Lesetipp: “Android 2″
“Android – Grundlagen und Programmierung” ist ein erfolgreiches und daher auch bereits geraume Zeit vergriffenes Fachbuch, das übrigens auch den für Android programmierenden Glanzkindern die ersten Schritte in diese stets beliebter werdende Betriebssystem-und Anwendungs-Umgebung geebnet hat. Kein Wunder, dass der herausgebende dpunkt-Verlag nun eine erweiterte und überarbeitete zweite Auflage vorstellt.

Es ist den Autoren Arno Becker und Marcus Pant (beide: Visionera GmbH) gelungen, ihr Lehrbuch so zu aktualisieren, dass man von einer allerersten Einführung bis zu ersten eigenen Anwendungen geführt wird, die weit über “Hello World!” hinausgehen. Dabei werden allerdings Grundkenntnisse in der Java-Programmierung vorausgesetzt.
Die Neuauflage wurde so überarbeitet, dass Neuerungen der Android-Versionen 2.x berücksichtigt werden. Neu sind die Themen Hierarchy Viewer (für die Layout-Optimierung; Seiten 108-110) SMS-Integration (mit griffigem Anwendungsbeispiel; 210-220), sowie Trace View (Test-Tool; 347-350).
Besondere Aufmerksamkeit wird sinnvollerweise dem Umgang mit den bei der App-Programmierung notorisch knappen Ressourcen CPU-Leistung und Storage gewidmet. Von einer ersten Definition von “Activities” unter Android ausgehend lernen wir den Systemaufbau des auf einem Linux-Kernel basierenden Systems kennen, soweit er für unseren Weg von der App-Idee und -Konzeption bis zur .apk-Datei (Android Package File – der fertigen App) erforderlich ist.
Auch relevante Unterschiede zwischen der Programmierung für die Zielsysteme iOS und Android werden herausgearbeitet, beispielsweise was die bei Android leicht ansprechbaren systemnahen Anwendungen Telefonie oder Kontakte angeht.
Services vs. Threads und die Priorisierung von Services sind ein weiteres Thema. Die in Android enthaltene relationale Datenbank SQLite wird ebenso eingeführt wie die Kommunikation zwischen Prozessen einer Anwendung versus der Kommunikation zwischen Anwendungen (Multitasking). Weitere aktuell wichtige Themen sind etwa die Integration von Location Based Services sowie Security – u.a. durch ein eigenes Kapitel nur zur Verschlüsselung. Auch das so wichtige wie häufig vernachlässigte Testen kommt hier nicht zu kurz (eine JUnit Testumgebung ist Teil der Android SDK), bevor es dann an den wichtigen Punkt Zertifikate und Signaturen geht.
Dass sämtliche gegebenen Codebeispiele zusätzlich auf der Webseite zum Buch androidbuch.de zum Download angeboten werden, ist ein wertvoller zusätzlicher Service. In diesem wirklich umfassenden Werk haben wir einzig im Kapitel “Anwendungen marktreif machen” einige einführende Hinweise zu den Themenkreisen Android Market (Optimization), Pricing sowie Support vermisst, die aber zugegeben das engere Feld der Programmierung fast verlassen.
Fazit: ****
[427 Seiten, Broschur ISBN 978-3-89864-677-2 39,90 Euro]
Apple interessiert an ARM?
U.a. techcrunch zitiert den via London Evening Standard heute mit Gerüchten, wonach Apple an der Übernahme von ARM interessiert sei, dem Marktführer bei Handy-CPUs. Flüssig genug für einen solchen 5,2 Mio. Pfund-Deal wäre Apple – wie auch die Bilanzen des 2. Quartals zeigten. ARM bzw. “Advanced RISC Machines” wurde 1990 als Joint-Venture von Acorn Computers, Apple Computer and VLSI Technology gegründet. Der Prozessor-Spezialist beliefert heute u.a. die Apple-Wettbewerber im Smartphone-Markt HTC, Nokia, Samsung und Sony. Wird es dann irgendwann bei Apple heißen: “Alle Räder stehen still, weil mein starker ARM es will”?
via techcrunch.com
UPDATE 27.04.: ARM ist es bislang noch nicht geworden, aber Apple gab heute bekannt, dass man bereits vor einem Monat den Chip-Hersteller Intrinisity übernommen hat.
Neue iPhones am 17.07.09?
Der Blog appleiphoneapps will u. a. erfahren haben, dass die erwartete neue iPhone-Gerätefamilie nicht zur WWDC, sondern auf einem speziellen Event unter Steve Jobs’ Mitwirkung erst im Juli vorgestellt werden sollen. Überdies wird (abermals) von verbesserter Kamera (3,2- statt 2-Megapixel mit Bewegtbildfunktion) sowie wahlweise 16 oder 32 GB Speicher berichtet. Der neue Prozessor soll doppelt so schnell wie die bisherige ARM-CPU sein. Die ohnehin oft bemängelte Akkuleistung soll sich dadurch nicht verschlechtern, sondern sogar um das 1,5fache im Vergleich zum iPhone 3G zulegen. Grund dafür könnte der Einsatz eines OLED-Displays anstatt des bisherigen LCD-Touchscreen sein.
Das iPhone soll abermals flacher werden, das Apple-Logo auf der Rückseite soll künftig beleuchtet sein (das kann man auch nur wagen, falls die Akkustandzeit tatsächlich verbessert wurde…). Weiter weiß diese Quelle, dass die Gehäuseoberfläche weniger glatt als bislang gearbeitet sein soll. Je nach Speicherausstattung soll die nächste iPhone-Generation in den Staaten mit Zweijahresvertrag 199 oder 299 US-Dollar kosten. Der Blogeintrag mit den ungemein (oder verdächtig?) detaillierten Informationen ist derzeit nicht mehr erreichbar – vermutlich wg. Serverüberlastung.
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