Mobile CRM: Dossier

Gartner.comMobile Customer Relationship Management (CRM), also mobile Lösungen für Kundeninteraktion und Kundenbindung, sind im Trend. Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner argumentiert sogar überzeugend, dass Mobile CRM-Lösungen einen besseren ROI als auf Soziale Netzwerke zielende Strategien erwirtschaften, betont aber auch, dass das Thema Kundenmanagement vor allem als Strategie und nicht nur als Software behandelt werden sollte.

Laut einer von Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag mehrerer Lösungsanbieter erstellten und verbreiteten Studie wird Mobility im Kundenmanagement immer wichtiger. Für fast 70 Prozent der deutschen Unternehmen ist die mobile Unterstützung entscheidend bei der Auswahl einer CRM-Lösung. Die Entscheider in den befragten Unternehmen gehen mehrheitlich davon aus, dass CRM-Systeme in Zukunft vor allem mobil genutzt werden. Zusätzlich ist Mobility ein wesentlicher Treiber für CRM-Investitionen: 38 Prozent der Unternehmen planen in den kommenden zwei Jahren in die Modernisierung und gleichzeitig Mobilisierung ihrer CRM-Anwendungen zu investieren.

Der PAC-Studie “Mobile CRM – Kundenmanagement mit Tablet, Smartphone und Laptop” ist zu entnehmen, dass CRM-Lösungen mit mobilen Komponenten in deutschen Unternehmen schon relativ weit verbreitet sind. Gleichwohl planen 38 Prozent der antwortenden Unternehmen in den kommenden zwei Jahren konkrete (weitere) Investitionen in mobile CRM-Lösungen. Diese Pläne betreffen zum einen die Erweiterung bestehender Lösungen in punkto Mobilität, zum anderen will jedes zweite antwortende Unternehmen sogar ein neues CRM-System anschaffen, um mobile Nutzer besser zu unterstützen – eine bemerkenswert hohe Prognose.

Tablets auf dem Vormarsch
Mobile CRM-Lösungen kommen bisher vor allem auf Laptops zum Einsatz, Smartphones und Tablets werden derzeit im Kundenmanagement erst von einem kleinen Anwenderkreis eingesetzt. Allerdings ist jeder zweite Fachbereichsleiter davon überzeugt, dass sich Tablet-Rechner künftig durchsetzen werden. Tritt dies wie erwartet ein, dann wandelt sich laut PAC die Bedeutung mobiler Lösungen: Waren sie bislang nur ein Vehikel, um von unterwegs auf Kundendaten zugreifen zu können, werden sie dann mehr und mehr zu CRM-Arbeitsumgebungen , die Reports und Analysen bereitstellen und ganze Prozesse beschleunigen, um so schneller auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren zu können. Von der mobilen Kundendatei zu – beispielsweise – einem mobilen Produktkonfigurator also. Entsprechend hoch werden dann die Ansprüche an die mobile Unterstützung.

Auswahl der passenden Lösung
CRM-Auswahl: Mobile-Unterstützung als zentrales Kriterium Unternehmen legen bei der CRM-Auswahl künftig besonderes Augenmerk auf die mobile Funktionalität. Nur jedes zehnte Unternehmen setzt bei Mobile CRM auf unveränderte Standardapplikationen. Frank Niemann, Principal Consultant bei PAC: “Der Großteil der Unternehmen hat eine Standardapplikation mit individuellen Anpassungen im Einsatz, um den spezifischen Unternehmensanforderungen gerecht werden zu konnen.” Customizing bis hin zu individuellen Entwicklungen werden auch künftig eine zentrale Rolle spielen: “65 Prozent der Unternehmen planen den Einsatz einer angepassten Lösung. Und auch bei den Eigenentwicklungen zeichnet sich ein Anstieg ab”, erläutert der Consulter. “Damit eröffnen sich Softwareanbietern aber auch IT-Dienstleistern gute Chancen, sich mit individuellen Entwicklungen am Mobile-CRM-Markt zu positionieren.”

Offline-Fähigkeit webbasierter Lösungen noch unzureichend
Im Vergleich zu nativen Lösungen sind laut PAC webbasierte Mobile-CRM-Applikationen “deutlich stärker verbreitet”. Bei 70 Prozent der Unternehmen, die bereits eine mobile CRM-Applikation im Einsatz haben, soll es sich laut PAC um eine Browser- bzw. webbasierte Lösung handeln. Allerdings wird von diesen die Anforderungen an die Offline-Funktionalität typischweise nicht hinreichend erfüllt: “Jeder dritte Fachbereichsleiter ist mit der Offline-Fähigkeit der bestehenden Lösung unzufrieden. Hier besteht eindeutig Nachbesserungsbedarf”, konstatiert Niemann.

Die Erstellung und Verbreitung der PAC-Erhebung wurde von den Anbietern BSI Business Systems Integration Fujitsu Technology Solutions, SAP (vgl. SAP CRM, SAP/Sybase, SAP/Business One, SAP/itelligence u.v.m.) und update Software gesponsort. Sie basiert auf einer “repräsentativen Befragung in deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern”. Befragt wurden 107 Abteilungs- bzw. Fachbereichsleiter deutscher Unternehmen, die den Vertrieb, das Marketing und/oder den Kundenservice verantworten, sowie Geschäftsführer. Das resultierende 48-seitige Dokument kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Marktübersicht

mobileTicker-Marktübersicht CRM Clients für iOSIm Folgenden weitere Anbieter von CRM- bzw. vertriebsunterstützenden iOS-Apps im Überblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Amtangee

Aprimo

BFI Mobile (“SmartCRM.Mobile”)

CAS Software (“genesisWorld”)

Cobra

Daylite (die ihr Produkt allerdings mehr als Produktivitätswerkzeug positionieren)

Gedys (“CRM 360°”)

l-mobile

Mobizy

mobile only (Mobile Auftragserfassung “motrade”)

nexMart (im Einsatz u.a. bei Metabo)

iSLX für Sage SalesLogix (vgl. auch “sCRM” für Sage CRM von Serversys)

Salesforce

Salesperformer (“crm client 2″)

SuperOffice

Samzol (“WorkTeams”)

vTiger

Zoho.

Diese Angebote bestehen gewöhnlich aus einer kostenpflichtigen Server-Komponente, auf die über die normalerweise kostenlos angebotene iPhone- oder iPad-App zugegriffen wird. Stand-alone arbeitende Apps sind funktional deutlich eingeschränkt und daher die Ausnahme. Neben den Vorgenannten gibt es auch Anbieter, die nur ein mobiles Frontend zur Bedienung der CRM-Software Dritter offerieren. Beispiele sind etwa CWR Mobility, iEnterprises (“Mobile Edge” oder “Empower Mobile CRM”), Fellow Consulting (“CRM4Mobile”), maihiro, msc mobile (Momentum), Omni (“Riva Integration Server”) oder Resco, die teils über eine native App, teils via Exchange ActiveSync-fähigen Endgeräten zumindest E-Mail-basierte Connectivity zu CRM-Systemen wie Navision/Microsoft Dynamics, NetSuite, Oracle (Siebel), SageCRM, Salesforce, SAP oder SugarCRM verschaffen. Häufig haben die traditionellen CRM-Anbieter inzwischen aber auch eigene iOS Clients bereit gestellt – beispielsweise Sugar Mobile für SugarCRM.

Mobile Content Management à la GlanzkinderAuch Glanzkinder wird seine mobilen Angebote zur Interaktion mit Kunden noch entscheidend ausbauen. Aktuell wird das preisgekrönte Glanzkinder-Produkt PDF Activator™ modernisiert, auf weitere Plattformen verbreitert und um mobile Shopping-Funktionalität ergänzt – zum Self-Service genauso wie für die vom Vertriebsexperten betreute Gesprächssituaton.

Nun ist die Software also ausgewählt und das Projekt wird geplant: Vor diesen häufigen Fehlern in Mobile CRM-Projekten warnt Gartner.

Interview der CW mit Experte Wolfgang Schwetz zum Thema Mobile CRM. Im Anhang gibt es auch hier eine Marktübersicht. Das CRM-Urgestein sieht allerdings keine der neuen Möglichkeiten, die Business Apps für CRM bereitstellen – wie z. B. multimediale Darstellung bei der Produktkonfiguration, Rapid Prototyping, Verzahnung von CRM und Angebotswesen, Cross Selling sowie Location Based Services.

PDF Activator im YouTube-Video

Nutzung von Tablet, Smartphone, Notebook & Co.

Gartner.comLaut einer aktuellen Umfrage des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wurden Media Tablets sehr schnell auch für tägliche persönliche Tätigkeiten genutzt. Nach der Umfrage handelt es sich bei den Aktivitäten die sich vom PC auf das Tablet verlagern am häufigsten um das Abrufen der E-Mails (81 Prozent der Befragten), das Lesen von Nachrichten/News (69 Prozent), das Abrufen der Wettervorhersage (63 Prozent), Social Networking (62 Prozent) und Gaming (60 Prozent).

Die Gartner Umfrage wurde Ende des Jahres 2011 in den USA, UK und Australien durchgeführt. Dabei wurden 510 Befragte, die ein Tablet sowie mindestens zwei weitere Connected Devices besitzen mussten, aufgefordert, ein “Nutzer-Tagebuch” über Ihre Aktivitäten mit Tablets, PCs (Desktops oder Notebooks) sowie Smartphones & Co. zu führen.

Über 50 Prozent der Tagebuchführer ziehen es erstaunlicherweise bereits heute vor, Nachrichten/News, Magazine und Bücher am Bildschirm zu lesen. Erstaunlich, weil die Qualität der Bildschirme bislang durchaus noch zu wünschen übrig lässt. Im Schnitt nutzt einer von drei (33 Prozent) Tablet-Besitzer seinen/ihren Flachmann, um Bücher zu lesen – im Gegensatz zu Notebooks (13 Prozent) und Smartphones (7 Prozent). Gartner glaubt nicht an ein hundertprozentiges Ersetzen der Druckerzeugnisse durch die digitalen Versionen, spricht aber ausdrücklich von einem “less-paper model”.

Die Befragten early tablet adopters gaben überdies an, ihre diversen mobilen Endgeräte abwechselnd zu benutzen und nicht eines durch ein anderes zu ersetzen. Dennoch nutzen Tablet-Besitzer ihre privaten PCs an Wochenenden 20 Prozent weniger als in der Woche – insofern kannibalisieren andere Mobile Devices die PC-Nutzung schon eindeutig. Die stärkste Tablet-Nutzung findet im Wohnzimmer statt (87 Prozent), gefolgt vom Schlafzimmer (65 Prozent) und Küche (47 Prozent)!

Hauptargument für die Anschaffung eines Media Tablets ist laut Studie das Format (Form Factor): relative kleine Abmessungen und niedriges Gewicht. 45 Prozent der Befragten nutzen ihr Tablet übrigens immer nur selbst. Gartner schließt daraus, dass ein Tablet-Computer fast so ein persönlicher Gegenstand des täglichen Lebens ist wie ein Mobiltelefon. Ein weiterer Trend: Männer kaufen sich typischerweise ihre Tablets selber, während Frauen sie häufiger als Geschenk erhalten – nett.

Smartphone liegt in der Nutzungshäufigkeit vorn
Mit acht mal am Tag liegen Smartphones bei den Befragten in der Nutzungshäufigkeit weit vorne. Mobile PCs (Laptops, Notebooks) kommen dreimal täglich an die Reihe, Tablets immerhin noch zweimal täglich. Der Smartphone-Nutzung kommt “zugute”, dass sie sowohl in- wie außerhalb der Wohnstatt genutzt werden: 65 Prozent der Befragten benutzen ihre Mobiltelefone auch unterwegs und 66 Prozent ausdrücklich auf der Arbeit (BYOD).

Noch mehr Informationen im Gartner Report “Survey Analysis: Early Tablet Adopters and Their Daily Use of Connected Devices”, der hier geordert werden kann.

BYOD ante portas: 30% noch ohne MDM-Lösung

Die Auswirkungen von “Bring Your Own Device” (BYOD) und ähnlicher Erscheinungen wie der IT-Consumerization zwingen Unternehmen dazu, über ihre Strategien beim Mobile Workplace Management nachzudenken. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Matrix 42 als Anbieter von Workplace-Management-Lösungen jetzt veröffentlicht hat.

Die Untersuchung ergab, dass sich knapp 80 Prozent der Unternehmen bewusst sind, dass Mobile Device Management (MDM)-Lösungen innerhalb der nächsten zwei Jahre zu einer Schlüsselkomponente ihrer IT werden, wenngleich es gleichzeitig derzeit noch keine bevorzugte Technologie zur Unterstützung von BYOD gibt! Außerdem geben mehr als 30 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen bislang noch keine Lösung für das Management von BYOD im Einsatz hat.

Weitere zentrale Ergebnisse:

  • BYOD wird zur Norm: 24 Prozent der Befragten geben an, dass die IT-Abteilung BYOD offiziell unterstützt; 40 Prozent sagen, dass BYOD in ihrem Unternehmen toleriert wird.
  • 7 Prozent unterstützen BYOD derzeit nicht, planen es aber für die Zukunft. In 29 Prozent der Unternehmen ist BYOD ausdrücklich untersagt.
  • MDM-Lösungen verzweifelt gesucht: Eine deutliche Mehrheit (78 Prozent) der Probanden sagt, dass MDM in den nächsten zwei Jahren extrem bzw. sehr wichtig wird. Lediglich 2 Prozent bezeichnet MDM Lösungen als unwichtig.
  • Mangel an Implementierungen: 31 Prozent der Unternehmen setzen aktuell keine Technologie oder Lösung zur Unterstützung von BYOD ein. 16 Prozent verweisen auf die Verwendung von Lösungen zur Desktop Virtualisierung. 15 Prozent sagen, dass sie MDM Lösungen nutzen. Die übrigen Befragten geben an, dass ihr Unternehmen Web-Apps, Self-Service Portale, Client Management oder IT Service Management Lösungen nutzt, um BYOD zu ermöglichen (gestützte Frage).
  • Geschäftsführung und IT-Abteilungen sind treibender Faktor: 31 Prozent bezeichnen die IT als treibenden Faktor der BYOD-Initiativen ihres Unternehmens. 23 Prozent geben den Vorstand oder die Geschäftsführung als Promotor an.
  • Sicherheit ist die wichtigste Herausforderung von BYOD: 78 Prozent der Befragten nennen die Sicherheit der Unternehmensdaten als große bzw. größte Herausforderung. 63 Prozent bezeichnen den Zugriff auf Unternehmensdaten als extrem bzw. sehr anspruchsvoll. 56 Prozent sehen es als große oder sehr große Herausforderung, dass die Corporate IT nicht die Kontrolle über sensible Daten verliert.
  • Top BYOD Devices: 46 Prozent geben an, dass in erster Linie eigene Smartphones im Unternehmen genutzt werden. 21 Prozent nennen Laptops/Notebooks als primäre BYOD Devices. 15 Prozent bringen eigene Tablets zum Arbeiten mit.

Matrix 42 Infografik BYOD
Kostenloser Download eines Whitepapers zur Erhebung, die auf der CeBIT 2012 durchgeführt wurde – insgesamt 590 Führungskräfte, IT-Administratoren und IT-Spezialisten haben sich beteiligt.

DVPT: Nachholbedarf bei der Integration von Tablets in die Unternehmensstruktur
dvpt.deDie aktuelle Ankündigung des neuen Microsoft-Tablets (“Surface”) kann Hoffnung auf eine bessere und einfachere Integrationsfähigkeit von mobilen Geräten in die vorhandenen IT-Infrastrukturen der Unternehmen machen. Zukünftig könnten Arbeitnehmer sogar aufgefordert oder werden, ihre privaten Geräte nicht nur zu Hause zu nutzen sondern auch am Arbeitsplatz. Natürlich immer nur mit der passenden Integration in das Unternehmensnetz.

Denn ganz unabhängig von der Herkunft der Geräte – der große Wunsch nach Tablets und Smartphones aus allen Schichten, vom normalen Angestellten bis hin zum Vorstandsvorsitzenden, stellt die IT-Abteilungen schon heute vor gewaltige Herausforderungen. Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT e.V.) hat daher aus den Erfahrungswerten der letzten Monate eine Checkliste an Anforderungen für “optimale BYOD-Gerät für den Unternehmenseinsatz” erstellt. Kriterien aus der Checkliste sind: Kompatibilität zu vorhandenen Office-Dokumenten; Dateiaustausch; transparente (und steuerbare) Updatepolitik (Folgekosten!); Möglichkeit, geschäftliche und private Daten zu trennen; zentrales Management (MDM); Laufzeit/Batteriestandzeit; Geschäftskundensupport; Business-Applikationen.

zur Checkliste für BYOD Devices des DVPT e.V.

Mobile Security wird zur Gretchenfrage

www.nifis.deDie immer stärkere Nutzung von iPads und anderen Tablet-PCs wird zur größten (Un)Sicherheitsfrage für die deutsche Wirtschaft. So jedenfalls die zentrale Aussage des aktuellen Reports “IT-Sicherheit und Datenschutz”, den die Nationale
Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS e.V.) erstellt hat. Für die Studie wurden 100 Fach- und Fürungskräften aus mittelständischen Firmen und Großunternehmen befragt. Die Erhebung förderte zutage, dass über drei Viertel der Manager “Angst vor Cyberattacken auf die mobilen Geräte der Beschäftigten haben”. 76 Prozent halten eine mobile IT-Sicherheitslösung für unerlässlich. Über die Hälfte (58 Prozent) sind der Auffassung, dass Unternehmen es unbedingt unterbinden müssen, dass die Mitarbeiter über privat genutzte mobile Geräte Zugriff auf sensible Firmendaten haben. 53 Prozent fordern klare Richtlinien (Policies) für die Zugriffsrechte auf sensible Daten über mobile Geräte. Ein knappes Drittel (30 Prozent) verlangt, dass die IT-Verantwortlichen im Unternehmen die “volle Kontrolle” über alle beruflich genutzten iPads, Tablet-PCs und Smartphones haben sollten”. Sie fordern den Einsatz einer zentralen Management-Oberfläche oder -Konsole (Mobile Device Management oder MDM) . Ein striktes Verbot des beruflichen Einsatzes privater Geräte (Bring Your Own Device oder BYOD) fordern allerdings nur 12 Prozent der von NIFIS Befragten.

13 Mio. Haushalte haben Mobiles Breitband

Der Ausbau der mobilen Breitbandnetze geht zügig voran. Aktuell können in Deutschland bereits etwa 13 Millionen Haushalte den neuen Mobilfunkstandard LTE (= Long Term Evolution) nutzen. Das hat eine Umfrage des Hightech-Verband BITKOM bei den Netzbetreibern ergeben. Demnach haben die Anbieter bundesweit bislang rund 3.000 LTE-Basisstationen in Betrieb genommen. Mehr als 150.000 Kunden nutzen die neue Technologie bereits. Bereits in vollem Gang ist der Ausbau in Düsseldorf, Köln, Frankfurt/Main, München und Berlin. Bis Ende dieses Jahres wird LTE in rund 300 Städten verfügbar sein und die bereits bestehende Breitband-Versorgung erheblich verbessern. Die Anbieter schätzen, bis dahin mehr als die Hälfte der Haushalte in Deutschland mit LTE versorgen zu können.

LTE ist der Nachfolger von UMTS und ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Derzeit wird LTE bislang vor allem als Internetzugang von Privathaushalten und Geschäftskunden genutzt. Den Ausbau mit mobilen Breitbandnetzen in Deutschland hält der BITKOM bereits für “sehr weit fortgeschritten: ca. 85 Prozent der deutschen Haushalte haben Zugang zu mobilem Internet per UMTS“. Mit LTE wird der Grundstein für die mobile Breitbandversorgung der Zukunft gelegt, denn mit LTE-Advanced steht bereits der nächste technologische Schritt bevor. Mit dem Standard LTE-Advanced sind Downloads mit bis zu 1.000 Megabit (= 1 Gigabit) pro Sekunde möglich. Vorteil: Die aktuell in Betrieb genommenen LTE-Basisstationen können weiter genutzt werden und bekommen lediglich ein Software-Update. Nach derzeitigem Wissenstand startet der Ausbau der Gigabit-Technologie in vier bis fünf Jahren.

Die aktuelle LTE-Verfügbarkeit (laut Eigenaussage) und Tarife bei vodafone,
DTAG/T-Mobile und O2.

BITKOM-Erhebung 0412: Mobile MediennutzungEine weitere aktuelle BITKOM-Erhebung zeigt: Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland hat erstmals die Schwelle von 75 Prozent der Bevölkerung überschritten. Das sind mehr als 53 Millionen Menschen. “Einen echten Boom gibt es beim mobilen Internet”, erläutert BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Bereits 37 Prozent der Deutschen – 26 Millionen Menschen – nutzen das Web auf ihrem Handy oder einem Tablet-PC! Immer günstigere Geräte und Datentarife sowie die fast flächendeckende Verfügbarkeit von mobilen Breitbandzugängen (s.o.) tragen zu der hohen Popularität bei.

Flach verlangt flott: Tablet User wollen schnell surfen

Compuware LogoWeltweit stellen Nutzer von Tablet-PCs hohe Anforderungen an die Performance von Websites: 70 Prozent erwarten, dass eine URL innerhalb von maximal zwei Sekunden größtenteils geladen ist. 40 Prozent hatten jedoch bereits Probleme, wenn sie Webseiten von ihrem Tablet-PC angesteuert haben. Rund ein Drittel tätigt Online-Einkäufe nicht auf Seiten, mit denen schlechte Erfahrungen gemacht wurden. Langsame Ladezeiten sind mit 66 Prozent die am häufigsten genannte Schwierigkeit, gefolgt von Abstürzen (44 Prozent) und Problemen mit Website-Funktionen (42 Prozent) oder -Formaten (40 Prozent). Abhilfe können auf Tempo und für mobile optimierte Webseiten schaffen. Oder man setzt auf die Segnungen der App-Programmierung, wodurch ein Teil der ladeintensiven Inhalte schon beim App-Download installiert werden, was inkrementelle Aktualisierungen natürlich nicht ausschließt.
Engaging the Tablet User
Dies sind zentrale Ergebnisse einer Erhebung zur Erwartungshaltung der Nutzer von Tablet-PCs hinsichtlich der Performance von Websites. Der Grund dieser recht hohen Erwartungshaltung der mobilen Surfer laut dem Beauftrager der Studie CompuWare: Die Nutzer sind durch jahrelange Erfahrungen mit leistungsstarken Desktop-PCs auf schnellen Internetseiten wie Amazon oder Google geprägt bzw. verwöhnt. Die Umfrage zeigt, dass Tablet-User mindestens genauso schnell online zugreifen möchten, wie am stationären PC am Arbeitsplatz oder am Laptop zu Hause.

Weitere Ergebnisse:

  • 46 Prozent der Nutzer von Tablet-PCs, die schlechte Erfahrungen mit einer Website gemacht haben, wechseln auf die Website eines Konkurrenten (interessant wäre hier noch, wie sie diesen identifizieren, d. Red.).
  • Bei 35 Prozent der Anwender ist es unwahrscheinlich, dass sie diese Website jemals wieder besuchen werden – auch nicht von einer anderen Plattform aus!
  • 33 Prozent halten es für eher unwahrscheinlich, dass sie bei diesem Unternehmen in irgendeiner Form einen Einkauf tätigen. Denn fast die Hälfte aller Internetnutzer, die einen Tablet-PC verwenden, wiederholen den Vorgang auf einer Website nur ein- oder zweimal, wenn er nicht funktioniert.

Für die Studie “Engaging the Tablet User: What They Expect From Websites” befragte das Marktforschungsunternehmen Equation Research Anfang des Jahres weltweit über 2.000 Tablet-PC-Nutzer, davon 200 allein aus Deutschland. Unter der Marke Gomez betreibt Compuware eine Plattform zur Performanceanalyse und Optimierung von mobilen und stationären Web-, Streaming- und Cloud-Anwendungen. Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse ist hier verfügbar.

US-Androiden: Apps vor Mobilem Internet

Smartphone- oder Tablet-Nutzer haben beim Abrufen von beispielsweise E-Mails, News, Wetterprognosen oder auch beim Besuch von Social Networks häufig die Wahl: mobil optimierte Webseite oder fest installierte mobile App? Zumindest was die Nutzungszeit angeht, haben hier die mobilen Apps deutlich die Nase vorn, wie Nielsen herausgefunden hat.

Nielsen Smartphone Analytics ist ein neuer Service der Marktforschungsspezialisten. Über On-Device Meter, die auf “Tausenden von iOS und Android Smartphones installiert sind”, erfasst und analysiert er deren Nutzungsdaten. Hiernach verbringt der durchschnittliche Androidnutzer in den USA täglich 56 Minuten mit dem mobilen Internet und Apps auf seinem Telefon. Zwei Drittel dieser Zeit wird für die Nutzung von mobilen Apps verwendet, gegenüber einem Drittel mobiler Internetanwendungen (was allerdings auch damit zusammenhängen könnte, dass das Gros der Spiele als native App angeboten wird; vgl. aktuell in den Top 5 des deutschen Android Market: Cut the Rope; Doodle Jump und X Construction).

Obwohl bekanntlich mittlerweile über 510.000 Android-Apps zur Verfügung stehen, verteilt sich das Gros der Nutzungszeit auf eine relativ kleine Gruppe: 43 Prozent der Gesamtnutzungsdauer von mobilen Apps von US-Androidnutzern entfällt auf die Top 10 Android Apps und ganze 61 Prozent auf die Top 50 Apps.
mehr zum Thema von Nielsen

mehr zum Android Market

Android hat 43,7% vom US-Smartphone-Markt

comScore LogoDie Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von Juni bis August 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen erneut Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von 25,3 Prozent (im August) an der Spitze, gefolgt von LG (21,0%), Motorola (weiter schrumpfend, 14,0%), Apple (9,8%) und schließlich weiter beständig fallend RIM (7,1%).

Android hat fast die Hälfte vom US-Markt
Beim 84,5 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones liegt weiterhin Android mit bis August nochmals kräftig auf jetzt 43,7 Prozent geklettertem Marktanteil vor iOS (27,3%), BlackBerry OS (RIM; 19,7; -4 Prozentpunkte!). Für Microsoft bleiben trotz Windows Phone 7 weiterhin nur 5,7% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,8%; – 0,3 Prozentpunkte).

Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Juli 70,5% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 42,1%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 41,6 Prozent (+3 Prozentpunkte). Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 30,9 Prozent über ihr Smartphone.

61 Mio. deutsche Handys

BITKOM LogoDie Zahl der Handybesitzer hat in Deutschland erstmals die Marke von 60 Millionen überschritten. Dies ist zentrales Ergebnis einer repräsentativen forsa-Erhebung für den Hightech-Verband BITKOM. Demnach telefonieren 87 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren mobil. Derzeit werden laut Lobby-Verband die “letzten weißen Flecken Deutschlands” mit dem neuen, mobilen Breitband LTE erschlossen.

Insbesondere Senioren haben deutlich aufgeholt. Inzwischen verfügen knapp drei Viertel (72 Prozent) der Bundesbürger ab 65 Jahren über einen Mobilfunkanschluss, vor einem Jahr waren es erst 61 Prozent. In der jungen und mittleren Altersgruppe besitzt demgegenüber fast jeder ein Handy.

Kritikpunkt mobile Webperformance

Deutsche Smartphone-Nutzer erwarten von mobilen Webseiten und Anwendungen die gleiche Performance wie an ihrem stationären PC und zeigen sich von den tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten folgerichtig enttäuscht. Das ist das zentrale Ergebnis der weltweiten Studie “What Users Want from Mobile” von Compuware, bei der auch 500 Smartphone-Nutzer aus Deutschland befragt wurden. Besonders beim Thema Schnelligkeit sind die Deutschen anspruchsvoll: 68 Prozent erwarten, dass sich eine Website in maximal drei Sekunden lädt. Im weltweiten Vergleich liegen sie damit an zweiter Stelle noch vor den Indern und US-Amerikanern (jeweils 58 Prozent), den Franzosen (57 Prozent), den Australiern (50 Prozent) und den Briten (48 Prozent). Nur die Chinesen sind mit einem Anteil von 73 Prozent noch ungeduldiger.

Weitere zentrale Ergebnisse der Umfrage:

  • Steigende Ansprüche – 71 Prozent der User erwarten, dass mobile Webseiten auf ihren Endgeräten genauso, fast genauso oder sogar schneller als auf ihren Desktop-PCs laden. 2009 waren das nur 58 Prozent.
  • Need For Speed - Die mobilen Sites bzw. Apps laden immer noch sehr langsam: Beim Laden einer Website hatten im letzten Jahr 57 Prozent Probleme und 47 Prozent beim Laden einer App auf ihrem iPhone. Lange Ladezeiten waren insgesamt das größte Ärgernis, dicht gefolgt von Webseiten oder Applikationen (Web-Apps) die Abbrüche oder eine Fehlermeldung produzierten.
  • Damage done – Der Imageschaden vollzieht sich schnell und ist dauerhaft: 46 Prozent der Smartphone-User planen nicht zu einer Seite zurückkehren, die Probleme beim Zugriff hatte. 57 Prozent würden diese Seite nicht weiter empfehlen. Mobile Webseiten oder Anwendungen, die langsam oder gar nicht laden, haben einen negativen Einfluss auf Umsatz und Marke.
  • Bleierne Realität – Die tatsächliche Performance hinkt den Erwartungen hinterher: 74 Prozent der mobilen Web-Anwender sind nicht bereit, länger als 5 Sekunden auf das Laden einer Website zu warten, bevor sie diese wieder verlassen. Diese Erwartung wird nicht erfüllt, wie die Daten für die USA zeigen: Dort haben 77 Prozent der relevantesten mobil erreichbaren Webseiten aus verschiedenen Branchen Ladezeiten über fünf Sekunden.

“Immer mehr Menschen surfen mobil im Internet. Das bietet gerade für Onlinehändler ein enormes Wachstumspotential. Laut ABI Research wird der Umsatz im Bereich M-Commerce weltweit bis 2015 auf etwa 87 Milliarden Euro steigen. Doch die hohen Erwartungen der Nutzer werden zu oft enttäuscht. Wer mobil surft, benötigt schnell Informationen, ob beim Einchecken am Flughafen, der Suche nach der nächsten möglichen Zugverbindung oder beim Preisvergleich im Elektronikladen. Performance-Probleme haben hier eine noch größere Wirkung als von einem festen Standort aus”, ordnet Amir Rozenberg die Ergebnisse ein. Rozenberg ist als Product Manager bei Compuware verantwortlich für Mobile Technology. “Nur wer hier nachlegt und dieselbe Performance-Qualität wie bei der stationären Internetverbindung bietet, wird das Wettrennen um neue Smartphone-Kunden gewinnen.”

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