iPads im Unternehmenseinsatz verdrängen PCs
Von IDG Connect veröffentlichte Zahlen belegen, dass Mobile Pros, die ein iPad besitzen, es auch fast ausschließlich zu beruflichen Zwecken einsetzen: Rund 91 Prozent der weltweit befragten iPad-Besitzer nutzen den tastaturlosen Flachrechner in erster Linie beruflich. Etwa ein Viertel der iPads wurden vom beschäftigenden Unternehmen bereitgestellt, der Rest beruht auf Bring Your Own (BYOD).
Volle 72 Prozent der iPad-Nutzer geben überdies an, ihre Notebooks seltener zu nutzen, seit sie auch das Tablet zur Verfügung haben. Erstaunliche 66 Prozent sagen sogar, das iPad habe ihren Mobil-PC zumindest teilweise ersetzt. 16 Prozent der Antwortenden weltweit haben das Notebook komplett durch ihr iPad ersetzt, diese Zahl liegt für Europa mit 23 Prozent nochmals höher. Diese doch etwas hoch wirkenden Zahlen werden verständlicher bei der Aufreihung der Haupteinsatzzwecke: Surfen, News, Chat und E-Mail-Check wurden in erster Linie angeführt, nicht aber die Arbeit mit Textdokumenten, Tabellen sowie Präsentationen oder das SCHREIBEN von E-Mails…
Auch der Punkt Markentreue wurde abgefragt: 83 Prozent derjenigen, die bereits ein iPad hatten, wünschen dabei zu bleiben und interessieren sich wenig für Android-, BlackBerry oder Windows-basierende Tablets (vgl. hierzu auch den “Mobile Monitor 2011″ von Goldmedia Custom Research und respondi: 63% Marktanteil im deutschen Tablet-Markt und ein Zufriedenheitswert von weit über 80 Prozent f. Apple).
Kostenloser Download des iPad Business Survey von IDG (PDF; 1,2 MB)
Leitende Mitarbeiter werden zunehmend mit iPad und Mac ausgestattet
Forrester Research hat andere Zahlen, die den generellen Trend aber bestätigen: Aus ihrem “Global Tech Market Outlook” für 2012 und 2013 lassen sich “hervorragende Zukunftsaussichten für Apple im Business-Bereich ausmachen. Der Grund: Immer mehr Mitarbeiter setzen auf das iPad. Die Studie weist auf die wachsende Akzeptanz von iPad und Mac im Unternehmensbereich hin, was beweise, dass Apple dem traditionell von Microsoft, Dell, Lenovo und HP dominierten Unternehmens-Markt gefährlich werden könnte. [...] In diesem Jahr, so zeigen die Schätzungen, könnte Apple Macs im Wert von rund 9 Mrd. US-$ und iPads im Wert von rund 10 Mrd. US-$ im Business-Bereich verkaufen. Schon 2010 und 2011 zeigten die Verkaufszahlen von iOS-Geräten und Tablets, dass Apple Macs und iPads im Wert von jeweils 6 Mrd. US.$ im Business-Bereich verkauft habe. Forrester erwartet, dass sich diese Zahlen bis 2013 verdoppeln. Dazu wird laut Studie – in der das iPad in der PC-Kategorie geführt wird – beitragen, dass die 500 größten Unternehmen ihre leitenden Mitarbeiter zunehmend mit MacBooks und iPads ausstatten oder ihnen einen Kauf nahelegen.
Der Trend zum Zweit-Tablet nimmt zu
“Die Zahl der verkauften Tablets wird sich innerhalb der kommenden vier Jahre in Deutschland vervierfachen. Diese neuen Endgeräte-Kategorien und zusätzliche Medienangebote treiben das Datenvolumen drastisch in die Höhe.”, ist Dr. Andreas Gentner von Deloitte überzeugt. Hinzu komme ein weiteres Phänomen: Viele Verbraucher schaffen sich laut Deloitte ein zweites Tablet an. Dabei neigen die Nutzer zur Differenzierung, denn zusätzlich zum beliebten 10 Zoll Tablet kaufen sich viele ein kleineres Modell mit Fünf- oder Sieben-Zoll-Display. Insgesamt 5 Prozent aller verkauften Tablets im Jahr 2012 werden an Käufer gehen, die bereits eines besitzen.![]()
Zum kostenlosen Download der Technology, Media and Telecommunication Predictions (TMT) von Deloitte geht es hier
Event: MCTA, 30.-31.01., Berlin

Die Forschungsgruppe wi-mobile in Augsburg befasst sich schon langjährig mit Themen rund um die Weiterentwicklung von Mobilmärkten. Bereits seit 2001 veranstaltet sie in diesem Kontext in Berlin dazu auch die Konferenz “Mobile Communications – Technologien und Anwendungen” (MCTA). Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto “Shaping the future of mobile markets”. Sie besteht aus einem Workshop Day (30.01.) mit Themen wie beispielsweise “Current Trends in Mobile Markets — New Market Players, New Devices, New Services?”), gefolgt vom MCTA Conference Day am 31.01. Themen sind hier beispielsweise LBS und Mobile Couponing, die Verleihung des MCTA Mobile Innovation Award, vor allem aber Mobile Social Media sowie “15 Jahre Mobile Payment”: Auf der MCTA werden rund um das M-Payment zahlreiche relevante Themenbereiche beleuchtet: Mobile Marketing, M-Couponing, M-Loyalty (vgl. Churn Rate), M-Ticketing, Mobile Social Media (Mocial). Erst die umfassende Zusammenführung dieser Bausteine und die Einbeziehung des Handels, so die Forscher der Universität Augsburg, machen ein Mobile-Payment-System marktdurchbruchsfähig. Entsteht innerhalb der nächsten zwei Jahre kein solches deutsches System, rechnen sie damit, dass dieser Markt durch die großen US-amerikanischen Player aufgerollt wird.Die Teilnahme kostet weiterhin 590 Euro für beide Tage, bei mehr als einem Teilnehmer pro Unternehmen wird 20 Prozent Rabatt gewährt.
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Markentreue Smartphone-Käufer in Deutschland
Wer ein Smartphone besitzt und sich an die Bedienung gewöhnt hat, greift bei einer Neuanschaffung gerne zum gleichen Typ. Wie eine aktuelle Studie der GfK zeigt, sind Markenloyalität und technische Aspekte für deutsche Smartphone-Nutzer die wichtigsten Gründe nicht zu wechseln.
Die Studie untersuchte, welche Wirkung verschiedenen Aspekte wie Markentreue und das Nutzungserlebnis, auch User Experience genannt, auf die Kaufentscheidung bei einem neuen Smartphone haben. In Deutschland wird eine Veränderung der Plattform, dass heißt ein Wechsel zwischen iPhone, Android, BlackBerry und Windows Phone, von ähnlich vielen Befragten (10 Prozent) als sehr schwierig empfunden, wie der Wechsel der Hausbank (11 Prozent) oder des Versicherungsanbieters (12 Prozent). Ein knappes Drittel der deutschen Smartphone-Nutzer begründet dies mit der Tatsache, dass sie dann ihre Daten wie Filme, Musik, Bücher und die genutzten Apps – soweit überhaupt möglich – auf das neue Betriebssystem übertragen müssen. Im internationalen Vergleich erreicht dieser Aspekt 28 Prozent.
Der Verlust individuell am Smartphone vorgenommener Einstellungen − wie beispielsweise eingerichtete Accounts für E-Mail oder Facebook − hält etwas über ein Viertel der deutschen Nutzer vom Modellwechsel ab. Wichtigster Hinderungsgrund für deutsche Smartphone-Nutzer ist jedoch die Markenbindung. Insgesamt 35 Prozent der Befragten geben an, dass sie andere Smartphones einfach nicht oder weniger mögen. Im internationalen Durchschnitt votieren gerade einmal 18 Prozent für diese Option.
Treue zur Smartphone-Marke steigt mit Zahl der genutzten Apps
Je intensiver Menschen ihr Smartphone nutzen und durch Installation von Apps auf die eigenen Bedürfnisse hin zuschneiden, umso höher ist die Loyalität. Ab einer Zahl von sieben oder mehr genutzten Apps erreicht die Loyalität international einen Wert von rund 70 Prozent. In Deutschland ist dies immerhin bei 45 Prozent der Smartphone-Nutzer der Fall – und die Deutschen belegen damit im internationalen Vergleich eher einen der hinteren Ränge. Bei Verbrauchern in den USA ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sie sieben oder mehr Apps verwenden (61 Prozent), gefolgt von China (56 Prozent) und Brasilien (53 Prozent). Die anderen europäischen Länder bewegen sich in etwa auf dem Niveau von Deutschland: in Frankreich und Italien liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sieben oder mehr Apps im Einsatz sind bei 46 Prozent, in Spanien (43 Prozent) und Großbritannien (42 Prozent) leicht darunter.
Auch die Art der genutzten Anwendungen unterscheidet sich im internationalen Vergleich. Deutsche Smartphone-Besitzer schauen gegenüber dem Durchschnitt aller Länder seltener Videos, lesen weniger häufig Bücher oder Zeitschriften auf ihrem Telefon und auch bei Spielen sind sie zurückhaltender. Überdurchschnittlich stark wird das Smartphone hierzulande hingegen zur Organisation des Alltags mittels Kalender und ähnlicher Applikationen genutzt (vgl. a. App Store-Kategorie “Produktivität”). Ein vergleichbares Bild zeigt sich bei Computern und Notebooks.
Usability: Simplicity, Integration, Content
Gleichfalls untersucht wurden drei zentrale Faktoren der User Experience: Einfachheit, Integration und Content. In Deutschland geben 83 Prozent der Verbraucher an, dass ihnen das Finden und Öffnen von Apps sowie die Navigation auf ihrem Smartphone leicht fällt. Der internationale Durchschnitt liegt bei 72 Prozent. Die Einfachheit hat eine entscheidende Bedeutung für einen möglichen Wechsel des Smartphone-Typs beim nächsten Kauf. Je einfacher den Verbrauchern die Nutzung fällt, umso unwahrscheinlicher wird ein Wechsel des Betriebssystems.
Dass die verschiedenen Anwendungen auf ihrem Smartphone reibungslos miteinander funktionieren, also integriert sind, sagen immerhin 77 Prozent der befragten Deutschen. Der globale Vergleichswert liegt bei 71 Prozent. Der Möglichkeit, gleiche Inhalte von verschiedenen Geräten wie Tablet- Computer, PC und Smartphone aus nutzen zu können, messen die Verbraucher hierzulande im Vergleich weniger Bedeutung zu. In Deutschland wird dies von 64 Prozent der Befragten als wichtig erachtet, der internationale Durchschnitt liegt bei 72 Prozent. Dieser Wert steigt mit der Anzahl der genutzten Geräte. Insgesamt 80 Prozent der Befragten, die sowohl Tablet- Computer, als auch PC und Smartphone nutzen (beispielsweise mobile Professionals), legen großen Wert darauf, unabhängig von den drei Endgeräten auf die eigenen Daten und Dateien wie Musik, Videos, E-Books oder Apps zugreifen zu können.
Tablets für Versicherungen
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner verändert der Einsatz von Tablet-PCs die Geschäftsprozesse vieler Unternehmen. Gerade die Versicherungsbranche stehe vor zahlreichen neuen Herausforderungen durch veränderte Kundenerwartungen, neue regulatorische Anforderungen und den Einfluss neuer Technologien. Eines der Themen, die von vielen Versicherern derzeit intensiv diskutiert werden, seien Media Tablets und mobile Anwendungen sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf IT- und Geschäftsstrategie (etwa auf den Multichannel-Vertrieb). Im Fokus stehen dabei laut Gartner verschiedene Nutzergruppen: eigene Mitarbeiter im Innen- und Außendienst, Agenten und Makler sowie Endkunden. Tablet-PCs lassen sich beispielsweise aufgrund ihrer hohen Benutzerfreundlichkeit sehr einfach im Beratungsgespräch einsetzen und werden von einigen Versicherungen auch wegen ihrer innovativen Außenwirkung auf Kunden und Vertriebspartner unter Image-Aspekten geschätzt.
Media Tablets und für diese entwickelte mobile Apps werden für verschiedene Elemente der Wertschöpfungskette in einer Versicherung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Neben Beratung und Vertrieb gehören dazu beispielsweise auch das Schadensmanagement oder die Vertragsverwaltung. Angesichts einer nachlassenden Kundenloyalität/höherer Wechselfreudigkeit und eines zunehmend gesättigten Marktumfelds können Tablet-PCs und mobile Anwendungen dazu beitragen, operative Prozesse zu optimieren oder die Kundenbeziehung zu vertiefen.
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Breitband-Studien von Deloitte u. Acision
Ein Rekordwachstum bei der Nutzung des mobilen Internets und beim Absatz von Smartphones ist unübersehbar. Dennoch sind deutsche Konsumenten bei mobilen Breitband-Verbindungen deutlich preisbewusst: maximal 41 Euro dürfen sie beim Durchschnittskunden kosten, wie die Deloitte-Studie “Addicted to mobile: perspectives on the global mobile consumer, 2011″ erweist. Damit erscheint Deutschland im internationalen Vergleich im hinteren Bereich. Allerdings liegen die europäischen Nachbarn bei ihrer Zahlungsbereitschaft tatsächlich nicht allzuweit auseinander. In Frankreich sind die Kunden am spendabelsten und sind für High-Speed bereit, monatlich bis zu 45 Euro auszugeben.
Wachstumsmärkte Social Networks und Apps
Bei der Nutzung mobiler Inhalte hat sich Social Networking fest etabliert: Bereits 41 Prozent der deutschen Kunden greifen auf Facebook & Co. auch mobil zu. Hingegen fristet mobile Werbung ein Schattendasein, zumindest die krude SMS-Vorform: Nur 15 Prozent der Befragten empfangen regelmäßig Werbe-SMS – damit ist Deutschland Schlusslicht. Eine Trendwende ist auch nicht in Sicht: 70 Prozent der Deutschen Handynutzer können sich keine Gründe vorstellen, warum sie künftig eine solche Werbungsform akzeptieren sollten.
Die Nutzung von Apps jedoch ist beachtlich: 35 Prozent laden mindestens eine pro Woche herunter. Damit werden diese Funktionen nur noch von Standardanwendungen wie Suche und allgemeinem Browsen im mobilen Netz übertroffen. Spitze im europäischen Vergleich sind die Deutschen aber auch hier nicht: 61 Prozent der Briten rufen von unterwegs Social Networks auf, und 40 Prozent der Franzosen laden sich mindestens einmal pro Woche eine neue App.
Für die Studie wurden 30.454 Personen aus 15 Nationen befragt, davon über 2.000 aus Deutschland. Sie kann hier als PDF geladen werden.
Globale Verbraucherstudie von Acision zum Thema mobiles Breitband
Auch die Spezialisten für Mobile Messaging Acision haben eine Verbraucherstudie zum Thema mobiles Breitband veröffentlicht. Der resultierende Report “Seizing the opportunity in mobile broadband” konzentriert sich auf die Quality of Experience (QoE), die Kundenzufriedenheit und Videoqualität sowie mit der Akzeptanz von Fairness Policies und der Bereitschaft, für Mehrwertdienste (Value Added Services, VAS) zu zahlen.
Die Studie zeigt, dass 71 Prozent der Verbraucher ihr Mobiltelefon während der ganzen Woche regelmässig nutzen und sich wünschen, dass Betreiber mobile Breitbanddienste weiter entwickeln, wobei 63 Prozent der Kunden weltweit bereit sind, für mobile Breitband-Mehrwertdienste zu zahlen. Um die QoE zu verbessern, unterstützen 67 Prozent der Verbraucher die Anwendung von Fairness-Policies und weitere 60 Prozent wollen eine Video-Optimierung sehen.
Low-Speed ist die Regel
Probleme mit der QoE sind weit verbreitet und im Summe erschreckende 79 Prozent der beklagen sich über “Schwierigkeiten”. Dazu zählen laut Erhebung langsame Verbindungen (62 Prozent), Probleme mit der Netzabdeckung (39 Prozent) und mit zusammenbrechenden Verbindungen (36 Prozent). 74 Prozent der Anwender, die Videofunktionen nutzen, berichten von regelmässig auftretenden Problemen wie häufigen Pausen und langen Wartezeiten. Diese Unzufriedenheit addiert sich zu einer potentiellen Abwanderungsrate (Churn Rate) von 31 Prozent, die in allen Ländern fast identisch ist.
Ergebnisse im Detail:
- Kundenzufriedenheit und Loyalität: Mobiles Breitband wird von der Mehrheit der Anwender als wichtig und nützlich angesehen. Jedoch sind viele Verbraucher mit bestimmten Service-Aspekten unzufrieden.
- Für 60 Prozent der Verbraucher weltweit sind Zuverlässigkeit, Netzdeckung oder Geschwindigkeit die wichtigsten Service-Aspekte. Weitere Punkte wie Preis, Nutzungsberechtigung oder -kontrolle werden nur von 40 Prozent der Verbraucher als entscheidend erlebt.
- Nennenswerte Unzufriedenheit besteht allerdings hinsichtlich der Netzabdeckung (29 Prozent) und des Preisniveaus (28 Prozent).
- 79 Prozent der Kunden weltweit haben QoE-Probleme – dazu zählen Langsamkeit (62 Prozent), Netzabdeckung (39 Prozent), Stabilität der Verbindungen sowie die Unfähigkeit, eine Verbindung herzustellen (beide mit 36 Prozent). Nur 21 Prozent der Befragten gaben an bisher keine Probleme gehabt zu haben.
- Fairness Policies: Sobald Verbraucher erst einmal die Notwendigkeit eines Ressourcen-Managements verstehen, zeigen sie eine hohe Akzeptanz für Policies (67 Prozent), die eine gerechte Zuordnung von verfügbaren Kapazitäten erlauben. Viele Verbraucher (35 Prozent) sind bereit, einen Aufpreis für eine bessere QoE zu bezahlen.
- Video-Optimierung: 60 Prozent der Befragten sind bereit, eine Video-Optimierung zu akzeptieren, solange sie von einer Verbesserung jener Aspekte profitieren, die sie bei der Nutzung dieses Service als besonders wichtig empfinden.
- 63 Prozent der Verbraucher gaben an, dass sie einen deutlichen Bedarf an VAS sehen und sie bereit seien, dafür zusätzliche Gebühren zu zahlen. Zu den Services gehören Messaging (41 Prozent), faires Bandbreiten-Management (35 Prozent), Kostenkontrolle (35 Prozent), Roaming (34 Prozent), Shared Bundling (33 Prozent), Individualisierung (30 Prozent), Komprimierung der Inhalte, um vom Bundling zu profitieren (29 Prozent) sowie Priorisierung (26 Prozent).
Für den Report wurden zwischen Juni und November 2010 in UK, Nordamerika, Brasilien, Australien und Singapur über 1.000 Anwender befragt. Er kann hier nach vorheriger Registrierung geladen werden.
AppConomy: 17 Mrd. € Umsatz in 2010
Mobile Anwendungen sind zu einem nennenswerten Industriesektor geworden. Allein Apples App Store wird 2010 nach Schätzungen von Booz & Company voraussichtlich ein Umsatzvolumen von 2,3 Mrd. Euro erwirtschaften, wobei 30 Prozent bekanntlich direkt bei Apple selbst verbleiben. Betreibern von Mobile App Stores rechnet die Strategieberatung bis 2013 Wachstumspotenziale von jährlich bis zu 73 Prozent aus. Zu diesem Zeitpunkt erwartet die Strategieberatung bereits weltweit über eine Milliarde internetfähige Smartphones, welche die mobile Datennutzung – und damit die notwendigen Investitionen in den Ausbau der Netze – weiter in die Höhe treiben und alleine über den Download von Anwendungen Umsätze in Höhe von 17 Mrd. Euro generieren. Dabei bleiben die Erlöse aus Werbung in den Apps sogar noch unberücksichtigt.
Die etablierten Netzbetreiber spüren diese Entwicklung bisher nur über den erhöhten Datentransport in ihren Netzen, doch kaum über Umsatzwachstum für mobile Internetnutzung – und das, obwohl es ohne ihre Investitionen in breitbandige, mobile Infrastruktur diese Erlösquelle gar nicht gäbe. Der hohe Anteil von Flatrate-Tarifen verhindert nicht nur in Deutschland, dass die Erlöse der Netzbetreiber proportional zu den Datenvolumina wachsen. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet nur ein strategischer Schwenk hin zu nutzungs- und volumenabhängigen Preismodellen. So jedenfalls lauten zentrale Ergebnisse einer aktuellen Analyse von Booz & Company. Fraglich aber bleibt, inwieweit mobiles Internet zu volumenabhängigen Preisen heute noch am – von der Flatrate-Sicherheit verwöhnten – Markt überhaupt durchsetzbar ist.
Die Entwicklung und Implementierung einer nachhaltigen App-Strategie ist vor diesem Hintergrund eine kurzfristig zu leistende Aufgabe, um in den weitgehend gesättigten, etablierten Mobilfunkmärkten wie Deutschland, Westeuropa oder den USA einen Beitrag zum Wachstum erwirtschaften zu können. “Wir sehen die App Economy für die Telekommunikationsindustrie als einen nachhaltigen Trend. Auch wenn der Markt schon sehr weit entwickelt ist, sollten die Mobilfunkbetreiber die dazugehörige Wertschöpfungskette auf keinen Fall alleine den neuen Wettbewerbern überlassen”, so Roman Friedrich, Partner und Telekommunikationsexperte bei den Management-Beratern. “Vielmehr muss es den großen Anbietern gelingen, eine Antwort auf den Erfolg der marktbeherrschenden App Stores zu finden und sich strategisch zu positionieren.” Allerdings erscheinen die ca. 5,4 Milliarden Euro, die Netzbetreiber weltweit mit dem Vertrieb von Apps 2013 voraussichtlich erwirtschaften, im Vergleich zu den prognostizierten globalen Gesamtumsätzen der Telekommunikationsindustrie von 1,2 Billionen Euro noch als relativ gering.
Höherer ARPU, mehr Neukunden, bessere Churn-Rate
“Der tatsächliche ökonomische Mehrwert entsteht vor allem dadurch, dass ein starkes App-Angebot die Attraktivität des eigenen Mobilfunkangebotes deutlich erhöht und dadurch die Neukundenakquise vereinfacht und die Kündigungsquote minimiert”, so Friedrich. Ziel der Netzbetreiber muss es daher sein, für die eigene Kundenbasis die zentrale Schnittstelle zur App-Economy sowie zu besonders erfolgreichen und reichweitenstarken Apps zu werden. Partner- und Co-Branding-Modelle sind hierfür besonders erfolgversprechend.
In der aktuellen Marktsituation sind nach der Booz & Company-Analyse im Wesentlichen zwei Optionen für Mobilfunknetzbetreiber als besonders sinnvoll: 1. Positionierung als Enabler: Netzbetreiber verfügen beispielsweise über gut eingeführte Billing-Plattformen und -Services, um für andere App-Provider die komfortable Zahlungsabwicklung für den Download der Apps zu übernehmen. 2. Positionierung als Sub-App-Store-Anbieter: In Zusammenarbeit mit Partnern wie Google, RIM, Nokia oder anderen erfolgreichen App Store-Betreibern können Mobilfunkanbieter ihr spezifisches App-Angebot auf deren Plattformen distribuieren und so ihre Wertschöpfungskette verlängern. Das Ergebnis können höhere Umsätze pro Kunde (Average Revenue per User, ARPU, erfolgreichere Neukundengewinnung sowie geringere Abwanderquote (Churn Rate) sein.
40% der BlackBerry-Nutzer wünschen sich iPhones
Die US-Spezialisten für Internet-Marktforschung Crowd Science haben die Markentreue bzw. Wechselabsichten von Smartphone-Nutzern untersucht, wie Preisgenau.de berichtet. Danach möchten fast 40 Prozent der BlackBerry-Anwender bei nächster Gelegenheit auf ein iPhone wechseln. Immerhin 32 Prozent könnten sich auch mit Googles Nexus One anfreunden. Hingegen sind iPhone-Nutzer treu wie Gold: Bei rund 90 Prozent soll auch das nächste Smartphone wieder ein iPhone werden, bei neun Prozent das Android-Phone Nexus One.
Auch das Nutzungsverhalten unterscheidet sich bei den unterschiedlichen Betriebssystem-Plattformen deutlich: Die meisten User nutzen ihre Smartphones beruflich und privat gleichermaßen. Bei reiner Business-Anwendung aber liegen die BlackBerrys anteilig noch vor vor dem iPhone. Das iPhone konnte erwartungsgemäß den größten Anteil bei der rein privaten Nutzung des Telefons verzeichnen. In dieser Kategorie landeten die BlackBerry-Geräte von RIM auf dem letzten Platz. An der Untersuchung haben insgesamt 1.140 Menschen teilgenommen, 17 Prozent nutzten ein iPhone, 15 Prozent ein BlackBerry-Modell. 44 Prozent nutzen kein Smartphone, sondern ein Feature Phone. Die restlichen Prozentpunkte verteilten sich auf Smartphones von Nokia, sowie unter Windows Mobile, Android und WebOS betriebene Geräte. Laut Studie hat die Marktverfügbarkeit des Nexus One die Bekanntheit des freien Betriebssystems Android um sechs Prozentpunkte auf 66 Prozent ansteigen lassen.
Zur Studie im Volltext (PDF) geht es hier
Wem Apple die Kunden wegnimmt
Die Marktforscher von Nielsen haben für ihren “Q2 2009 Mobile Insights Survey” untersucht, Mobiltelefone welcher Hersteller heutige iPhone-Nutzer zuvor genutzt haben.
Basierend auf US-Zahlen zeigte sich, dass hier ein starker Abwanderungstrend bei RAZR-Nutzern besteht. Rätselhaft klein ist der Anteil älterer iPhone-Modelle am Kuchen. Ebenfalls unter zehn Prozent bleiben Nokia, LG und RIM.
Lediglich fünf Prozent wechselten von Palm-Modellen.
via 9to5mac
12% der 3G S-Käufer ersetzen BlackBerry
Die Marktforscher von Piper Jaffray haben am vergangenen Wochenende 256 Käufer eines 3GS zu ihrem Nutzungsverhalten und -historie befragt: zwölf Prozent davon haben durch die neueste iPhone-Generation ein RIM-Smartphone ersetzt. Bei der vergleichbaren Erhebung im Vorjahr sowie bei der Einführung der ersten iPhone-Generation 2007 waren nur sechs Prozent der Wechsler ihren BlackBerry untreu geworden. 43 Prozent der aktuellen Käufer haben sich für das Modell mit 32 GB entschieden. Eine weitere interessante Zahl aus der (nicht repräsentativen) Untersuchung: Mit 54 Prozent planen mehr als die Hälfte der 3G S-Käufer, neben dem iPhone weiterhin oder zukünftig einen separaten iPod zu nutzen (Vorjahr: 51%).
via AppleInsider