Event: ITU Telecom World
Die von der Fernmeldeunion der Vereinten Nationen, der ITU veranstaltete “ITU Telecom World” findet vom 24. bis 27. Oktober auf der Palexpo in Genf statt. Erwartet werden wieder Teilnehmer aus allen Ländern der Welt und allen Zweigen der Branche, darunter auch Staatsoberhäupter und Regierungsspitzen, aber auch Minister, Bürgermeister, CEOs aus der Wirtschaft und Technologie-Gurus.
Zu den Branchenvertretern auf dieser Veranstaltung gehören u.a. Alcatel-Lucent, AT&T, China Mobile, China Potevio, Cisco, Datang, Ericsson, Fiberhome, Fujitsu, Huawei, Intel, NTT, NTTDoCoMo, Qtel, RIM, Samsung, Satorys, Swisscom, Telkom SA, Turk Telecom, TDIA und ZTE.
Die Veranstaltung feiert überdies die das 40-jährige Jubiläum der ITU Telecom. Highlights des Programms:
- Ein zweitägiger “Broadband Leadership Summit” für Staats- und Regierungsoberhäupter, CEOs, Führungskräfte von UN-Organen und Mitglieder der Breitbandkommission für Digitale Entwicklung der ITU/UNESCO.
- Die “Digital Cities Conference”, auf der die Möglichkeiten der ICT-Branche zur Adressierung der wesentlichen Herausforderungen der Urbanisierung zur Sprache kommen
- Forum-Debatten zu Themen wie der Zukunft des Internet, der Verwaltung der Frequenzspektren über Erörterungen von Systemen für sinnvollere Lebensstrukturen bis hin zu Debatten über Rahmenbedingungen für Innovation, Cloud-Computing, soziale Netzwerke und Privatsphäre.
Telcos wollen iTunes-Konkurrenz an den Start bringen
Die Deutsche Telekom arbeitet nach Erkenntnissen der Financial Times Deutschland (aktuelle Ausgabe, Seite 3) gemeinsam mit anderen Telekomkonzernen an einer eigenen Internet-Plattform für Inhalte wie Musik, Videos und Nachrichten. Der Clou: Die bis Jahresende technisch zu realisierende Plattform soll theoretisch “allen Endgeräten und sämtlichen Inhalten offen stehen”.
Damit reagieren die Telcos laut FTD auf den Erfolg von Apples iTunes und wollen sich gleichzeitig für den anstehenden Verkaufsstart des iPad positionieren. “Es geht darum, alle Inhalte über jedes Endgerät verfügbar zu machen”, wird die Deutsche Telekom AG zitiert. Bereits während der diesjährigen Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hatte sich die DTAG mit 24 weiteren führenden Telekom-Unternehmen wie AT&T, China Mobile, China Unicom, Orange, Sprint, Telefónica, Verizon oder Vodafone darauf verständigt, gemeinsam offene Standards für Handy-Apps anzustreben.
iPhone-Vertrieb in China – u. Deutschland
Carrier China Unicom arbeitet nach Berichten des Wall Street Journal gemeinsam mit Apple an einer iPhone-Version, die erstmals auch Wi-Fi unterstützt. Bei den bisher offiziell in China vertriebenen Geräten wurde die Wi-Fi-Funktion u.a. aufgrund von Regierungsauflagen deaktiviert. Doch laut WSJ soll nun künftig der chinesische WAPI-Standard unterstützt werden dürfen. Seit Oktober 2009 wird das iPhone in China nicht nur gefertigt, sondern auch offiziell vertrieben – mit bislang gedämpftem Erfolg. China Unicom ist bislang noch der exklusive Distributor im Land der Mitte, Apples Verhandlungen mit China Mobile sollen aber andauern.
Apropos: Gerüchte über das bevorstehendes Ende des Exklusivvertrags der Deutschen Telekom AG mit Apple tauchen seit dessen Bestehen immer wieder mal auf. Nun aber will die Springer Tageszeitung ‘Die Welt’ erfahren haben, der DTAG-Vertrag mit Apple laufe noch bis 2012. Allerdings soll es ein beiderseitiges Kündigungsrecht im vierten Quartal 2010 geben. Wenn einer der Vertragspartner von diesem Recht Gebrauch machen sollte, könnten zu Weihnachten 2010 auch von anderen Anbietern stammende iPhones verschenkt werden.
Mobilfunker schmieden App-Allianz gegen Apple
Endlich selbst APPsahnen: Viele Mobilnetzbetreiber wollen endlich nicht nur mittelbar, sondern direkt an der Erfolgsstory mobiler Apps verdienen: Eine Allianz von 24 Telekom-Unternehmen kündigte auf dem Mobile World Congress (MWC) eine eigene Plattform an, über welche Apps vertrieben werden sollen. Der noch mit wenig Klang versehene Name der noch zu entwickelnden Plattform: Wholesale Applications Community (etwa: “Apps-Großhandel”). Von Anfang an dabei sind América Móvil, AT&T, Bharti Airtel, China Mobile, China Unicom, Deutsche Telekom, KT, Mobilkom Austria Group, MTN Group, NTT DoCoMo, Orange, Orascom Telecom, Softbank Mobile, Telecom Italia, Telefónica, Telenor Group, Telia Sonera, SingTel, SK Telecom, Sprint, Verizon Wireless, VimpelCom, Vodafone und Wind auf der Provider-Seite. Die Gerätehersteller Samsung, LG und Sony Ericsson wollen auch mitmachen. Es ist noch nicht ersichtlich, auf welche Betriebssystem- und Gerätestandards sich der Engros-Handel verständigen will. Dies wird er jedenfalls tun müssen, um dem aufgrund seiner geschlossenen Systemwelten so relativ reibungslos funktionierenden und daher erfolgreichen App Store Kunden abjagen zu können.
Führende Handyhersteller unterstützen JIL – Apple nicht
Das Joint Innovation Lab (JIL) hat bekannt gegeben, dass die führenden Mobiltelefonhersteller LG Electronics (LG), Research In Motion (RIM), Samsung Electronics und Sharp Corporation die JIL-Widget-Spezifikation für künftige Mobiltelefone ab dem ersten Quartal 2010 unterstützen werden. Die künftige grosse Auswahl an JIL-konformen Mobiltelefonen soll Entwicklern das Erstellen von Anwendungen (u.a. Webservices als Widgets) ermöglichen, die über alle Endgeräteplattformen der JIL-Mitgliedsunternehmen ablauffähig sind.
JIL ist ein Joint Venture von China Mobile, Softbank, Verizon Wireless und Vodafone, das 2008 gegründet wurde, um die Entwicklung von neuen Mobiltechnologien, Anwendungen und Services zu fördern. Die Allianz kommt heute gemeinsam auf ca. eine Millarde Endkunden weltweit.
Ringen um die chinesische iPhone-Lizenz
Vor wenigen Tagen war Apple laut iPhoneDevSummit in die dritte Verhandlungsrunde mit Chinas größtem Mobilfunkbetreiber China Mobile in Sachen der Vermarktung des (in China assemblierten) iPhone auf dem chinesischen Markt eingetreten. Bislang ergebnislos, man konnte sich wohl noch nicht auf die Absatzprovisionen einigen. Jetzt wurde gerüchteweise bekannt, dass auch mit China Unicom verhandelt wird. China Unicom ist der einzige WCDMA-Carrier des Riesenlandes (Breitbandmultiplex-Verfahren innerhalb von UMTS). Bislang hat das zuständige chinesische MIIT-Ministerium keine Handys mit Wi-Fi-Zugang für den eigenen Markt zugelassen.
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So schätzen Ovum-Experten die Verhandlungen ein