7. Strategieforum Telekommunikation & Handel
Am 5. Mai 2011 findet das 7. Strategieforum Telekommunikation & Handel im Kölner Hotel im Wasserturm statt. Die Veranstaltung trägt das Motto “Ertragssteigerung in stagnierenden Märkten”. Zu den Sprechern gehören u.a. Robert Hoffmann von 1&1 und Thomas von Baross, D-Link sowie Experten vom Veranstalter Simon-Kucher, darunter der Unternehmens-Mitbegründer Prof. Hermann Simon. Die Teilnahme erfordert eine vorherige Akkreditierung. Das Programm (PDF) sowie ein Anmeldeformular finden sich hier.
White Label Mobile App Store für Carrier
Mindestens einmal pro Jahr macht die “Wholesale Applications Community (WAC, wörtl. etwa: Gemeinschaft für App-Großhandel) in größerem Stile von sich reden – nämlich zum Mobile World Congress (MWC). Gemeinsam mit IBM gab man heuer bekannt, einen Cloud-basierten “White-Label”-Store für mobile Applikationen entwickeln zu wollen. Dieser Store soll es Betreibern von Mobilfunknetzen erleichtern, eigene Mobile App Stores einzurichten. Dabei ist ausdrücklich an Web-Applikationen (Web-Apps) bzw. Widgets für sowohl Endverbraucher wie auch Business Apps gedacht.
“Vorintegriert” in dem Online Store-Baukasten ist der existierende Produktbestand der WAC: derzeit 12.000 Apps. Der aufnehmende App Store basiert auf der WebSphere Commerce-Software von IBM. Die Ladenfront kann mit gezielten Werbungen für ein massgeschneidertes Einkaufserlebnis gestaltet und individuell gebrandet werden. Download und Bezahlvorgänge (über welches System?) sollen “problemlos” sein.
Ein ebenfalls vorbereiteter Client für den WAC-App Store lässt sich mit der WAC-Runtime von Opera integrieren, die WAC 1.0-Spezifikationen vollständig implementiert. Diese Laufzeitversion von Opera soll Entwicklern als Entwicklungswerkzeug zum Erstellen, Testen und Ausführen ihrer Anwendungen dienen. Wird dennoch Hilfe beim Shop-Aufbau benötigt, stehen die IBM Global Business Services (GBS) für WAC-Mitglieder parat – von der Einrichtung bis zum Betrieb und Hosting.
Die WAC ist ein weltweiter Zusammenschluss von TK-Unternehmen für die vereinfachte Entwicklung von Anwendungen.
Mobile App Stores setzen 2011 >15 Mrd. USD um
Laut einer Prognose des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner werden im laufenden Jahr weltweit 17,7 Mrd. Applikationen aus Mobile App Stores heruntergeladen. Dies würde einem Anstieg von 117 Prozent im Vergleich zu den geschätzten 8,2 Mrd. Downloads im Jahr 2010 entsprechen, der zumindest zum Teil vom Tablet-Boom gespeist werden soll. Gartner prognostiziert, dass bis Ende 2014 global mehr als 185 Milliarden Downloads und 58 Mrd. US-Dollar Umsatz erreicht werden. Für 2011 schätzt Gartner die Umsätze mit Paid Apps auf 15,1 Mrd. Dollar (2009: 5,2 Mrd. Dollar). Dieses Wachstum soll sich auf Apple App Store, Android Market, Ovi Store (Nokia), App World (RIM/BlackBerry), Windows Marketplace (Microsoft) und Samsung Apps konzentrieren. Während heute 16 Prozent der App-Umsätze von Anzeigen generiert werden, soll dieser Anteil bis Ende 2014 auf ein knappes Drittel steigen.
Die Marktforscher prophezeien einerseits einen Siegeszug für Web-Apps und andererseits eine Fortsetzung des starken Wachstums bei nativen Apps, wenn diese bei Personalisierung und Rich User Experience noch zulegen. Der vollständige Report “Forecast: Mobile Application Stores, Worldwide, 2008-2014″ kann hier erworben werden.
Android-Marktplätze: Fragmentierung u. Anpassungen
Die Marktforschungs-Kollegen von Canalys gehen davon aus, dass der Amazon-eigene Shop für Android Apps bereits kurz nach der Eröffnung höhere Download- und vor allem Umsatzzahlen als Android Market verzeichnen wird. Mit der Performance von Letzterem ist Google bislang noch nicht rundum zufrieden, wie Android-Platform-Manager Eric Chu kürzlich zu Protokoll gab. Vor diesem Hintergrund sind Pläne zu sehen, auch in Android Apps finanzielle Transaktionen zu ermöglichen (vgl. in app purchase von iOS Apps), auch über zusätzliche Bezahlmöglichkeiten (Telefonrechnung, PayPal) wird weiter nachgedacht. Umsatzoptimiert ist bereits die nach vorheriger Verlängerung nun auf nur 15 Minuten beschränkte Rückgabefrist bei App-Käufen.
Mobile App Stores: Size DOES Matter
Die Attraktivität eines App Store wird zum entscheidenden Kriterium für den Kauf eines Smartphones. Die Gesamtkosten für die Programmierung einer App betragen im Durchschnitt etwa 25.000 Euro und die Anwender stehen Werbung in einer App vergleichsweise aufgeschlossen gegenüber. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie, für die das Beratungsunternehmen Arthur D. Little 2.500 Teilnehmer online befragt hat.
Betrachtet man allein den Smartphonemarkt, so liegt nach Angaben von Arthur D. Little hier Nokia mit 25 Prozent Marktanteil noch vor Apple mit seinem iPhone (15 Prozent; gerade konnte Apple – knapp drei Jahre nach der Eröffung – die Marke von 10 Mrd. Downloads im Apple App Store vermelden). Geräte, die mit dem Google-Betriebssystem Android ausgerüstet sind, kommen zusammen auf einen Anteil von rund 20 Prozent, gefolgt von RIM, dem Hersteller des klassischen Blackberry, mit 6 Prozent (Stand August 2010). Es sei davon auszugehen, dass das gerade eingeführte Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7 (WP7) mittelfristig ebenso einen relevanten Marktanteil erreichen kann, wodurch sich die Anteile insgesamt verschieben werden, hieß es.
Nebem mobilem Internet entscheidend: Qualität u. Quantität des App-Angebots
Die Studienergebnisse zeigen demnach: Bei Smartphones hat die Funktion, mobil im Internet zu surfen, enorm an Bedeutung gewonnen. Bereits heute gehen knapp 50 Prozent der Teilnehmer mit ihrem Smartphone mindestens einmal pro Woche ins Netz – 33 Prozent davon mindestens einmal pro Tag. Navigation, Spiele und die Aufnahme von Videos werden von den Nutzern hingegen vergleichsweise weniger genutzt.
Die Änderungen in Richtung der Nutzung des mobilen Internets durch klassische Browser, aber auch Apps, standen im Zentrum der Studie: Über 70 Prozent der Antwortenden gaben an, dass sie sowohl Apps als auch den klassischen Browser nutzen, um sich im Internet zu informieren. 54 Prozent der Teilnehmer gaben an, für sie sei bei ihrem Smartphone-Kauf entscheidend gewesen, wie viele und welche Apps auf das Smartphone geladen werden können – der gleiche Grund wird an Wichtigkeit wachsen, denn für die Auswahl des nächsten Smartphones ist für 74 Prozent die Attraktivität des App Stores entscheidend.
via silicon.de
App simuliert die Fahrt mit einem Elektroauto
Die deutsche Technologie- und Innovationsberatung Invensity hat eine Smartphone-App konzipiert die während Alltagsfahrten im eigenen Fahrzeug das Verhalten eines Elektromobils simuliert – in Sonderheit natürlich bezüglich der Batterie. Damit soll eine wichtige Hilfestellung für eine fundierte Kaufentscheidung gegeben werden: Interessierte Autofahrer können in Ruhe testen, inwieweit ein Elektroauto in ihren individuellen Alltag passen würde. Für Automobilhersteller und Vertriebsorganisationen könnte der E-Mobil-Simulator ein Instrument sein, um die momentan noch bestehende Hemmschwelle der Verbraucher zu senken.
Der Simulator wird als Applikation auf das eigene Smartphone geladen (noch nicht im App Store verfügbar!) oder wird Kaufinteressenten beispielsweise als Stand-alone Device zur Verfügung gestellt. Der Simulator wird im eigenen Fahrzeug arretiert und nimmt auf Knopfdruck bzw. Fingertouch die Arbeit auf. Dazu werden Sensoren-Werte wie Beschleunigung, Neigung oder GPS-Koordinaten gesammelt und ausgewertet. Auf dem Display wird kontinuierlich angezeigt, wie sich beispielsweise der Verbrauch, die Reichweite und die Kosten bei gleicher Fahrweise mit einem Elektromobil verhalten würden. Auch Ladestationen in der Nähe werden angezeigt. Letztere Daten könnten auch Betreiber solcher Stationen für den effizienten Ausbau ihres Netzes nutzen. Für 2011 ist der erste autarke Prototyp des Stand-alone Device geplant.
Mit ihrer Idee für diesen Simulator hat Invensity übrigens den internationalen Innovationspreis des Network of Automotive Excellence (NoAE) gewonnen. Der NoAE-Wettbewerb prämiert die 30 besten Ideen rund um das Automobil. Der E-Mobil-Simulator gewann den Preis in der Kategorie “Kommunikation und IT im Fahrzeug”.
Einen ersten Schritt hin zu einem E-Mobil-Simulator als App hatte übrigens Glanzkinder bereits Anfang 2010 mit seinem für den Emobility-Pionier e-WOLF realisierten Reichweitenrechner für Elektromobile getan.![]()
zu eMobileTicker, einem wie mobileTicker im Hause Glanzkinder gegründeten, aber ganz auf das Thema Elektromobilität spezialisierten Medium, das heute vom Bundesverband Emobilität e.V. weitergeführt wird.
Price Building via App
Die Strategieberatung Simon-Kucher & Partners hat zu ihrem 25-jährigen Bestehen die iOS App SKP vorgestellt, die den Einfluss von Vertriebszahlen, Preisen und Kosten auf den Gewinn berechnet. Die Applikation nutzt als Basis für die Berechnung die individuellen Unternehmenszahlen – und hilft so bei der Beantwortung von Fragen wie: Sollen wir eher den Vertrieb aufstocken, Kosten einsparen oder die Preise ändern?
Mit Hilfe der App soll es möglich sein, Wege zum optimalen Gewinnwachstum zu bestimmen – inklusive der Auswirkungen von Preisanpassungen. Nachdem der Nutzer die individuellen Vertriebszahlen, seine Gewinnmargen und Fixkosten eingegeben hat, kann er in “What if”-Analysen betrachten, wie sich beispielsweise Preiserhöhungen auswirken würden. Darüberhinaus bietet die App auch Links zu weiteren Publikationen von Simon-Kucher sowie Veranstaltungshinweise zum Thema Marketing, Pricing und Vertrieb.
Smartphones bleiben im Trend – wg. Apps
Trotz Konjunkturrückgang verzeichnet der Smartphone-Markt bekanntlich weltweit starkes Wachstum. Die Konsumenten sind dabei verstärkt interessiert an gut konzipierten Endgeräten mit innovativem Funktionsumfang. Bedienung via Touchscreen sowie Wi-Fi-Zugang sind ebenso zum Standard geworden wie Einzelbild-/Bewegtbild-Kameras sowie GPS-Sensoren, die Location-Based-Services (LBS) ermöglichen.
Eine aktuelle Studie von Frost & Sullivan hat ergeben, dass bis Ende 2008 147,8 Millionen Smartphones in Nordamerika, Europa, Lateinamerika und der Asien-Pazifik-Region vertrieben wurden. Die Unternehmensberater erwarten, dass die Anzahl in diesen Märkten bis 2014 auf 442,9 Millionen Einheiten anwachsen wird. Davon sollen 161,9 Millionen Smartphones auf die Region Asien-Pazifik sowie 85,4 Millionen Geräte auf Westeuropa entfallen. Laut F&S wird der Markt u.a. getrieben durch attraktive neue Apps sowie die zunehmende Bedeutung des mobilen Zugriffs auf soziale Netzwerke.
Das Absinken der durchschnittlichen Verkaufspreise wird jedoch weiterhin die Umsatzwachstumsrate dieses Marktes beeinflussen. Auch die Diversifizierung der Betriebssysteme, der verschärfte Wettbewerb zwischen Smartphone-Herstellern und die für Multiple-Access-Technologien kaum ausreichende Akku-Kapazität der Smartphones, werden sich laut Studie in den nächsten vier bis fünf Jahren auf den Markt auswirken.
Mehr zur Studie The Race of Smartphones, What Next?
Gartner: 2014 nutzen 1 Mrd. Push E-Mail
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner beschleunigen Standardisierung, Interoperabilität und der wachsende Wettbewerb bei E-Mail-Servern und -Services die Kommerzialisierung von Wireless bzw. Push E-Mail. Gartner prognostiziert, dass bis Ende 2014 weltweit eine Milliarde Menschen Wireless Email nutzen werden. Im Geschäftsbereich gab es laut Schätzungen Anfang 2010 bereits mehr als 80 Millionen Wireless E-Mail Accounts, denen rd. 60 Millionen aktive Nutzer bei großen, mittleren und kleinen Unternehmen sowie Einzelpersonen entsprechen sollen.
Da Push E-Mail sich verstärkt mit Social Networking und Collaboration Services integriert, wächst auch die Relevanz von Social Networking als Ergänzung von E-Mail für die Geschäftskommunikation. Gartner prognostiziert, dass bis zum Jahr 2014 etwa 20 Prozent der Geschäftsnutzer Social Networking-Dienste (bzw. deren integrierte Messaging-Lösungen) anstatt klassischer E-Mail als bevorzugtes Tool für die zwischenmenschliche Kommunikation verwenden werden.
Basler Versicherungen machen ihre Mitarbeiter mobil
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Die Basler Versicherungen haben die Mobile-Email- und PIM-Lösung (= Personal Information Manager, wie z. B. Apple iCal, IBM Lotus Organizer, MS-Outlook) von Sybase eingeführt – iAnywhere Mobile Office. Hiermit erhalten die Mitarbeiter dieses führenden Finanzdienstleisters einen schnellen Zugang zu E-Mails und anderen Daten über ihr mobiles Endgerät, was laut Sybase-Pressemeldung bereits zu einer signifikanten Senkung der Supportkosten geführt hat.
Allen voran Außendienstmitarbeiter, aber auch das Management der Basler Versicherungen haben einen zunehmenden Bedarf, von überall und zu jederzeit auf wichtige E-Mail-, Kalender- und Aufgabeninformationen zugreifen zu können. Über ein Self-Service-Portal können Anwender nun vor Ort eine Vielfalt mobiler Endgeräte, darunter iPhone und Windows-Mobile-Geräte, einrichten. Anwender können ihr mobiles Gerät über das Portal anmelden, Daten synchronisieren und sich die benötigte Funktionalität herunterladen.
Dieser Service wurde von den Mitarbeitern überaus gut angenommen: Innerhalb weniger Monate haben sich mehr als 600 Nutzer angemeldet. Das iPhone hat sich dabei als beliebtestes Gerät erwiesen: An den Gesamtregistrierungen hat das Apple-Gerät einen Anteil von 95 %. Seit Juni 2009 ist das iPhone bei der Tochtergesellschaft der Bâloise-Holding sogar als Standard-Gerät definiert. “Beinahe alle Mitarbeiter installieren die Software ganz ohne Unterstützung durch die IT-Abteilung. Somit wird unsere IT-Abteilung entlastet und die Kosten für unseren IT-Support haben sich reduziert. Gleichzeitig steigt die Nutzerzufriedenheit, da das Gerät selber ausgewählt werden kann”, erläutert Marc Baier, Leiter Collaboration und Workplace Services, Basler Versicherungen. “Dabei steht das iPhone aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit und seines Designs ganz vorne, was die Annahme durch die Mitarbeiter angeht. Das iPhone hat sich im Unternehmen quasi zum de facto-Standard entwickelt – und zwar ausschließlich über dessen Bevorzugung durch die Anwender.”
Basler unterstützt diese Entwicklung in der Zusammenarbeit mit dem Schweizer Telekommunikationsspezialisten mobilezone AG, über den Mitarbeiter ihr Wunschgerät beziehen können. Bei der Entwicklung und Gestaltung des Portals verließ sich Basler auf die Expertise des langjährigen Partners Comdirect AG , einem Schweizer Systemhaus für die Bereiche Mobile Synchronisation, Management und Business-to-Business-Lösungen.
Eine weitere aktuelle Sybase-Partnerschaft betrifft die CRM-Spezialisten (Customer Relationship Management) maihiro. Die Berater und SAP Mobility-Partner stellen ihren Kunden ab sofort auch die mobilen Lösungen von Sybase und SAP zur Verfügung. Mit “CRM to Go” existiert ein Prototyp-basierter eigener Beratungsansatz für eine effiziente CRM-Implementierung. Er soll Anwenderunternehmen in kürzester Zeit ermöglichen, mobile Vertriebsszenarien auf Basis der SAP CRM-Lösung via BlackBerry, iPhone und Windows Mobile-Endgeräten zu nutzen.
Event: WebTech 2009
Die Software & Support Media veranstaltet vom 16.–18. November 2009 die WebTech 2009 im Kongresszentrum in Karlsruhe. Die Konferenz präsentiert sich als Treffpunkt für Webentwickler, Webconsultants und IT-Projektmanager aus verschiedenen Branchen, die nach neuem und fundiertem Wissen über Webtechnologien suchen. Interessant für mobileTicker-Leser könnte noch am ehesten der integrierte iPhone Developer Day am Montag sein. Weitere “Special Day”-Formate sind Web-Standards, Security, Flex, JavaScript sowie MS-Silverlight gewidmet. Der WebTech vorangestellt ist die zweitägige Open Source Expo.
WebTech: Infos, Preise, Buchung