“The Year of the Phablets”?
Reuters zitiert Neil Mawston, Wireless-Experte bei Strategy Analytics: “2013 wird das Jahr der Riesen-Smartphones bzw. Mini-Tablets – kurz Phablets“. Die Zeiten, in denen Dells “Streak” zunächst unterging oder sich die Mobile-Szene noch über ein Samsung Galaxy Note (5,3-5,5″) mokierte, scheinen gründlich vorbei – wie ein Gang über die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas beweist: Beispielsweise ZTE (“Nubia”, “Grand S”, 5″), Huawei (“Ascend Mate”, 6,1″) und HTC (“Butterfly”/”Droid DNA”, 5″) stoßen mit eigenen neuen Geräten nach. Insbesondere in östlichen Märkten wie China, Japan oder Südkorea sagt ABI Research den Über- bzw. Untergrößen große Erfolge voraus. Wenn es so kommt, wird das auch die App-Entwicklung beeinflussen, die sich in Programmierung und Nutzungsdesign auf nochmals einen neuen Formfaktor einzustellen hat.
Als wichtige Anbieter bzw. Zulieferer für den Phablet-Markt handelt Reuters: Asustek, Google (OS), Lenovo, LG, Nvidia (CPUs), Qualcomm (CPUs), Samsung.
Tablets, App-Programmierung u. Stores sind Top 10-Themen
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat erneut “die zehn wichtigsten strategischen Technologien und Trends für einen Großteil der Unternehmen” im kommenden Jahr aus seiner Sicht definiert. Als strategisch definiert Gartner dabei eine Technologie, die das Potenzial hat, in den kommenden drei Jahren signifikanten Einfluss auf die Unternehmen auszuüben. Signifikanterweise haben die Consulter Tablets, Apps und App Stores in den Top-10-Strategiekanon für 2012 aufgenommen.
- Media Tablets: Anwender können beim Mobile Computing unter einem wachsenden Angebot wählen – auch was den Formfaktor betrifft. Die Analysten glauben, dass auf absehbare Zeit keine Betriebssystemplattform, keine Größe und kein Hersteller allein dominant sein wird, so dass sich Unternehmen darauf einstellen sollten, bis 2015 ihre kritischen Anwendungen auf “two to four intelligent clients” zu unterstützen – prächtige Zeiten für die App-Programmierung! Allerdings wird auch HTML5 eine große Zukunft vorhergesagt. Die Hälfte der Lösungen, die 2011 als Native Apps realisiert werden, sollen bis 2015 als Web-Apps programmiert werden.
Organisationen benötigen laut Gartner zwei Mobil-Strategien: a) eine für Business-to-Employee (Mitarbeiter, b2e), b) eine für Business-to-Consumer (b2c). - Gartner prophezeit überdies, dass sich das Nutzerinterface-Paradigma fundamental ändern wird: Von Fenstern, Icons und tabellarischen Menüs hin zu Gestensteuerung, Touch, Sprachsteuerung (vgl. “Siri”), verbesserter Suche und Video.
- Mobile App Stores: Bis 2014 werden laut diesem Forecast pro Jahr über 70 Millarden mobile Anwendungen aus Mobile App Stores heruntergeladen. Dabei soll sich der Fokus zunehmend von einem reinen Endverbraucher- zu einem auch-Unternemens-Einsatz-Phänomen verschieben, woraus auch Unternehmens-App Stores resultieren.
Weitere Top 10 Technogies and Trends: “Internet of Things” (IoT; inklusive u.a. Near Field Communication [NFC] und Bilderkennung/-verarbeitung); Green IT; Cloud Computing.
Eine weitere interessante Gartner-Prognose besagt, dass Unternehmen bis zum Jahr 2015 50 Prozent ihrer Internetverkäufe über ihre Social Media-Auftritte und ihre mobile Apps generieren werden.
Mobiles Internet, Apps u. Widgets = wichtigste Mobiltechnologien
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat zehn Mobiltechnologien identifiziert, die sich ihrer Auffassung nach bis zum Jahr 2011 stark weiterentwickeln und daher einen großen Einfluss auf kurzfristige mobile Strategien von Unternehmen haben werden oder haben sollten. Investitionen in Anwendungen und Technologien für mobile Endgeräte steigen laut Gartner grundsätzlich bis zum Jahr 2011 an, da Unternehmen sich von der Wirtschaftskrise erholen und ihre Ausgaben sowohl im mobilen b2e- (business to employee) als auch im b2c- (business to consumer) Bereich wieder hochfahren.
Die zehn Mobiltechnologien sind: 1. Bluetooth (“3″: 802.11, “4″: low energy mode LE f. d. Kommunikation m. externen Sensoren u. Peripheriegeräten), 2. Mobiles Internet, 3. Mobile Widgets (Vorteil: niedrigere Einstiegshürde als bei nativen Apps, Nachteil: noch wenig standardisiert), 4. plattformunabhängige mobile Application Development (AD) Tools (wer hätte die nicht gern?!), 5. App Stores, 6. Enhanced Local Awareness (GPS, LBS), 7. Cellular Broadband, 8. Touchscreens (die von Gartner bei 60% der 2011 in Westeuropa und Nordamerika ausgelieferten Geräte erwartet werden), 9. Machine to Machine (M2M, Gartner spricht von einem zwar fragmentierten Markt, der aber mit 30% jährlich wächst. Beispiele: Smart Grid, Smart Meter), 10. geräteunabhängige Sicherheitstechnologien (Hosted security services, Network Access Control).
Der vollständige Bericht “Ten Mobile Technologies to Watch in 2010 and 2011″ kann hier erworben werden.
Markt für Touchscreen-Mobilgeräte wird sich 2010 nahezu verdoppeln
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird der weltweite Markt für Mobilgeräte mit Touchscreen 2010 362,7 Millionen Einheiten übersteigen. Das würde einem Wachstum von 96,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009 entsprechen, in dem 184,3 Millionen Stück weltweit abgesetzt wurden. Per Touchscreen bedienbare Mobilgeräte werden laut Gartner bis zum Jahr 2013 58 Prozent aller Mobilgeräteverkäufe weltweit ausmachen und mehr als 80 Prozent in entwickelten Märkten wie Nord Amerika und West Europa. Zum Report “Forecast: Touchscreen Mobile Devices, Worldwide, 2006-2013″ geht es hier.
iSupply: 416 Mio. internetfähige Mobiles bis 2014
Die mobile Internetnutzung steigt rasant an. Für das laufende Jahr rechnet iSuppli mit 219 Millionen verkauften internetfähigen Endgeräten, 2012 sollen es bereits 416 Millionen sein, so ein kostenpflichtig auf horizontstats verfügbarer Forecast.
zur Studie
Forecast: Video steigert mobilen Datenverkehr auf 3,6 EB
Laut eines Berichts von Cisco Visual Networking wird Video den mobilen Datenverkehr bis 2014 auf 3,6 Exabyte pro Monat bzw. 40 EB im Jahr aufpumpen. Letztjährige Vorhersagen von ABI Research hatten noch 1,6 EB/Monat prognostiziert. Sollte Cisco richtig liegen, entspräche das einem kumulierten jährlichen Wachstum von 108 Prozent. Neben Video soll laut Cisco auch die Verbreitung von Smartphones zu diesem Trend beitragen.
TK der Zukunft: Telefonie wird Nebensache
Schon 2013 werden die Netzbetreiber in Deutschland rund die Hälfte ihrer Umsätze abseits des klassischen Telefonats erzielen. Bereits heute stellen sich Festnetzriesen mit Medien- und Entertainmentinhalten als Contentanbieter neu auf. Der Trend geht dahin, einen Mix lukrativer Multimedia-Dienste über ein IP-basiertes Netz anzubieten. 2010 werden vor allen die Marktteilnehmer Wachstum erzielen, die Endkunden mit innovativen Mehrwertdiensten versorgen. Und das schneller und preiswerter als der Wettbewerb. Die großen Telekommunikationsanbieter bereiten sich beispielsweise darauf vor, indem sie Festnetz- und Mobilfunksparte zusammenführen. Dies alles sagt eine aktuelle Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting (vor)aus.
Ziel der Netzbetreiber ist, das rückläufige Geschäft mit Gesprächsminuten zu kompensieren. Denn das einstige Kerngeschäft, das Vermitteln von Telefongesprächen, bröckelt seit den letzten vier Jahren bekanntlich ganz erheblich. 2010 wird die deutsche Telekommunikationsbranche nur noch rund 60 Prozent ihres Gesamtumsatzes mit dem Abwickeln von Festnetz- und Mobilfunktelefonaten erzielen. Das ergibt eine Prognose des European Information Technology Observatory (EITO). 2006 lag der Anteil noch bei 70 Prozent. Um das Geschäft mit neuen Dienstleistungen zu forcieren, wollen sich die großen Netzbetreiber zudem stärker als bisher für Produkte externer Anbieter öffnen. Sie werden künftig deutlich häufiger mit IT-Unternehmen zusammenarbeiten. Ziel ist, Endkunden unter der eigenen Marke zusätzlich zu Telefon und Anschluss auch mit passenden Software- oder Internetdiensten zu versorgen.
Online-Werbung Teil 3: Mobiles E-Mail Marketing
Mobiler Internetzugang ist u. a. aufgrund von Endgeräten wie dem iPhone Realität und Wachstumsmarkt geworden. Ein Trend, auf den E-Mail-Marketing treibende Unternehmen jedoch noch nicht ausreichend vorbereitet scheinen. Handicaps in der Darstellung sowie besondere Nutzerpräferenzen mobiler Empfänger sind eine Herausforderung, auf die sich E-Mail-Marketer einstellen müssen, um diese wichtige Zielgruppe nicht zu verlieren. Eine Checkliste, die der eCRM Technologieanbieter artegic vorgestellt hat, soll hier Unterstützung bieten.
Bis 2012 sollen mehr als 20 Millionen Deutsche mit Handy, Smartphone und Co. ins Netz starten. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2008 – so eine Studie von Deloitte. Gartner prognostiziert, dass bis 2012 weltweit bereits rund 20 Prozent aller E-Mails mobil versendet werden. Eine Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) belegt überdies: Bereits heute nutzt jeder dritte Handy-Besitzer (35 Prozent) mobile Internetdienste wie E-Mail. Im Management-Bereich sind es bereits doppelt so viele (Quelle: Marketing Sherpa, Visto).
Die ständig fortschreitende Entwicklung der mobilen Endgeräte sorgt für eine bessere Handhabung von mobilen Internetdiensten. Dass dies in der Vergangenheit ein Hindernis war, zeigt die Nutzung mobiler E-Mails zwischen den verschiedenen Gerätetypen. Mobile E-Mails nutzen zwar nur 13,1% der Handy-Besitzer, aber 35,4% der Smartphone-Besitzer und sogar 75,4% der iPhone-Besitzer (ComScore). “Die modernen Smartphones und Netbooks mit integriertem HSDPA-Zugang haben der mobilen Internetnutzung zum Durchbruch verholfen”, so Friedrich Joussen, Präsidiumsmitglied des Hightech-Verbandes BITKOM.
Für das mobile E-Mail-Marketing ist die nach wie vor uneinheitliche Technik jedoch mit zum Teil deutlichen Handicaps verbunden. Die relativ kleine Displaygröße, der folglich geringere Umfang des darstellbaren Textes oder die abweichenden Fähigkeiten zur Darstellung von HTML können zur Herausforderung für das Marketing werden.
Aber nicht nur technische Restriktionen unterscheiden Mobile E-Mail-Marketing vom klassischen Pendant. Aus der mobilen Situation heraus entstehen vor allem andere Nutzungspräferenzen mobiler Empfänger und damit andere Anforderungen an Inhalt und Gestaltung. “Wer glaubt, Mobile E-Mail-Marketing bedeute Newsletter auf dem Handy zu lesen, liegt falsch. Mobile E-Mail-Marketing muss sich einer völlig anderen Nutzungssituation sowie technischen Restriktionen stellen, die für klassisches E-Mail Marketing zum Killer werden können,” so Stefan von Lieven, CEO der artegic AG
Die von artegic erarbeitete Checkliste beleuchtet das richtige Vorgehen bei der Planung und dem Einsatz von Mobile E-Mail Marketing. Insgesamt 19 verschiedene, erfolgskritische Aspekte werden darin ausführlich thematisiert, darunter beispielsweise Multipart-Formatierungen, mobile Landingpages oder auch mobile RSS. Die Checkliste kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Studie: 2012 knapp 2 Mrd. Mobilsurfer?
Das globale Dorf macht sich zunehmend auf die Socken: IDC-Zahlen zufolge ist die Zahl der mobilen Internetnutzer bereits auf 1,4 Mrd. Millionen gestiegen. Im Jahr 2012 sollen dann schon über 1,5 Milliarden Menschen oder rund 30 Prozent der zu erwartenden Population regelmäßige Mobilsurfer sein. So wenig belastbar, solche Forecasts ja stets sind: Bei den Marktforschern herrscht Einigkeit über deutliche Zuwächse beim mobilen Internetzugang sowie beim Segment Smartphones. IDC geht davon aus, dass 2012 bereits mehr mobile Endgeräte als die hierbei heute noch dominierenden Desktop-Rechner aufs Internet zugreifen werden. Weiter betont IDCs Bericht “Digital Marketplace Model and Forecast”, dass neben der “klassischen” Web-Nutzung (Suchen, Shoppen, E-Mail) künftig Internetportale und damit verbundene Geschäftprozesse in Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen werden.
Zur IDC-Meldung