US-Androiden: Apps vor Mobilem Internet
Smartphone- oder Tablet-Nutzer haben beim Abrufen von beispielsweise E-Mails, News, Wetterprognosen oder auch beim Besuch von Social Networks häufig die Wahl: mobil optimierte Webseite oder fest installierte mobile App? Zumindest was die Nutzungszeit angeht, haben hier die mobilen Apps deutlich die Nase vorn, wie Nielsen herausgefunden hat.
Nielsen Smartphone Analytics ist ein neuer Service der Marktforschungsspezialisten. Über On-Device Meter, die auf “Tausenden von iOS und Android Smartphones installiert sind”, erfasst und analysiert er deren Nutzungsdaten. Hiernach verbringt der durchschnittliche Androidnutzer in den USA täglich 56 Minuten mit dem mobilen Internet und Apps auf seinem Telefon. Zwei Drittel dieser Zeit wird für die Nutzung von mobilen Apps verwendet, gegenüber einem Drittel mobiler Internetanwendungen (was allerdings auch damit zusammenhängen könnte, dass das Gros der Spiele als native App angeboten wird; vgl. aktuell in den Top 5 des deutschen Android Market: Cut the Rope; Doodle Jump und X Construction).
Obwohl bekanntlich mittlerweile über 510.000 Android-Apps zur Verfügung stehen, verteilt sich das Gros der Nutzungszeit auf eine relativ kleine Gruppe: 43 Prozent der Gesamtnutzungsdauer von mobilen Apps von US-Androidnutzern entfällt auf die Top 10 Android Apps und ganze 61 Prozent auf die Top 50 Apps.
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Android hat 43,7% vom US-Smartphone-Markt
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von Juni bis August 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen erneut Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von 25,3 Prozent (im August) an der Spitze, gefolgt von LG (21,0%), Motorola (weiter schrumpfend, 14,0%), Apple (9,8%) und schließlich weiter beständig fallend RIM (7,1%).
Android hat fast die Hälfte vom US-Markt
Beim 84,5 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones liegt weiterhin Android mit bis August nochmals kräftig auf jetzt 43,7 Prozent geklettertem Marktanteil vor iOS (27,3%), BlackBerry OS (RIM; 19,7; -4 Prozentpunkte!). Für Microsoft bleiben trotz Windows Phone 7 weiterhin nur 5,7% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,8%; – 0,3 Prozentpunkte).
Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Juli 70,5% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 42,1%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 41,6 Prozent (+3 Prozentpunkte). Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 30,9 Prozent über ihr Smartphone.
61 Mio. deutsche Handys
Die Zahl der Handybesitzer hat in Deutschland erstmals die Marke von 60 Millionen überschritten. Dies ist zentrales Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Erhebung für den Hightech-Verband BITKOM. Demnach telefonieren 87 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren mobil. Derzeit werden laut Lobby-Verband die “letzten weißen Flecken Deutschlands” mit dem neuen, mobilen Breitband LTE erschlossen.
Insbesondere Senioren haben deutlich aufgeholt. Inzwischen verfügen knapp drei Viertel (72 Prozent) der Bundesbürger ab 65 Jahren über einen Mobilfunkanschluss, vor einem Jahr waren es erst 61 Prozent. In der jungen und mittleren Altersgruppe besitzt demgegenüber fast jeder ein Handy.
Kritikpunkt mobile Webperformance
Deutsche Smartphone-Nutzer erwarten von mobilen Webseiten und Anwendungen die gleiche Performance wie an ihrem stationären PC und zeigen sich von den tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten folgerichtig enttäuscht. Das ist das zentrale Ergebnis der weltweiten Studie “What Users Want from Mobile” von Compuware, bei der auch 500 Smartphone-Nutzer aus Deutschland befragt wurden. Besonders beim Thema Schnelligkeit sind die Deutschen anspruchsvoll: 68 Prozent erwarten, dass sich eine Website in maximal drei Sekunden lädt. Im weltweiten Vergleich liegen sie damit an zweiter Stelle noch vor den Indern und US-Amerikanern (jeweils 58 Prozent), den Franzosen (57 Prozent), den Australiern (50 Prozent) und den Briten (48 Prozent). Nur die Chinesen sind mit einem Anteil von 73 Prozent noch ungeduldiger.
Weitere zentrale Ergebnisse der Umfrage:
- Steigende Ansprüche – 71 Prozent der User erwarten, dass mobile Webseiten auf ihren Endgeräten genauso, fast genauso oder sogar schneller als auf ihren Desktop-PCs laden. 2009 waren das nur 58 Prozent.
- Need For Speed - Die mobilen Sites bzw. Apps laden immer noch sehr langsam: Beim Laden einer Website hatten im letzten Jahr 57 Prozent Probleme und 47 Prozent beim Laden einer App auf ihrem iPhone. Lange Ladezeiten waren insgesamt das größte Ärgernis, dicht gefolgt von Webseiten oder Applikationen (Web-Apps) die Abbrüche oder eine Fehlermeldung produzierten.
- Damage done – Der Imageschaden vollzieht sich schnell und ist dauerhaft: 46 Prozent der Smartphone-User planen nicht zu einer Seite zurückkehren, die Probleme beim Zugriff hatte. 57 Prozent würden diese Seite nicht weiter empfehlen. Mobile Webseiten oder Anwendungen, die langsam oder gar nicht laden, haben einen negativen Einfluss auf Umsatz und Marke.
- Bleierne Realität – Die tatsächliche Performance hinkt den Erwartungen hinterher: 74 Prozent der mobilen Web-Anwender sind nicht bereit, länger als 5 Sekunden auf das Laden einer Website zu warten, bevor sie diese wieder verlassen. Diese Erwartung wird nicht erfüllt, wie die Daten für die USA zeigen: Dort haben 77 Prozent der relevantesten mobil erreichbaren Webseiten aus verschiedenen Branchen Ladezeiten über fünf Sekunden.
“Immer mehr Menschen surfen mobil im Internet. Das bietet gerade für Onlinehändler ein enormes Wachstumspotential. Laut ABI Research wird der Umsatz im Bereich M-Commerce weltweit bis 2015 auf etwa 87 Milliarden Euro steigen. Doch die hohen Erwartungen der Nutzer werden zu oft enttäuscht. Wer mobil surft, benötigt schnell Informationen, ob beim Einchecken am Flughafen, der Suche nach der nächsten möglichen Zugverbindung oder beim Preisvergleich im Elektronikladen. Performance-Probleme haben hier eine noch größere Wirkung als von einem festen Standort aus”, ordnet Amir Rozenberg die Ergebnisse ein. Rozenberg ist als Product Manager bei Compuware verantwortlich für Mobile Technology. “Nur wer hier nachlegt und dieselbe Performance-Qualität wie bei der stationären Internetverbindung bietet, wird das Wettrennen um neue Smartphone-Kunden gewinnen.”
Boom bei App-Programmierung u. -Nutzung
Apps legen weiter schnell an Beliebtheit zu: Bei mehr als 15 Millionen Deutschen finden sich bereits Apps auf ihrem Handy oder Smartphone. Das ergibt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Vor einem Jahr hatten erst zehn Millionen Bundesbürger Apps auf ihrem Handy.
Besitzer geeigneter Handys haben im Durchschnitt 17 Apps auf ihrem Mobiltelefon. In der jüngeren Generation werden die Programme besonders intensiv genutzt: 14- bis 29-jährige Handynutzer haben im Schnitt 22 Apps installiert. Dabei sind 14 Prozent der Handynutzer unsicher, ob ihr Gerät überhaupt für Apps geeignet ist. Vor allem ältere Anwender ab 60 Jahren geben an, sich damit nicht auszukennen. Nur jeder dritte (32 Prozent) Handybesitzer geht bisher davon aus, dass auf seinem Mobiltelefon Apps laufen. Gut die Hälfte (53 Prozent) ist der Ansicht, dass ihr Gerät entsprechende Programme nicht verarbeiten kann. BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster analysiert: “Der App-Markt befindet sich noch am Anfang und hat ein enormes Potential nach oben.”
Besonders populär sind etwa Apps zur Navigation oder für den Zugriff auf soziale Netzwerke. Nach BITKOM-Berechnungen existieren derzeit weltweit rund 520.000 Apps. Im Jahr 2010 waren fast 90 Prozent aller in Deutschland herunter geladenen Apps kostenlos. Der Durchschnittspreis kostenpflichtiger Apps lag bei 3,25 Euro (Research2Guidance).
Akzeptanz für M-Payment wächst
Die Anzahl der M-Payment-Verweigerer schwindet: Derzeit können sich nur noch 45 Prozent der Deutschen nicht vorstellen, ihr Handy als mobilen Geldbeutel zu nutzen – 15 Prozentpunkte weniger als noch im März. An erster Stelle der Ablehnungsgründe wird interessanterweise der fehlende Vorteil gegenüber gängigen Zahlungsmitteln genannt. 47 Prozent der Verweigerer mobiler Bezahldienste empfinden Bargeld oder EC-Karten als bequemer. Erst danach folgen Sicherheitsbedenken: Die Sorge vor Datenmissbrauch oder fehlerhaften Abbuchungen ist für vier von zehn Deutschen (42 Prozent) Grund für die Ablehnung. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Marktforscher von Toluna im Auftrag der Kommunikationsberatung Faktenkontorunter 1.000 Bundesbürgern.
Ein Fall für Bus- und Bahntickets
Wer das Mobiltelefon zum Bezahlen nutzen will oder bereits nutzt, erachtet es vor allem beim Fahrkartenkauf als hilfreich. 54 Prozent der Befragten können sich vorstellen, ihr Bus- und Bahnticket mobil zu lösen (“Handyticket”). Jeder Zweite würde zudem per Handy Parkscheine bezahlen. Für viele andere Dienste erscheint den Befragten das Verfahren jedoch weniger geeignet. Nur 23 Prozent der Mobile-Payment-Befürworter wollen beim Friseur oder Bäcker das Mobiltelefon anstelle des Portemonnaies zücken.
“Kleingeld” favorisiert
Danach gefragt, welche Summen sie per Mobiltelefon begleichen würden, zeigen sich die Befragten zurückhaltend: Für knapp jeden vierten Deutschen (23 Prozent) kämen nur Beträge von höchstens zehn Euro in Frage. Lediglich 19 Prozent können sich vorstellen, mehr als 100 Euro mit Hilfe ihres Mobiltelefons zu bezahlen.
Keine Ablösung bestehender Bezahlverfahren?
Nur die Wenigsten glauben heute schon daran, dass mobile Bezahlverfahren irgendwann EC- und Kreditkarten ablösen. Nach Einschätzung von 56 Prozent der Deutschen kann sich Mobile Payment nicht gegen die bestehenden Methoden durchsetzen. Lediglich 18 Prozent der Befragten halten dieses Szenario für wahrscheinlich, weitere 26 Prozent sind unentschlossen.
33% wollen mobil surfen
Die Deutschen finden zunehmend Gefallen an der Nutzung des mobilen Internets. Laut dem Ergebnis einer repräsentativen Umfrage vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW ) e.V. und dem Marktforschungsinstitut YouGov Deutschland reizt über 33 Prozent der Bundesbürger der Wunsch, auch mobil im Internet surfen zu können. Das Interesse der Bevölkerung am mobilen Internet soll hiernach in 2011 noch stetig zunehmen. Diese Entwicklung entspricht einem Wachstum von 12 Prozentpunkten gegenüber der ersten Erhebung aus dem Jahr 2008. Für diese Erhebung wurden im Juni 2011 1.142 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt.
Steigendes weibliches Interesse
Vor allem Frauen zeigen sich inzwischen deutlich interessierter als noch vor drei Jahren. Während im Vergleich zu der ersten Erhebung im Jahr 2008 lediglich 16 Prozent den Wunsch angaben, künftig auch über das Mobiltelefon surfen zu können, möchten mittlerweile bereits 31 Prozent der weiblichen Handynutzer mit ihrem Mobiltelefon im Internet surfen.
Starke Verbreitung bei jüngeren Nutzern
Das Interesse am mobilen Internet ist vornehmlich bei den jüngeren Nutzern stark ausgeprägt. Von den 16- bis 24-jährigen Nutzern möchten 65 Prozent das mobile Internet nutzen. Bei den Nutzern im Alter von 25 bis 34 Jahren sind dies noch 47 Prozent. Je älter der Bundesbürger, desto geringer ist sein Interesse am mobilen Internet: Nur 17 Prozent der über 55-Jährigen möchte mit dem Mobiltelefon im Internet surfen. In diesen Zahlen spiegelt sich allerdings nicht nur theoretisches Wunschdenken, sondern auch deutlich die derzeitige Endgerätepenetration in der Bevölkerung wider.
Große Unterschiede in regionaler Nutzung nach Bundesländern
Der Einzelvergleich der Bundesländer zeigt große Unterschiede am Nutzungsinteresse des mobilen Internet. Hamburg weist mit 54 Prozent das höchste Interesse in der Bevölkerung vor, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 46 Prozent, Nordrhein-Westfalen (39 Prozent) und Rheinland-Pfalz (38 Prozent).
Mobiles Internet ist einkommensabhängig
Je höher das Haushaltsnettoeinkommen, desto höher ist das Interesse am mobilen Surfen. Ganze 49 Prozent und damit fast die Hälfte der besserverdienenden Nutzer mit einem Nettoeinkommen von über 4.000 Euro setzen auf die Nutzung des mobilen Internet. Für rund 35 Prozent der Nutzer mit einem Nettoeinkommen von 2.500 bis 4.000 Euro ist das mobile Surfen von Interesse. Nur 27 Prozent der Nutzer mit einem Nettoeinkommen unter 2.500 Euro sehen Bedarf im mobilen Internet.
Bereits im Juni 2011 stellte der BVDW gemeinsam mit Google Deutschland anhand aktueller Studienergebnisse fest, dass rund 12 Millionen private Smartphone-Nutzer in Deutschland und damit etwa 18 Prozent der volljährigen Gesamtbevölkerung im Mobile Internet unterwegs sind.
AppKalkulator – was kostet die App?
“Wieviel kostet eine App?” Besonders in den ersten Jahren nachdem Apple 2008 durch Eröffnung des App Store dem Mobile Business eine so nicht erwartete Dynamik verliehen hat, hörte man diese Frage tatsächlich täglich – auch beim App-Systemhaus Glanzkinder. Inzwischen ist der Markt für App-Programmierung ein wenig gereifter, wohl auch deutlich professionalisiert und wird dem “normalen” Markt für Software-Individual-Programmierung immer ähnlicher. Dementsprechend wissen die meisten Auftraggeber oder Interessenten einerseits, dass ohne Lastenheft oder zumindest Spezifikationen wie eine exakte Funktionsbeschreibung belastbare Aussagen oder gar verbindliche Kostenvoranschläge nicht zu machen sind. Sie wissen aber auch, dass sich der erwartbare Endpreis von Projekten aus bestimmten Bausteinen zusammensetzt und daher auch geschätzt werden können. Und zwar mit um so größerer Präzision, je mehr Erfahrung der Entwickler/das Systemhaus hat. Hier setzt AppKalkulator an, ein Projekt von Andreas Frank, der sich mit dem “Rotstift” (vgl. WerbeCheck) bereits erfolgreich bemüht hat, Honorare und Kosten in der Werbebranche transparenter und damit auch vergleichbarer zu machen. So nun auch im Mobile Business. AppKalkulator beruht laut Frank auf der Befragung von 900 angeschriebenen App-Entwicklern (bzw. auf den Angaben der 217, die geantwortet haben) und der Auswertung von über 1.700 Muster-Kalkulationen.
Zunächst vermittelt der Band Wissensgrundlagen zu Betriebssystemen und mobilen Plattformen und beleuchtet knapp die Vor und Nachteile von nativen Apps vs. Web-Applikationen.
Als Kalkulationsgrundlage für alles Folgende werden dann die Stundensätze der App-Entwickler dokumentiert, wie sie dem Autor genannt wurden. Diese sind praxisgerecht gestaffelt nach QS (am niedrigsten), Design, Programmierung, Konzeption, Beratung, Projektleitung (am höchsten). Gerade beim letzten Punkt fällt aber die gewaltige Spreizung der genannten Spannen auf: Diese liegen zwischen 25 – 140 Euro (Freiberufler) und 30 – 280 Euro (Unternehmen)!
Kernstück der Publikation sind Musterkalkulationen von 13 verschiedenen “beispielhaften” Apps wie “Servicepoint Locator”, “Produktfinder”, “Verlagsprogramm”, “Kochschule”, “Sendungsverfolgung”, “Immobilienmakler”, “Messe-Planer” oder “Abfallkalender”, die mehrere Branchen und Geschäftsmodelle abdecken. Ausgewertet wurden hier jeweils die Meldungen der angeschriebenen Entwickler für die Betriebssysteme Apple iOS, Android, Windows Phone und für Web-Apps. Beispielsweise für den Store Locator ergibt sich ein durchschnittlicher Preis von 5.400 Euro für iOS, 4.400 Euro für Android und 4.500 Euro für Windows Mobile.
Das kann schon einen ersten Anhalt geben, bevor man in Preisverhandlungen mit vorausgewählten Anbietern geht, bei denen man allerdings nach unserer Erfahrung auch andere Faktoren nicht außer Acht lassen sollte: Einzelkämpfer (was ist bei Krankheit etc.) oder Unternehmen? Wie groß und seit wann im Markt? App Programmierung als Kernkompetenz oder als trendige Zusatzaktivität? Wieviel Zeit nimmt sich der Partner für die Konzeptionsphase und Beratung zu Funktionalität/Zielgruppen/Plattformen? Kann der Anbieter auch App-Promotion offerieren?
Gut, dass auch entstehende Kosten für die Portierung von Apps auf andere Betriebssystem und Endgeräte (vgl. auch iPhone, iPad, Universal App) sowie auf Kosten für App-Updates kurz verwiesen wird. Nach unserer Erfahrung wird man mit dem genannten Aufwand für die “Portierung” von iPhone Apps auf iPad oder Universal in aller Regel nicht auskommen: “[...], dass bei gleichzeitiger Beauftragung beider Version [sic], in aller Regel der Preis circa. 20-30% höher als bei einem Einzelauftrag ausfällt”, Seite 95.
Eine Übersicht zu Fachbegriffen der App-Programmierung, zentrale rechtliche Aspekte (“Rechte und Pflichten des App-Entwicklers”, “Rechtliche Checkliste”) eine Checkliste zur Konzeption der eigenen App sowie Tipps zur Auswahl des geeigneten App-Entwicklers runden das nützliche Werk ab. Der letzte Punkt soll durch ein Neun-Punkte-Programm (“In 9 Schritten zum App-Dienstleister”), durch Kurzinterviews an ausgewählte Developer (“10 Fragen an die App-Entwickler”) sowie ein Anbieterverzeichnis realisiert werden. Die letzten Punkte geraten allerdings zwangsläufig willkürlich. Die Recherche der obengenannten 900 Anbieter lief laut Frank über “die App-Entwickler-Portale die es schon gibt, AdWords-Anzeigen, Google, Veröffentlichungen in verschiedenen Medien, in den AppStores nach Entwicklern”, jedoch nicht beispielsweise über den vieda (verband der iPhone-Entwickler deutschsprachiger Apps), obwohl etliche vieda-Mitglieder beteiligt waren.
PROs:
- Dass es dieses Buch gibt;
- Der Bienenfleiß bei der Erstellung;
- Praxisgerechte Auswahl der Musterkalkulationen;
- Betrachtung auch von Portierungen, Updates etc.
CONs:
- Wenig differenzierte Vereinfachungen beim kurz angerissenen Punkt App-Systembaukästen;
- Keine Plausibilitätsprüfung der gemachten Angaben (Stundensätze von 25€; “Wir halten uns an die Guidelines – UNS wurde noch NIE eine App abgelehnt”…
Wer bei Apples Guideline- Umstellung und der Einführung von iOS4 wirklich keine [zeitweiligen] Ablehnungen gehabt hat, der hat nach unserer festen Überzeugung entweder keine oder nur sehr wenige Apps hochgeladen)
- Kein Hinweis in der Publikation darauf, nach welchem Auswahlkriterium die Handvoll enthaltenen Anbieter-Profile zustande kommen (laut Frank: “In das Anbieterverzeichnis kommt jeder App-Entwickler. Ohne Verpflichtung, ohne Kosten. Wir haben die App-Entwickler per Post angeschrieben; die Resonanz war verhalten.” Glanzkinder hat kein solches Angebot erreicht)

In Summe ist jedoch unser Eindruck, dass sich die 59,90 Euro für jeden lohnen dürften, der ein erstes App-Projekt plant oder erwägt. Erhältlich als Paperback (ISBN 978-3842369955; 160 Seiten) oder als eBook/PDF unter AppKalkulator.de.
62% riskieren Sicherheitslücken bei der Nutzung von Smartphones

Die Sicherheitsrisiken im Umgang mit dem Smartphone oder Tablet-Rechner sind der Mehrheit der Deutschen schlicht nicht bekannt. Daher halten wohl auch nur 38 Prozent eine Verschlüsselung von auf dem Endgerät abgelegten Daten oder von Mobilfunkkommunikationen für notwendig. Dies sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen Verbraucher-Umfrage “Mobile Geräte im Alltag” von Steria Mummert Consulting und dem Marktforscher Toluna. 1.000 Bundesbürger wurden dazu befragt.
Gut jeder Fünfte ist sogar der Meinung, es gebe keinerlei Sicherheitsmaßnahmen, die im Umgang mit den mobilen Geräten berücksichtigt werden müssten. Vielleicht am bestürzendsten für IT-Verantwortliche: 40 Prozent der Befragten zeigten sich davon überzeugt, auch bei der geschäftlichen Nutzung eines Smartphones oder Tablets ausschließlich alleine für die Sicherheit verantwortlich zu sein. Eine Einbindung in die IT-Sicherheitsstrategie des Unternehmens lehnen sie ausdrücklich ab, obwohl im beruflichen Umfeld durch den ungesicherten Austausch sogar Kundendaten gefährdet sind.
IT-Abteilungen deutscher Unternehmen hinken laut den Consultern dieser Sicherheitslücke hinterher. Denn in den Management-Guidelines, die für Computer und andere technische Geräte vorgesehen sind, fehle häufig noch die Erfassung mobiler Geräte. Dabei wissen die wenigsten Anwender, dass sich Smartphones beispielsweise zum illegalen Abhören von Räumen missbrauchen lassen oder Aufenthaltsorte dank GPS verfolgbar sind. Speziell Führungskräfte setzen sich durch Unachtsamkeit rechtlichen Risiken aus. So stellt schon das Speichern von Mitarbeiterdaten im E-Mail-Ordner eines ungeschützten Geräts einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz dar. Für Unternehmen empfiehlt es sich daher dringend, die im Umlauf befindlichen mobilen Geräte der Mitarbeiter in das IT-Sicherheitskonzept zu integrieren. Dabei ist bei den Mitarbeitern allerdings zuvor erhebliche Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn nur jeder vierte Mobile Professional wäre derzeit bereit, die Zugriffssteuerung auf Bluetooth und andere Übertragungsfunktionen der IT-Abteilung zu überlassen. Restriktionen bei der Installation von Apps, laut Steria Mummert “einer der größten Gefahrenherde mobiler Kommunikation”, würden nur 20 Prozent der Anwender in Kauf nehmen.
Mobile-freundliche Kommunikation Fehlanzeige
Laut der aktuellen Studie “Smart Marketing – Mobilising your brand”, beauftragt von den PR-Dienstleistern von Weber Shandwick und durchgeführt von KRC Research) vernachlässigen Marken ihre mobile Kommunikation und damit den direkten Draht zu relevanten Zielgruppen. Die Interaktion mit Verbrauchern via Smartphone ist eine große Herausforderung für Marken und Unternehmen. Die aktuelle Befragung zeigt laut Weber Shandwick, dass internetfähige Mobiltelefone inzwischen das beliebteste Medium für den Kontakt mit Marken sind: 45 Prozent der Befragten geben an, bevorzugt mit Unternehmen zu arbeiten, die eine Interaktion via Smartphone ermöglichen. Dennoch schöpfen viele Firmen das Potenzial einer engen Vernetzung mit dem Kunden nicht aus.
Das Smartphone stellt für den Verbraucher einen zentralen Bestandteil seines Alltags dar. Es dient häufig zur ersten und einzigen Kontaktaufnahme mit Marken und Unternehmen. Doch die zugesprochene Aufmerksamkeit und Höhe der Marketingbudgets für mobile Kommunikation wird noch nicht deren Bedeutung als Katalysator sozialer Inhalte und Fürsprecherschaft gerecht. Im ersten Quartal 2011 stieg der Absatz von Smartphones laut Gartner weltweit um 85 Prozent. Knapp die Hälfte der europäischen und etwa ein Drittel der deutschen Smartphonenutzer fühlen sich laut der KRC-Studie bereits “nackt” ohne ihr Mobiltelefon. Jeder vierte der europaweit Befragten checkt Informationen und E-Mails lieber auf dem Smartphone als auf dem PC, selbst zu Hause. 30 Prozent geben an, innerhalb des letzten Jahres Informationen über Unternehmen oder deren Angebote via Smartphone weitergeleitet zu haben. Damit sind Firmen-News die mobil am häufigsten geteilten Inhalte und machen Verbraucher zu wichtigen “Brand Advocates“.
In Deutschland schaut jeder siebente Smartphonebesitzer regelmäßig mit dem Handy nach Informationen über Produkte oder Unternehmen. Jeder Sechste vergleicht via Mobiltelefon Preise und Angebote online. Laut einem Drittel aller Befragten beinflussen Smartphones die Meinung über Produkte und Unternehmen sowie die Interaktion mit ihnen. 57 Prozent der deutschen Smartphonenutzer denken beispielsweise positiver über Firmen, wenn deren Websites auf Mobiletelefonen abrufbar sind, von allen europäischen Studienteilnehmern sagen das 71 Prozent.
Negative Smartphone-Erlebnisse schrecken Verbraucher ab
Zwei Drittel der europäischen User zählen eine schwierige Navigation und langsam ladende Websites zu den nervigsten Schwächen bei der Benutzung von Smartphones. Knapp die Hälfte findet es ärgerlich, keine Informationen über Unternehmen in der Umgebung zu finden. Mit 45 Prozent auf Platz eins der europäischen Verbaucherwunschliste für mobile Kommunikation stehen Websites, die mit dem Smartphone einfach und problemlos zu nutzen sind. Leider wurde die (Nicht-)Verfügbarkeit von Mobile Apps als Zufriedenheits-Kriterium offensichtlich nicht abgefragt.
Die Ergebnisse der Studie stammen aus einer Befragung von insgesamt 2.000 Smartphone-Nutzern im Alter von 18 Jahren und älter – jeweils 400 Personen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und UK. Die Studie wurde als Onlinebefragung im Zeitraum vom 31. März bis 14. April 2011 durchgeführt.