Event: MCTA, 30.-31.01., Berlin

Die Forschungsgruppe wi-mobile in Augsburg befasst sich schon langjährig mit Themen rund um die Weiterentwicklung von Mobilmärkten. Bereits seit 2001 veranstaltet sie in diesem Kontext in Berlin dazu auch die Konferenz “Mobile Communications – Technologien und Anwendungen” (MCTA). Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto “Shaping the future of mobile markets”. Sie besteht aus einem Workshop Day (30.01.) mit Themen wie beispielsweise “Current Trends in Mobile Markets — New Market Players, New Devices, New Services?”), gefolgt vom MCTA Conference Day am 31.01. Themen sind hier beispielsweise LBS und Mobile Couponing, die Verleihung des MCTA Mobile Innovation Award, vor allem aber Mobile Social Media sowie “15 Jahre Mobile Payment”: Auf der MCTA werden rund um das M-Payment zahlreiche relevante Themenbereiche beleuchtet: Mobile Marketing, M-Couponing, M-Loyalty (vgl. Churn Rate), M-Ticketing, Mobile Social Media (Mocial). Erst die umfassende Zusammenführung dieser Bausteine und die Einbeziehung des Handels, so die Forscher der Universität Augsburg, machen ein Mobile-Payment-System marktdurchbruchsfähig. Entsteht innerhalb der nächsten zwei Jahre kein solches deutsches System, rechnen sie damit, dass dieser Markt durch die großen US-amerikanischen Player aufgerollt wird.Die Teilnahme kostet weiterhin 590 Euro für beide Tage, bei mehr als einem Teilnehmer pro Unternehmen wird 20 Prozent Rabatt gewährt.
Mehr Infos u. Anmeldung
M-Shopping wird Mainstream
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben heute eine Studie veröffentlicht, derzufolge bereits 38 Prozent der US-Smartphone-Nutzer mindestens einmal damit mobil eingekauft haben. Die am häufigsten mobil erstandenen Produkte waren im September 2011: 1. “digitale Waren” (47%, Musik, Klingeltöne, Filme); 2. Kleidung (37%); 3. Tickets (35%, Eintrittskarten f. Konzerte, Theater, Sportveranstaltungen); 4. allgemeine Tages(sonder)angebote (34%); 5. Geschenkgutscheine (34%); 6. “Elektronik” (32%; IT, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik); 7. Food (31%, Mahlzeiten: Take-away oder Bringservice); 8. Hotelübernachtungen/-reservierungen (29%), 9. Bücher (26%: gemeint sind wirkliche, gedruckte Bücher
; 10. Mietwagen (24%).
Untersucht wurde auch die Orte, an denen die mobilen Käufe vorgenommen wurden. Die – überraschende – Hitliste mit Mehrfachnennungen: 1. zu Hause (56%); 2. “unterwegs” (42%, z. B. im Restaurant); 3. auf der Arbeit (42%); 4. auf Reisen (37%); 5. in Geschäften (36%).
“Everywhere Commerce” statt nur M-Commerce
Everywhere Commerce ist laut der Managementeratung Mücke, Sturm & Company das neue Paradigma des Multichannel-Handels: Kunden seien heute nicht mehr nur über die klassischen Vertriebswege zu erreichen. Der Kaufprozess sei vielmehr kanalübergreifend und finde heute online wie offline statt.
Die Integration des stationären Handels in die digitale Ökonomie bietet daher große Chancen für den Einzelhandel, da auch er alle Instrumente des Internets nutzen kann. Die dabei zu bewältigenden Anforderungen sind jedoch beträchtlich: Technisch isoliert gewachsene Systeme müssen zusammenwachsen und Anreizsysteme umgestaltet werden.
Eine Analyse der Managementberatung zeigt anhand von Anwendungsfällen wie Unternehmen den Paradigmenwechsel im Sinne ihrer Kunden umsetzen können: Mit den Smartphones und der damit einhergehenden Appconomy (App-Economy) ist laut den Autoren der Analyse die Lücke zwischen E-Commerce und dem stationären Einzelhandel geschlossen worden. Multichannel-Marketing, das die Unterschiedlichkeit der Kanäle betont, wird durch das neue Konzept des Everywhere Commerce abgelöst.
Mobile-POS-Integration
Denn Smartphones bieten aufgrund ihrer technischen Funktionen vielfältige Möglichkeiten, den stationären Handel bzw. Point Of Sale (POS) zu stärken. Sie sind der Navigator zur Filiale (Mobile to POS, z.B. Store- und Product Finder über Location Based Services) oder die Brücke von der realen in die Online-Welt (POS to Mobile, z.B. Barcodes).
Mobile-Online-Integration
Mit Augmented-Reality-Produktpräsentationen können Produkte aus dem Online-Shop virtuell anprobiert oder in eine reale Umgebung integriert werden. Diese Integration gewinnt im Mobile Shopping stark an Bedeutung.
Eine Zusammenfassung der Analyse kann unter dialog at muecke-sturm dot de kostenlos angefordert werden.
Mobile Gipfel 2011
Am 16. und 17. Juni 2011 will das Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt seine Besucher “fit für den Wachstumsmarkt M-Commerce” machen. Wie stets bei solchen Events soll dies durch “intensiven Wissenstransfer und regen Meinungsaustausch mit hochkarätigen Referenten” geschehen, darunter Stefan Hentschel, Head of Mobile Ad Sales bei Google, Holger Thiemann, CTO Qype, Sebastian Schmidt, Managing Director Groupon.
Einige der Themen: 360°-Strategie; Retail goes Mobile; Mobile Social Media; All Business is local (LBS & Couponing); Mobile App vs. Mobile Web; Augmented Reality, NFC & Co.
Vorträge dazu gibt es von u.a.: Metro, P7S1, Continental, TUI, DTAG, TNS Infratest, Gruner+Jahr, HRS, Sempora, Cellular. Die Tagungsgebühr beträgt 1.290 Euro zzgl. MwSt.
mehr Infos u. Anmeldung
MM: 32% aller Kampagnen zielen auf App Downloads
Millenial Media (MM) ist ein Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen. Gerade wurde der aktuelle S.M.A.R.T.-Report (Scorecard for Mobile Advertising Reach and Targeting) mit April-Daten veröffentlicht, der besonders Themen des Einzelhandels fokussiert. Aus den Ergebnissen:
- 62 Prozent aller Kampagnen des Einzelhandels zielten entweder darauf, Kundschaft in den Laden zu locken oder auf Schärfung des Markenbewusstseins.
- Sowohl die Advertiser wie auch ihre Kampagnen im MM-Netzwerk sind stark diversifiziert, zu den acht im April vertretenen Subkategorien gehörten etwa Kaufhaus, Computer & Unterhaltungselektronik, Heim & Garten etc.
- Auf ein Location Based Targeting setzten 56% aller Kampagnen (+22% im Vergl. zum Vormonat).
- Targeting nach demographischen oder Verhaltens-Kriterien war mit 34 bzw. 10 Prozent vertreten.
- Das häufigste Kampagnenziel im MM-Netzwerk überhaupt war Lead-Generierung/Registrierung.
- Mit auffallenden 39 Prozent im Vergl. zum Vormonat wuchs die Anzahl der Kampagnen, die eine Form von Social Media-Aktivität beim Konsumenten anregen (“Mocial”). Die Bandbreite reichte hier von Facebook-Likes (“Gefällt mir”) bis hin zur Abfrage von Produkt-Feed-back.
- Um 26 Prozent auf 32 Prozent insgesamt stieg die Zahl der Mobile-Kampagnen, die auf den Download einer App zielen.
zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen S.M.A.R.T.-Reports
Partner für mobile Couponing
Der Düsseldorfer LBS-Spezialist Gettings ist eine Kooperation mit dem Dortmunder Couponing- und Clearing-Dienstleister acardo technologies im Bereich mobile couponing eingegangen. Nutzern von webfähigen Handys und App-fähigen Smartphones sollen mit den gemeinsam vermarkteten Produkten gezielt in ihrer Umgebung erhältliche Preisvorteil- oder Zugabe-Coupons mobil abrufen und künftig auch im Handel direkt an der Kasse einlösen können. acardo verfügt über die entsprechende Anbindung “an alle wichtigen Kassensysteme des Handels, zusätzliche Hardware wie 2-D Scanner” sind laut Pressemitteilung “nicht erforderlich”.
Auch die Händler sollen von einfachen und sicheren Checkout-Prozessen an der Kasse profitieren: U.a. könnten sie direktes Feedback dazu erhalten, wie viele der mit Coupons beworbenen Produkte tatsächlich verkauft wurden und so den Erfolg der Werbe-Aktionen besser kontrollieren. Die Gettings GmbH ist ein Tochterunternehmen der E-Plus Mobilfunk GmbH & Co.KG. Anteilseigner der acardo technologies AG ist u.a. die börsennotierte Pironet NDH AG. Die Gettings-Lösungen sind derzeit für iOS, Android sowie als Web-App erhältlich.
50% Pizza-Orders via App o. SMS
Die Spezialisten für “Marketing Automation” aprimo haben im siebten Teil ihrer Online-/Podcast-Serie “The Imperatives of the Marketing Revolution” interessante Infos zum Themenkreis Mobile Marketing veröffentlicht.
Der Online-Beitrag mit dem Titel “Be Mobile. Be Everywhere. Be Relevant” prognostiziert, dass 2011 das Jahr sein wird, in dem sowohl B2B- als auch B2C-Marketer das mobile Marketing systematisch zum integralen Bestandteil ihres Marketing-Mixes machen.
“Marketer beginnen endlich zu verstehen, dass mobiles Marketing nicht nur darin besteht, digitalen Content auf einen kleinen Bildschirm zu schicken”, erläutert Lisa Arthur, Chief Marketing Officer (CMO) von Aprimo. “Mobiles Marketing betrifft nicht nur Smartphones, sondern auch iPads, Bildschirme in Autos und Spielekonsolen.” Aus dem Inhalt:
- Pizza Hut erwartet, dass in Kürze mehr als die Hälfte aller telefonischen Bestellungen über Apps und/oder Text-Message ankommen! Beobachtungen der Glanzkinder-Kunden Uno Pizza mit ihrer kostenlosen und langfristig Download-starken UNO Pizza App bestätigen dies tendenziell.
- Unternehmen wie die Einzelhandelskette Target Corp. senden ihren Kunden erfolgreich Coupons auf ihre Mobiltelefone.
- Die Barcode-Technologie entwickelt sich weiter und wird längst nicht mehr nur in B2C-Umgebungen eingesetzt. “Quick Response (QR)Codes” oder “Mobile Tags” stellen über (Barcodes) eine Reihe von Daten bereit, welche die Online- oder Offline-Kommunikation mit dem Interessenten erleichtern können. B2B-Marketer nutzen QR-Codes bereits auf Visitenkarten, Verkaufsbroschüren, Messe-Displays und anderen Werbemitteln. Glanzkinder berücksichtigt diesen Trend schon länger durch Integration von QR Codes u.a. in beispielsweise Messe Apps.
- Mobiles Marketing verändert nicht nur das Outbound-Marketing. Schnittstellen oder Apps für mobile Endgeräte machen Marketing-Mitarbeiter unabhängiger von ihrem Schreibtisch. Ein CMO oder Kampagnenmanager kann so jederzeit auf Kreativmaterial zugreifen, Interessentenprofile abfragen, Marketingbudgets überwachen und in Echtzeit die Ergebnisse von Kampagnen analysieren – insbesondere beim E-Mail-Marketing.

kaufDA Navigator: Mobiler Einkaufsberater für iPhone und iPad
Das deutsche Verbraucherinformations-Portal kaufDA.de stellt iPhone-Nutzern die App kaufDA Navigator kostenlos bereit. Damit kann man sich laut Anbieter jederzeit bequem über aktuelle Angebote und Ladenöffnungszeiten in der unmittelbaren Umgebung informieren, Waren vergleichen und direkt auf alle persönlich interessanten Artikel zugreifen. Dafür stellt die Anwendung auf Wunsch fest, an welchem Ort sich der Nutzer gerade befindet und zeigt die nächstgelegenen Ladengeschäfte mit allen relevanten Informationen auf einer Umgebungskarte an. Somit haben die Anwender sofortigen mobilen Zugriff auf Prospekte von rund 100.000 Einzelhandelsgeschäften wie zum Beispiel Kaufhof oder OBI direkt in ihrer unmittelbaren Umgebung.
Zusätzlich ist eine Benachrichtigungsfunktion in Entwicklung, mit der man sich über persönliche Wunsch-Einkaufsartikel gleich nach deren Erscheinen im Prospekt informieren lassen kann. Diese Zusatz-Funktion stellt kaufDA als Option “in wenigen Wochen” zur Verfügung. Doch auch ohne Push Notification ist die App bereits sehr erfolgreich und findet sich soeben auf Rang 4 in den Charts (Navigation/Meistgeladen). Die iPad-Version des kaufDA Navigators wird zum offiziellen Deutschland-Start von Apples iPad erhältlich sein.
iTunes-Link