Lesetipp: Android – Tipps, Tricks, Apps & Hacks
Das vorliegende Android-Heft ist bereits das vierte, das beim zu heise gehörenden Münchner eMedia-Verlag erscheint. Die Hefte 1 bis 3 behandeln Einsteigertipps (Heft 1), einen Smartphone-Guide (Heft 2) sowie einen App-Guide (Heft 3). Als Chefredakteur betreut Franz Neumeier die in Lizenz des britischen Verlags Imaging Publishing erscheinende Reihe. Nun erschien Teil 4 “Android – Tipps, Tricks, Apps & Hacks”. Der thematische Schwerpunkt wird mithin auf die Individualisierung des Androiden gelegt. Dazu werden eingangs “101 geniale Tipps” verabreicht. Die reichen von lachhaft (Nr. 3, “Kontakte kennen”, S. 8 ) bis klasse (Nr. 29, “Aufgaben automatisieren”, S. 11; obwohl das GPS-basierte Verfahren hier leider nur angerissen wird). Zeitgeistig und sinnvoll: Unter den 101 finden sich auch 10 Tablet-spezifische Tipps.
Von den Tipps geht es zu den über die etwas größere Länge kaum abgegrenzten “Tricks”. An “Hacks” finden sich schließlich Rooting-Anleitungen für Samsung Galaxy S2, HTC Desire S, Motorola Razr sowie Sony Ericsson Xperia Arc S.
Goodies (auch und gerade im Kontext Unternehmenseinsatz:
- Vorstellung der Launcher ab S.26
- “Produktivität mit Google Docs”, S. 44 ff.
- “So richten Sie ein Exchange-Konto ein”, S. 84 ff. (endlich wird das mal vernünftig erklärt!)
- Dropbox, S. 90 ff., allerdings leider ohne Behandlung der mittlerweile zahlreichen Alternativen
- Textverarbeitung/-bearbeitung, S. 92-93
- Tabellenkalkulation, S. 94-95
- Mobile Präsentationen, S. 96-97.
Baddies:
- An der Grenze zur Lesertäuschung liegt das vierseitige HTC-”Advertorial” in Layout und Machart der redaktionellen Seiten.
- Fetter Tippfehler auf S. 23
- Einige Themen wie z. B. Umtausch oder Bookmarks auf Homescreen platzieren, haben mehrfach Eingang ins Heft gefunden.
Witzig: Beim Thema Soziale Netzwerke wurde als Beispiel für Facebook ausgerechnet ein Screenshot ausgewählt und reproduziert, der Carsten Scheibe zeigt – seines Zeichens u.a. Chefredakteur des Wettbewerbsmagazins Alle meine Android-Apps!
EVT: 10. Mai 2012 Preis: 9,90 Euro ISSN: 2194-2633
Fazit: Empfehlenswert ***.
Bestellmöglichkeit
Mobile Business Security für Android?
Die Datensicherheits- und Komprimierungs-Experten von PKWAREInc. haben die Verfügbarkeit von SecureZIP Reader auch für Android verkündet. Die Anwendung soll mobilen Endgeräten sicheren Zugriff auf Unternehmens- und/oder Behörden-Daten “aus der Cloud” ermöglichen. Bislang war die Lösung nur für iOS erhältlich.
Die SecureZIP Solution schützt laut Anbieter “Unternehmensinformationen, die Benutzer via Anwendungen wie DropBox®, Box.net® oder per E-Mail in die Cloud senden, um über ihre Geräte darauf zugreifen zu können.” Große Worte in der Pressemitteilung dafür, dass die App lediglich gestattet, zuvor gezippte (und bei der Übertragung sowohl über Passworte wie auch digitale Zertifikate nach x.509 geschützte) Dokumente auf dem Android-Endgerät anzusehen.
Dabei ist besonders auch an den “Bring Your Own Device” (BYOD)-Einsatz in den Unternehmen gedacht. Bis 2014 werden laut Gartner 90 Prozent der Organisationen den Einsatz von Unternehmensanwendungen auf privaten Geräten unterstützen. ![]()
SecureZIP auf Google Play
Apps fürs Office u. für Admins
Die Computerwoche stellt hier “Productivity Apps für das iPad vor: Alternativen zum noch nicht (aber bald?) für iOS verfügbaren MS-Office von Apple (Pages, Numbers, Keynote) und QuickOffice sowie als preiswerte Word Processor-App iA Writer. Danach werden Listen und Notizen sowie Browser ins Rampenlicht gesetzt und schließlich Cloud-Helferlein wie Cortado oder Dropbox oder Texterfassungs-/Übersetzungs-Apps wie Dragon Dictation.
Apps für Netzwerk-Admins und SysOps stehen hingegen hier im Fokus. Das IDG-Netzwerk bietet bei diesem Thema folgende Apps auf: Fing (zeigt mit dem Netzwerk verbundene Geräte sowie geöffnete Ports an), iNet Netzwerkscanner und Net Status (monitoren definierte IP-Bereiche), Nice Trace (zeigt den Stationenverlauf einer IP-Anfrage) u.v.m.
Business Class: Apps for Pros be seated!
Diese Woche läuft in Apples App Store ein “Business Class”-Feature. Endlich werden hier mal einige der für den Unternehmenseinsatz und insbesondere für Mobile Pros besonders geeigneten Anwendungen hervorgehoben. Im Schaufenster: Flug- u. Bahnverbindungen, Mietwagen (Lufthansa, DB, Sixt u.a.), Business Networks wie XING oder LinkedIn, Übersetzungslösungen, Währungsrechner, Apps rund um die Visitenkarte (Business Card Readers, aber auch das geniale Bump), Diktat-Apps, Notizzettel-Apps und Aufgabenplaner (Evernote, Things), Cloudspeicher (wie die MobileMe-Konkurrenz DropBox), echte Business-Anwendungen wie der SAP BusinessObjects Explorer (Business Intelligence-Analyse von ERP-Daten) sowie einige wenige Nachrichten-Apps (Bloomberg, FTD, Handelsblatt, ntv… aber mobileTicker fehlt *heul*).
Doch immerhin die notorisch erfolgreiche App zur Krawattenerwürgungsverhinderung (vTie) darf hier nicht fehlen. Das “Business Class”-Angebot wurde fast vollständig in diesem Medium bereits vorgestellt – es ist in dieser Bündelung und mit direkter Ansichts-/Kaufmöglichkeit trotzdem recht nützlich und sollte daher zu einer festen iTunes-Abteilung werden.
iTunes-Link
MobileMe-Alternative mit 3 GB gratis
Das gestern vorgestellte “icloud Premium” (100 GB für knapp 40 US-Dollar/Jahr) funktioniert ähnlich wie das Apple-Angebot MobileMe oder der Wettbewerb von Dropbox (2 GB gratis) im Browser (keine Clients) sowie u.a. mit Smartphones unter iPhone OS, Android oder Windows Mobile. icloud speichert und synchronisiert Dateien wie Musik, Fotos, Videos und Dokumente. Für viele iPhone Poweruser dürfte mindestens ein Test der Basisversion interessant sein, da hier immerhin 3 GB geboten werden, dazu 50 Anwendungen wie Officesuite sowie E-Mail@icloud.com – und das gratis. Das attraktive Angebot des schwedischen Unternehmens Xcerion unterstützt 26 Sprachen und ist laut Anbieter in 170 Ländern im Einsatz.
Anmeldung zu iCloud.
Evernote: Virtuelle, mobile Gedächtnisstütze
Evernote ist Entwickler der gleichnamigen Multiplattform-Anwendung zur Notizenerfassung und -verwaltung. Seit kurzem sind mehrere Produktversionen auch in Deutsch verfügbar, darunter der Webdienst sowie die Download-Versionen von Evernote für Windows, Mac OS X, iPhone sowie andere Mobilgeräte. Evernote-Nutzer können mit dem kostenlosen Webdienst Notizen erstellen, Fotos importieren, Webseiten speichern und Audiomemos aufzeichnen – also sämtlich Features, welche das aktuelle iPhone im Wesentlichen bereits in der Grundlausstattung mitliefert. Allerdings werden die in Evernote erfassten Inhalte automatisch an einen Webserver gesendet, der sie u.a. für eine Notizsuche aufbereitet. Anschließend werden die Notizen und Inhalte mit den vom Anwender genutzten Evernote-Versionen synchronisiert. So lassen sich beispielsweise Informationsschnipsel und To Do-Listen auf dem Computer speichern, verwalten und anschließend via iPhone oder Internet abrufen.
Auch die Texterkennungsfunktion/Optical Character Recognition (OCR) für Bilddateien von Evernote wurde an die deutsche Sprache angepasst. Sie ermöglicht das Durchsuchen von Fotos mit gedrucktem oder handgeschriebenem Text wie etwa Visitenkarten und Weinflaschen-Etiketten. Alle hochgeladenen Bilder werden durch mehrere Server verarbeitet. Der in den Bildern gefundene Text wird automatisch indexiert und kann anschließend durchsucht werden. Die OCR-Technologie wurde laut Hersteller für Bilder optimiert, die unter ungünstigen Bedingungen aufgenommen wurden, und unterstützt eine große Bandbreite verschiedener Kameratypen, u.a. Mobiltelefone.
Die Evernote App sowie der Webdienst in Basisversion sind kostenlos (vgl. MobileMe, vgl. Dropbox). Evernote bietet allerdings zusätzlich einen kostenpflichtigen Premium-Service mit Zusatz-Features, wie z. B. bis zu 500 MB Upload-Volumen (statt der kostenlosen 40 MB) und mehr unterstützte Dateiformate (darunter MS-Office). Sie profitieren außerdem von SSL-Verschlüsselung, Werbefreiheit etc. Zur Evernote Premium-Webseite geht es hier.
Evernote für ein Elefantengedächtnis ist jetzt in Englisch, Russisch, Französisch und Deutsch als Webdienst sowie für Mac OS X-, Windows-, iPhone-, BlackBerry-, Palm Pre-, Android und Windows Mobile-Systeme verfügbar.
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