Teamviewer: PC-Fernsteuerung 6.0
TeamViewer hat eine neue Version ihrer Software für Fernwartung, Online-Support, Präsentationen und Zusammenarbeit über das Internet vorgestellt.
TeamViewer 6 wurde gegenüber der Vorgeneration in mehreren Details verbessert. Es soll sowohl professionellen als auch privaten Anwendern ein komfortableres Arbeiten mit noch leistungsfähigeren Verbindungen ermöglichen. In die Entwicklung sind laut Anbieter vor allem konkrete Vorschläge der TeamViewer-Nutzer eingeflossen.
Das überarbeitete Kundenmodul QuickSupport zählt dabei zu den wichtigsten Neuerungen. Im Unterschied zu bisherigen Versionen arbeitet dies nun auch direkt mit der TeamViewer-Partnerliste zur Verwaltung der Verbindungspartner zusammen. Ein Kontakt, der auf seinem Rechner das Modul startet, wird dem Supporter unmittelbar in seiner Partnerliste angezeigt. Die Verbindung kann sofort aufgebaut werden, ohne dass vorher ID und Kennwort mitgeteilt werden müssen.
Direkt über den verbesserten QuickSupport sollen zudem jetzt auch bereits vor der Verbindung Chat-Nachrichten ausgetauscht werden, wodurch beispielsweise ein vorbereitendes Telefonat zur Abstimmung entfallen kann. Zur rechtlichen Absicherung kann im QuickSupport außerdem optional ein individuell gestaltbarer Disclaimer (Haftungsausschluss) eingerichtet werden, den der fernzuwartende Anwender vorab bestätigen muss.
Das komplett neue TeamViewer-Modul QuickJoin soll hingegen optimal zur Durchführung von Online-Präsentationen mit mehreren Teilnehmern ausgelegt sein. Die Zuschauer erhalten per E-Mail eine Einladung mit den Sitzungsdaten und können sich auf diese Weise selbst zum Präsentierenden verbinden. Die aufwändige Eingabe von Zugangsdaten für jeden einzelnen Teilnehmer entfällt dadurch, was den gesamten Ablauf wesentlich einfacher gestalten soll. Der Präsentator behält mit QuickJoin jederzeit die volle Kontrolle: Er sieht, wie viele Teilnehmer sich bereits verbunden haben und hat Zugriff auf alle wichtigen Präsentationsfunktionen (zum Beispiel VoIP, Video, Chat und Whiteboard). Auch der genaue Startzeitpunkt der Präsentation, der bislang vom Aufbau der Verbindung durch den Zuschauer abhing, kann nun von ihm selbst definiert werden.
Besonders praktisch bei der Fernwartung ist außerdem der automatische Verbindungsaufbau nach dem Reboot. Aktualisierungen oder Neuinstallationen erfordern häufig einen Neustart des jeweiligen Rechners. Ab sofort baut TeamViewer die Verbindung nach einem Reboot auf Wunsch automatisch wieder auf, sobald der entsprechende Rechner hochgefahren ist. Selbstverständlich soll diese Funktion sowohl für Nutzer des Host-Moduls als auch innerhalb der Vollversion und beim QuickSupport zur Verfügung stehen.
Das Design der Benutzeroberfläche wurde ebenfalls überarbeitet. Die beiden Hauptfunktionen “Fernsteuerung” und “Präsentation” sind jetzt klarer getrennt. TeamViewer 6 ist ab sofort verfügbar. Für professionelle Anwender stehen verschiedene, zeitlich unbegrenzte Lizenzen ab einmalig 499,- Euro zzgl. MwSt. (Business-Lizenz) zur Auswahl. Für private Anwender ohne gewerblichen Hintergrund ist TeamViewer grundsätzlich kostenlos.
Lesetip: Apps für iPhone-Fotografen
Fotografieren mit dem iPhone hat etwas von Lomographie, allerdings mit dem Vorteil, dass man die gewünschten Fotos sofort sieht und durch die Funktionen inzwischen recht zahlreicher Apps der Kategorie “Fotografie” in die gewünschte Richtung verändern kann. Oftmals entstehen so aus zunächst unspektakulären Schnappschüssen deutlich veredelte, ernstzunehmende Bilder.
“Apps für iPhone -Fotografen – Fotografie und Bildbearbeitung” aus dem Verlag Markt+Technik will als Ratgeber für die Benutzung der iPhone-Cam solche Effekte noch öfter herbeizuführen helfen.
Autor Ronald Puhle stellt in dem Buch die Cams der bisherigen iPhonegenerationen (3G-4G, das 2G taucht nicht mehr auf), viele nützliche Apps vor und erklärt diese genau. Die Möglichkeiten des direkten Hochladens der jeweiligen Fotos und ihre Verwendung auf Blogs, sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Flickr & Co.) und Kommunikationsplattformen wie iChat, Skype und MSN werden ebenso in dem Buch herausgearbeitet.
Die Schnellebigkeit des App-Marktes, die Aktualisierung der jeweiligen Apps, Neuerscheinungen und Neuauflagen des iPhones machen es aber sehr schwer, einen aktuellen Stand zu vermitteln. Der Autor ist sich dieses Problems bewusst und stellt Lesern Aktualisierungen und Erweiterungen zum Buch in seinem Blog zur Verfügung – eine gute Sache!
Der Band ist mit viel Liebe und Sachkenntnis gemacht und erfüllt die selbstgestellte Aufgabe, die Cam, Apps und Möglichkeiten der jeweiligen iPhonegenerationen mit vielen Bespielen, Tips und Tricks genau zu erklären. Insofern das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Fotonarren mit iPhone und die, die es noch werden wollen.
Fazit: ****
Apps für iPhone-Fotografen – Fotografie und Bildbearbeitung
Buch, ISBN 978-3-8272-4671-4, 234 Seiten, 19,95 €
Erhältlich in jedem Buchladen oder auch via Amazon.
Aura: Navigation mit 3-4 Dimensionen
Wie hier bereits kurz vorgestellt ist die von Navi-Spezialist Sygic zur CeBIT 2010 angekündigte 3D-Navigation Sygic Aura inzwischen verfügbar. Erstmals nutze diese “die 3D-Beschleunigung des iPhone-Chips, um ein rasant schnelles 3D-Rendering der eingeblendeten Landschaften zu erzielen”, hieß es dazu. Überdies sei eine “location aware social networking app” integriert. Anlaß genug für einen mobileTicker-Praxistest. Dieser fiel erfreulich aus.
Tatsächlich bietet diese Navigations-Software mit einem speziellen Fußgänger-Modus, den Reiseführer-Infos sowie geobasiert dargebotenen, aus Wikipedia stammenden Infos ein so bislang nicht in einer App kombiniertes Funktionalitätsbündel. Aus einer App heraus kann man also navigieren, ortsbezogene Informationen recherchieren, die eigene Position mitteilen, mit Freunden chatten und den Wetterbericht abrufen. Wie bei allen Social Networks macht deren spezielle Funktionalität naturgemäß auch bei Aura noch relativ wenig Spaß, wenn man neu im Netzwerk ist. Dennoch ist dies sicher das erste Navi, das man auch schon mal aufruft, wenn man sich gar nicht lotsen lassen will. Durch einen für Hilfestellung und das Entgegennehmen von Verbesserungsvorschlägen abgestellten Sygic-Mitarbeiter bzw. Avatar, der einen freundlich begrüßt, fühlt man sich ganz zu Beginn gleich nicht mehr so einsam. Außerdem besteht ja die Möglichkeit, sämtliche iPhone-Kontakte zu integrieren, d.h. diesen beispielsweise von Aura die eigenen Koordinaten zumailen zu lassen oder sie zum Chat auffordern. Falls man das wirklich möchte… Wie sich das für ein derartiges Netzwerk gehört, gibt es natürlich “Freunde”, einen Status, Nachrichten und Ereignisse. Restaurants, Hotels, Kneipen o. Ä. lassen sich innerhalb der App bewerten. Die Idee, derartig Navigation und Netzwerk zusammenzubringen, ist einleuchtend und fügt der App gewissermaßen eine weitere “Dimension” hinzu. Doch ob man damit Diensten wie Quype wirklich Konkurrenz machen kann, muss die Zukunft erweisen.
Jetzt schon beurteilbar ist hingegen die integrierte, nützliche Suche nach Restaurants, Hotels, Kneipen etc., welche mit Fotos sowie nützlichen Kontaktinformationen wie Öffnungszeiten, Web-Seiten etc. hinterlegt ist.
Ebenfalls recht ansprechend die durch 3D-Anmutung etwas realistischere Darstellung von Gebäuden, Straßen und Landschaft – das wohl größte Plus von Aura. Ach ja, und Navigieren kann man mit dieser Vielzweck-App natürlich auch: An der sprachgeführten Turn-by-Turn-Navigation (in 20 unterstützten Sprachen) gefällt bereits die beispielsweise im direkten Vergleich zu einem altehrwürdigen Medion GoPal besonders angenehme Klangfarbe von “Doris’” hilfreichen Anweisungen. Auch die Sounds für die Blitzerhinweise und (optionale) Warnung bei Überschreitungen von geltenden Tempolimits klingen erfreulich wenig nach Spielautomat. Der Fahrspur-Assistent überzeugte überwiegend. Im direkten Vergleich zu einem NDrive Navi-App der ersten Generation gewinnt Aura haushoch. Obwohl doch beide Apps den gleichen GPS-Sensor nutzen, hängt sich die Sygic-Lösung fast nie auf (außer bei den durchschlagenden “Netzwerkverbindung verloren”-Fehlerhinweisen, die ja leider jede App einfrieren lassen) und verlor im Test auch nie die Orientierung – ganz im Gegensatz zur häufig aus der Routenführung aussteigenden Vergleichs-App. Ein weiteres Plus ist der eigene Fußgänger-Modus für die City.
Praktisch: Man kann sich zu seiner aktuellen Position sämtliche POIs (Points of interest/Sehenswürdigkeiten) anzeigen lassen. Natürlich weist Aura auf Wunsch den Weg zu allen Kontakten – den zur hinterlegten Stamm-Adresse oder zu einem etwaig aktuell via Aura geposteten.
Nettes Detail: Ein Demo-Modus führt uns auf Wunsch vor Fahrtbeginn in einstellbarem Tempo durch die berechnete Route, die daraufhin noch einmal revidiert werden kann. Auch gut durchdacht: Falls man die letzte Routenansage überhört oder nicht verstanden hat, wiederholt “Doris” sie gerne auf einen Tap auf den großen Pfeil links unten hin. Alle Aktivitäten wie Auto-/Fußgänger-Navigation, POIs anzeigen, POI hinzufügen, Standort mitteilen etc. lassen sich übrigens direkt aus der Karte und ohne Umweg über das Hauptmenu aus aufrufen.
Nicht 100% optimal ist die Platzierung der “Nächste Aktion”-Anzeige gelöst, da diese nicht wie üblich und bewährt ganz oben links sondern hier ganz unten im GUI zu finden ist. Ein deutlicher Kritikpunkt: Der permanente Full Screen-Modus von Aura läßt keinen Raum für die Ladezustandsanzeige des iPhone – fatal bei einer App, die in etwas über einer Stunde den Akku komplett lenzen kann.
Unser Fazit dennoch in Summe: ****
Als iPhone App sind derzeit u.a. ff. Kartenpakete erhältlich: Benelux, “Central Europe” (Österreich, Kroatien, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Polen, Slovakei, Slovenien, Schweiz und Liechtenstein), D-A-CH, “Eastern Europe” (Albanien, Weißrussland/Belarus, Bosnien-Herzegovina, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slovakei, Slovenien, Türkei und der Ukraine), Frankreich, “Iberia” (Andorra, Gibraltar, Portugal, Spanien), “Italy” (Italien, Malta, San Marino, Vatikan), “Nordics” (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden), UK & Ireland.
Einführungspreis:
Noch bis Ende des Monats, bis zum 31. Mai 2010, werden die Pakete zum Einführungspreis von 34,99 Euro angeboten – danach kosten die Apps jeweils 59,99 Euro. Das getestete und empfehlenswerte D-A-CH-Navi findet sich erstaunlicherweise derzeit nicht in den Top 100 der iTunes-Charts (Navigation/Meistgekauft).
Give-away-Aktion:
Mit freundlicher Unterstützung von Sygic verschenkt mobileTicker einen Promo-Code für Sygic Aura Drive D-A-CH an die/den ersten Leser(in), die/der sich dazu unter klaus at glanzkinder.com meldet und die Frage richtig beantwortet: “Welches unabhängige non-profit-Referenzwerk ist als Wissensquelle in Aura integriert?” Voraussetzung für die Installation der App ist ein US-Account für iTunes. Eine leicht nachvollziehbare Anleitung zu dessen Einrichtung kann auf Wunsch mitgeliefert werden. Einsendeschluss für unser “Preisausschreiben” ist Freitag, der 28. Mai, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Nokia u. Yahoo kooperieren stärker b. Webservices
Yahoo und Nokia haben heute den Ausbau ihrer weltweiten strategischen Allianz bekannt gegeben. Durch diese Strategie soll “noch mehr Nutzern” ihre Online-Dienste zur Verfügung gestellt (und Anschluss an die davonziehenden Wettbewerber Google und Apple gehalten) werden.![]()
Auf Basis einer allerdings bereits seit über als fünf Jahren bestehenden Kooperation wollen die Unternehmen ihre jeweiligen Stärken in den Bereichen E-Mail, Instant Messaging, Karten und Navigation einbringen und hochwertige Services für PCs und vor allem mobile Geräte bereit stellen:
- Nokia wird exklusiver, globaler Anbieter der Karten- und Navigationsdienste von Yahoo und Ovi-Karten werden in die Angebote von Yahoo integriert, die mit “Powered by Ovi” gebrandet werden.
- Yahoo wird exklusiver, globaler Anbieter von Ovi Mail und Ovi Chat von Nokia – diese Dienste werden mit “Ovi Mail / Ovi Chat powered by Yahoo” gebrandet.
- Nokia und Yahoo planen zudem eine ID-Kooperation für ihre Dienste; demnach werden Nutzer ihre Ovi User-IDs für ausgewählte Services von Yahoo nutzen können, um so schnell und einfach Zugriff auf die gewünschten Online-Inhalte und -Services zu erhalten.
Sygic “Aura” verfügbar

Dortmund, heute mal mit Aura

Sygic Aura - Das Navi als Social Network
Praxistest: My Hero (vs. ichPhone)
Mehrere Wochen hat sich das Android-Smartphone Hero von HTC jetzt bereits glänzend in der mobileTicker-Redaktion von Glanzkinder bewährt und musste sich dabei zwangsläufig auch dem Vergleich mit mehreren iPhone-Gerätegenerationen stellen. Das Fazit vorab: Der Hero machte eine wahrlich heldenhafte Figur – Außer vielleicht beim Strunzfaktor gibt es nichts, was er nicht mindestens so gut wie das iPhone kann.
Zunächst galt es, sich trotz des etwas barocken Sprachgebrauchs (z. B. “Besuchen des Internets auf dem Telefon”) im immerhin aber nicht komplett maschinen-übersetzt wirkenden Owner’s Manual zu den allerersten Gehversuchen schlau zu machen… Freiheit, die ich meine! Man kann, darf, ja muss dieses Smartphone ganz einfach öffnen, nicht nur, um eine SIM-Card einzulegen (1,8V- wie 3V-Karten werden unterstützt; das Testgerät ist SIM-Free), sondern auch um den Akku einzulegen bzw. zu wechseln. Freude auch über die 2 GB SanDisk-Karte, die ganz nach Belieben ausgetauscht oder erweitert werden kann. Sobald man diese auf dem PC oder Mac als USB-Laufwerk einrichtet, kann fröhlich hin- und her-synchronisiert werden!
Der Hero (alias G2 Touch) war HTCs erstes Android-Smartphone mit den Features Multitouch, HTC Sense als Bedienoberfläche und Unterstützung von Adobe Flash. Er ist bereits seit Juli 2009 in Europa verfügbar. Relativ schnell hat man die Infos der Statuszeile oben begriffen, die Signalstärke, Akkustatus, Verbindungsstatus und Uhrzeit anzeigt. Gewöhnen muss man sich kurz an die im Gegensatz zum Apfelphone stufenlos nach links und rechts verschiebbaren Home Screens, sieben an der Zahl. Vor der ersten Benutzung hat man sich mit seinem GoogleMail-Konto anzumelden. Dann wird man zügig durch verschiedene Konto-Einrichtungen geführt. Innerhalb weniger Minuten ist man imstande zu telefonieren und beherrscht vielleicht auch schon nützliche Features wie Stummschalten. Bei bekannten Anrufern werden diese falls vorhanden mit Namen und Bild angezeigt. Makeln wird standardmäßig unterstützt, Warteschleifen u. Konferenzschaltungen ebenso. Generell zeigte sich: Wer mit dem iPhone umgehen kann, findet sich mit der Kombi Android/Sense auch schnell zurecht. Franka (7 Jahre, iPhone-Veteranin, Doodle Jump-Highscore >61.000) zockte nach wenigen Minuten etliche Spiele und beherrschte auch bereits den Einkaufsbummel in den Android Market. Am spürbarsten werden Unterschiede etwa beim Beenden von Apps (halt ohne Home Button). Apropos Beenden: Der Hero unterstützt ja erfreulicherweise Multitasking, wenn der Prozessor an seine Grenzen stößt, speichert er den App-Status und fährt Apps herunter, bis ein sicherer Zustand erreicht ist. Insofern gelang es nie, das System in die Knie zu zwingen. App-Abstürze aber kommen durchaus regelmäßig vor..
An recht intuitiv funktionierenden Bedienelementen werden geboten: Taste Ein/Aus, Taste MENÜ (für aktuelles Fenster oder aktuelle Option oder App), Taste STARTSEITE (inkl. App History), Taste ANRUFEN (Zugang zu Telefonie, Kontakte), Taste ZURÜCK/BEENDEN (einen Schritt zurück/Eingabe löschen) sowie SUCHEN (startet kontextbasiertes Suchen u.a. in Kontakten, E-Mails, Apps, aber auch in Twitter). Nicht zu vergessen der Trackball, mit dem man nach etwas Übung recht gut Elemente auf dem Display auszuwählen oder markieren kann. Vorzügliche Dienste leistet der Trackball beim mobilen Surfen. Allerdings lässt sich die Empfindlichkeit nicht einstellen. Durch Blinken macht er auf eingehende Anrufe oder eingegangene Benachrichtigungen aufmerksam. Lauter/leiser gestellt wird der Held mit einer sensibel ansprechenden Wippe an der linken Geräteseite.
Schon etwas erfahrener in den Menütiefen und selbstbewusster beim Hero-Bedienen entdeckt man entzückt, dass man hier simpel tun kann, wozu man ein iPhone erst jailbreaken müsste: Man kann das Phone weitestgehend individualisieren, beispielsweise den Hintergrund des Startbildschirms frei wählen.
Das “grüne Auge” (LED) vom Hero hält folgende Botschaften bereit: Permanentes Grün signalisiert einen vollständig geladenen Akku (wenn das Telefon mit dem Netzteil odereinem Computer verbunden ist); stetiges Rot einen Akku, der geladen wird; blinkendes Rot einen schwachen Akku; blinkes Grün eine aktuelle Benachrichtigung.
Praktisch ist die App-History: Um eine zuletzt benutzte Anwendung zu öffnen, hält man die STARTSEITE-Taste etwas länger gedrückt und bekommt die sechs zuletzt genutzten Anwendungen angezeigt, die auf einen Touch hin geöffnet werden.
Die Synchronisierung mit Google-Diensten, aber auch mit Exchange ActiveSync und Microsoft Office Outlook aus gelingt recht einfach über Einstellungen / Settings. Für weitergehende Vorhaben gibt es Software zum Download bei HTC. Auch was Soziale Netzwerke angeht, bietet Hero vorbereiteten Zugriff auf vorhandene Facebook-, Flickr- und Twitter-Konten bzw. Profile. Dies führt etwa dazu, dass man geschossene Fotos automatisch bei Flickr veröffentlichen kann oder dass Kontakte mit Facebook abgeglichen wird und ggfs. Profilfotos auch im Adreßbuch angezeigt werden.
Charakteristisch für den Hero sind der markante Knick zum Gehäuseboden hin und die abgeschrägten Kanten am Gehäuserand. Der Knick führt dazu, dass das Smartphone subjektiv sicherer und besser in der Hand liegt als ein iPhone, aber auch in Taschen etwas mehr aufträgt. Daher passt der Hero natürlich auch nicht in für iPhones geeignete Hüllen und Etuis. Das Smartphone wiegt 135 Gramm und fasst sich u.a. dank des um den Touchscreen herum verbauten Aluminiums sehr stabil und “wertig” an, wirkt vom Gerätedesign her aber optisch weit weniger aufsehenerregend als das Kultgerät mit dem Apfellogo.
Der 3,2 Zoll große kapazitive HVGA-Multitouch-Bildschirm mit 320×480 Pixel Auflösung trägt eine fettabweisende Schutzschicht und auch der Rest des Geräts ist beschichtet – mit Teflon. Eine gewisse Schmutzresistenz erwies sich auch im Praxistest, obwohl Touchscreens nunmal für Fingerabdrücke prädestiniert scheinen.
Die sonstige Ausstattung ist dem 3GS sehr vergleichbar: integriertes Freisprechen, Audio-Ausgang (3,5 mm Standard), GPS-Sensor, Kompass, Beschleunigungssensor, virtuelle Tastatur (länger gedrückt halten für mehrfache Tastenbelegungen; auf Wunsch T9-Worterkennung). Die 5 Megapixel-Kamera (ohne Blitz/Beleuchtung) erzielt ähnlich mäßige Ergebnisse, wie die vom iPhone 3GS, allerdings kann der Hero-Autofokus via Trackball aktiviert werden, mit dem man auch Ausschitte festlegen kann. Überdies bietet die Kamera Einstellmöglichkeiten wie Weißabgleich oder Messmodus. Sie nimmt Videos mit einer maximalen Auflösung von 352 x 288 Pixel auf. Es ist ein Musikplayer integriert, der zuvor auf der Speicherkarte gespeicherte Titel spielt. Die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer klingen nicht berauschend, weisen dafür aber schön griffige Bedienelemente für diesen Player auf.
Standard-Anwendungen:
Beim SMS-Verfassen wird angezeigt, wenn das Format einer Nachricht überschritten u. die nächste begonnen wird. Klingt selbstverständlich, das kann oder will die Kombi iPhone/Telekom aber noch nicht. An MMS-Nachrichten kann angehängt werden: Foto (bis hin zu Slide-Shows), Video, Audio, Ort (GPS-Koordinaten), Kontakt (vCard), Termin (vCalendar). Der integrierte Browser arbeitet schnell und gut und hat keine Probleme mit Flash… Auch ein guter Kalender/Termin- und Aufgabenverwaltung, ein Taschenrechner, ein Twitter-Client, die notorische Aktien-App, eine Sprachaufzeichnungs-App und eine Uhr mit Wecker gehören zum Standard. Für mobile Professionals interessant – Neben QuickOffice ist auch ein recht gut funktionierender PDF-Viewer mit an Bord. Logisch, dass auch GoogleMail (inklusive Latitude), GoogleTalk (Instant Messaging; hier wird ggfs. angezeigt, falls der Chat-Partner auch ein Android-Endgerät verwendet!), Google Maps, YouTube sowie die schon erwähnte Google-Suchmaschine nicht fehlen dürfen.
Netter Gag: Gespeicherte Musiktitel können als Klingelton verwendet werden (aber was sagt die GEMA dazu?). Tethering ist ausdrücklich vorgesehen, erlaubt und wird im Handbuch erklärt: “6.6 Verwendung des Telefons als Modem”.
Zur Individualisierbarkeit des Hero tragen zahlreiche Widgets bei, die man den Home Screens hinzufügen kann, etwa eine Weltzeituhr oder eine hübsch animierte Wetterprognose. Auch die Möglichkeit, Verknüpfungen (etwa zu Bookmarks, einzelnen Kontakten oder häufig benötigten Apps) auf der Oberfläche zu platzieren, gefällt. Weniger zwingend ist die alphabetisch geordnete Darbietung sämtlicher installierter Apps.
Shopping-Fieber im Android Market
Der Android Market, Pendant zu Apples App Store, präsentiert seine auch schon über 50.000 Apps geordnet nach Kategorien (wie Comics, Effizienz-Tools, Finanzen, Gesundheit; ähnlich beliebig u. teils fragwürdig wie die App Store-Genres) und stets entweder nach Einstelldatum oder nach Beliebtheit sortiert. Hier findet sich manch alter App Store-Bekannter (z.B. “Papi Jump” und seine Verwandten). Formulierungen wie “on your iPhone” in den Release Notes von Android Apps deuten ebenfalls auf eine starke Portierungstätigkeit mancher Entwickler hin.![]()
Der Akku hat 1.350 mAh, damit hält der Hero bei vergleichbarer Nutzung gefühlt genau so lang oder kurz durch wie das iPhone 3GS, aber länger als das 2G. Die Werksangaben lauten: 470 Minuten Sprechzeit (GSM), 440 Stunden Stand-by. Bluetooth-Nutzung geht aber auch hier auf die Betriebszeit. Weitere Daten: Quadband-Gerät (GSM 850/900/1800/1900), UMTS/HSDPA und HSUPA für schnelle Uploads. Eine mit 528 MHz getaktete Qualcomm MSM 7600AARM CPU ist das Herz unseres Helden, der auf 288 MB Arbeitsspeicher zugreifen kann. Das Testgerät arbeitet mit Android 1.5 (“Cupcake”), ein Upgrade auf 2.1 (“Froyo”) ist aber angekündigt.
Vorteile Hero:
Individualisierbares GUI
Multitasking (b. Apple erst m. iPhone OS 4.0)
Akkus und Speicherkarten tauschbar (aufrüstbar bis auf 16 GB micro-SDHC)
Trackball als Navigations-Option (Mobiles Internet)
Taste Suchen u. Suchfunktion
Gehäuse-Ergonomie
App History
Unproblematisches Tethering
Apps können auch ohne Android Market installiert werden
Möglichkeit, kleines Tragband o.Ä. an der Rückwand zu verankern
Vorteile iPhone:
Design!
Poserfaktor
Übersichtlichkeit bei geladenen Apps
Angebot im App Store (Qualität, Quantität)
Prallvoller Zubehörmarkt
Hero-Fazit: *****
PS: Dümmster anzunehmender User Error: Obwohl das Gerät wohlweislich nur im WLAN betrieben werden sollte und laut Anzeige auch wurde, scheinen dennoch im Hintergrund Traffic erzeugende Prozesse abzulaufen, denn eine Telefonrechnung für die Karte im Hero von über 300 Euro für “Datendienste” sorgte für eine unschöne Überraschung, die aber die Freude über dieses tolle Smartphone, das ja auch normalerweise mit Internet Flat betrieben werden dürfte, nicht dauerhaft trüben konnte.
Projectplace pusht mobiles Projektmanagement
Projectplace hat seine bestehende Kollaborationslösung für webbasierte Projektarbeit funktional erweitert: Die wichtigste Neuerung der aktuellen Version betrifft die Möglichkeiten der Teamarbeit: Jeder Nutzer verfügt über ein persönliches Gästebuch, über das er mit Kollegen oder Projekt-Mitgliedern Kommentare austauschen kann; in einem klassischen Chat können außerdem private Nachrichten geschrieben werden. Überdies kann die Applikation jetzt via Push auf anstehende Projekt-Termine, Nachrichten oder Aktualisierungen hinweisen.
Mit der App können User Besprechungsanfragen im Vorfeld bearbeiten, Aufgaben und Statusreporte aktualisieren sowie Dokumente lesen und prüfen. Mittels der neuen Kontaktliste soll es jetzt noch einfacher sein, E-Mails, SMS oder private Nachrichten zu verschicken. Die App ist gratis, setzt fürs sinnvolle Funktionieren das Vorhandensein eines Accounts auf Projectplace.com voraus und ist weiterhin nur in Englisch verfügbar.
iTunes-Link
Real Time Communications: Per iPhone auf den MS OCS
Als “iDialog” hat Modality Systems im August einen iPhone Client für Microsofts Office Communications Server 2007 (OCS) im App Store verfügbar gemacht. Somit können Unternehmen jetzt die Groupware-Funktionen des OCS nicht nur Endgeräten unter Windows Mobile, sondern auch iPhones bereitstellen. Dazu gehören Kontaktliste inkl. Verfügbarkeitsinfo und weitere Datenbankeinträge. Aus der Anwendung heraus können Teilnehmer angewählt oder angemailt werden, auch Chats sind möglich. Voraussetzung für die Nutzung der knapp acht Euro kostenden App ist die Zugriffsmöglichkeit auf OCS 2007 oder OCS 2007 R2 sowie auf einen Communicator Web Access (CWA)-Server.
App Store-Link
Chat App: textPlus für iPhone
Für viele ist die SMS einer der primären Wege geworden, um mit Freunden und Familie zu kommunizieren. Nachteil: es gibt keinen Weg, ein Gruppengespräch über SMS zu führen. Sicher kann man eine SMS an mehrere Emfänger versenden, die Antworten kommen aber immer individuell zurück. Gogii bietet eine Lösung für dieses Problem mit der kostenfreien textPlus-Appan. Um einen Chat mit textPlus anzufangen, wählt man einfach Rufnummern aus dem Adressbuch aus oder gibt sie manuell ein. So können andere Personen zum Chat einladen werden. Sobald der Empfänger die Einladung akzeptiert, kann man die Kommunikation starten. Wie bei einem Online-Chat-Room, diesmal nur auf dem iPhone.