2 von 5 nutzen Reise-Infos vom Smartphone
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben in einer aktuellen Ausgabe ihrer Mobile Metrix-Reports mit dem Thema Reise-Informationen auf dem Smartphone beschäftigt. Aus den Ergebnissen:
- Im Juli 2012 haben annähernd 40 Mio. Konsumenten ihr Smartphone dazu benutzt, Reise-Infos über mobile Webseiten oder Apps aufzurufen. Dies entspricht laut comScore 37 Prozent der “Smartphone population” oder zwei von fünf Besitzern eines unter Android, BlackBerry OS oder iOS betriebenen Smartphones.
- Mit 6,7 Visits liegt dabei TripAdvisor (u.a. Offline City Guides vorn, gefolgt von Expedia Inc. (u.a. Expedia Hotels mit 6 Mio. Besuchen und Southwest Airlines mit 4,1 Mio.
- Ein wenig Demographie: Frauen tendieren mehr als Männer zum Besuch eines Online-Reisebüros (Online Travel Agency, OTA).
- Im Juli ließen sich laut Report 53 Prozent des generierten Web-Traffics zu “Travel” auf Apps und 47 Prozent auf Mobiles Internet/Browser zurückführen.
Lesetipp: iPads im Unternehmenseinsatz!
Zwei Beiträge aus dem IDG-Netzwerk, deren Lektüre besonders für alle nützlich sein könnte, die für Apps und Tablets im Unternehmenseinsatz verantwortlich sind:
1. Ein Computerwoche-Artikel nennt kursorisch aktuelle Beispiele vom erfolgreichen Einsatz von Tablet-PCs (von gescheiterten Projekten erfährt man ja eher selten) bei folgenden Unternehmen oder Organisationen: Bayer Health Care (weltweit 8.500 Tablets im Einsatz, viele Vertriebler arbeiten bereits damit); Pharmakonzern Stada (mobile Produktpräsentationen, Online-Auftragserfassung), Spülsystemhersteller Winterhalter (fünf eigene Business Apps, u.a. einen Produktkonfigurator sowie eine App, die Einsparpotenziale des Kunden durch Winterhalter-Produkte errechnet); Lidl (iPads für Verkaufsleiter, vorinstallierte Business Intelligence-Lösung von MicroStrategy; Rödl & Partner (Produkttests mit Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Consultants. Es treten iPads gegen Samsung Galaxy Tab an); Wasseraufbereitungs-Spezialist Brita (iPads für Topmanagement und Vertriebler; inklusive Brita-eigener Apps).
Der besonders lesenswerte Beitrag geht auch auf die Themen BYOD oder Corporate App Store ein.
Eine aktuelle Marktstudie aus dem Hause Computerwoche belegt 2. die Verbreitung von Tablets in deutschen Unternehmen.
Mobile Computing: 3/4 der Banken fürchten um Datensicherheit
Drei Viertel der deutschen Banken sehen durch mobile Endgeräte im Unternehmenseinsatz u.a. die Vertraulichkeit von Informationen gefährdet. Das gilt insbesondere für auf Tablets residierende Daten. Zudem stufen 70 Prozent der Branchenentscheider die Datenablage auf Smartphones oder das Lauschen durch unbemerkte Zuhörer bei Telefonkonferenzen als sicherheitskritisch ein. Ein Remote-Login durch mobile Professionals, beispielsweise vom Hotel aus, beurteilen 60 Prozent als Sicherheitsrisiko.
Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie zur IT-Sicherheit in Deutschland von Steria Mummert Consulting und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF). Ob Trojaner, Viren oder Hacker – ausnahmslos alle Finanzinstitute bauen zwar auf Maßnahmen zur Abwehr gegen virtuelle Angriffe. Zum Umgang mit mobilen Technologien gibt es bisher jedoch nur in der Hälfte der Häuser dezidierte Richtlinien (Security Policies). Zudem geben 40 Prozent der Institute an, dass sie keine PIN-Sperre (Screen Lock View) der mobilen Endgeräte implementiert haben, wenn dieses eine voreingestellte Zeitspanne lang unbenutzt bleiben. Auf eine Verschlüsselung ihrer Nachrichten und Netzwerke beim mobilen Einsatz verzichten 45 Prozent.
Gleichzeitig setzt sich der Mobilitätstrend bei den Banken jedoch ungebremst fort. Immer mehr Mitarbeiter werden mit mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets ausgestattet und erhalten so auch außerhalb des Unternehmens Zugang zu dessen daten. Obwohl 70 Prozent der Banken die Datenablage auf Smartphones grundsätzlich als sicherheitskritisch einstufen, gibt es nur bei 45 Prozent der Institute eine verschlüsselte Ablage auf dem Datenträger Mobilgerät. Und nur jede fünfte Bank ist in der Lage, im Falle eines Diebstahls des Geräts eine Fernlöschung der Daten (Remote Removal, Remote Kill) vorzunehmen.
Medizinisches Bulletin M-Health
In einem lesenswerten Rückblick auf die Medica referiert heise.de (u.a. c’t, Mac & i, iX) den aktuell in Düsseldorf gezeigten Stand der Technik bei Mobile Health: Nie gab es mehr medizinisch relevante Apps für Smartphones und Tablets. Besetzte Themen sind dabei etwa die Kontrolle von Atemfrequenz, Blutdruck, Blutzucker und Körpertemperatur des Anwenders. Die erhobenen Daten werden je nach Situation zunächst selbst oder gleich vom Arzt kontrolliert und ausgewertet. Auch die Krankenhausinformationssysteme (KIS) machen mobil und können jetzt typischerweise auch via iPad oder sonstiges Tablet benutzt werden – vor allem für die Dateneingabe, beispielsweise auf Visite. Sogar Apps, die den Narkoseverlauf simulieren, gibt es bereits.
Das App-Systemhaus Glanzkinder hat schon seit mehreren Jahren teils enorm erfolgreiche iOS-Apps der App Store-Kategorie “Medizin” für seinen Kunden realisiert, darunter beispielsweise Kinderwunsch (eine der bislang erfolgreichsten GlanzApps überhaupt: Auch nach weit über einem Jahr noch in den Top 40 dieser Kategorie), ZAK (= Datenbank “Zugelassene Arzneimittel für Kinder, eine Initiative von Hexal), Broteinheiten, Aporabatt (bis zu 70% beim Medikamenteneinkauf sparen), IKK classic (Services für Versicherte, oder die es werden wollen) oder ganz aktuell iMamaiPapa HD, die iPad App für werdende Eltern.
Tablets für Versicherungen
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner verändert der Einsatz von Tablet-PCs die Geschäftsprozesse vieler Unternehmen. Gerade die Versicherungsbranche stehe vor zahlreichen neuen Herausforderungen durch veränderte Kundenerwartungen, neue regulatorische Anforderungen und den Einfluss neuer Technologien. Eines der Themen, die von vielen Versicherern derzeit intensiv diskutiert werden, seien Media Tablets und mobile Anwendungen sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf IT- und Geschäftsstrategie (etwa auf den Multichannel-Vertrieb). Im Fokus stehen dabei laut Gartner verschiedene Nutzergruppen: eigene Mitarbeiter im Innen- und Außendienst, Agenten und Makler sowie Endkunden. Tablet-PCs lassen sich beispielsweise aufgrund ihrer hohen Benutzerfreundlichkeit sehr einfach im Beratungsgespräch einsetzen und werden von einigen Versicherungen auch wegen ihrer innovativen Außenwirkung auf Kunden und Vertriebspartner unter Image-Aspekten geschätzt.
Media Tablets und für diese entwickelte mobile Apps werden für verschiedene Elemente der Wertschöpfungskette in einer Versicherung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Neben Beratung und Vertrieb gehören dazu beispielsweise auch das Schadensmanagement oder die Vertragsverwaltung. Angesichts einer nachlassenden Kundenloyalität/höherer Wechselfreudigkeit und eines zunehmend gesättigten Marktumfelds können Tablet-PCs und mobile Anwendungen dazu beitragen, operative Prozesse zu optimieren oder die Kundenbeziehung zu vertiefen.
mehr von Gartner zur Versicherungsbranche
Branchen-Special: Gesundheits-Apps
2011 wird jedes dritte bei uns verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone sein. Apps gab es zwar schon lange – von Nokia und anderen. Doch Apple gebührt das Verdienst, mit der Entwicklungsmöglichkeit von Apps für seine Plattformen so etwas wie ein neues Wirtschaftsfeld eröffnet zu haben. Dieses kann interessante Wachstumsraten vorweisen: In Deutschland lag im Jahr 2009 der Umsatz, der mit mobilen Apps erzielt wurde, bereits bei 190 Millionen Euro. Für 2010 wird ein Umsatz von 343 Millionen Euro prognostiziert.
Für den Bereich der Gesundheit ergeben sich hier sowohl für die Wirtschaft als auch für die Konsumenten neue Möglichkeiten. Schon jetzt informiert sich bereits mehr als die Hälfte der Bundesbürger über Gesundheitsthemen online. Daran haben auch Apps einen nicht zu unterschätzenden Anteil, der mit der Weiterverbreitung von Smartphones in naher Zukunft steigen wird. Momentan spielen gesundheitsbezogene Apps eine eher untergeordnete Rolle – noch, wie ein lesenswerter Report vom Institut Arbeit und Technik Gelsenkirchen (IAT) darstellt: Hiernach zeigt ein Blick auf die Wachstumsraten der vergangenen Monate einen deutlichen Anstieg bei entsprechenden Neuentwicklungen: In Apples App Store hat sich beispielsweise die Anzahl der gesundheitsbezogenen iOS-Apps allein im Zeitraum Februar bis September 2010 um fast 3.000 Apps auf 7.136 erhöht.
Googles Android Market fasst diese in der Kategorie „Gesundheit“ zusammen, der App Store unterscheidet noch die Kategorien „Gesundheit & Fitness“ sowie „Medizin“. Dahinter verbergen sich für den deutschen Markt 628 bzw. 725 angebotene Programme (Stand: 12.11.2010). Das Angebot beinhaltet dabei sehr verschiedene Dinge: Gesundheitslexika, Schrittzähler, Rückenschulen, 3D-Modelle menschlicher Körperteile, BMI- oder Broteinheiten-Rechner, Medikamentenlisten oder Pollenflugkalender.![]()
Dennoch ist das Feld der Apps für die Gesundheitsbranche laut IAT noch kaum erschlossen. Generell lassen sich dabei die beiden Themenschwerpunkte “Medizin” und “Lifestyle” (bzw. “HealthStyle”) identifizieren. Ob Gesundheitslexikon, Fachinformationen für medizinisches Personal, Blutdrucktagebücher, Yoga-Übungen oder Laufdatenanalyse mit Hilfe von GPS – die Anwendungsfelder scheinen nahezu unbegrenzt. In Deutschland beschränkt sich das Angebot meist noch auf die reine Informationsebene. Ein Blick über die Grenzen zeigt allerdings, dass die Zukunft der Apps auch die Interaktionsebene erreicht: Apps, die medizinische Daten von Patienten bündeln und an Gesundheitszentren weiterleiten oder Videokonferenzen mittels Smartphones sind in anderen Ländern bereits erfolgreich erprobt und in die Tat umgesetzt. Und für alle Anwendungsbereiche, bei denen Übersichtsbilder und Datenerfassung von verstärkter Bedeutung sind, wie beispielsweise bei der Visite im Krankenhaus, kommen Tablet-Rechner wie das iPad als Zielsysteme für die App-Programmierung in Betracht.
Health Apps – Fakten & Zahlen im Überblick:
- Mit 52,6 % informiert sich über die Hälfte aller Bundesbürger (auch) online über Gesundheitsthemen.
- 2011 wird voraussichtlich jedes dritte verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone sein.
- Seit der Eröffnung von Apples App Store im Juli 2008 stehen mehr als 300.000 Anwendungen bereit, die bislang in Summe über 7 Mrd. mal heruntergeladen wurden. In Deutschland stehen ca. 1.400 gesundheitsbezogene Apps zur Verfügung, international sind es bereits über 7000.
- Health Apps spielen derzeit zwar im Vergleich zu anderen Kategorien wie Games und News eine untergeordnete Rolle, weisen jedoch je nach Mobile App Store Wachstumsraten von bis zu 156,6% (Android Market) auf.
- Viele telemedizinische Lösungsansätze setzen bei gleichem oder ähnlichem Leistungsversprechen auf unterschiedliche technische Innovationen. Smartphones und native Apps bzw. Web-Applikationen können als einheitliches Interface Defizite bei Nutzerakzeptanz und -kompetenz ausgleichen.
Die aktuelle Ausgabe 13/2010 der IAT-Publikation “Forschung Aktuell” befasst sich ausführlich mit dieser zukunftsträchtigen Thematik und kann hier heruntergeladen werden: Download (PDF).
Branchen-Special: Druck(vorstufe) u. Verlag
Unter dem Titel “Vom iPhone zu iPrint” hat die Messe Düsseldorf – Veranstalter der Printmesse drupa – ein lesenswertes Special veröffentlicht. Hier werden zahlreiche Apps und Trends aus und für diese Bereiche vorgestellt und eingeordnet. Zum Artikel geht es hier.
Branchen-Special: Apps u. Präsentationssysteme für Juristen
iPhone und iPhone Apps setzen ihren Weg in die Unternehmen weiter fort, u.a. durch das permanent wachsende Angebot von teils hoch spezifischen Apps. Rainer Langenhan hat auf seinem empfehlenswerten Blog Handakte WebLAWg in zwei umfänglichen Teilen einen Überblick über für diese Berufsgruppe besonders relevante Apps veröffentlicht.
“Der Walhalla-Verlag stellt bereits eine beachtliche Anzahl von Gesetzestexten als App (überwiegend kostenpflichtig, 3,99 bis 9,99 EUR) zur Verfügung. Kostenlos erhältlich sind hier beispielsweise: Berufsrecht Rechtsanwälte, Grundgesetz, Verfassungen der Länder, IT-Recht, Zivildienstgesetz.
Mit der App Prozesskostenrechner (PKR09) lassen sich Anwaltsgebühren, Gerichtskosten und das Prozesskostenrisiko errechnen. Der Preis von 1,59 EUR erscheint günstig, die App ersetzt lt. Langenhan aber kein Gebührenprogramm, da es nicht alle Feinheiten des RVG und GKG beherrscht (auch lt. Rezensionen im iTunes-Store).
Bußgeldrechner werden in verschiedenen Versionen (kostenlos und kostenpflichtig, ab 0,79 EUR) angeboten, so z.B. Bußgeld Pro von Philipp Langer oder Bußgeldrechner Pro von Tim Trinkies.
Die RA eMobilsuite ist eine Webanwendung, keine native App, sie bietet u.a.: Kostenrisiko (mit Quotentafel), LHK-Index, Pfändbares Einkommen, Ratenberechnung.
MiniBooks ist eine Zeiterfassungssoftware, die sich in die englischsprachige Online-Anwendung Freshbooks integriert. Freshbooks wird von vielen internationalen Rechtsanwälten genutzt und empfohlen. Es gibt eine Testversion (Minibooks lite), limitiert auf drei Kunden.“
Weiterlesen auf Handakte WebLAWg
Dass “Multitouch” auch außerhalb der Apple-Plattformen in der Geschäftswelt zunehmend ein Thema wird, zeigt beispielsweise das interaktive Präsentationssystem, welches das Kompetenznetzwerk für Virtuelle Kommunikations- und Arbeitsräume (Vikora) auf der Fachmesse “Moderner Staat 2009″ präsentiert. Unter dem Motto “Besprechen, verhandeln, schlichten” präsentiert das Kompetenznetzwerk Vikora den ART+COM Touchmaster auf der Fachmesse Moderner Staat (Messe Berlin, 24.-25.11.09). Der Touchmaster ist ein Multitouch-Präsentationssystem im Großformat zur Visualisierung multimedialer Inhalte. Die große Präsentationsfläche erlaubt es mehreren Benutzern, gleichzeitig und unabhängig voneinander mit dem System zu interagieren.
Für den Auftritt auf Moderner Staat hat Vikora einen Showcase “Baurechtsstreitigkeiten” entworfen, der neben dem ART+COM Touchmaster auch auf Microsofts Surface und einem LCD Multi-Touchscreen zu sehen sein wird. Im Zentrum des Szenarios steht der interaktive Präsentationstisch bei Gericht. Für die bevorstehende Gerichtsverhandlung wählt der Richter aus seiner elektronischen Akte Dokumente wie Baupläne, Gutachten oder Beweisfotos aus, um Sie während der Verhandlung allen anderen Verfahrensbeteiligten auf dem interaktiven Präsentationstisch zur Verfügung zu stellen. Dort können sie über die interaktive Arbeitsoberfläche gemeinsam begutachtet, mit anderen Beweisstücken verglichen und zu Demonstrationszwecken mit Markierungen versehen werden.
