Mobile Computing: 3/4 der Banken fürchten um Datensicherheit

IMWF LogoDrei Viertel der deutschen Banken sehen durch mobile Endgeräte im Unternehmenseinsatz u.a. die Vertraulichkeit von Informationen gefährdet. Das gilt insbesondere für auf Tablets residierende Daten. Zudem stufen 70 Prozent der Branchenentscheider die Datenablage auf Smartphones oder das Lauschen durch unbemerkte Zuhörer bei Telefonkonferenzen als sicherheitskritisch ein. Ein Remote-Login durch mobile Professionals, beispielsweise vom Hotel aus, beurteilen 60 Prozent als Sicherheitsrisiko.

Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie zur IT-Sicherheit in Deutschland von Steria Mummert Consulting und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF). Ob Trojaner, Viren oder Hacker – ausnahmslos alle Finanzinstitute bauen zwar auf Maßnahmen zur Abwehr gegen virtuelle Angriffe. Zum Umgang mit mobilen Technologien gibt es bisher jedoch nur in der Hälfte der Häuser dezidierte Richtlinien (Security Policies). Zudem geben 40 Prozent der Institute an, dass sie keine PIN-Sperre (Screen Lock View) der mobilen Endgeräte implementiert haben, wenn dieses eine voreingestellte Zeitspanne lang unbenutzt bleiben. Auf eine Verschlüsselung ihrer Nachrichten und Netzwerke beim mobilen Einsatz verzichten 45 Prozent.

Gleichzeitig setzt sich der Mobilitätstrend bei den Banken jedoch ungebremst fort. Immer mehr Mitarbeiter werden mit mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets ausgestattet und erhalten so auch außerhalb des Unternehmens Zugang zu dessen daten. Obwohl 70 Prozent der Banken die Datenablage auf Smartphones grundsätzlich als sicherheitskritisch einstufen, gibt es nur bei 45 Prozent der Institute eine verschlüsselte Ablage auf dem Datenträger Mobilgerät. Und nur jede fünfte Bank ist in der Lage, im Falle eines Diebstahls des Geräts eine Fernlöschung der Daten (Remote Removal, Remote Kill) vorzunehmen.

Plattformübergreifendes MDM à la RIM

Nach Berichten von u.a. heise.de hat BlackBerry-Hersteller RIM mit Mobile Fusion eine Software-Lösung für das Mobile Device Management (MDM) im Unternehmenseinsatz angekündigt, mit der Firmen sowohl RIM-, wie auch Android- und iOS-Geräte verwalten können sollen: “Die Software ist für Unternehmen gedacht, in denen häufig ein ganzer Zoo von Mobilgeräten vertreten ist. Sie einzelnen Benutzern zuzuordnen, zu konfigurieren, Software zu installieren und aktuell zu halten sowie Daten bei Verlust zu löschen, ist die Domäne von Device-Management-Produkten, die in der Regel von herstellerunabhängigen Anbietern stammen. RIM wird nun mit Mobile Fusion in diesem Markt aktiv.

Mobile Fusion baut auf der von der deutschen Firma Ubitexx entwickelten Geräteverwaltung auf. RIM hatte Ubitexx im Mai dieses Jahres übernommen. Bei den auf den jeweiligen Plattformen möglichen Funktionen gibt es Unterschiede, da Mobile Fusion nur die jeweils vom Hersteller angebotenen Fähigkeiten ansprechen kann. Als entscheidenden Vorzug seines Produkt hebt RIM die einheitliche Bedienung per Weboberfläche hervor. Die Software befindet sich zurzeit im frühen Betastadium, Unternehmen können sich für eine im Januar beginnende geschlossene Betatestphase bewerben. Ende März 2012 soll Mobile Fusion allgemein verfügbar sein. Zu Preisen gab es noch keine Details. Sie werden sich am Marktüblichen orientieren, hieß es.”

Unterdes hat RIM auch die Zukunft der eigenen Plattformen konkretisiert: “Für die aktuellen Geräte mit BlackBerry OS 7 bleibt zunächst alles wie gewohnt. Sie lassen sich über den BlackBerry Enterprise Server 5.0.3 (BES) an Microsoft Exchange oder IBM Lotus Domino anbinden und werden über diesen Server auch administriert. Mit Mobile Fusion (s.o.) stellt RIM eine Administrationskonsole sowie einen zusätzlichen MDM-Server vor diesen BES. Damit wollen die Kanadier eine gemeinsame Sicht auf BlackBerrys, Android- und iOS-Geräte erzeugen. Anders als beim BES, der jedem Benutzer nur einen BlackBerry zuweisen kann, lassen sich mit Mobile Fusion zusätzlich auch iPads oder Android-Tablets zuordnen. Die 1:1-Beziehung zwischen Anwender und BlackBerry wird so aufgeweicht.

Das bisher nicht administrierbare PlayBook fügt sich mit der im nächsten Februar erwarteten Aktualisierung ebenfalls auf der MDM-Seite in die Mobile-Fusion-Lösung ein. Die auf QNX basierenden Geräte ähneln damit eher aktuellen Smartphones und Tablets als den bekannten BlackBerrys. Sie sollen sich mit dem Exchange-Server per ActiveSync unterhalten. Unklar ist bislang, wie die Verbindung dorthin gelöst wird. BlackBerrys arbeiten mit einer verschlüsselten Verbindung über RIMs Infrastruktur bis hinter die Firewall der Anwenderunternehmen. Im Gegensatz dazu sprechen iPhones etwa direkt mit der Exchange-Infrastruktur und benötigen dazu eingehende Ports in der Firewall. Die ambitionierten Pläne erklären auch die Verschiebung des 2.0-Releases für die PlayBook-Software. Mit PlayBook 2.0 will RIM auch auf den Tablets eine starke Trennung von privaten und geschäftlichen Inhalten bieten, wie sie mit BlackBerry Balance bereits für die Smartphones existiert. PlayBook 1.0 enthält nach diesem Modell bisher nur private Daten, während die geschäftlichen Daten auf dem Smartphone bleiben. Mit einem PlayBook 2.0 dagegen wird sich der Anwender nicht nur mit seinem Mailserver verbinden, sondern auch im Unternehmen anmelden können, um geschäftliche Anwendungen zu nutzen. Das kehrt das Design der bisher gefloppten PlayBook-Plattform komplett um.

Auch die unter dem Namen BBX angekündigte nächste Generation von BlackBerrys soll dem Administrationsmodell von PlayBook 2.0 folgen. RIM baut damit eine duale Strategie. Die alte BlackBerry-Plattform mit BES 5.x wird weiterbestehen, während eine neue Generation parallel hochgezogen wird. Es ist derzeit unklar, ob RIM auch nach dem Erscheinen von BBX-Geräten auf lange Sicht weitere BlackBerry-7-Geräte anbieten wird.”

Mobile Security – das 10-Punkte-Programm

Laut Prognosen der IDC wird die mobile Workforce 2013 weltweit bereits aus 1,2 Mrd. Mitarbeitern bestehen. In bereits zwei Jahren sollen also 35 Prozent der gesamten berufstätigen Bevölkerung zumindest teilweise Mobile Professionals sein. Die Yankee Group sagt sogar für Ende dieses Jahres voraus, dass weltweit mehr als 57 Prozent aller Mitarbeiter „ein Smartphone am Arbeitsplatz einsetzen“.

Eindeutig ist, dass Mobile Computing rasant an Fahrt gewinnt. Im gleichen Tempo sollte auch das Thema Mobile Sicherheit an Wichtigkeit für Unternehmen zunehmen. Denn neben den Vorteilen von mobilen Endgeräten im Unternehmenseinsatz (Steigerung von Effizienz und Arbeitsmoral, Verbesserung der Datengenauigkeit und -verfügbarkeit sowie mögliche Reduzierung der Betriebskosten) bestehen auch etliche zusätzlich entstehende Risiken, wie beispielsweise Abhören/Abfangen des Datenverkehrs, Datenverlust einschließlich Passwörter fürs Unternehmensnetzwerk durch verlorene Smartphones/Tablets/Notebooks oder auch Malware-Befall.

Remote Management und Datenschutz stellen daher ITK-Abteilungen vor deutliche Herausforderungen. Die Mobile-Spezialisten der SAP-Tochter Sybase empfehlen, Sicherheitsrichtlinien und -funktionen im mobilen Bereich einzuführen, Tools für das von Mobile Device Management einzusetzen und folgende zehn Punkte besonders zu beachten:

  • 1. Wahrnehmung aller Sicherheitsbedrohungen durch mobile Geräte wie Verlust, Malware, Bugs oder überholte Betriebssystem-Versionen.
  • 2. Einführung und Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien für mobile Geräte, Sensibilisierung der Mitarbeiter.
  • 3. Einsatz einer Mobile Management Platform, die es der IT erlaubt, eine Vielfalt an Geräten und Betriebssystemen zentral zu implementieren, zu konfigurieren und zu managen (idealerweise sowohl private als auch unternehmenseigene Geräte).
  • 4. Nutzen von Mobile Management Tools, die Einblick in den Gerätestatus liefern, so dass Sicherheitslücken schnell identifiziert und automatisch behoben werden können.
  • 5. Einschränkung bekannter Schwachstellen, z. B. im Zusammenhang mit Applikations-Download, Location-spezifischer Kamera-Restriktion (vgl. Kamera-Verbot in Banken) etc.
  • 6. Einführung eines Portfolios an Device-Security-Lösungen, die alphanumerische Passwörter, Authentifizierung, Verschlüsselung und Remote Wipe (Fernlöschung)
    umfassen.
  • 7. Kontrolle von Download, Installation und Konfiguration jeglicher Apps, die Nutzern Zugang zu Unternehmensinformationen verschaffen.
  • 8. Abwägung von Server Software vs. Managed Mobility Services, wobei letztere eine schnellere, günstigere und flexiblere Art der Gerätekontrolle bieten.
  • 9. Anbieten einer breiten Gerätepalette, da es die Akzeptanz mobiler Lösungen steigert, wenn Mitarbeiter ihr bevorzugtes Gerät einsetzen können.
  • 10. Dialogfreie Wartung und Kontrolle von Geräten – entweder “Online”/Over The Air (OTA) per Mobilfunk – oder durch integrierte Regeln zur Offline-Ausführung.

iPhone zum Diktat à la Philips

Mehr Auswahl für diktierfreudige Mobile Professionals: Das gerade fürs iPhone bereits durchaus ansehnliche Angebot an Diktat-Apps wird jetzt von Philips um eine kostenlose App erweitert, die ebenfalls das iPhone zum professionellen Diktiergerät machen soll. Nicht nur Aufnahme und Wiedergabe inklusive Pause werden beherrscht (wie bei der Apple-Sprachmemo-Funktion), sondern eben auch Vor- und Zurückspulen, Einfügen und Überschreiben.
Philips Diktat
“Philips Dictation Recorder” verfügt überdiese über ein vu-Meter für die Aussteuerung, einen Waveformmonitor, der die aktuelle Position und eine Zeitanzeige, welche die aktuelle oder restliche Aufnahmedauer anzeigt. Wie auch bei den digitalen Diktiergeräten von Philips, können Diktate mit Metadaten wie Kategorie, Dringlichkeit oder Anmerkungen versehen werden.

Im Express-Modus reicht ein zweifaches Schütteln des iPhones, um die Diktierfunktion zu starten. Nach dem Diktat beendet zweimaliges Schütteln die Aufnahme. Die Sounddateien können lokal gespeichert und exportiert werden. Eine Übersicht über alle Diktate, die im AAC-Format (Advanced Audio Coding) gespeichert werden, bietet das “Recordings”-Fenster. Es zeigt den Namen, die Größe, das Aufnahmedatum, die Länge und den Speicherbedarf der Aufnahmen an.

Diktier-Apps im Unternehmenseinsatz
Als “SpeechExec for iPhone 1.0″ kann die Free App als Teil der kostenpflichtigen Software SpeechExec Enterprise eingesetzt werden, die weltweit Zentralen mit Tochterfirmen, Büros mit Heimarbeitsplätzen und mobile Diktierer mit ihren Schreibkräften verbindet. Zur Integration der App benötigt man den SpeechExec Mobile Server, der es ermöglicht, Diktate von mobilen Geräten, wie zum Beispiel BlackBerries oder iPhones abzurufen. Der “Philips Mobile Server” ist eine Anwendung für die Verteilung von Dateien und Betreuung der Nutzer auf Serverseite. Darüber hinaus können Statistiken zur Analyse des Verkehrs produzierter und gesendeter Diktate erstellt werden.

Alle Aufnahmen sind laut Philips so gesichert, dass sie sich kein Unbefugter anhören kann. Nicht nur die Dateien, sondern auch die Anwendung selbst können gegen Missbrauch geschützt werden. Die Datenübertragung erfolgt über HTTPS.

Während die iPhone-App wie gesagt von jedermann kostenlos geladen werden kann, benötigen Unternehmen für den Einsatz des Mobile Servers eigene Lizenzen.
mehr zu Diktat-Lösungen und Lizenzen

App Store Link zur Gratis-Diktier-App

Teamviewer: PC-Fernsteuerung 6.0

TeamViewer_iconTeamViewer hat eine neue Version ihrer Software für Fernwartung, Online-Support, Präsentationen und Zusammenarbeit über das Internet vorgestellt.

TeamViewer 6 wurde gegenüber der Vorgeneration in mehreren Details verbessert. Es soll sowohl professionellen als auch privaten Anwendern ein komfortableres Arbeiten mit noch leistungsfähigeren Verbindungen ermöglichen. In die Entwicklung sind laut Anbieter vor allem konkrete Vorschläge der TeamViewer-Nutzer eingeflossen.

Das überarbeitete Kundenmodul QuickSupport zählt dabei zu den wichtigsten Neuerungen. Im Unterschied zu bisherigen Versionen arbeitet dies nun auch direkt mit der TeamViewer-Partnerliste zur Verwaltung der Verbindungspartner zusammen. Ein Kontakt, der auf seinem Rechner das Modul startet, wird dem Supporter unmittelbar in seiner Partnerliste angezeigt. Die Verbindung kann sofort aufgebaut werden, ohne dass vorher ID und Kennwort mitgeteilt werden müssen.

Direkt über den verbesserten QuickSupport sollen zudem jetzt auch bereits vor der Verbindung Chat-Nachrichten ausgetauscht werden, wodurch beispielsweise ein vorbereitendes Telefonat zur Abstimmung entfallen kann. Zur rechtlichen Absicherung kann im QuickSupport außerdem optional ein individuell gestaltbarer Disclaimer (Haftungsausschluss) eingerichtet werden, den der fernzuwartende Anwender vorab bestätigen muss.

Das komplett neue TeamViewer-Modul QuickJoin soll hingegen optimal zur Durchführung von Online-Präsentationen mit mehreren Teilnehmern ausgelegt sein. Die Zuschauer erhalten per E-Mail eine Einladung mit den Sitzungsdaten und können sich auf diese Weise selbst zum Präsentierenden verbinden. Die aufwändige Eingabe von Zugangsdaten für jeden einzelnen Teilnehmer entfällt dadurch, was den gesamten Ablauf wesentlich einfacher gestalten soll. Der Präsentator behält mit QuickJoin jederzeit die volle Kontrolle: Er sieht, wie viele Teilnehmer sich bereits verbunden haben und hat Zugriff auf alle wichtigen Präsentationsfunktionen (zum Beispiel VoIP, Video, Chat und Whiteboard). Auch der genaue Startzeitpunkt der Präsentation, der bislang vom Aufbau der Verbindung durch den Zuschauer abhing, kann nun von ihm selbst definiert werden.

Besonders praktisch bei der Fernwartung ist außerdem der automatische Verbindungsaufbau nach dem Reboot. Aktualisierungen oder Neuinstallationen erfordern häufig einen Neustart des jeweiligen Rechners. Ab sofort baut TeamViewer die Verbindung nach einem Reboot auf Wunsch automatisch wieder auf, sobald der entsprechende Rechner hochgefahren ist. Selbstverständlich soll diese Funktion sowohl für Nutzer des Host-Moduls als auch innerhalb der Vollversion und beim QuickSupport zur Verfügung stehen.

Das Design der Benutzeroberfläche wurde ebenfalls überarbeitet. Die beiden Hauptfunktionen “Fernsteuerung” und “Präsentation” sind jetzt klarer getrennt. TeamViewer 6 ist ab sofort verfügbar. Für professionelle Anwender stehen verschiedene, zeitlich unbegrenzte Lizenzen ab einmalig 499,- Euro zzgl. MwSt. (Business-Lizenz) zur Auswahl. Für private Anwender ohne gewerblichen Hintergrund ist TeamViewer grundsätzlich kostenlos.

Wachsende Gefahr durch Cyberattacken (Studienupdate)

symantecDie jährliche Studie zu aktuellen Verschlüsselungstrends des Ponemon Instituts im Auftrag von Symantec zeigt: Die Folgen von Datenschutzverletzungen sind bei Unternehmen angekommen. Über die Hälfte der 465 befragten Verantwortlichen in deutschen Unternehmen hatten im vergangenen Jahr mindestens einen sicherheitsrelevanten “Vorfall” zu beklagen. Knapp die Hälfte verschlüsseln laut Umfrage bereits die Festplatten ihrer Anwender.

Sorgen bereitet deutschen Unternehmen das wachsende Risiko von Cyberattacken. So gehen alle 465 Befragten davon aus, dass sie in den kommenden 12 bis 24 Monaten Opfer eines Infekts werden. 98 Prozent erwarten, dass ihr Netzwerk oder ihre Unternehmenssysteme von Malware befallen werden.

Solche Attacken abzuwehren, ist in der Prioritätenliste für Datensicherheit entsprechend nach oben gerutscht. Hatten deutsche Unternehmen in 2007 noch angegeben, Malware-Schutz stehe auf Platz acht ihrer Liste, so ist diese Aufgabe um drei Plätze zu Priorität fünf aufgestiegen. Alle Aufgaben ab diesem Platz wurden von den Befragten als ähnlich wichtig eingestuft.

Mobile is next
Die Unternehmen erwarten, dass die Angreifer vor allem ungeschützte Daten ins Visier nehmen und ihre Aktivitäten daher auch auf mobile Geräte verlagern. Daher schätzen 72 Prozent der Befragten die Verschlüsselung dieser Geräte als wichtig oder sehr wichtig ein. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Immerhin 62 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben inzwischen eine Datenverschlüsselungslösung eingeführt. 2009 hatten erst 51 Prozent der Firmen ein IT-Projekt in diesem Bereich abgeschlossen. Datenverschlüsselung liegt damit inzwischen an dritter Stelle der bereits von Unternehmen genutzten IT-Sicherheitslösungen. Unternehmen betrachten Datenschutz im Rahmen ihres Riskomanagements zunehmend auch als geschäftskritisches Element. So ist für 88 Prozent der befragten deutschen Teilnehmer Datenschutz im Rahmen ihres Risikomanagements wichtig bis sehr wichtig.

Die befragten deutschen Unternehmen setzen zunehmend auf Festplattenverschlüsselung. Der Anteil der Unternehmen, die Festplattenverschlüsselung nutzen, ist seit 2009 von 32 auf 45 Prozent gestiegen. In den USA liegt die Festplattenverschlüsselung inzwischen an zweiter Stelle der meistgenutzten Verschlüsselungstechnologien, in Deutschland liegt sie immerhin auf Platz vier. Auch das Key Management wird hierzulande immer beliebter. Inzwischen nutzen es 42 Prozent der deutschen Unternehmen – im Jahr 2009 waren es erst 33 Prozent der Befragten.

Weitere DMS App für iPhone & Co.

scalarisDie Möglichkeit, jederzeit und von überall auf die aktuellste Version eines Dokuments innerhalb des DMS zuzugreifen, kann im Geschäftsalltag gerade von mobile Professionals ein immenser Vorteil sein. Dank mobilem DMS Client (mDMS) für iPhone und iPad können Anwender das DMS von Scalaris jetzt quasi in die Tasche stecken und den gesamten Dokumentenbestand bzw. die Zugriffsmöglichkeit darauf überall hin mit hinnehmen. Der mDMS sorgt laut Scalaris für die optimale Darstellung und das komfortable Handling der Daten auf dem jeweiligen Endgerät, damit Anwender Informationen schnell und einfach finden, über wichtige Updates automatisch informiert werden oder ihre Dokumente auch offline, in einem gesicherten “Tresor”-Bereich des mDMS, nutzen können. Inzwischen wird dazu mit Scalaris ASP Mobile auch eine kostenlose iPhone und iPad App angeboten (Link siehe ganz unten).

Technologie und Betrieb sind für webbasiertes Mobile Business maßgeschneidert. Die Anwendung wird in Rechenzentren der Deutschen Telekom betrieben. Entsprechend Online Banking-Standard kommt eine mit 128 Bit verschlüsselte SSL-Datenverbindung zum Einsatz.

Ein effizientes elektronisches Dokumentenmanagement sollte bereits mit der Erfassung papierbasierter und elektronischer Daten beginnen. Mit Scalaris sollen über die sogenannte Scanstation fast alle marktüblichen Arbeitsplatzscanner und Multifunktionsgeräte, aber auch Hochleistungsscanner angebunden werden können. “Für die Erkennung und Klassifizierung fließt das digitalisierte Dokument nahtlos in die Erfassungskomponente von Scalaris ASP und schließlich in das DMS,” erläutert Philipp Sander, Mitglied der Geschäftsleitung der Scalaris AG. Augrund der flexiblen Anbindung unterschiedlicher Inputgeräte und der beträchtlichen Skalierbarkeit soll Scalaris ASP für Unternehmen jeder Größe zupassbar sein. So können beispielsweise auch Dokumenten-Dienstleister ihr Angebot um ein flexibles und für ihre Kunden einfach zugängliches Dokumentenmanagement erweitern.

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Datenschutz-Lücke bei Apple

apple_logoEine interessante Studie der Bucknell University (Pennsylvania) belegt, dass iOS-Apps in etlichen Fällen Daten ohne Nutzen für die Funktionalität der App und ohne Wissen des Nutzers versenden – und dies manchmal sogar unverschlüsselt. Die Apps haben dabei Zugriff auf Nutzerdaten, die Rückschlüsse auf die Identität eines Users zulassen.

Eric Smith, stellvertretender Direktor für Informationssicherheit und Netzwerke an der Bucknell University und Verfasser der Studie, untersucht die Bedeutung des Unique Device Identifier (UDID), also der eindeutigen Seriennummer, die jedes iPhone besitzt. Über diese können auch die User bzw. ihr Nutzungsverhalten identifiziert werden, was bei Apps sinnvoll und gewollt sein kann, wenn es beispielsweise um Highscores oder ähnliches geht. Gleichzeitig kann der UDID aber auch eingesetzt werden, um weitere Daten über Nutzer zu sammeln und zusammenzuführen.

Smith untersuchte die Top 25 der kostenlosen Apps sowie weitere Apps mit den Merkmalen neu und kostenlos. In 68 Prozent der Fälle wurde der UDID durch die App versendet – meist SSL-verschüsselt, aber eben nicht immer. Und dabei bleibt es nicht: In vielen Fällen wurden weitere Daten versendet, zum Teil ohne Wissen des Nutzers und ohne dass diese Informationen notwendig für die Funktionalität der App wären. “Browsing-Vorlieben, App-Nutzung und der gegenwärtige Aufenthaltsort lassen sich technisch recht einfach an dritte Personen weiterreichen oder verkaufen”, heißt es in der Studie. “Datenschutzfachleute, User und Administratoren sollten beunruhigt sein.”

“Apple gibt den Usern kein Werkzeug an die Hand, um “Cookies” der Apps zu löschen oder die Anzeige des UDID gegenüber Apps zu blockieren”, stellt Smith in seinem Fazit fest und urteilt: “iPhone-Nutzer haben keine Chance, dieses Informationsleck auf ihrem Telefon zu schließen.” Viele der untersuchten Gratis-Apps standen in direkter Verbindung mit Werbe-Netzwerken. Die dabei auftretenden Muster lassen laut Smith darauf schließen, dass einige wenige Unternehmen den in-App-Werbemarkt kontrollieren.

Download der Studie (PDF)

McAfee übernimmt tenCube

McAfee LogoDie AntiVirus-Company McAfee will tenCube übernehmen, den Spezialisten für mobile Sicherheitslösungen und -services für Ortung, Back-up und Fernlöschung von mobilen Endgeräten. Ziel ist der Aufbau einer einheitlichen Security-Plattform, die alle Mobiles von privaten Nutzern wie Unternehmen abdecken kann. Es sollen u.a. folgende Betriebssysteme unterstützt werden: Android, Blackberry OS, iPhone OS, Java, Symbian und Windows Mobile.

tenCube LogoZur gebotenen Funktionalität sollen neben den tenCube-Leistungen dann auch Schutz vor Malware, Verschlüsselung sowie inhaltliche Filterung gehören. Auch ein Service, mit dem besorgte Eltern ihre Sprösslinge – bzw. deren Handy – orten können, ist geplant. Die Übernahme soll noch im August abgeschlossen werden.

UPDATE 23.08.:

McAfee seinerseits scheint vor einer Übernahme durch Intel zu stehen. Der Prozessor-Marktführer will für den Antivirenspezialisten erstaunliche 7,7 Milliarden US-Dollar ausgeben.

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