Mobile Gipfel 2011
Am 16. und 17. Juni 2011 will das Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt seine Besucher “fit für den Wachstumsmarkt M-Commerce” machen. Wie stets bei solchen Events soll dies durch “intensiven Wissenstransfer und regen Meinungsaustausch mit hochkarätigen Referenten” geschehen, darunter Stefan Hentschel, Head of Mobile Ad Sales bei Google, Holger Thiemann, CTO Qype, Sebastian Schmidt, Managing Director Groupon.
Einige der Themen: 360°-Strategie; Retail goes Mobile; Mobile Social Media; All Business is local (LBS & Couponing); Mobile App vs. Mobile Web; Augmented Reality, NFC & Co.
Vorträge dazu gibt es von u.a.: Metro, P7S1, Continental, TUI, DTAG, TNS Infratest, Gruner+Jahr, HRS, Sempora, Cellular. Die Tagungsgebühr beträgt 1.290 Euro zzgl. MwSt.
mehr Infos u. Anmeldung
newsLOKAL: (fast) alle Tageszeitungen in einer App
“1.200 deutsche Zeitungen in einer App!” Das klingt schon mal nicht uninteressant. Ebenso wie der Aktionspreis von 0,79 Euro – statt regulär 1,59 für die iPhone bzw. 2,99 für die iPad App. Für den Preis gibt es sonst höchstens mehr oder weniger geschickt voreingestellte RSS-Reader Apps für einige wenige Titel. Im Praxistest der iPhone App schlägt sich newsLOKALvon Christian Menschel hervorragend: Die Anwendung kann nicht nur auf Wunsch zumindest teilweise von der regionalen Tageszeitung des Heimatortes emanzipieren (beispielsweise im Urlaub), sondern verschafft vor allem in Sekundenschnelle auch einen Überblick über das, was in aktuell gerade bereisten Regionen das Tagesgespräch ist – unverzichtbar für mobile Professionals.
Ob die App wirklich Lokalnachrichten “aus 1.200 Zeitungen” bündelt, wie die Pressemitteilung jubelt, konnte mangels Auflistung und sollte auch gar nicht verifiziert werden. Denn erstens können in der App einzelne Medien nicht selektiert werden. Und zweitens ist ja bekannt, dass auch regionale Medienhäuser sparen müssen, ihre Lokalredaktionen leider kontinuierlich zusammenstreichen und daher auch im Lokalen immer häufiger auf die immer gleichen Agentur-Meldungen oder Pressemitteilungen zurückgreifen. Wird jedenfalls unter “Meine Städte” die Bundesstadt Bonn ausgewählt, finden sich ausschließlich Bonn-spezifische Meldungen aus der Kölnischen Rundschau – das Leitmedium Bonner General-Anzeiger scheint seine News nicht für diese Kooperation zur Verfügung zu stellen. Schade, aber untragisch, denn auch so kann newsLOKAL seinen Anspruch erfüllen. Gefundene und für interessant befundene Artikel können per Mail zur Weiterverwendung exportiert oder per Facebook auch Freunden und Bekannten verfügbar gemacht werden. Regelmäßig bereiste Städte lassen sich als Favoriten unter “Meine Städte” abspeichern.
Der Hit für alle Reisenden bzw. Ortsunkundigen: Mit der Funktion “Karte” steht überdies vollständige “Around-Me”-Funktionalität zur Verfügung: Points of Interest in der aktuellen Umgebung wie Hotels, Bars, Kinos, Restaurants etc. können visualisiert und mit Kontaktdaten angezeigt werden.
Die App funktioniert nur mit Internet-Zugang. Zu den News wird eine Vorschau (mit Quelle) angezeigt, ein Tap darauf öffnet einen WebView, in dem der Text online gelesen werden kann. Eine Volltextsuchfunktion innerhalb der Nachrichten rundet eine gelungene App mit hohem Nutzwert und derzeit konkurrenzlosem Preis-/Leistungsverhältniss ab. Fazit : ****.
mehr Infos
Funktionsvideo iPhone
Funktionsvideo iPad
iTunes-Link iPhone
iTunes-Link iPad
Event: Online Handel 2010
Vom 20. bis 21. Januar findet im Bonner Hotel Maritim der Jahreskongress für die Internet- und E-Commerce-Branche “Online Handel 2010″ statt. Aus dem Programm: “iPhone & Co.: Herausforderungen und Potenziale im Mobilen Internet” (Sempora Management Consultants); “Bessere Usability für Shops durch Mobile-Portale”; “Online Marketing für E-Commerce als weiterer Kanal im Channel-Mix”; “Online- und Mobile-Videoplattform als Verkaufstool” (Kyte); “Mobile E-Commerce – Die Verlängerung des Online Handel auf den 3rd Screen”. Die Kongressteilnahme kostet 1.290 Euro (200 Euro Frühbucherrabatt bis zum 31.12.2009).
mehr Infos u. Anmeldung
MobileHCI-Fazit: Tendenz zum Zweitdaumen und HoverFlow fürs iPhone
Heute ging in Bonn die 11. internationale Konferenz Human-Computer Interaction with Mobile Devices and Services, die MobileHCI zu Ende. Vier Tage präsentierten und diskutieren rund 300 Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie Konzepte und Ideen zu Einsatz und Bedienung von mobilen Geräten. Bedienkonzepte für Handys und PDAs waren ein Schwerpunkt der vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und der Universität Siegen organisierten Veranstaltung. Beim Thema Smartphones standen Lösungen für eine schnelle, bequeme Texteingabe im Vordergrund. Beispielsweise stellten Forscher aus Georgia einen sog. “Two-Thumb-Charding”-Ansatz vor, bei dem der Benutzer nicht einzelne Tasten drückt, sondern Akkorde greift, also mehrere Tasten gleichzeitig drückt. Diese Methode sei schneller, erfordere aber auch einen höheren Lernaufwand, hieß es. Andere Wissenschaftler untersuchen, wie die Kraft, mit der man auf den Bildschirm tippt, genutzt werden kann, um die Eingabe einfacher zu machen. So erzeugt etwa leichtes Tippen Kleinbuchstaben und starkes Tippen Großbuchstaben.
Einen völlig neuen einhändigen Bedienansatz für Smartphones bietet das “Dual Interface”. Hier ist das Gerät mit einem zusätzlichen Touch-Pad auf der Rückseite ausgestattet. So kann der Benutzer mit Hilfe des Daumens auf der Vorderseite und des Zeigefingers auf der Rückseite sehr effizient navigieren. Noch einen Schritt weiter geht der “HoverFlow”-Ansatz zweier Forscher aus Deutschland. Sie demonstrierten eine neue Form der berührungslosen Gestenerkennung für das iPhone, bei der Infrarot-Distanzsensoren verwendet werden. So entsteht ein erweiterter Interaktionsraum um das Gerät herum. Durch verschiedene Gesten, wie beispielsweise Auf- und Abwärtsbewegungen der Handfläche zum Gerät oder Winkbewegungen von links nach rechts, kann das Gerät bedient werden.
“Insgesamt wurden 176 Forschungsbeiträge aus aller Welt eingereicht, von denen wir etwa ein Fünftel auf der Konferenz zeigen konnten”, berichtete Volker Wulf, Professor für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien an der Universität Siegen und Leiter des Geschäftsfelds Benutzerorientierte Softwaretechnik bei Fraunhofer FIT.
Event: MobileHCI
Die International Conference on Human-Computer Interaction with Mobile Devices and Services (MobileHCI) findet 2009 erstmalig in Deutschland statt. Die MobileHCI gilt als die renommierteste Konferenz auf dem Gebiet der mobilen Mensch-Computer-Interaktion. Organisatoren der viertägigen Konferenz sind Fraunhofer FIT und die Universität Siegen in Kooperation mit den internationalen Fachgruppen ACM SIGCHI und ACM SIGMOBILE. Vom 15. bis zum 18. September 2009 findet die MobileHCI 2009 auf dem Gelände der Universität Bonn statt. Die MobileHCI will ein Diskussionsforum für Wissenschaftler und Praktiker bieten, die sich mit der Interaktion zwischen Menschen und mobilen Systemen befassen. Es werden etwa 300 Teilnehmer erwartet. Aktuelle Themen neben den seit den Anfängen stets relevant gebliebenen Forschungsgebieten wie dem Design von Webseiten für mobile kleine Endgeräte oder Evaluationstechniken für mobile Geräte und Dienste sind heuer beispielsweise Wearable Computing oder mobile soziale Netzwerke.
infoware setzt aufs iPhone
infoware feiert in diesen Tagen 25-jähriges Bestehen. In den letzten fünf Jahren hat sich das Bonner IT-Unternehmen ganz auf Software zur Arbeit mit digitalen Straßenkarten spezialisiert. In dieser Zeit konnten Umsatz und Zahl der Mitarbeiter verdreifacht werden. Auch im zurückliegenden Jahr ist infoware deutlich gewachsen. infoware sieht sich heute als ein europaweit führendes Unternehmen im Bereich der professionellen GPS-Navigation und im Bereich Internet-Mapping: Die Navigationssoftware “maptrip” hat sich laut Anbieter besonders im Bereich LKW-Navigation zu einem Standard entwickelt. Für die Nutzung in Internetportalen liefert infoware auf Basis der hauseigenen Technologie “mapsuite” Karten-, Routen- und Luftbildfunktionen die in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Map and Route entwickelt und betrieben werden. Diese Funktionen kommen zusammen mit der neu entwickelten intelligenten Kartensuche in www.gelbeseiten.de, www.dastelefonbuch.de und www.dasoertliche.de zum Einsatz.
Just diese Themen sollen auch künftig den Schwerpunkt der Arbeit von infoware darstellen, bald sollen auch mobile Endgeräte nativ unterstützt werden, allen voran iPhone und Android. Derzeit findet sich noch keine infoware-App im App Store.
meinestadt.de: noch nicht allesklar
Seit gestern ist eine App von meinestadt.de im App Store verfügbar. Damit hat die Allesklar.com AG ihr “Portal für alle Städte Deutschlands” benebst lokaler Internetsuche auch auf das iPhone gebracht. Die Anwendung wird kostenlos angeboten und könnte grundsätzlich gerade auch für Professionals sehr nützlich sein. Sie hat allerdings in den ersten 40 Nutzerrezensionen schon einige Schelte aufgrund von mangelnder Aktualität und Konsistenz der Datenbasis sowie überaus ungünstig ausfallende Vergleiche zur Konkurrenz AroundMe einstecken müssen.
Ein kleiner Test der lokalen Suche bestätigt dies leider: Eine Anwendung, die beispielsweise in Bonn die “Gaststätte am Frankenbad” unter “Restaurants” auflistet (da es sich um einen bezahlten Eintrag handelt?), aber das namensstiftende Traditionsbad selbst nicht kennt, ist unbenutzbar bzw. wenig vertrauenswürdig. Gelistet werden neben Branchenadressen auch Veranstaltungstermine, Adressen von Geldautomaten, Bahnhöfen, Krankenhäusern und Apotheken, das Stadt-Wetter und das Kinoprogramm aus der direkten Umgebung des iPhone-Nutzers.
AllesKlar.com AG