Amazon mit Abteilung für Android Apps?
Die gewöhnlich gut unterrichteten Kollegen von TechCrunch sind Gerüchten nachgegangen, wonach Amazon plant, eine Abteilung für Android Apps in seinen Online Shop zu integrieren. Zugangsbedingungen für eine Aufnahme von Apps sollen hiernach in etwa die branchenübliche 70/30-Erlösaufteilung zwischen Entwickler und Store-Betreiber sowie die Integration eines Digital Rights Management (DRM, Kopierschutz) à la Amazon zu sein.
Verkaufsstart: 5 Mio. iPads in 6 Monaten?
Seit dem vergangenen Freitag nimmt Apple in den USA iPad-Bestellungen entgegen – maximal zwei Stück pro Person. Allein in den ersten sechs Stunden sollen mehr als 90.000 eingegangen sein. Das haben Analysten anhand der Auftragsnummern ausgerechnet, wie heise.de berichtet. Die Investmentbank FBR Capital Markets & Co. rechnet den Marktstart so hoch, dass Apple in sechs Monaten 5 Millionen iPads verkauft haben wird.
Das US-Wirtschaftsmagazin ‘Fortune’ berichtet laut Spiegel.de in seinem Apple-Blog von der Hochrechnung in einem geschlossenen Anlegerforum. Der dort moderierende Analyst Victor Castroll beschreibt “Fortune” die Methodik so: Die Mitglieder der Diskussionsgruppe haben die Bestellnummern ihrer Auftragsbestätigungen verglichen und aus den fortlaufenden Nummern über Bestellungen von 110 iPads im Verlauf von 19,5 Stunden einen Trend errechnet.
Ergebnis: Am ersten Tag hat Apple angeblich knapp 120.000 iPad-Vorbestellungen erhalten. Die Hobby-Statistiker argumentieren so: Etwa 16.500 Bestellungen wickelt Apples Online-Shop an einem Durchschnittstag angeblich ab, am Freitag sollen es insgesamt fast 125.000 gewesen sein. Da ein Kunde den Apple-Auguren zufolge am Freitag durchschnittlich 1,11 iPad bestellt hat, kommen sie insgesamt bei knapp 120.000 Vorbestellungen raus.
Die Geräte mit WLAN werden in den USA ab 3. April ausgeliefert; die Ausführung mit UMTS soll zum Monatsende folgen. In Deutschland gehen beide Version Ende April an den Start. In den USA schlägt der unbeschränkte UMTS-Vertrag mit AT&T mit 30 Dollar im Monat zu Buche, der Volumentarif mit 250 MB pro Monat kostet die Hälfte. Vom iPad aus kann man jederzeit ablesen, wie viel man davon schon abgesurft hat. Der Anwender wird nicht nur gewarnt, wenn sein Datenvolumen aufgebraucht ist, sondern bereits vorher, wenn noch 20 und 10 Prozent davon übrig sind – vgl. Batteriestand auf dem iPhone. Es besteht auch die Möglichkeit, vom iPad aus die Vertragsart kurzfristig zu wechseln, etwa während eines Urlaubs, in dem kein WLAN-Zugang bereit steht. Wie die Tarife in Deutschland aussehen, ist noch unklar; UMTS-Partner von Apple wird aber mit gewisser Wahrscheinlichkeit T-Mobile, auch deutscher Exklusivpartner für das iPhone.
Auf seinen Webseiten gab Apple mittlerweile auch weitere technische Details zum iPad bekannt. Im Unterschied zu iPhone und iPod touch kann man zum Beispiel das automatische Drehen des Bildschirminhalts beim Neigen des Geräts per Knopfdruck deaktivieren. Auch die unterstützten Multimediaformate werden inzwischen genannt. Bei Sound-Dateien sind das MP3, AAC, AAC mit iTunes-DRM, Audible, Apple Lossless, AIFF und WAV. Am drahtlosen Musik-Streaming via AirTunes arbeite Apple noch, wie fscklog berichtet. Videos sind im H.264- und im Motion-JPEG-Format erlaubt, mit einer maximalen Auflösung von 1280 × 720 Pixeln (720p) bei 35 MBit/s. Mit dem (noch nicht verfügbaren) Camera Connection Kit lassen sich Fotos auch im RAW-Format importieren. Welche Kameras dabei unterstützt werden, ist noch nicht bekannt. Bücher im EPUB-Format lädt man vom Mac oder PC über iTunes bzw. den neuen iBook Store. Mit Adobe-DRM geschützte EPUB Files kann man hingegen nur mit dafür angebotenen Apps aufs iPad holen.
Eine spezielle Serviceseite klärt darüber auf, wie Apple bei defekten Akkus außerhalb der Garantiezeit verfährt: Der Anwender schickt sein Gerät ein, zahlt 99 US-Dollar plus Porto und soll innerhalb einer Woche ein Austausch-iPad erhalten – deutsche Preise stehen noch nicht fest. Es wird also nicht der Akku, sondern das ganze Gerät ausgewechselt. Persönliche Daten gehen dabei verloren und werden erst beim nächsten Anschluss an den Computer aus dem iTunes-Backup restauriert. Ist das iPad allerdings zerkratzt, geöffnet, modifiziert, sonstwie kaputt oder schon einmal nass geworden, gibt es keinen Umtausch.
via heise.de/spiegel.de
Piraterie im App Store schlägt mediale Wellen
24/7 Wall Street haben mit einer Veröffentlichung zum Thema App Store-Piraterie einige Wellen zumindest in der Apple-affinen Blogosphäre geschlagen. 450 Mio. US-Dollar haben – so die Analyse -Apple und unabhängige App-Entwickler seit dem Start des App Store bereits durch Piraterie verloren.
Ganz offiziell von Apple stammt noch die Zahl der drei Mrd. App-Downloads bis Januar 2010. Schätzungen besagen, dass 13 bis 21 Prozent davon auf kostenpflichtige Angebote entfallen. Schon erklärungsbedürftiger ist die Annahme, dass kostenpflichtige Apps im Durchschnitt drei US-Dollar kosten. Es würden sich 60 bis 110 Mio. US-Dollar an App Store-Einnahmen pro Quartal ergeben – mit eindeutig steigender Tendenz und trotz des unterstellten Umfangs von raubkopierten Apps auf iPhones und iPod touch mit Jailbreak.
Der 24/7 Bericht zitiert App-Schmieden wie Neptune Interactive oder Smells Like Donkey mit einer “Hack-Rate” von nahezu 90 Prozent, Web Scout mit immerhin noch 75% Piraterie-Quote. Auf der letztgenannten Quote – für Spiele! – beruht auch die in Summe recht spekulative Annahme der 450 Mio. Umsatzeinbuße im App Store.
Studie: Hindernisse beim Mobile Shopping
Die meisten Onlineshops sind noch nicht für mobile Nutzung ausgelegt. Dies ergaben Testkäufe von Verbraucherschutzorganisationen in elf Ländern. “Derzeit kann man Verbrauchern nicht guten Gewissens empfehlen, Online-Geschäfte über mobile Endgeräte abzuwickeln”, lautet auch für Deutschland das Fazit von Cornelia Tausch, Leiterin des Fachbereiches Wirtschaft und Internationales vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Der vzbv fordert die Anbieter auf, das mobile Onlineshopping nutzerfreundlicher zu gestalten. So schauten in Deutschland viele Testkunden in die Röhre, die sich elektronische Bücher via Smartphone herunterladen wollten. Verlief der Erwerb weitgehend komplikationslos, konnte man sich die erworbenen Produkte jedoch nicht ansehen, da DRM-Systeme (Digitales Rechtemanagement) eingesetzt werden und die marktgängigen Mobiltelefone die Dateiformate der E-Book-Anbieter nicht unterstützen. In einem anderen Fall eines Musikanbieters ließ sich der gesamte Bestellvorgang zwar durchführen. Doch ein Klick auf den “Bestätigen”-Knopf zum Abschluss der Bestellung war auf unterschiedlichen Endgeräten nicht möglich.
Auch bei der Kinobuchung war eine freie Platzwahl Fehlanzeige: So ließ sich ein Kinoticket zwar erwerben. Doch die Sitzplatzwahl war – trotz freier Plätze auch an anderer Stelle – ausschließlich in der vorderen linken Hälfte des Kinosaales möglich. Auch vor Abo-Fallen beim Einkaufen mit dem Handy warnt der vzbv. So landeten die Tester eines vermeintlich kostenfreien Handyspiels in einem kostenpflichtigen Abonnement, nachdem sie das Spiel heruntergeladen hatten. Zudem bemängelt Tausch unangemessen lange Wartezeiten: “Oftmals wird der Bestellvorgang zur Qual.” Die Studie wurde Mitte Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt und kann als englische Version hier abgerufen werden.
Smells Like Donkey: 80 Prozent der Game Apps sind Raubkopien
Riecht nach Betrug: Die Spieleentwickler bei Smells Like Donkey haben sich die Mühe gemacht, die Online-Statistiken ihres Spiels Tap-Fu auszuwerten, das für 1,59 Euro im App Store für iPhone und iPod touch angeboten wird.
Die Entwickler wollten sich ein Bild darüber machen, wie häufig das Spiel illegal kopiert wird. Sie nutzten dazu die Highscore-Übertragung des Spiels auf ihrem Online-Server: Bei dieser werden nicht nur die erreichten Punkte abgefragt, sondern auch ein “Piracy-Flag”. Den übermittelt das Spiel, wenn es auf einem JB-Endgerät (Jailbreak) unter Umgehung des DRM-Systems des App Store gestartet wird. Die Auswertung ergab, dass 80 Prozent der übermittelten Highscore-Werte von illegal kopierten Versionen stammten!
Da der Highscore-Server auch die ID-Nummer der iPhone/iPod-Hardware speichert, untersuchten die Entwickler anschließend, wieviele der Software-Piraten nach einigen Tagen das Spiel offiziell im App Store kauften. Dies sollte die von Software-Piraten häufig vorgebrachte Rechtfertigung entkräften, sie würden das Spiel nur auf Probe klauen. Tatsächlich fanden die Entwickler nach eigenen Angaben nicht einen Software-Piraten, der das Spiel anschließend regulär bezahlt hatte.
via heise.de
Digitales taz-Abo
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alles über die iPhone-taz
Kindle-Software gratis fürs iPhone
Das am heutigen 04.03. im US-App Store erschienene “Kindle for iPhone” portiert die Software von Amazons marktführendem eBook-Lesegerät als kostenlose App auf die Apple-Plattformen iPhone und iPod touch. Schlagartig stehen so auch ohne Apps wie eReader oder Stanza allen iPhone-Nutzern die Hundertausende von Buchtiteln auf www.amazon.com/kindlestore zur Verfügung. Laut Amazon können die Bücher drathlos auf die Endgeräte übertragen werden. Die Software gestattet auch Probelesen sowie den kostenlosen Download von bereits erworbenen Kindle-Titeln aufs iPhone. Die Readersoftware unterstützt variable Textdarstellung, Lesezeichen und das Erfassen von Anmerkungen. Über die Technologie Whispersync sollen Lesezeichen und Notizen sogar zwischen auf sowohl Kindle (Versionen 1 und 2) wie iPhone gelesenen Buchtiteln synchronisiert werden. In Europa ist die App noch nicht erhältlich. Die Leseperipherie selbst könnte im Herbst Deutschland-Premiere haben.
auf AppShopper sieht die App SO aus