BYOD – Produktivitätspush oder Albtraum?

Deloitte LogoDeutsche Unternehmen gehen bei der systematischen Integration privater mobiler Endgeräte (und der Anwendungen darauf; Bring Your Own Device/App etc.) in die unternehmenseigene IT noch zu unstrukturiert vor, jedenfalls laut des Deloitte-Reports “Perspektive BYOD – Private Hardware in Unternehmen”. Diejenigen, die sich für BYOD entschieden haben, stellen hiernach oft zu hohe Ansprüche an die zu erzielenden Effekte und konkreten Auswirkungen. Ein adäquater Ansatz zum systematischen Management privater Endgeräte in Unternehmen könne hingegen in vier Schritten umgesetzt werden: 1. der Zielfestlegung, 2. der Risikoevaluierung, 3. der Richtliniendefinition und 4. der Operationalisierung bzw. Implementierung.

Bei der Risikobewertung sind alle Stakeholder miteinzubeziehen, auch die sinnvolle Gestaltung einer Policy verlangt nach einer umfassenden Funktionsintegration einschließlich IT, Personal (und ggfs. Betriebsrat), Finanzen und Recht. Bei der Implementierung sollte ein Mobile Device Management-System (MDM) für maximale Sicherheit sorgen, so der Report.

Entscheidend für die BYOD-Entwicklung sind der allgemeine Consumerization-Trend und der Mitarbeiterwunsch nach individuellen, möglichst aktuellen Endgeräten. BYOD bedeutet Chancen und Risiken gleichermaßen. Den Risiken bei Informationssicherheit und Compliance stehen Chancen auf mehr Flexibilität, mehr Motivation und damit auch mehr Kreativität gegenüber – und mit einer sichtbaren Kostenersparnis ist laut dieser Veröffentlichung jedoch zunächst nicht zu rechnen.

Download des 17seitigen Reports (PDF)

Mobile à la Gartner: Einfluss auf Sourcing-Strategien

Gartner.comMobiler Eisberg: Laut einer weltweiten Umfrage des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner unter über 2.000 CIOs nutzen Unternehmen durchschnittlich bislang nur 43 Prozent des Geschäftspotentials von Technologien – so beispielsweise Mobile, Business Intelligence (BI), Big Data, Social Media und Cloud Computing.

In einem Ranking der geschäftlichen und technologischen Prioritäten für 2013 landeten “Mobile Technologies” auf Rang 2 – nur noch nach BI und vor beispielsweise Cloud Computung, CRM, Security oder ERP! Mehr im Report “Hunting and Harvesting in a Digital World: The 2013 CIO Agenda” bzw. dieser Pressemitteilung.

Konvergenz von Mobile, Social und Cloud Computing
Diese Spitzenstellung des Mobile Business wird von einer weiteren Gartner-Prognose erhärtet. Hiernach müssen Unternehmen die Chancen und Risiken bei der Konvergenz von Mobile, Social und Cloud bedenken, wenn sie Sourcing-Optionen, Liefermodelle und Lieferanten evaluieren. Insbesondere bedürfen hiernach Mobile-Strategien einer Aktualisierung, da die Ansprüche an unternehmensintern wie -extern erbrachte IT-Services aufgrund von Entwicklungen wie massiver App-Nutzung, Bring Your Own Device (BYOD) und Consumerizationverändert und deutlich erweitert werden.

Mehr dazu im Report “Outsourcing Trends 2013: The Impact of Social, Information, Mobile and Cloud on Your Sourcing Strategies” der hier erworben werden kann.

“Leitfaden zur Mobilstrategie für Unternehmen”

bitkomSmartphones (und darauf betriebene Apps) boomen weiter: Schon rund 40 Prozent der Deutschen besitzen eines. Mittlerweile machen Smartphones rund 70 Prozent der verkauften Mobiltelefone aus. Viele Unternehmen möchten diesen Mega-Trend mit eigenen Apps nutzen. Manchmal werden diese Mobile Business-Pilotprojekte in der eigenen App-Entwicklung bzw. App-Beauftragung nach dem Prinzip Trial and Error angegangen. Der BITKOM-Leitfaden “Apps & Mobile Services – Tipps für Unternehmen” will Unternehmen bei der Definition ihrer Mobil-Strategie unterstützen. Die Tipps reichen von der Planungsphase und (wichtige!) Binsenweisheiten wie dass die spätere App-Zielgruppe mit einbezogen werden sollte über technische Details bis hin zur Verteilung von Apps auf Mitarbeiter-Geräte inklusive des Für und Widers von Bring Your Own Device BYOD.

BITKOM-Experte und Co-Autor Tobias Arns erläutert: “Für eine erfolgreiche Präsenz auf Smartphones und Tablet Computern muss zunächst geklärt werden, wer die Zielgruppen sind und was das mobile Angebot überhaupt leisten soll. Dabei werden nützliche Konzepte wie Nutzungskontext, Interaktionskonzept und Persona (ein hypothetischer und für eine Benutzgergruppe repräsentativer User) eingeführt. Sogar die Bedeutung der passenden Kategoriewahl, der Findung eines geeigneten “sprechenden” Namens, eines attraktiven App Icons sowie die häufig vernachlässigten Beschreibungstexte und Keywords für die jeweiligen Mobile App Stores fehlen hier nicht.

Der Leitfaden bemüht sich um konzise (vorbildlich: die 13 Punkte-Checkliste für Entwicklungsprojekte for Mobile) konkrete Ratschläge bei der Umsetzung eigener Apps oder mobiler Websites. So muss vor der Entwicklung einer App bekanntlich die Plattformen ausgewählt werden. Je nach Einsatzzweck bieten native, direkt für eine Mobilplattform geschriebene Programme oder auf Web-Technologie basierende Apps Vorteile. Letztere funktionieren auf jedem mobilen Endgerät mit einem modernen Browser. Dafür können native Programme direkt(er) auf die Hardware des Smartphones zugreifen.

Ein kleines Glossar rundet den kostenlosen Leitfaden ab, der als erste Einführung besonders empfehlenswert ist. Tatsächlich bildet er recht realitätsnah Workshops bzw. die Beratungs- und Konzeptionsphase ab, wie sie auch bei typischen Glanzkinder-Projekten zu beobachten sind.
Die Publikation kann hier heruntergeladen werden.

Event “Strategisches IT-Management”

www.it-jahrestagung.deDer IT-Branchentreff des Handelsblatts will vom 28. bis 30. Januar 2013 eine Plattform für Themen liefern, “die für CIOs und Executives relevant sind, wie zum Beispiel Strategien für das digitale Zeitalter”.

Etwa der Audi-Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler soll auf der Jahrestagung zeigen, wie Unternehmen die neuen Formen der Beziehungen sowie die entstehenden Kunden-Daten als Quelle für Innovation nutzen. Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen hat mit Audi auf Basis des Design Thinking drei Projekte durchgeführt, eines davon zeigt mit Audi IMA eine neue Möglichkeit zur Kundenbindung unter Nutzung von Fahrzeugdaten. Mit der Entwicklung einer präventiven Wartungslösung als Mobile App kann der Nutzer rund um die Uhr den Zustand des Fahrzeugs überwachen.

Audi-Lenker Stadler wird auf der Tagung außerdem u.a. über Audi connect sprechen – mobiles Internet im Automobil. Gemeinsam mit dem CEO von Bayer MaterialScience, Patrick Thomas, und dem Axel Springer-Vorstand Dr. Andreas Wiele diskutiert er “Unternehmensstrategien im Digital Age”.

Weitere Beiträge werden von Shane Lowry (VMware), Prof. Dr. Martin Mocker von der MIT Sloan School of Management, Oracle CIO Mark Sunday und Dr. Werner Vogels, CTO bei Amazon sowie weiteren Sprechern von ADAC, BMW, Continental, Daimler, Deutsche Post DHL, Evonik, Hilti, Lufthansa Cargo, Mediengruppe M. DuMont Schauberg, Postbank Systems, SAP, Schindler, ThyssenKrupp Steel Europe und Vorwerk zu u.a. folgenden Themenfeldern erwartet:

  • B2B2C – Wie Consumerization, Social Media und Mobile Unternehmen die Rolle der IT weiter verändern werden
  • The ultimate mobile Device – wie das Automobil zum Teil des Internets wird
  • Schwarmintelligenz – Mehr Sicherheit durch interagierende Automobile.

Die Teilnahme kostet knapp 2.700 Euro.
mehr Informationen u. Anmeldung

Gartner: 3x mehr Business Tablets bis 2016

Gartner.comLaut einer aktuellen Veröffentlichung des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner werden im Jahr 2012 weltweit 821 Millionen “Smart Devices” (Smartphones und Tablets) verkauft werden. Kommendes Jahr sollen die Verkaufszahlen dann die Milliardenmarke überschreiten und 1,2 Milliarden Einheiten erreichen. Dies ist laut den Marktforschern ein Indiz dafür, dass der “Konsum-Trend” die IT immer mehr beeinflusst (vgl. auch “Consumerization“).

Eine weitere Auswirkung: Bis 2016 werden 40 Prozent der Erwerbstätigen zumindest zeitweilig mobil arbeiten und zwei Drittel der mobil Tätigen werden ein Smartphone besitzen und dafür einsetzen. Noch größere Bedeutung für das Wachstum des Mobile Business aber komme Tablet Computern zu: Gartner schätzt, dass im laufenden Jahr Unternehmen 13 Millionen Tablets beschaffen werden. Diese Zahl soll sich bis 2016 auf 53 Millionen Einheiten mehr als verdreifachen.

It’s an Android’s World
Gartner geht weiter davon aus, dass bis 2016 56 Prozent der in Nordamerika und Europa von Unternehmen beschafften Smartphones Android-Geräte sein werden. Die Analysten betonen hier das explosive Wachstum von praktisch keinem Marktanteil im Jahr 2010 auf bereits 34 Prozent im Jahr 2012. Apple aber bleibe vorläufig “the heartbeat by which the market moves”. RIM sehen die Auguren auf schwieriger Position mit schwindenden Anteilen, während Windows 8/RT sich zumindest im Tablet-Markt bis 2016 mit 39 Prozent auf Position 3 nach iOS und Android vorkämpfen soll.

Gartner: Top-Thema Mobile

Gartner.comLaut einer aktuellen Veröffentlichung des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner zählen gleich drei Mobile Business-Themen zu den Top 10 Strategic Technology Trends for 2013:

  • 1. Mobile Device Battles
    Gartner prophezeit, dass schon im kommenden Jahr Mobiltelefone PCs als häufigstes Werkzeug für den Web-Zugriff überholen. 2015 sollen bereits 80 Prozent aller in reifen Märkten abgesetzten Mobiltelefone Smartphones sein. Dabei glauben die Auguren an einen Marktanteil von maximal 20 Prozent für Microsoft-Betriebssysteme (Windows Phone). 2015 soll laut dieser Prognose der Tablet-Absatz bereits die Hälfte des Absatzes von Mobil-PCs (Laptops, (Sub) Notebooks) erreichen. Auf diesen Tablets installiert sieht Gartner in dieser Reihenfolge a) iOS, b) Android und c) Windows 8, ohne sich auf konkrete Marktanteile festzulegen. Gartner spricht sich dafür aus, dass sich Unternehmen mit Windows 8 beschäftigen, glaubt jedoch aufgrund von Consumerization-Effekten nicht an eine schnelle Verdrängung des iPads durch Windows 8 (RT) Tablets.
  • 2. Mobile Apps und HTML5
    Der Markt für Werkzeuge und Entwicklungsumgebungen zur Programmierung von Endverbraucher und Business Apps ist komplex und mit über 100 Anbietern unübersichtlich. Gartner glaubt nicht an die baldige eindeutige Dominanz eines Anbieters für alle Typen von Mobilen Anwendungen wie Nativ,
    b) Hybrid, HTML5-basierende Apps bzw. Web-Applikationen. Auf lange Sicht erwartet Gartner einen mengenmäßigen Trend weg von Nativen hin zu Web-Apps, wobei Native Apps voraussichtlich auf absehbare Zeit die performantere Anwendererfahrung mit mehr Funktionalität bieten werden.
  • 4. Enterprise App Stores
    Auch die Welt der Enterprise App Stores wird absehbar vielgestalter und damit komplizierter was Authentifizierung, Lizenzmodelle und vor allem Bezahlprozesse angeht. Gartner sagt daher voraus, dass ab ca. 2014 Organisationen verstärkt auf eigene App Stores setzen werden.

BYOD “die größte Wende im Enterprise Computing seit dem PC”?

Gartner.comLaut einer aktuellen Veröffentlichung des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner bringen Bring Your Own Device
(BYOD)-Programme die größten Veränderungen für die Unternehmens-IT seit Einführung des PC mit sich. Daher benötige jede Organisation eine klare und eindeutig kommunizierte Position zu diesem Thema, selbst wenn diese “bei uns NICHT erlaubt” lauten sollte. Im Erlaubensfalle regelt eine BYOD-Richtlinie, dass und wie Mitarbeiter, Geschäftspartner und ggfs. vielleicht sogar Kunden ihre eigenen, selbst ausgesuchten und gekauften mobilen Endgeräte benutzen können, um Anwendungen des Unternehmens auszuführen und auf dessen Netzwerke und Daten zuzugreifen.

Die Marktforscher weisen überdies darauf hin, dass BYOD heute zwar meist nur im Kontext von Smartphones und Tablets diskutiert wird, dass eine entsprechende Policy aber für portable Rechner wie Notebooks ebenfalls sinnvoll ist. Ebenso könne die Erhebung von Gebühren für seitens der Unternehmens-IT etwaig zu leistenden Support erwogen werden. Ebenso ratsam könne ein “Warenkorb” von unterstützten/erlaubten Endgeräten sein, um die Komplexität zu begrenzen.

Die Mobile Innovation wird heute laut Gartner mehr vom Endverbraucher- als vom Unternehmens-Markt getrieben (“Consumerization”), genau wie dies bei Breitband-Internet oder bei den jeweils aktuellen Windows-Versionen bzw. Office-Versionen zuvor oft der Fall war. Insofern könne es klug sein, sich näher am Consumer-Markt zu orientieren – allerdings mit aller gebotenen Vorsicht.

Weitere Informationen, Texte und ein Webinar zum Thema gibt es auf dieser Gartner-Themenseite zu BYOD.

Mobile=Sicherheits-Thema des Jahres

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft Kaum ein deutsches Unternehmen, das zumindest dem Beteuern nach Mobile Security in diesem Jahr nicht ganz oben auf der Agenda stehen hätte: 84 Prozent der Entscheider halten die Sicherheit von Smartphones und Tablet-PCs für wichtig oder sehr wichtig. So lauten Ergebnisse der Umfrage “Internet-Sicherheit 2012″, die der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco jährlich in Unternehmen aller
Größenklassen durchführt. Dies steht laut Dr. Kurt Brand, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit bei eco und Geschäftsfürhrer der Pallas GmbH in klarem Zusammenhang mit den Trends zu Consumerization und “Bring Your Own Device” (BYOD). Rund ein Viertel Befragte mehr als im Vorjahr hält Mobile Security für ein wichtiges oder sehr wichtiges Sicherheitsthema. Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet insgesamt steigende oder stark steigende Sicherheitsausgaben (51 Prozent). 90 Prozent sagen außerdem eine allgemein wachsende oder stark wachsende Bedrohungslage bei der Internet-Sicherheit voraus.

Immer wichtiger für Unternehmen wird überdies Cloud Security, das im Vergleich zum Jahr 2011 um zwei Plätze aufgestiegen ist. Nach Mobile Security und Schadsoftware im Internet (im Vorjahr auf Platz eins) ist Sicherheit in der Cloud in der aktuellen Umfrage drittwichtigstes technisches Sicherheitsthema in Unternehmen (66 Prozent wichtig/sehr wichtig-Nennungen). Weiter an erster Stelle bei den organisatorischen Sicherheits-Themen steht der Datenschutz (91 Prozent wichtig/sehr wichtig), gefolgt von Mitarbeiter-Sensibilisierung sowie Security-Konzeption und Compliance.
alle Umfrageergebnisse

Auch mobileTicker stellt für den Rest der Woche mobile Sicherheitsthemen in den Fokus der Berichterstattung.

Mehr Übersicht über Mobiles und Apps

apperian.com

Die Computerwoche kommentiert das Angebot von Apperian, über das wir im März 2009 berichteten: “So nett Trends wie IT-Consumerization oder Bring Your Own Device (BYOD) [sowie Choose Your Own Device (CYOD), d. Red.] für manchen Mitarbeiter klingen – für die IT-Abteilung bedeuten sie einen erhöhten Aufwand, etwa bei der Bereitstellung von Anwendungen. Linderung verspricht die Cloud-Lösung EASE (Enterprise App Service Environment) von Apperian. Dabei handelt es sich im Großen und Ganzen um einen Enterprise App Store (Corporate App Store), wie er in den meisten modernen Mobile-Device-Management-Suiten (MDM) zu finden ist – nur eben ohne die aufwändige und kostspielige Verwaltungslösung. Über diesen für Android und iOS verfügbaren App-Katalog können dann alle Mitarbeiter personen- oder gruppenspezifisch auf native mobile Apps, Anwendungen aus dem iTunes App Store, Web-Apps und sogar Konfigurationsprofile zugreifen. So soll die IT-Abteilung den Überblick darüber behalten, welche Mitarbeiter auf welche Enterprise-Anwendungen zugreifen können und sensible Daten von verlorenen oder gestohlenen Geräten entfernen können. Außerdem, so das von früheren Apple-Mitarbeitern gegründete Unternehmen, ist sie dank der Lösung in der Lage, binnen kürzester Zeit neue Anwendungen oder Updates auszuliefern – ebenso wie Videos, Präsentationen und Dokumente (also bei der Content-Bereitstellung ähnliche Funktionalität wie das Mobile Content Management System PDF-Activator von Glanzkinder).Die moderne Art der mobilen Bereitstellung von Content
Als kleinen Nebeneffekt erhält die IT-Abteilung mit EASE sogar eine Übersicht über alle im Unternehmen genutzten Mobile-Devices, einschließlich Geräte-Typ, Betriebssystem, verfügbarer Speicherplatz und installierte Apps (Asset Management).”

Bewegung im MDM-Markt

Je mehr das Mobile Business Alltagsrealität wird, je mehr die Unternehmen von Smartphones, Tablets, Business Apps erreicht werden (ob nun via eigener Mobil-Strategie oder via Consumerization und BYOD bzw. CYOD, um so dringlicher werden die Anforderungen nach einem Mobile Device Management (MDM), das imstande ist, die gerufenen mobilen “Geister” auch zu bändigen. Von Fiberlink zitierte Analysten erwarten, dass die Umsätze mit Mobile Device Management-Systemen in diesem Jahr um 40 Prozent wachsen.

Matrix42 mit iOS 5-Unterstützung
Matrix 42Ab sofort bieten beispielsweise die MDM-Produkte von Matrix42 auch “Managementfunktionen für iPhone, iPod Touch und iPad mit dem neuen iOS 5.1 an”. Die Funktionalität laut Hersteller:

  • E-Mail-Konfiguration – z. B. S/MIME-Verschlüsselung, ohne E-Mails über Dritte bzw. verschiedene E-Mail-Konten versenden zu müssen;
  • Wi-Fi-Konfiguration – einfache Konfiguration der Proxy-Einstellungen und automatische Einwahl in Wi-Fi-Netzwerke;
  • Roaming-Konfiguration – sofortige Aktivierung oder Deaktivierung von Sprach- und Daten-Roaming;
  • iCloud-Konfiguration – Aktivierung und Deaktivierung von iCloud-Backup, Dokumenten-Sync und Fotostream;
  • Software Verteilung/Roll-out – drahtlose Aktivierung der Geräte auch ohne iTunes;
  • Apps/Corporate App Store – Installation von öffentlichen und unternehmenseigenen Applikationen oder Daten zur selbständigen Verwaltung; einfaches Entfernen von Daten, wenn MDM-Profile gelöscht werden;
  • Remote-Prüfung der Batterie-Lebensdauer;
  • Daten-Backups – Unterbinden von Daten-Backups mit iTunes und iCloud für Anwendungen.

Matrix42 Mobile Device Management für iOS 5 ist ab sofort verfügbar und kann direkt bei Matrix42 oder über ausgewählte Vertriebspartner bezogen werden.
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Fiberlink: Kooperation für die DACH-Region
TechDataFiberlink sieht sich als “führenden Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) für ein sicheres mobiles Device Management [...] sowie mobiles Applikations-Management”. Auf dem “Mobile World Congress” (MWC) in Barcelona gab man bekannt, dass die MaaS360-Lösung ab sofort Kunden, Wiederverkäufern und Systemintegratoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz von von Star Tech Data angeboten werden sollen. Star Tech Data ist ein Joint Venture zwischen Brightstar Corp. und der Tech Data Corporation.

MaaS360 soll als Cloud-Lösung bewerkstellen, “dass Unternehmen ihre mobilen Endgeräte, wie z.B. Smartphones oder Tablets sofort integrieren und durch umfassende Sicherheitsrichtlinien absichern können, ohne zuvor in die eigene Infrastruktur investieren zu müssen.” Dabei werden nicht nur iOS- und Android-Geräte unterstützt sondern auch Windows Mobile (WP7), Symbian, BlackBerry OS u.a.

Zur Funktionalität gehören neben Standard-MDM Funktionen laut Anbieter auch: “die vollständige und automatische Erkennung aller Geräte, die Zugriff auf Unternehmens-E-Mail haben (!), “Over-the-Air” (OTA) Gerätregistrierung und Konfiguration, die Umsetzung von Unternehmensrichtlinien/Policies wie z. B. Passwörter-Konventionen, Jailbreak-Erkennung, Remote-Sperren,- und -Löschen (Remote Removal sowie das Lokalisieren von Geräten.
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Mobiles Life Cycle Management

ManageEngine: Mobile Device Management Services
ManageEngine hat auf dem MWC Echtzeit-IT-Tools mit Funktionen aus den Bereichen Mobile, Desktop und Service Desk vorgestellt. Unter anderem soll das Angebot “Desktop Central” ebenfalls künftig “integrierten Support für Geräte mit Apple iOS bieten”. Die Unterstützung weiterer Betriebssysteme ist bereits angekündigt. Unternehmen sollen so “Funktionen aus den Bereichen Security, Configuration und Asset Management erhalten”. Voraussetzung sei die Integration mit der HelpDesk-Lösung ServiceDesk Plus aus dem gleiche Hause. Folgende Funktionen können laut Anbieter dann bereitgestellt werden:

  • das Sperren von Geräten und das sichere Löschen von Inhalten, Dateien, Passwörtern und Einstellungen sowie die Ausführung weiterer Sicherheitskommandos;
  • Asset Management zeigt installierte Zertifikate und Profile, Details zu etwaigen Restriktionen, Sicherheitsinformationen, App-Übersichten sowie allgemeine Geräteinformationen;
  • Configuration Management gestattet das Setzen von PINs oder diverser Restriktionen, E-Mail-Konfiguration, ActiveSync mit Exchange sowie das Einrichten von VPNs und WiFi-Verbindungen;
  • Die neue Version von Desktop Central soll MS SQL unterstützen und das Aufzeichnen von Remote Support Sessions ermöglichen.

Neben Desktop Central erhält auch das Angebot “IT360″ MDM-Funktionalitäten. Die Monitoring-Lösung kann künftig auf iPads installiert werden und so auch auf diesem mobilen Endgerät eine Rundumsicht zur IT-Infrastruktur eines Unternehmens geben. Interessenten können sich ab sofort beim deutschen Vertriebspartner MicroNova für die Betaversion von DeskCentral registrieren.

Auch bei Sybase/SAP und Symantec hat sich MDM-technisch einiges getan, wie heise.de zusammenfassend berichtete: “Die SAP-Tochter Sybase konzentriert sich mit der Version 7.0 ihres Mobile-Device-Management-Produkts Afaria auf die effizientere Verwaltung von Applikationen und mobilen Endgeräten mit einer neuen Benutzerschnittstelle, einem verbesserten Workflow und Integration in das Geschäftsumfeld. IT-Administratoren sollen mit Afaria BYOD-Geräte einfach und schnell konfigurieren und absichern können. Dafür bietet es neben einem Portal, mit dem der Anwender sein Gerät selbst verwalten kann, auch das Verwalten von Applikationen, das Verschlüsseln von Unternehmensdaten sowie eine integrierte Kontrolle der Telekommunikationskosten.

Konkurrent Symantec hat sein Angebot für die Administration von Mobilgeräten ebenfalls erweitert. Neu ist unter anderem die Integration in Microsofts System Center Configuration Manager, der nun alternativ zur hauseigenen Management Platform eingesetzt werden kann. Zusätzlich zu iOS-Geräten lassen sich nun die Sicherheitsrichtlinien sowie Applikationen auf den Plattformen Android und WP7 verwalten.

Als “Mobile Security for Android” will Symantec im Spätsommer auch seine Anti-Malware-Technik und das Global Intelligence Network für Googles Mobilsystem bereitstellen. Außerdem sollen die Produkte Data Loss Prevention for Tablets und Managed PKI Service in das Gerätemanagement integriert werden. Hiermit soll sich zum einen die Übertragung sensibler Daten auf dem iPad kontrollieren lassen und zum anderen eine sicherere Geräteauthentifizierung gegenüber Firmennetzwerken und Applikationen gewährleistet werden. In Kombination mit O3 will Symantec außerdem eine sichere Nutzung von Cloud-Anwendungen auf mobilen Endgeräten gewährleisten.”

MDM-Events
Apropos heise – der Workshop iPhone, iPad und Android im Enterprise-Umfeld gibt u.A. Gelegenheit, das MDM-Tool Tarmac aus dem Hause Equinux näher kennenzulernen.

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