BYOD – Produktivitätspush oder Albtraum?

Deloitte LogoDeutsche Unternehmen gehen bei der systematischen Integration privater mobiler Endgeräte (und der Anwendungen darauf; Bring Your Own Device/App etc.) in die unternehmenseigene IT noch zu unstrukturiert vor, jedenfalls laut des Deloitte-Reports “Perspektive BYOD – Private Hardware in Unternehmen”. Diejenigen, die sich für BYOD entschieden haben, stellen hiernach oft zu hohe Ansprüche an die zu erzielenden Effekte und konkreten Auswirkungen. Ein adäquater Ansatz zum systematischen Management privater Endgeräte in Unternehmen könne hingegen in vier Schritten umgesetzt werden: 1. der Zielfestlegung, 2. der Risikoevaluierung, 3. der Richtliniendefinition und 4. der Operationalisierung bzw. Implementierung.

Bei der Risikobewertung sind alle Stakeholder miteinzubeziehen, auch die sinnvolle Gestaltung einer Policy verlangt nach einer umfassenden Funktionsintegration einschließlich IT, Personal (und ggfs. Betriebsrat), Finanzen und Recht. Bei der Implementierung sollte ein Mobile Device Management-System (MDM) für maximale Sicherheit sorgen, so der Report.

Entscheidend für die BYOD-Entwicklung sind der allgemeine Consumerization-Trend und der Mitarbeiterwunsch nach individuellen, möglichst aktuellen Endgeräten. BYOD bedeutet Chancen und Risiken gleichermaßen. Den Risiken bei Informationssicherheit und Compliance stehen Chancen auf mehr Flexibilität, mehr Motivation und damit auch mehr Kreativität gegenüber – und mit einer sichtbaren Kostenersparnis ist laut dieser Veröffentlichung jedoch zunächst nicht zu rechnen.

Download des 17seitigen Reports (PDF)

Tablet: nur Ergänzung fürs Smartphone

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In Deutschland verfügen laut Deloitte derzeit bereits 27 Prozent der Haushalte über ein Tablet – bis 2012 waren es nur sechs Prozent. Dennoch wird das Tablet auch künftig aller Voraussicht nach weder Laptop noch Smartphone ernsthaft in ihrer Existenz bedrohen. Geschätzt wird es vor allem wegen seines Designs und seiner Bedieneigenschaften, weniger aufgrund seiner Funktionalitäten. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung, die Nutzungsszenarien und Präferenzen hinsichtlich smarter, mobiler Endgeräte analysiert. Sie stellt daher wichtige Grundlagen für die Anpassung oder Erstellung der Mobile-Strategien von Unternehmen dar – sowohl Tablet- wie Smartphone-Apps bleiben wichtig, um die relevanten Zielgruppen zu erreichen.

“Die Ausstattung deutscher Haushalte mit Tablets hat im Lauf des Jahres 2012 um ganze 21 Prozentpunkte zugenommen – die Gründe dafür liegen vor allem in sinkenden Preisen sowie neuen, attraktiven Hardware-Angeboten in diesem Segment”, erklärt Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT (Technologie-, Medien- und Telekommunikation) EMEA bei Deloitte.

Tablets – beliebt insbesondere bei der Generation 30+
Verantwortlich für den rasanten Anstieg des Tablet-Absatzes in Deutschland im vergangenen Jahr ist primär die Gruppe der Verbraucher zwischen 30 und Mitte 40. Innerhalb dieses Alterssegments besitzen bereits 36 Prozent ein Tablet. Mit je 34 und 32 Prozent sind auch die Altersgruppen von 24 bis 29 sowie von 14 bis 23 Jahren stark vertreten, während sich bei den älteren Verbrauchern maximal ein Fünftel zum Kauf entscheiden konnte.

Notebooks bevorzugt
Kann das Tablet andere mobile Endgeräte ersetzen? Die Studie gibt hierzu eine klare Antwort: 79 Prozent derjenigen, die über Notebook und Tablet verfügen, ist der mobile PC deutlich wichtiger. Das gilt insbesondere in der jungen Altersklasse von 14 bis 23 Jahren – hier liegt der Anteil jener, die den Laptop bevorzugen, sogar bei 87 Prozent.

Some like it Smart
Kaum anders sieht es beim Vergleich zwischen Tablet und Smartphone aus: Wer beides besitzt, verzichtet deutlich weniger gerne auf das smarte Mobiltelefon. Auch hier sind es die jungen Menschen zwischen 14 und 23, deren Präferenz für das Smartphone mit 86 Prozent am deutlichsten ausgeprägt ist. Natürlich ist es in erster Linie die Telefonie-Funktion, die den Mehrwert des Smartphones gegenüber dem Tablet ausmachen. Altersübergreifend können 74 Prozent mehr mit einem Smartphone anfangen.

All-you-can-App u. LTE im Aufwind

Deloitte LogoLaut den “TMT Predictions” (Technologie-, Medien- und TK-Markt) von Deloitte differenziert sich die Zielgruppe der Smartphone-Nutzer und ihre Bedürfnisse immer weiter aus. Vor allem für kostenbewusste Nutzer wird laut der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft eine neue Tarifoption interessant: 47 Prozent der deutschen Mobilfunkkunden würden hiernach einen “All-you-can-app“-Tarif in Anspruch nehmen, wenn er angeboten würde. Gemeint ist ein Mobilfunktarif, der eine Flatrate für eine spezifische mobile Anwendung (App) oder Web Service bereitstellt. In Deutschland sind hier laut Deloitte vor allem Musik- und Videodienste vielversprechend. Weltweit, so ihre Schätzung, werden 2013 etwa 100 Mobilfunkanbieter bereits derartige Tarife anbieten.

Anders als bislang wird sich überdies laut diesen Vorhersagen die schnellere Technologie Long Term Evolution (LTE) deutlich stärker im Markt durchsetzen. LTE-spezifische Anwendungsszenarien seien jedoch auch 2013 Mangelware.

Beim Thema Smartphone müsse die Branche umdenken, lehren zumindest die “Predictions”: “Der Absatz steigt – und damit wird die Zielgruppe heterogener. Zu den Early Adopters der ersten Jahre kommen nun verstärkt auch weniger technikaffine Nutzer”. Das bedeutete unter anderem, dass mehr statt weniger Geräte ohne Datenvertrag eingesetzt werden – und es sollte bedingen, dass sich die Entwickler von B2C-Apps umgehend auf die Intuitivitäts- und Ease of use-Forderungen und -Standards der ersten App-Tage zurück besinnen. Entsprechend müssten sich naturgemäß auch die Vermarktungsstrategien der Anbieter ändern und ausdifferenzieren.

Download der TMT Predictions (PDF)

Männer shoppen gern mobil

Deloitte LogoDie Deloitte-Befragung “M-Commerce in Deutschland – Freundliche Aussichten für mobiles Einkaufen” sagt starkes Wachstum beim Mobile Commerce in Deutschland voraus. Nach mauen Anfangsjahren sehe die Zukunft hier nun rosiger aus. Gründe dafür seien u.a. die hohe Smartphone-Verbreitung, die Verfügbarkeit leistungsfähiger mobiler Datennetze der dritten und vierten Generation und neue Applikationen wie Barcode-Scanning, standortbezogene Alerts (LBS) oder Mobile Couponing. In den letzten zwölf Monaten hat sich laut Deloitte die Zahl der Mobile Shopper in Deutschland bei den Befragten mehr als verdoppelt – von 6 Prozent auf 13 Prozent, wobei besonders Männer diese Anwendungen nutzen.

Einen besonders großen Anteil macht die Altersgruppe der 14- bis 28-Jährigen mit 21 Prozent aus. In der
Unterscheidung zwischen den Geschlechtern sind die Männer vorne: 15 Prozent nutzen Mobile Commerce gegenüber 10 Prozent der Frauen. Befragt wurden über 2.000 Verbraucher in Deutschland zu ihrem Nutzungsverhalten und Interesse
an innovativen Anwendungen.

M-Commerce – begünstigende Faktoren
Kunden verwenden ihr Mobiltelefon häufig zum Preisvergleich und um vor Ort detailliertere Produktinformationen oder Vergleichstests etc. abzurufen: Im Durchschnitt nutzen 13 Prozent der Befragten einen Preisvergleich, ebenso hoch ist die Zahl derer, die Produktbewertungen lesen. Hierfür hat die App-Programmierung mittlerweile zahlreiche Smartphone-Anwendungen bereitgestellt: Der QR- oder Barcode-Scanner ist ein beliebtes Tool, um die Abfrage von Produktinformationen wie Preisvergleich, Bewertungen, Kalorienangaben oder Angaben zu Inhaltsstoffen zu erleichtern – 41 Prozent der Befragten “interessiert” diese Applikation.

Standortbezogene Alerts benachrichtigt basierend auf Standortdaten den Nutzer – was 32 Prozent der Befragten in Anspruch nehmen. Vorteil ist, dass die Benachrichtigunguen auf die Nutzerpräferenzen ausgerichtet werden (Targeting). Sie werden zielgruppenorientiert vor allem bei Angeboten oder Sonderaktionen
eingesetzt.

Ein weiterer Trend ist das Mobile Couponing, hier erhält der Kunde gewissermaßen eine elektronische Rabattmarke auf sein Mobiltelefon, die Einlösung erfolgt im Geschäft (vgl. zum Beispiel die GlanzApp aporabatt). Händler und Dienstleister setzen den Coupon vermehrt zur Kundengewinnung im stationären Handel ein. Der Funktionsumfang der Smartphones begünstigt die Entwicklung, denn deren GPS-Sensor erkennt den genauen Standort des Nutzers, sodass Händler zielgerichtet Coupons versenden bzw. bereitstellen können. 48 Prozent der 14- bis 28-Jährigen haben schon ein- oder mehrmals Mobile Couponing genutzt.

Noch wenig Interesse an Mobile Payment
Im Gegensatz zu den Shopping-Applikationen war das Kundeninteresse an mobilen Bezahldiensten bei dieser Erhebungnoch gering – insbesondere ältere Kunden sind skeptisch. Insgesamt sind nur 18 Prozent der Mobilfunknutzer an den Diensten interessiert, denn der Mehrwert von Mobile Payment ist vielen Nutzern noch unklar.

iPads im Unternehmenseinsatz verdrängen PCs

IDG connectVon IDG Connect veröffentlichte Zahlen belegen, dass Mobile Pros, die ein iPad besitzen, es auch fast ausschließlich zu beruflichen Zwecken einsetzen: Rund 91 Prozent der weltweit befragten iPad-Besitzer nutzen den tastaturlosen Flachrechner in erster Linie beruflich. Etwa ein Viertel der iPads wurden vom beschäftigenden Unternehmen bereitgestellt, der Rest beruht auf Bring Your Own (BYOD).

Volle 72 Prozent der iPad-Nutzer geben überdies an, ihre Notebooks seltener zu nutzen, seit sie auch das Tablet zur Verfügung haben. Erstaunliche 66 Prozent sagen sogar, das iPad habe ihren Mobil-PC zumindest teilweise ersetzt. 16 Prozent der Antwortenden weltweit haben das Notebook komplett durch ihr iPad ersetzt, diese Zahl liegt für Europa mit 23 Prozent nochmals höher. Diese doch etwas hoch wirkenden Zahlen werden verständlicher bei der Aufreihung der Haupteinsatzzwecke: Surfen, News, Chat und E-Mail-Check wurden in erster Linie angeführt, nicht aber die Arbeit mit Textdokumenten, Tabellen sowie Präsentationen oder das SCHREIBEN von E-Mails…

Auch der Punkt Markentreue wurde abgefragt: 83 Prozent derjenigen, die bereits ein iPad hatten, wünschen dabei zu bleiben und interessieren sich wenig für Android-, BlackBerry oder Windows-basierende Tablets (vgl. hierzu auch den “Mobile Monitor 2011″ von Goldmedia Custom Research und respondi: 63% Marktanteil im deutschen Tablet-Markt und ein Zufriedenheitswert von weit über 80 Prozent f. Apple).

Kostenloser Download des iPad Business Survey von IDG (PDF; 1,2 MB)

Leitende Mitarbeiter werden zunehmend mit iPad und Mac ausgestattet
Forrester Research hat andere Zahlen, die den generellen Trend aber bestätigen: Aus ihrem “Global Tech Market Outlook” für 2012 und 2013 lassen sich “hervorragende Zukunftsaussichten für Apple im Business-Bereich ausmachen. Der Grund: Immer mehr Mitarbeiter setzen auf das iPad. Die Studie weist auf die wachsende Akzeptanz von iPad und Mac im Unternehmensbereich hin, was beweise, dass Apple dem traditionell von Microsoft, Dell, Lenovo und HP dominierten Unternehmens-Markt gefährlich werden könnte. [...] In diesem Jahr, so zeigen die Schätzungen, könnte Apple Macs im Wert von rund 9 Mrd. US-$ und iPads im Wert von rund 10 Mrd. US-$ im Business-Bereich verkaufen. Schon 2010 und 2011 zeigten die Verkaufszahlen von iOS-Geräten und Tablets, dass Apple Macs und iPads im Wert von jeweils 6 Mrd. US.$ im Business-Bereich verkauft habe. Forrester erwartet, dass sich diese Zahlen bis 2013 verdoppeln. Dazu wird laut Studie – in der das iPad in der PC-Kategorie geführt wird – beitragen, dass die 500 größten Unternehmen ihre leitenden Mitarbeiter zunehmend mit MacBooks und iPads ausstatten oder ihnen einen Kauf nahelegen.

Der Trend zum Zweit-Tablet nimmt zu
Die Zahl der verkauften Tablets wird sich innerhalb der kommenden vier Jahre in Deutschland vervierfachen. Diese neuen Endgeräte-Kategorien und zusätzliche Medienangebote treiben das Datenvolumen drastisch in die Höhe.”, ist Dr. Andreas Gentner von Deloitte überzeugt. Hinzu komme ein weiteres Phänomen: Viele Verbraucher schaffen sich laut Deloitte ein zweites Tablet an. Dabei neigen die Nutzer zur Differenzierung, denn zusätzlich zum beliebten 10 Zoll Tablet kaufen sich viele ein kleineres Modell mit Fünf- oder Sieben-Zoll-Display. Insgesamt 5 Prozent aller verkauften Tablets im Jahr 2012 werden an Käufer gehen, die bereits eines besitzen.Deloitte Logo

Zum kostenlosen Download der Technology, Media and Telecommunication Predictions (TMT) von Deloitte geht es hier

Versäumnisse bei (Mobile) Security

Die weltweit 138 Unternehmen aus der TMT-Branche (Technologie, Medien, Telekommunikation), die für die Deloitte-Studie “Raising the Bar – 2011 TMT Global Security Study” befragt wurden, haben ihre Sicherheitsmaßnahmen nur auf Vorjahresniveau gehalten. Laut den Beratern ist dies deutlich zu wenig “angesichts der steigenden Gefahren” und neuer Phänomenen wie “Hacktivism”. Rund drei Viertel der Unternehmen wenden zwischen einem und sechs Prozent ihres IT-Budgets für sicherheitsrelevante Maßnahmen auf. Höchste Priorität hat dabei derzeit das Thema Compliance (Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien im IT-Bereich. Künftig werden aber vor allem mobile Sicherheit, Cloud Computing und Datenschutz im Vordergrund stehen. Auch die Nutzung sozialer Medien und Netzwerke stellt ein wachsendes Risiko dar – für fast ein Fünftel der Unternehmen sogar das größte. Insgesamt sind die Zahlen alarmierend: Konnten letztes Jahr noch 38 Prozent behaupten, keinerlei Sicherheitsprobleme gehabt zu haben, so sind es 2011 nur noch 25 Prozent.

Die Angriffe auf Unternehmensinformationen steigen also. Vor allem Technologieunternehmen sind Ziele: 18 Prozent verzeichneten innerhalb der letzten zwölf Monate sechs bis 20 Vorfälle, doppelt so viele wie Telekommunikations- und Mediaunternehmen. Dennoch haben die Unternehmen kaum reagiert: Die Zahl der CISOs (Chief Information Security Officer) ist ebenso wenig gestiegen wie die Budgets. Etwa ein Drittel fertigt einmal im Monat einen Sicherheitsbericht für das Top-Management an, zwei Drittel verfügen über eine definierte Sicherheitsstrategie.

Compliance als Wettbewerbsfaktor
Sicherheitsrelevantes Thema Nr. 1 ist Compliance – nicht zuletzt auch im Hinblick auf Unternehmensimage und Wettbewerbsposition. Dabei geht Compliance weit über die Befolgung gesetzlicher Regulierungen hinaus. Aufgrund ihrer Kompetenzen und Kapazitäten könnten Unternehmen ihren Standard an Eigeninitiative sogar höher setzen als Regierungen. Immerhin die Hälfte beteiligt sich an unternehmensübergreifenden Cyber-Initiativen – wobei Medienunternehmen eher schwach vertreten sind.

Mobile Security im Kommen
Künftig werden sich TMT-Unternehmen vor allem mit mobiler Sicherheit, Cloud Computing und Datenschutz beschäftigen. Das im Arbeitsleben immer häufiger auftretende “Bring your own Device”-Prinzip (BYOD) bedingt eine Vielzahl von Risiken für Unternehmensinformationen, denen begegnet werden muss. Auch die Cloud birgt Gefahren, 37 Prozent wollen sie derzeit aus Sicherheitsgründen (noch) nicht nutzen. Nicht zuletzt sorgt die Diskussion über die Zukunft des Datenschutzes in einer vernetzten Welt für Unsicherheit.

Bei mehr als 40 Prozent arbeiten die Mitarbeiter zunehmend mit ihren privaten Smartphones, bei den Medienunternehmen sind es sogar knapp 60 Prozent. Dies ist genauso ein Sicherheitsrisiko wie Social-Media-Aktivitäten. Beide Trends müssen in der unternehmenseigenen Sicherheitsstrategie berücksichtigt werden. Beunruhigend ist, dass der Anteil der Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit Schulungen sensibilisieren, von 35 auf 20 Prozent abgesunken ist. Der hohe Vernetzungsgrad stellt eine der größten Herausforderungen für die Informationssicherheit von Unternehmen dar. An die Stelle der Dipolarität Anbieter-Kunde tritt zunehmend eine Vielzahl von Akteuren. Etwa 60 Prozent der Befragten sehen Dritte als Sicherheitsrisiko – aber nur 30 Prozent prüfen Drittanbieter auf deren Sicherheits-Policy.

Entscheidend ist auch die risikorelevante Kommunikation der Unternehmen in ihrem vernetzten “Ökosystem”. Nur 18 Prozent haben hier bereits klare Regeln und Richtlinien definiert, weitere 35 Prozent haben zumindest einzelne Standard Operating Practices (SOPs) etabliert bzw. arbeiten daran. Knapp die Hälfte der Befragten verfügt in dieser Hinsicht aber über keinerlei Kommunikationsstrukturen für den Sicherheitsbereich.

Den lesenswerten Report gibt es hier zum kostenlosen Download.

Breitband-Studien von Deloitte u. Acision

Deloitte LogoEin Rekordwachstum bei der Nutzung des mobilen Internets und beim Absatz von Smartphones ist unübersehbar. Dennoch sind deutsche Konsumenten bei mobilen Breitband-Verbindungen deutlich preisbewusst: maximal 41 Euro dürfen sie beim Durchschnittskunden kosten, wie die Deloitte-Studie “Addicted to mobile: perspectives on the global mobile consumer, 2011″ erweist. Damit erscheint Deutschland im internationalen Vergleich im hinteren Bereich. Allerdings liegen die europäischen Nachbarn bei ihrer Zahlungsbereitschaft tatsächlich nicht allzuweit auseinander. In Frankreich sind die Kunden am spendabelsten und sind für High-Speed bereit, monatlich bis zu 45 Euro auszugeben.

Wachstumsmärkte Social Networks und Apps
Bei der Nutzung mobiler Inhalte hat sich Social Networking fest etabliert: Bereits 41 Prozent der deutschen Kunden greifen auf Facebook & Co. auch mobil zu. Hingegen fristet mobile Werbung ein Schattendasein, zumindest die krude SMS-Vorform: Nur 15 Prozent der Befragten empfangen regelmäßig Werbe-SMS – damit ist Deutschland Schlusslicht. Eine Trendwende ist auch nicht in Sicht: 70 Prozent der Deutschen Handynutzer können sich keine Gründe vorstellen, warum sie künftig eine solche Werbungsform akzeptieren sollten.

Die Nutzung von Apps jedoch ist beachtlich: 35 Prozent laden mindestens eine pro Woche herunter. Damit werden diese Funktionen nur noch von Standardanwendungen wie Suche und allgemeinem Browsen im mobilen Netz übertroffen. Spitze im europäischen Vergleich sind die Deutschen aber auch hier nicht: 61 Prozent der Briten rufen von unterwegs Social Networks auf, und 40 Prozent der Franzosen laden sich mindestens einmal pro Woche eine neue App.

Für die Studie wurden 30.454 Personen aus 15 Nationen befragt, davon über 2.000 aus Deutschland. Sie kann hier als PDF geladen werden.

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Globale Verbraucherstudie von Acision zum Thema mobiles Breitband
Auch die Spezialisten für Mobile Messaging Acision haben eine Verbraucherstudie zum Thema mobiles Breitband veröffentlicht. Der resultierende Report “Seizing the opportunity in mobile broadband” konzentriert sich auf die Quality of Experience (QoE), die Kundenzufriedenheit und Videoqualität sowie mit der Akzeptanz von Fairness Policies und der Bereitschaft, für Mehrwertdienste (Value Added Services, VAS) zu zahlen.

Die Studie zeigt, dass 71 Prozent der Verbraucher ihr Mobiltelefon während der ganzen Woche regelmässig nutzen und sich wünschen, dass Betreiber mobile Breitbanddienste weiter entwickeln, wobei 63 Prozent der Kunden weltweit bereit sind, für mobile Breitband-Mehrwertdienste zu zahlen. Um die QoE zu verbessern, unterstützen 67 Prozent der Verbraucher die Anwendung von Fairness-Policies und weitere 60 Prozent wollen eine Video-Optimierung sehen.

Low-Speed ist die Regel
Probleme mit der QoE sind weit verbreitet und im Summe erschreckende 79 Prozent der beklagen sich über “Schwierigkeiten”. Dazu zählen laut Erhebung langsame Verbindungen (62 Prozent), Probleme mit der Netzabdeckung (39 Prozent) und mit zusammenbrechenden Verbindungen (36 Prozent). 74 Prozent der Anwender, die Videofunktionen nutzen, berichten von regelmässig auftretenden Problemen wie häufigen Pausen und langen Wartezeiten. Diese Unzufriedenheit addiert sich zu einer potentiellen Abwanderungsrate (Churn Rate) von 31 Prozent, die in allen Ländern fast identisch ist.

Ergebnisse im Detail:

  • Kundenzufriedenheit und Loyalität: Mobiles Breitband wird von der Mehrheit der Anwender als wichtig und nützlich angesehen. Jedoch sind viele Verbraucher mit bestimmten Service-Aspekten unzufrieden.
  • Für 60 Prozent der Verbraucher weltweit sind Zuverlässigkeit, Netzdeckung oder Geschwindigkeit die wichtigsten Service-Aspekte. Weitere Punkte wie Preis, Nutzungsberechtigung oder -kontrolle werden nur von 40 Prozent der Verbraucher als entscheidend erlebt.
  • Nennenswerte Unzufriedenheit besteht allerdings hinsichtlich der Netzabdeckung (29 Prozent) und des Preisniveaus (28 Prozent).
  • 79 Prozent der Kunden weltweit haben QoE-Probleme – dazu zählen Langsamkeit (62 Prozent), Netzabdeckung (39 Prozent), Stabilität der Verbindungen sowie die Unfähigkeit, eine Verbindung herzustellen (beide mit 36 Prozent). Nur 21 Prozent der Befragten gaben an bisher keine Probleme gehabt zu haben.
  • Fairness Policies: Sobald Verbraucher erst einmal die Notwendigkeit eines Ressourcen-Managements verstehen, zeigen sie eine hohe Akzeptanz für Policies (67 Prozent), die eine gerechte Zuordnung von verfügbaren Kapazitäten erlauben. Viele Verbraucher (35 Prozent) sind bereit, einen Aufpreis für eine bessere QoE zu bezahlen.
  • Video-Optimierung: 60 Prozent der Befragten sind bereit, eine Video-Optimierung zu akzeptieren, solange sie von einer Verbesserung jener Aspekte profitieren, die sie bei der Nutzung dieses Service als besonders wichtig empfinden.
  • 63 Prozent der Verbraucher gaben an, dass sie einen deutlichen Bedarf an VAS sehen und sie bereit seien, dafür zusätzliche Gebühren zu zahlen. Zu den Services gehören Messaging (41 Prozent), faires Bandbreiten-Management (35 Prozent), Kostenkontrolle (35 Prozent), Roaming (34 Prozent), Shared Bundling (33 Prozent), Individualisierung (30 Prozent), Komprimierung der Inhalte, um vom Bundling zu profitieren (29 Prozent) sowie Priorisierung (26 Prozent).

Für den Report wurden zwischen Juni und November 2010 in UK, Nordamerika, Brasilien, Australien und Singapur über 1.000 Anwender befragt. Er kann hier nach vorheriger Registrierung geladen werden.

Studie: Smartphones werden zu Searchphones

deloitte_logoLaut einer Deloitte Studie bringt das neue Jahr den sog. TMT-Märkten (Technologie, Medien und Telekommunikation) vor allem mehr Vernetzung, mehr Leistung, mehr Virtualisierung, mehr “Green” – und mehr Wettbewerb. Des Weiteren werden Tablet-PCs bzw. NetTabs (Kleincomputer mit Touchscreen) und Cloud Computing an Bedeutung gewinnen. Im Verlagssektor werden – wie jetzt schon zu beobachten – einige Verlage Inhalte vermehrt gegen Bezahlung anbieten – Stützpfeiler bleiben jedoch weiterhin die Werbeeinnahmen.

Auch Smartphones mit integrierten Internet-Suchdiensten werden laut Deloitte ihren Siegeszug fortsetzen, was neue Geschäftschancen eröffnet. Netzanbieter werden in der Folge Verfügbarkeit und Preise von Netzbandbreite anpassen, um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Das soll einen bislang unterschätzten Markt eröffnen: Suchdienste für Smartphones. Weltweit werden hier in 2010 bereits Umsätze in Milliardenhöhe erwartet. Google und andere Marktteilnehmer positionieren sich schon. Im laufenden Jahr sollen die Transaktionsumsätze durch Unternehmenszukäufe die fünf Milliarden Euro Marke knacken. Mehr zu den “TMT Predictions 2010″ findet sich hier.

Online-Werbung Teil 3: Mobiles E-Mail Marketing

Mobiler Internetzugang ist u. a. aufgrund von Endgeräten wie dem iPhone Realität und Wachstumsmarkt geworden. Ein Trend, auf den E-Mail-Marketing treibende Unternehmen jedoch noch nicht ausreichend vorbereitet scheinen. Handicaps in der Darstellung sowie besondere Nutzerpräferenzen mobiler Empfänger sind eine Herausforderung, auf die sich E-Mail-Marketer einstellen müssen, um diese wichtige Zielgruppe nicht zu verlieren. Eine Checkliste, die der eCRM Technologieanbieter artegic vorgestellt hat, soll hier Unterstützung bieten.

Bis 2012 sollen mehr als 20 Millionen Deutsche mit Handy, Smartphone und Co. ins Netz starten. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2008 – so eine Studie von Deloitte. Gartner prognostiziert, dass bis 2012 weltweit bereits rund 20 Prozent aller E-Mails mobil versendet werden. Eine Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) belegt überdies: Bereits heute nutzt jeder dritte Handy-Besitzer (35 Prozent) mobile Internetdienste wie E-Mail. Im Management-Bereich sind es bereits doppelt so viele (Quelle: Marketing Sherpa, Visto).

Die ständig fortschreitende Entwicklung der mobilen Endgeräte sorgt für eine bessere Handhabung von mobilen Internetdiensten. Dass dies in der Vergangenheit ein Hindernis war, zeigt die Nutzung mobiler E-Mails zwischen den verschiedenen Gerätetypen. Mobile E-Mails nutzen zwar nur 13,1% der Handy-Besitzer, aber 35,4% der Smartphone-Besitzer und sogar 75,4% der iPhone-Besitzer (ComScore). “Die modernen Smartphones und Netbooks mit integriertem HSDPA-Zugang haben der mobilen Internetnutzung zum Durchbruch verholfen”, so Friedrich Joussen, Präsidiumsmitglied des Hightech-Verbandes BITKOM.

Für das mobile E-Mail-Marketing ist die nach wie vor uneinheitliche Technik jedoch mit zum Teil deutlichen Handicaps verbunden. Die relativ kleine Displaygröße, der folglich geringere Umfang des darstellbaren Textes oder die abweichenden Fähigkeiten zur Darstellung von HTML können zur Herausforderung für das Marketing werden.

Aber nicht nur technische Restriktionen unterscheiden Mobile E-Mail-Marketing vom klassischen Pendant. Aus der mobilen Situation heraus entstehen vor allem andere Nutzungspräferenzen mobiler Empfänger und damit andere Anforderungen an Inhalt und Gestaltung. “Wer glaubt, Mobile E-Mail-Marketing bedeute Newsletter auf dem Handy zu lesen, liegt falsch. Mobile E-Mail-Marketing muss sich einer völlig anderen Nutzungssituation sowie technischen Restriktionen stellen, die für klassisches E-Mail Marketing zum Killer werden können,” so Stefan von Lieven, CEO der artegic AG

Die von artegic erarbeitete Checkliste beleuchtet das richtige Vorgehen bei der Planung und dem Einsatz von Mobile E-Mail Marketing. Insgesamt 19 verschiedene, erfolgskritische Aspekte werden darin ausführlich thematisiert, darunter beispielsweise Multipart-Formatierungen, mobile Landingpages oder auch mobile RSS. Die Checkliste kann hier kostenlos heruntergeladen werden.