasst werden.
Mit mobilen Webseiten lassen sich laut Verband Inhalte flexibler als mit Apps transportieren (obwohl allein schon die im Markt vorgefundene riesige Spanne der Display-Größen und Faktoren wie Flash Ja/Nein hier für ähnliche Anpassungsprobleme sorgen, die Red). Auch komplexere Prozesse lassen sich laut Umfrage abbilden, wenn die tatsächliche Anwendungslogik auf den Servern des Unternehmens verbleibt. Viele existierende betriebswirtschaftliche Anwendungsprogramme verfügen über die Möglichkeit, sich per Browser von unterwegs einzuwählen. Gerade im Unternehmenseinsatz sei das wichtig. Sind beispielsweise Updates oder neue Funktionen einzuführen, bedarf es nur der Änderung auf dem Webserver bzw. dem so genannten Backend. Alle Nutzer haben direkt nach dem erneuten Aufrufen der mobilen Webseite Zugriff auf die neuen Inhalte, Funktionen oder Sicherheits-Updates. Doch auch hier werden die Expertenaussagen verkürzt dargestellt: Der Inhalt beispielsweise fast aller aktuellen Glanzkinder-Apps kann hoch synergetisch und tagesaktuell über ein CMS gepflegt werden. Sollte einmal kein Netzzugang verfügbar sein, so zeigen die nativen Apps den jeweils letzten gespeicherten Stand – während mobile Webseiten dann nur eine “nicht verfügbar”-Meldung zeigen – nicht akzeptabel gerade im Unternehmenseinsatz…
100% mehr Handy-Surfer in 12 Monaten
Die Anzahl derer, die per Mobiltelefon auf das Web und Internet-Dienste zugreifen, hat sich in einem Jahr fast verdoppelt. Mittlerweile geht mit 18 Prozent fast jeder fünfte Web-Nutzer in Deutschland via Mobile online – oder rund neun Millionen Menschen. Vor einem Jahr waren es erst zehn Prozent gewesen.
Interessanterweise nutzen Frauen das mobile Web mit 20 Prozent stärker als Männer (16 Prozent). Dies sind Ergebisse einer von der Aris Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM durchgeführten repräsentativen Umfrage.
Einige Internet-Nutzer gehen bereits ausschließlich mit ihrem Mobiltelefon online – also nicht mehr mit PC oder Notebook. Als Ursache für diese Entwicklung haben die Hightech-Lobbyisten u.a. den rasant steigenden Absatz von Smartphones ausgemacht – nach Schätzungen des Verbandes werden in diesem Jahr bereits zehn Millionen dieser Geräte auf dem Heimatmarkt verkauft. Zudem soll der Ausbau der mobilen Super-Breitband-Netze mit der neuen Technologie LTE durch schnellere Übertragungsraten diesen Trend begünstigen. Diese Nachfolgetechnologie von UMTS kann Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreichen. Bis Ende März werden laut Verband rund 3.500 Mobilfunkstandorte in Deutschland auf LTE umgerüstet sein.
TABLET(ten)sucht: 40 Modelle in Hannover
Laut jetzt vom BITKOM vorgelegten Zahlen soll sich der Absatz von Tablet-PCs im Jahr 2011 in Deutschland auf 1,5 Millionen Stück nahezu verdoppeln. Der Umsatz mit der jungen Geräteklasse würde dann um 70 Prozent auf 770 Millionen Euro steigen. Im kommenden Jahr werden die Verkäufe nach der Prognose des Branchenverbands um weitere 46 Prozent auf 2,2 Millionen Geräte zulegen. 2012 würde das Tablet-Marktvolumen dann erstmals die Marke von einer Milliarde Euro erreichen.
Tablet-Rechner sind ja keinesfalls, wie häufig behauptet, eine neue Erfindung – jedoch hat die Einführung von Apples iPad einen neuen Markt dafür eröffnet. Im zweiten Jahr nach dessen Einführung kommen die Tablet-PCs 2011 bereits auf einen Anteil am gesamten PC-Markt von zehn Prozent. Dabei nehmen sie vor allem Netbooks Marktanteile ab. Deren Absatz sinkt im Jahr 2011 laut BITKOM um 15 Prozent auf 1,2 Millionen Stück. Damit würden in diesem Jahr schon mehr Tablet-PCs verkauft als Netbooks. Im Durchschnitt kostet ein Tablet-PC 510 Euro.
Mobile Computing dominiert den deutschen PC-Markt
Insgesamt werden bis Ende des Jahres voraussichtlich 14,8 Millionen Personal Computer in Deutschland verkauft (+11%). Davon entfallen bereits annähernd elf Millionen auf tragbare Geräte!

Der Umsatz mit Personal Computern einschließlich Tablet-PCs wird im Jahr 2011 laut BITKOM um 6 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro steigen. Auf der CeBIT, die vom 1. bis 5. März in Hannover stattfindet, werden rund 40 neue Tablet-PC-Modelle von den Herstellern gezeigt.
App-Downloads verdoppelt
Deutsche Handy-Nutzer haben, laut BITKOM, im Jahr 2010 rund 900 Millionen Apps auf ihre Mobiltelefone geladen, was eine Steigerung von 112 Prozent bedeutet. Damit hat sich die Zahl der Downloads mehr als verdoppelt. Der Umsatz stieg um 88 Prozent auf 357 Millionen Euro wobei 90 Prozent der Programme für Handy-Nutzer kostenlos sind.
Die Anwendungen reichen von Spielen oder Nachrichten über E-Book-Reader bis zu Fahrplan- und Übersetzungsdiensten.
Nach Berechnungen des Verbands sind derzeit weltweit rund 520.000 Apps für die diversen Smartphone- und Handy-Plattformen verfügbar. Der Durchschnittspreis der Bezahl-Apps lag bei 3,25 Euro.
Die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs ist nach BITKOM-Angaben der größte Treiber der App-Downloads. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 7,4 Millionen Smartphones verkauft (plus 38 Prozent). Im Jahr 2011 rechnet der Verband mit einem Absatzplus von 36 Prozent auf 10,1 Millionen Stück. Ein Drittel aller neu verkauften Handys in Deutschland sind inzwischen Smartphones.
Siegeszug des mobilen Internet
Der weiterhin stark steigende Absatz von Smartphones und tragbaren Computern einschließlich Tablet PCs sorgt für einen Boom der mobilen Internetnutzung. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von aktuellen Zahlen des European Information Technology Observatory (EITO). Danach steigt der Umsatz mit mobilen Datendiensten im Jahr 2011 voraussichtlich um 12 Prozent auf 7 Mrd. Euro. Nach der BITKOM-Prognose steigt der Smartphone-Absatz im Jahr 2011 in Deutschland um 36 Prozent auf 10,1 Millionen Einheiten. Der Umsatz mit den Geräten legt um 24 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zu. Jedes dritte verkaufte Handy ist heute ein Smartphone. Der Handy-Absatz insgesamt wird im Jahr 2011 in Deutschland voraussichtlich um 4,3 Prozent auf rund 29 Millionen Stück steigen.
In den Netzen wird es enger
Die steigende Beliebtheit mobiler Internetanwendungen führt zu einem sprunghaften Anstieg des Datenvolumens, das in den Netzen der Mobilfunkbetreiber bewegt wird. Nach Berechnungen des BITKOM hat sich die in den deutschen Mobilfunknetzen übertragene Datenmenge im vergangenen Jahr auf 70 Millionen Gigabyte mehr als verdoppelt. Das entspricht dem Inhalt von rund 15 Millionen DVDs. Derzeit werden laut BITKOM weltweit rund 520.000 mobile Apps für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme angeboten.
Mobile Rechner boomen
Einen zusätzlichen Schub für das mobile Internet bringt der Erfolg tragbarer Computer. Nach den Netbooks rollen jetzt die Tablet-PCs den Markt auf, so der Lobby-Verband.
Meine IKK: erfolgreiche Health App
Die Vereinigte IKK mit Sitz in Düsseldorf ist eine Innungskrankenkasse. Bei ihrer erste iPhone App hat sich die Organisation für einen Ansatz entschieden, der trotz des derzeitigen Wettbewerbs unter den Krankenkassen ganz auf reinen Mehrwert für den App User setzt und auf das ansonsten vielfach zu beobachtende Marketinggetöse völlig verzichtet.
Nach Herunterladen der kostenlosen App mit nur 0,3 MB Footprint steht die Online-Suche nach Apotheke, Arzt oder Heilpraktiker jedermann zur Verfügung. Alle Suchen können nach Postleitzahl/Ort oder auf Wunsch mit der “Around Me”-Funktion unter Nutzung des GPS-Sensors erfolgen. Bei der Heilpraktikersuche können Psychotherapeuten ein- oder ausgeschlossen werden.
IKK-Kunden (und die es werden wollen) finden überdies eine komfortable Suchfunktion für das nächste IKK-Kundencenter. Gilt es vorab Fragen zu klären, beispielsweise zu mitzubringenden Unterlagen, kann eine kostenlose Service-Hotline direkt aus der App angewählt werden.
Das ist alles so durchdacht wie aufgeräumt und übersichtlich präsentiert, dass die App bereits am Tag nach dem App Launch die Top 50 erreichte (App Store-Kategorie iPhone/Medizin/Meistgeladen) – aktuell auf Position 37.
UPDATE 10.02.:
“Meine IKK” ist nun auch laut Apple “Neu und beachtenswert”!
Nach Broteinheiten und Kinderwunsch ist dies bereits die dritte besonders erfolgreiche vom App-Systemhaus Glanzkinder für Kunden aus dem Medizin-Bereich realisierte Health App. Speziell letztgenannte App hält sich auch Monate nach Ihrem Start noch in den Top 25 ihrer Kategorie, ihre bislang beste Position war 9.
19 Mio. Deutsche suchen online Gesundheits-Rat
Diese Zahlen gliedern sich ein in eindrucksvolle Ergebnisse einer vom BITKOM in Auftrag gegebenen Umfrage: Dieser zufolge informieren sich bereits 19 Millionen Bundesbürger online über Gesundheitsfragen, was 37 Prozent aller Internetnutzer entspricht. Es ist stark zu vermuten, dass die Ratio bei Nutzern des mobilen Internets und App-Angeboten nochmals günstiger ausfällt. Am intensivsten recherchieren übrigens nicht etwa “Best Ager”, sondern die besonders kaufkräftige Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen.
2011: mehr als 10 Mio. neu verkaufte Smartphones
Die Zahl neu verkaufter Smartphones soll im kommenden Jahr in Deutschland erstmals zehn Millionen Geräte überschreiten. Das prognostiziert der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von aktuellen Daten des European Information Technology Observatory (EITO). Danach steigt der Absatz der hochwertigen Multimedia-Handys im Jahr 2011 voraussichtlich um 39 Prozentauf gut 10 Millionen Stück – damit wird jedes dritte neue Mobiltelefon ein Smartphone sein. Nach einer BITKOM-Umfrage verfügt bereits heute jeder fünfte Handy-Nutzer über ein Smartphone. Der Smartphone-Umsatz in Deutschland legt voraussichtlich um 35 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu.

Der Verkauf von Handys insgesamt wird im Jahr 2011 in Deutschland voraussichtlich um 6 Prozent auf 28,4 Millionen Stück steigen. Der Umsatz legt um 10 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zu. Im Jahr 2010 beträgt das Plus bei den Verkaufszahlen 3 Prozent auf 26,7 Millionen Stück. Das Umsatzwachstum liegt laut BITKOM im laufenden Jahr bei 6 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.
Grund für den kräftigen Umsatzanstieg sind neben den steigenden Stückzahlen die höheren Durchschnittspreise für Smartphones im Vergleich zu Handys ohne mobiles Internet- und App-Funktionen. Smartphones kosten aktuell im Schnitt 226 Euro, andere Handys liegen bei 116 Euro. Nach der BITKOM-Prognose werden die Durchschnittspreise im kommenden Jahr lediglich um 5 Euro sinken.