Webzugriffe: Tablets hängen Smartphones ab

Immer mehr Europäer nutzen Smartphones von Samsung, das ist eines der Ergebnisse des aktuellen Digital Index-Reports “The State of Mobile Benchmark” von Adobe. So wuchs die Zahl der Webseiten-Besuche über Samsung-Geräte in Europa in den letzten zwölf Monaten um neun auf 30 Prozent. Spitzenreiter bei Internetzugriffen via Smartphone bleibt aber vorläufig noch Apples iPhone, über das 48 Prozent der mobilen Page Visits diesseits des Atlantiks erfolgen (+45). Platz 3 belegt HTC, in Deutschland hat Sony Ericsson Platz 4 inne, in Frankreich ist es Motorola und in Großbritannien hält Blackberry Position 4.Adobe Digital Index

Unabhängig von Hersteller und Betriebssystem: Tablet-Nutzer surfen pro Visit auf 1,7 Mal so vielen Seiten wie Smartphone-Besitzer – damit haben die Flachrechner iPhone und Co. abgehängt, was die mobile Internetnutzung angeht. Android und iOS teilen sich 90 Prozent des Smartphone-Markts weltweit.

Basis der Untersuchung ist die Auswertung von 150 Milliarden Besuchen auf 1.500 Webseiten in 19 europäischen Ländern.
Adobe-Blogbeitrag zum Thema
zum Download der Ergebnisse (PDF, 16 Seiten)

1,7 Mrd. App-Downloads ’12 in Deutschland

bitkomDer Trend zu immer stärkerer App-Nutzung für Smartphones und Tablet Computer hat sich im vergangenen Jahrweiter nochmals ausgeweitet. 2012 wurden in Deutschland mehr als 1,7 Milliarden Apps heruntergeladen. Das entspricht einer Steigerung von rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2011 wurden knapp eine Milliarde Apps installiert. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Grundlage von Erhebungen des Marktforschungsinstituts research2guidance. Fast jeder Zweite (45 Prozent) lädt und nutzt nur Free bzw. Freemium Apps. Doch bereits jeder dritte Smartphone-Nutzer (33 Prozent) installiert zumindest hin und wieder Paid Apps.

Jedes zweite Mobiltelefon in der EU ist smart
Und der Markt für Apps wächst weiter: heise.de zitiert aktuelle Erhebungen von comScore, wonach der Dezember 2012 der erste Monat war, im dem Smartphones in allen EU-Ländern mehr als die Hälfte der genutzten Mobiltelefone ausmachten – in Deutschland 51 Prozent, in UK sind sogar 64 Prozent smart. Sogar mehr als drei Viertel aller derzeit neu gekauften Geräte sind Smartphones.

Gartner: 3x mehr Business Tablets bis 2016

Gartner.comLaut einer aktuellen Veröffentlichung des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner werden im Jahr 2012 weltweit 821 Millionen “Smart Devices” (Smartphones und Tablets) verkauft werden. Kommendes Jahr sollen die Verkaufszahlen dann die Milliardenmarke überschreiten und 1,2 Milliarden Einheiten erreichen. Dies ist laut den Marktforschern ein Indiz dafür, dass der “Konsum-Trend” die IT immer mehr beeinflusst (vgl. auch “Consumerization“).

Eine weitere Auswirkung: Bis 2016 werden 40 Prozent der Erwerbstätigen zumindest zeitweilig mobil arbeiten und zwei Drittel der mobil Tätigen werden ein Smartphone besitzen und dafür einsetzen. Noch größere Bedeutung für das Wachstum des Mobile Business aber komme Tablet Computern zu: Gartner schätzt, dass im laufenden Jahr Unternehmen 13 Millionen Tablets beschaffen werden. Diese Zahl soll sich bis 2016 auf 53 Millionen Einheiten mehr als verdreifachen.

It’s an Android’s World
Gartner geht weiter davon aus, dass bis 2016 56 Prozent der in Nordamerika und Europa von Unternehmen beschafften Smartphones Android-Geräte sein werden. Die Analysten betonen hier das explosive Wachstum von praktisch keinem Marktanteil im Jahr 2010 auf bereits 34 Prozent im Jahr 2012. Apple aber bleibe vorläufig “the heartbeat by which the market moves”. RIM sehen die Auguren auf schwieriger Position mit schwindenden Anteilen, während Windows 8/RT sich zumindest im Tablet-Markt bis 2016 mit 39 Prozent auf Position 3 nach iOS und Android vorkämpfen soll.

Samsung dominiert auch Smartphone-Markt in Westeuropa

IDC.comPatente, Urteile und Strafen hin oder her: Laut dem Bericht “European Quarterly Mobile Phone Tracker” der International Data Corporation (IDC) konnte sich der koreanische Hersteller Samsung in einem generell schrumpfenden Mobiltelefonmarkt (32,1 Mio. Einheiten, d.h. 1,9 Prozent weniger im Vergleich von Q312 zu Q311) behaupten: Stolze 41 Prozent des gesamten Mobiltelefon-Absatzes waren Samsung-Geräte. Den numerischen Rückgang des Gesamtmarktes erklären die Marktforscher durch den um ganze 30 Prozent gefallenem Absatz von Feature Phones oder Dumb Phones. Deren Schlaumeier-Kollegen, die Smartphones, legten allerdings in Westeuropa im Q212 um 26 Prozent auf 27,5 Mio. Stück zu. 65 Prozent aller in Westeuropa abgesetzten Mobiltelefone waren Smartphones.

Android profitiert laut IDC von Samsungs starkem Wachstum und hier insbesondere dem Samsung Galaxy S3, von dem in nur 100 Tagen 20 Millionen Stück verkauft werden konnten, sechs Mio. davon in Europa. In den USA war das S3 im August ’12 erstmals das meistverkaufte Smartphone überhaupt – vor dem iPhone 4S.

Das Google-Betriebssystem legte im Vergleich zum Vorjahr um 71 Prozent zu. Nur Windows Phone 7 (WP7) verzeichnete mit 874 Prozent stärkeres Wachstum – allerdings auf vorläufig nahezu unsichtbarem Niveau.

Der taumelnde finnische Riese Nokia konnte das Tempo der Schrumpfung auf zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduzieren. Sony (ehem. SonyEricsson) konnte RIM (- 37 Prozent) überholen, insbesondere die Android-Gerätefamilien Xperia S und U schlagen sich gut.

M-Payment zahlt sich 2012 schon aus

Gartner.comLaut einer aktuellen Prognose des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird der weltweite Wert der Transaktionen im Mobile Payment im Jahr 2012 mehr als 171,5 Milliarden US-Dollar betragen. Das entspricht einem Anstieg von 61,9 Prozent im Vergleich zum Wert des Vorjahres 2011 mit noch 105,9 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der Nutzer von Mobile Payment prognostiziert Gartner im Jahr 2012 auf 212,2 Millionen, im Vergleich dazu waren es 2011 noch 160,5 Millionen. Für das Jahr 2016 prophezeien die Analysten einen 617 Mrd. Euro schweren Markt mit 448 Millionen Anwendern/Teilnehmern.

Payment via SMS soll in Entwicklungsmärkten die dominierende Technologie bleiben, während Mobiles Internet/WAP in Nordamerika und den USA schon jetzt überwiege. Im Jahr 2016 sollen laut Gartner rund 88 Prozent der Transationen in den USA und ca. 80 Prozent in Westeuropa via Web/WAP geschehen. Bezahlvorgänge via Near-Field Communication (NFC) sollen bis 2015 noch wenig in Erscheinung treten, ab 2016 dann aber zu einer M-Payment-Größe werden. Gartner begründet dies weniger mit der Hardware-Entwicklung als vielmehr damit, dass sich auch Banken, Carrier, Kreditkartengesellschaften und vor allem der Handel selbst auf NFC noch einstellen müsse.

Mehr Informationen im Gartner Report “Forecast: Mobile Payment, Worldwide, 2009-2016″ der hier geordert werden kann.

comScore: Android weit vorne bei Mobile OS in D.

Android ist aktuell die am stärksten verbreitete Smartphone-Plattform in Deutschland. 40 Prozent aller derzeit genutzten Smartphones laufen mit dem Betriebssystem Android von Google. Vor einem Jahr waren es erst 17 Prozent. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von aktuellen comScore Zahlen (MobiLens).

BITKOM/comScore MobiLens: Verteilung der mobilen Betriebssysteme in DeutschlandHierfür wurde wurde der Smartphone-Bestand im ersten Quartal 2012 in Vergleich zum Vorjahresquartal gesetzt. Auf dem zweiten Platz liegt das Betriebssystem Symbian von Nokia mit einem Anteil von 24 Prozent. Vor einem Jahr hatte Symbian diesen Markt mit 42 Prozent noch dominiert. Das iPhone-Betriebssystem iOS von Apple konnte seine Position mit einem Anstieg um einen Prozentpunkt auf jetzt 22 Prozent festigen. Die Plattformen Windows Phone und Windows Mobile von Microsoft erreichen gemeinsam nur sieben Prozent Marktanteil. BlackBerry OS (RIM) ist mit drei Prozent (Vorjahr: 4,5) auf dem absteigenden Ast.

Zurzeit sind in Deutschland 23,6 Millionen Smartphones als Erstgerät im Einsatz. Das sind 8,1 Millionen oder 52 Prozent mehr als vor einem Jahr. Laut comScore besitzen somit 41 Prozent aller Handynutzer ab 15 Jahren in Deutschland ein Smartphone. Aktuell gibt es laut dem BITKOM weltweit rund 1,3 Millionen Apps für die unterschiedlichen Systeme.

IDC.comHier noch einige Zahlen für den westeuropäischen Markt von IDC: Dieser Teilmarkt ist in Q112 um 1,3 Prozent gewachsen. Der Gesamtabsatz von 44,8 Mio. Mobiltelefonen (inklusive Dumb Phones/Feature Phones, die aber europaweit nur noch auf 37 Prozent kommen) wurde vor allem von Android getrieben: Der Absatz von Android-Smartphones stieg um 124 Prozent auf 15,5 Mio. Exemplare (55 Prozent Marktanteil!). Apples Marktanteil erhöhte sich mit 7 Millionen verkauften iPhones von 21 Prozent in Q0111 auf aktuell 25 Prozent. In Europa sieht IDC einen Anteil von nur 4,1 Prozent für Microsofts mobile Betriebssyteme. Größter Einzelhersteller ist und bleibt Samsung, vor Apple, RIM und Nokia. Fazit: Mit einer App für Android und iOS erreichen Auftraggeber der App-Programmierung heute bereits potenziell 80 Prozent des Smartphone-Markts.. Laut der Ziff-Davis-Lesung der IDC-Zahlen erreicht man mit entsprechenden Apps sogar 82 Prozent!

News+Smartphones=Megakombi

comScore LogoDie Mobil-Spezialisten von comScore sind in einer aktuellen Ausgabe ihrer MobiLens-Analysen der mobilen Nutzung von Nachrichten-Angeboten in den fünf führenden europäischen Märkten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) nachgegangen. Die Studie zeigt, dass fast 37 Prozent der Smartphone-Besitzer in diesen fünf Ländern im Januar 2012 via App oder Browser Nachrichten-Angebote aufgerufen haben. Das entspricht einer Steigerung von 74 Prozent gegenüber Januar 2011. Die Zahl der Personen innerhalb der EU5-Region, die fast täglich per Smartphone Nachrichten-Angebote aufrufen, ist mit 82 Prozent sogar noch stärker gestiegen. Dabei weist Großbritannien mit 46,8 Prozent die größte Reichweite von Nachrichten-Inhalten über das Smartphone auf. Mit einem Zuwachs von 127 Prozent bei “mindesten einmal im Monat” und einem Plus von 160 Prozent bei “fast täglich” weist das krisengebeutelte Spanien dabei die größten Steigerungsraten auf.

App Usage
comScores Mobile Benchmark für Januar 2012 gibt auch einen Überblick über das Nutzungsverhalten und die Geräte-Durchdringung in den fünf betrachteten Ländern. So haben 39,2% der EU5-Nutzer Apps verwendet (34,7% in Deutschland), 39,2% nutzten mobile Browser (32,2%), 28,1% haben Spiele gespielt (25,9%), 26,4% besuchten Social Networks oder Blogs (19,9%).

Telefonie wird immer mobiler

Telefongespräche werden immer häufiger per Handy und immer seltener über das Festnetz geführt. Die Summe aller in Deutschland aus dem Festnetz abgehenden Gesprächsminuten sank im vergangenen Jahr um 2 Prozent auf 191 Milliarden. Damit telefonierte 2011 jeder Deutsche im Schnitt 39 Stunden mit dieser Technologie. Insgesamt verbrachte jeder Bundesbürger rund 60 Stunden am Telefon. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten der Bundesnetzagentur. “Noch steht das Festnetz in Deutschland für zwei Drittel der Gesprächszeit. Dank technologischer Innovationen, steigender Mobilität und günstiger Tarife wird der Mobilfunk aber auch in der Sprachtelefonie an Bedeutung gewinnen”, prophezeit BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. So stieg die Zahl der aus dem Mobilfunk abgehenden Gesprächsminuten von 2009 auf 2010 um rund zehn Prozent.

In anderen Ländern geht die Festnetztelefonie noch schneller zurück. So telefonieren nur 12 Prozent der Haushalte hierzulande ausschließlich mit dem Handy. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf den hinteren Rängen.

App-Programmierung für Unternehmen boomt

IDC.comChip zitiert spannende IDC-Zahlen: “Die Marktforscher von IDC sagen voraus, dass europäische Firmen in den nächsten fünf Jahren vor allem in mobile Apps investieren werden. Das betrifft vor allem kleine Anwendungen, die werblichen, Kommunikations- und Kundenbetreuungs-Zwecken dienen.

Laut IDC wird der Markt für Mobile Enterprise Application Platforms (MEAP) in den nächsten fünf Jahren um erstaunliche 25 Prozent wachsen – pro Jahr. Das heißt, das Volumen würde sich in vier Jahren verdoppeln. Die Analysten begründen ihre mutige Prognose damit, dass bereits im vergangenen Jahr der Bedarf nach Apps, die die Geschäftsprozesse beschleunigen, die Kunden enger binden und die Mitarbeiter produktiver machen können, exorbitant gewachsen sei.

Nicholas McQuire, Research Director bei IDC, sieht aber noch einen anderen Grund darin: Zusätzlich seien nämlich die Markteffekte aus der wachsenden Consumerization der IT, dem Cloud Computing und der Innovation im Handel zusammen ein großer Treiber dieses Trends. IT-Verantwortliche müssten sich darauf einstellen, Netzwerk, Systeme und Geräte dafür zu modernisieren. Die Investitionen seien oft schon beschlossene Sache.”

Mobiles verändern Medienrezeption in Europa

Whitepaper: How Mobiles Are Shifting Media ConsumptionAuf der Konferenz Digital Life Design (DLD) haben comScore und Telefónica Deutschland Ergebnisse ihrer gemeinsamen Studie “Connected Europe” vorgestellt. Diese stellte starke Veränderungen der Medienrezeption in Europa durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones, Tablets und anderer Connected Devices fest: Noch vor kurzem sei der Desktop Computer der alleinige Internetzugang gewesen, während Nutzer heute über ihren Internet-Tag verteilt erschiedenste Plattformen nutzen – technologisch (z. B. Smartphones) – wie auch medientechnisch (native Apps der Verlage, Web-Apps, RSS-Reader, unabhängige News-Aggregatoren, Medien auf Twitter oder Sozialen Netzwerken etc.). Dies sollte laut Studie Auswirkungen auf redaktionelle Konzepte ebenso wie auf Marketingstrategien haben. Weitere zentrale Ergebnisse:

  • In der EU5-Region (Deutschland, Frankreich, UK, Italien u. Spanien) lassen sich 95,1 Prozent aller Browser-basierten Page Views auf Computer (Desktops, Laptops, Netbooks) zurückführen – ansehnliche 3,2 Prozent der Views erfolgen bereits auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets.
  • Ein Viertel der mobil erzeugten Page Views lassen sich auf Tablet Computer zurückführen.
  • Die Medienrezeption auf diesen Plattformen boomt: 75 Prozent der Smartphone-Anwender in EU5 haben im Okotber 2011 mobil Medien genutzt - das stellt ein Wachstum von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar.
  • Die Nutzung von M-Commerce-Angeboten ist eine der am schnellste wachsenden Aktivitäten bei Smartphone-Besitzern. Über 13,6 Mio. davon in den EU5-Ländern haben im Oktober 2011 mindestens eine M-Commerce-Seite aufgerufen. Großbritannien stellt hier mit 4,7 Mio. Nutzern zwar den größten Teilmarkt, die deutschen M-Business-Anwender wachsen mit 112 Prozent im Vergleich zum Vorjahr jedoch derzeit am schnellsten. Überdies werden laut comScore neue Technologien wie QR Codes und QR Reader vergleichsweise am schnellsten angenommen. So werde der Handel durch Mobile revolutioniert – und 2012 das Jahr des “Mobile Retail” werden.

kostenloser Download des White Paper “Connected Devices”

« Vorherige Einträge