Android m. fast 1.600% Wachstum in Westeuropa
2010 war bekanntlich ein gutes Jahr für Android. Wie gut, bestätigen aktuelle IDC-Zahlen: Von ca. 470.000 in Westeuropa abgesetzten Android-Smartphones im Jahr 2009 (4% Marktanteil) explodierte dieser Markt geradezu auf 7,9 Millionen Einheiten in 2010 (31% Marktanteil). Die Prognose bis 2015 liegt bei 37 Prozent Marktanteil für Googles mobiles Erfolgs-Betriebssystem für diesen Teilmarkt.
Doch auch für andere brummt es im Mobile Business: Der Gesamtmarkt für Mobiltelefone wuchs laut IDC in Westeuropa um 3,2 Prozent von Q409 auf Q410. Die Smartphone-Absätze kletterten im gleichen Zeitraum sogar um 99,4 Prozent auf 25,6 Millionen Einheiten.
Zu den derzeit verlierenden Herstellern gehören nach diesen Zahlen Nokia und LG, zu den Gewinnern Samsung, HTC, Apple und RIM. Sony Ericsson konnte nur sein Android-Geschäft ausbauen.
Handys: Schon jedes 5. ist ein Smartphone
Jeder fünfte Handynutzer besitzt ein Smartphone. Das hat der aktuelle BITKOM-Webmonitor ergeben, eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag des BITKOM ergeben. Männer verfügen danach häufiger über ein solches Multifunktionsgerät (24 Prozent) als Frauen (17 Prozent). Am weitesten verbreitet ist die Smartphone-Nutzung in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen. Hier hat mehr als jeder dritte Handynutzer ein solches Mobiltelefon mit ansprechbarem Betriebssystem und der Möglichkeit der Nutzung nativer Apps. Bei den 30- bis 44-jährigen ist dies immerhin noch jeder Vierte, bei den über 60-Jährigen schließlich nur noch sieben Prozent.
22 Prozent der Befragten wussten allerdings selbst gar nicht anzugeben, ob ihr Handy als Smartphone bezeichnet werden kann – oder “nur” als Dumb Phone bzw. Feature Phone. Bei den über 60-Jährigen sind es sogar 38 Prozent.
AdMob: Trends seit Mai 2008
Die US-Spezialisten für mobile Advertising bei AdMob haben für ihren aktuellen und leider vorläufig letzten Mobile Metrics Report einmal zurückgeschaut und einige zentrale Phänomene im von ihnen beobachtbaren Werbenetzwerk seit Mai 2008 zurückverfolgt. Aus den Ergebnissen:
- Nutzer aus 92 Nationen haben im Mai 2010 10 Mio. mobile Ad Requests generiert, im Mai 2008 fanden sich nur zehn Nationen im Netzwerk
- Nokia ist immer noch der führende Gerätehersteller in den Märkten Afrika, Asien und Osteuropa, Apple führt in Westeuropa, Nordamerika und Ozeanien (Pazifische Inseln).
- Der durch Werbung erzeugte Traffic in den genannten Märkten hat sich in zwei Jahren mindestens versechsfacht.
- Dieser Traffic konnte im Mai 2010 zu bereits 46% auf Smartphones, zu 42% auf Feature Phones (Handys) und zu 12% auf andere Mobile Internet Devices (Apple iPod touch, iPad, Sony PSP etc.) zurückgeführt werden.
- 24% des gesamten Traffic im AdMob-Netzwerk in den USA kam im Mai 2010 über Wi-Fi.
- Alle iOS-Plattformen im Netzwerk addiert (iPhone, iTouch, iPod), ergeben 19,3 Mio. in den USA und 43,8 Mio. weltweit – verglichen mit 8,5 Mio. Android-Geräten in den USA und 12,7 Mio. weltweit.
- Von Mai 2009 bis Mai 2010 ist der von Android-Plattformen herrührende Traffic um monatlich 29% gestiegen.
- Im Mai 2009 gab es nur ein Android-Smartphone im Netzwerk, ein Jahr später brachten 14 Geräte 92% des Android-Traffic hervor.
- Das Traffic-Aufkommen von iPhone OS- und Android-Plattformen liegt bedeutend höher, als ihre reinen Verkaufszahlen vermuten lassen würden. Dies liegt laut AdMob am relativ höheren App-Gebrauch auf diesen Geräten.
- iOS- und Android-Nutzer verbringen aktuell im Schnitt 79 Minuten täglich mit dem Gebrauch von Apps und laden durchschnittlich neun Apps pro Monat herunter.
- 83% der 12,7 Mio. Android-Geräte im AdMob-Netzwerk stammen entweder von HTC (53%) oder Motorola (30%). Die häufigsten Geräte sind Motorola Droid (21%), HTC Hero (16%) und Magic (10%). Kaum eine Rolle spielt hier das (gleichfalls von HTC gefertigte) Google Nexus One (2%), von dem es laut Google folgerichtig auch keinen Nachfolger geben soll.
Weltw. Handy-Absatz +17% in Q110
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Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wurden im ersten Quartal 2010 weltweit 314,7 Millionen Mobiltelefone an Endverbraucher verkauft. Dies entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im gleichen Zeitraum wurden 54,3 Millionen Smartphones an Endverbraucher verkauft, was einem Plus 48,7 Prozent entspricht.
Der reine Smartphone-Produzent RIM (BlackBerry) taucht hier erstmals in den Top 5 der Handy-Hersteller (also inklusive Feature Phones) auf: 1. Nokia (35% Marktanteil, MA), 2. Samsung (20,6% MA), 3. LG (8,6% MA), 4. RIM (3,4% MA), 5. Sony Ericsson (3,1% MA). Apple (Rang 7) konnte seinen Marktanteil um 1,2 Prozentpunkte auf 2,7% ausbauen. Besonders bemerkenswert aber sind die konsolidierten Zuwächse von Android-Mobiltelefonen aller Hersteller wie z.B. Acer, HTC, Huawei, LG, Motorola oder Sony Ericsson, die in Nordamerika um satte 707 Prozent zulegten.
Betrachtet man nur das mobile Highend, den globalen Smartphone-Markt, nach Betriebssystemen, so ergibt sich folgendes Bild: 1. Symbian (Nokia; 44,3% MA), 2. BlackBerry OS (RIM; 19,4% MA), 3. iPhone OS (15,4% MA). Android (9,6% MA) hat Windows Mobile bzw. Windows Phone (6,8% MA) vom vierten Platz verdrängt. 17,3 Prozent aller in Q110 weltweit verkauften Mobiltelefone waren Smartphones (Q109: 13,6%).
mehr zum Gartner Report “Competitive Landscape: Mobile Devices, Worldwide
Prognose: 1,5 Mrd. $ Umsatz m. Mobile Ads in Asien in 2010
Die Spezialisten für mobile Werbung von Smaato haben ein Whitepaper zum Markt für Mobile Advertisements in (Südost)Asien veröffentlicht. Der Autor, Nick Lane, ist Chefanalyst bei MobileSquared. Ihm zufolge werden in diesem Markt 2010 über 400 Mio. Menschen in Asien Zugang zum mobilen Internet haben und so 15 Mrd. Page Impressions täglich erzeugen. Lane rechnet hoch, dass im laufenden Jahr in diesem Teilmarkt 1,5 Mrd. US-Dollar für die Schaltung mobiler Werbung ausgegeben werden. Nach den Erkenntnissen von MobileSquared sollen acht Prozent des mobilen Traffics auf Werbung umgeleitet werden, was einer beachtlichen Conversion Rate entsprechen würde. Der asiatische Markt ist laut Whitepaper mit über 400 relevanten Endgeräten stark fragmentiert und von 2G Feature Phones dominiert, erlebt aber derzeit einen Smartphone-Boom. Zum Download des Whitepaper geht es hier.
40% der BlackBerry-Nutzer wünschen sich iPhones
Die US-Spezialisten für Internet-Marktforschung Crowd Science haben die Markentreue bzw. Wechselabsichten von Smartphone-Nutzern untersucht, wie Preisgenau.de berichtet. Danach möchten fast 40 Prozent der BlackBerry-Anwender bei nächster Gelegenheit auf ein iPhone wechseln. Immerhin 32 Prozent könnten sich auch mit Googles Nexus One anfreunden. Hingegen sind iPhone-Nutzer treu wie Gold: Bei rund 90 Prozent soll auch das nächste Smartphone wieder ein iPhone werden, bei neun Prozent das Android-Phone Nexus One.
Auch das Nutzungsverhalten unterscheidet sich bei den unterschiedlichen Betriebssystem-Plattformen deutlich: Die meisten User nutzen ihre Smartphones beruflich und privat gleichermaßen. Bei reiner Business-Anwendung aber liegen die BlackBerrys anteilig noch vor vor dem iPhone. Das iPhone konnte erwartungsgemäß den größten Anteil bei der rein privaten Nutzung des Telefons verzeichnen. In dieser Kategorie landeten die BlackBerry-Geräte von RIM auf dem letzten Platz. An der Untersuchung haben insgesamt 1.140 Menschen teilgenommen, 17 Prozent nutzten ein iPhone, 15 Prozent ein BlackBerry-Modell. 44 Prozent nutzen kein Smartphone, sondern ein Feature Phone. Die restlichen Prozentpunkte verteilten sich auf Smartphones von Nokia, sowie unter Windows Mobile, Android und WebOS betriebene Geräte. Laut Studie hat die Marktverfügbarkeit des Nexus One die Bekanntheit des freien Betriebssystems Android um sechs Prozentpunkte auf 66 Prozent ansteigen lassen.
Zur Studie im Volltext (PDF) geht es hier
Unified Communications fürs iPhone
Zur CeBIT stellt der Spezialist für Unified Communications (UC) Swyx seine SwyxMobile-Integrationslösung auch für das iPhone und iPhone 3G vor – bislang wurden nur einfache Mobiltelefone, nun Symbian, Windows Mobile und BlackBerry unterstützt. Die Integration geschieht über die Web-Applikation “Contact Center Mobile”, welche die Möglichkeiten des Apple-Betriebssystems optimal ausnutzen soll. Der Dienst nutzt GPRS und UMTS für die Verbindung zum Swyx-Applikationsserver. Dies gestattet laut Anbieter Zugriff auf sämtliche relevanten Informationen der Telefonieumgebung. Auch offline soll danach der Zugriff möglich sein. Sobald zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Datenverbindung aufgebaut wird, werden die Statusinformationen synchronisiert. Weitere Features der UC-Lösung sind etwa das “One-Number”-Konzept inklusive Parallelruf-Funktion, mit der eingehende Anrufe sowohl im Büro als auch auf dem Handy angezeigt werden, der Zugriff auf das globale Unternehmenstelefonbuch inklusive Präsenzanzeige und Anruflisten.
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