BYOD – Potenziale für Unternehmen

Citrix Systems hat die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Umfrage vorgestellt. Diese soll beleuchten, inwiefern eigentlich für Endverbraucher / Konsumenten gedachte mobile Endgeräte im Zuge der Nachfrage nach flexibleren Arbeitsmodellen auch Einzug in die Arbeitswelt halten. Diese Erhebung zum Thema “Bring Your Own” (BYO) wurde von den Marktforschungsunternehmen YouGov und Research Now zwischen Mai und August 2011 unter mehr als 1.100 Senior Executives und IT-Verantwortlichen in Australien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA durchgeführt.

Produktivitätssteigerungen von >30 Prozent
Die Umfrage erweist laut Citrix, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zunehmend dem Druck ausgesetzt sind, ihren Mitarbeitern den Einsatz von privaten Smartphones, Tablets und anderen Geräten auch im Arbeitsalltag zu ermöglichen. Ein Viertel der befragten Unternehmen unterstützt den Einsatz am Arbeitsplatz bereits, viele von ihnen profitieren dabei von mehr Mobilität und erheblichen Produktivitätssteigerungen bis zu 36 Prozent, da ihre Mitarbeiter nun von überall und von jedem Gerät aus ihrer Arbeit nachgehen können.

Nachholbedarf bei der Sicherheit
Die Bereiche Sicherheit und Vertraulichkeit der Daten kommen jedoch häufig noch zu kurz: so verfügen 62 Prozent der Unternehmen über keinerlei Regeln und Prozesse, die den Einsatz von privaten Endgeräten kontrollierbar machen. 45 Prozent der IT-Manager haben darüber hinaus keinen Überblick über alle Geräte, die von den Mitarbeitern für berufliche Zwecke eingesetzt werden. Seitens der IT-Manager ist der Einsatz privater Endgeräten am Arbeitsplatz daher mit Skepsis verbunden: 57 Prozent von ihnen sorgen sich in diesem Zusammenhang um die Datensicherheit.

Immerhin 38 Prozent der befragten Unternehmen verfügt über Policies, die den Umgang mit privaten Endgeräten verbindlich regeln. Diese Unternehmen unterstützen meist auch flexible Arbeitsmodelle und setzen Online-Support- und Monitoring-Tools ein. Wie die Umfrage belegt, können Betriebe, die sich dieser Entwicklung schnell anpassen, deutliche Produktivitätssteigerungen von bis zu 20 Prozent verzeichnen. 17 Prozent der Unternehmen erzielten sogar noch einen höheren Zuwachs.

Weitere Ergebnisse in der Zusammenfassung:

  • Die Grenze zwischen beruflichen und privat genutzten Endgeräten verwischt zunehmend – in 56 Prozent der antwortenden deutschen Unternehmen nutzt die Belegschaft bereits private Geräte für den geschäftlichen Einsatz.
  • Unternehmen, die den Einsatz von privaten Endgeräten unterstützen, verzeichnen eine Produktivitätssteigerung von bis zu 36 Prozent.
  • BYOD etabliert sich schrittweise als Modell für KMU und Großunternehmen – bereits 25 Prozent der befragten Unternehmen unterstützen in irgendeiner Form den Einsatz von privaten Endgeräten im Geschäftsalltag.
  • 35 Prozent der Befragten geben an, ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität bieten zu müssen, bezüglich der Nutzung von mobilen Endgeräten oder der Wahl des Arbeitsplatzes.
  • 57 Prozent der Teilnehmer betrachten das Thema Sicherheit als größte Hürde für die Einführung von flexiblen Arbeitsmodellen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, von zu Hause oder unterwegs zu arbeiten.
  • 62 Prozent der Unternehmen verfügen weder über Prozesse noch Werkzeuge, die den Einsatz von privaten Endgeräten im Unternehmen überwachen, beispielsweise Mobile Device Management/Asset Management.
  • 59 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben keinen Überblick über alle Geräte, die ihre Mitarbeiter zu beruflichen Zwecken nutzen – von den darauf installierten Apps ganz zu schweigen.

Citrix bietet mit seiner “GoTo” Produktpalette Lösungen für die Verwaltung und Überwachung von Geräten, Fern-Zugriff, Online-Zusammenarbeit, IT Support sowie dem sicheren Versenden und Teilen von Dateien über mobile Endgeräte wie iPad, iPhone und Android Smartphones oder Tablets.

Paid Apps am lukrativsten

Distimo LogoDie jüngste Sonderpublikation der Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo wurde für das Mobile Entertainment Forum erstellt und exklusiv nur dessen Mitgliedern und ausgewählten Medienvertretern zur Verfügung gestellt. Es vergleicht Marktphänomene u.a. in Apples App Store (iPhone, iPad), Android Market, RIMs BlackBerry App World, Nokias Ovi Store, Palms App Catalog und Windows Marketplace for Mobile Windows Mobile 6.x bzw. neuerdings Windows Phone 7 Marketplace (WP7). Die Daten entstammen dem Januar 2011 und den europäischen Märkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland und Spanien. Zentrale, aggregierte Ergebnisse:

  • Der Durchschnittspreis der erfolgreichsten Apps liegt in den teuersten Mobile App Stores niedriger als der Durchschnittspreis sämtlicher Apps – der sensibel kalkulierte App-Preis hat also durchaus etwas mit dem Erfolg von Top-Apps zu tun.
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  • Die gebräuchlichste Preisstufe liegt unter 2 US-Dollar – außer in der BlackBerry App World, wo die meisten Apps ein Preisschild zwischen 2,00 und 2,99 US tragen.
  • Distimo_MEF_0311_Most-Popular-Categories

  • In app purchase ist gerade im Apple App Store für das iPhone ein enorm wichtiges Geschäftsmodell und ein erfolgversprechender Weg zur Refinanzierung von Apps geworden. 29 Prozent des von den erfolgreichsten Apps in Großbritannien erzielten Umsatzes wird von in app purchase innerhalb von Free Apps erzielt.
  • Distimo-MEF_0311_Erfolgreichste Geschäftsmodelle_iPhone

  • Das mit weitem Abstand auch in Deutschland erfolgreichste Geschäftmodell bezogen auf Umsatz bleibt aber die Paid App.
  • Es gibt einen Trend hin zu Business Apps. Dennoch werden weiterhin an Samstagen und Sonntagen mehr Apps als in der Woche heruntergeladen. Die “Wochenend”-Differenz liegt beim iPad noch höher als beim iPhone.

Mobile Entertainment Forum LogoDas Mobile Entertainment Forum ist nach eigener Darstellung “the global trade body of the mobile media industry. It represents the leading companies throughout the entire mobile entertainment value chain, and works on behalf of its diverse membership to facilitate industry growth, shape regulation and deliver competitive advantage to its members.” Neue Mitglieder sind willkommen. Es existiert ein MEF EMEA Chapter.

MMA: Mobiles Spenden im Aufwind

haiti_flagIm Nachgang des jüngsten Erdbebens in Haiti hat die Mobile Marketing Association (MMA) gemeinsam mit Marktforschungspartner Lightspeed Research in Deutschland, Frankreich und UK eine Erhebung durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden: 23,4 Prozent aller Befragten haben für die Erdbebenopfer gespendet. 28,4 Prozent von diesen haben dazu mobile Endgeräte verwendet, um entweder via Textbotschaft (21,4%) oder Besuch einer Internetseite (7%) zu spenden. Die MMA interpretiert diese Zahlen als klaren Trend für mobile als wichtige Plattform für spontane Hilfe.

Nach Nationen aufgeschlüsselt fand sich in Frankreich die höchste mobile Spendenaktivität, (30%), in Deutschland waren 26 Prozent mobil spendabel, gefolgt von UK mit nur 17,6 Prozent. Allerdings waren die Briten am optimischsten für die Zukunft. Befragt, ob sie sich mobil gewährte Spenden künftig vorstellen könnten, hielten 19 Prozent der befragten Briten dies für sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich, gefolgt von den Franzosen (16%) und Deutschen (11%).

MMA_logoAls zentrale Punkte für den Erfolg mobiler Spendenaufrufe hat die MMA-Erhebung u.a. ausgemacht: Garantie, dass die preisgegebene Mobilnummer (SMS) nicht ohne Erlaubnis weiter verwendet oder gegeben wird; Verdeutlichen, wie viel der gespendeten Summe tatsächlich die Opfer erreicht; Keine Vorgabe bei der Spendenhöhe.

haribo_spende_screenDie Untersuchung befasste sich leider nicht mit nativen Apps. Im deutschen App Store wäre hier beispielsweise die Fun-App von Haribo zu nennen, die bis heute erfolgreich in den iTunes Charts ist und mitgeholfen hat, über eine Million Euro für die Springer-Initiative Ein Herz für Kinder zu sammeln. Bis zum 31.03.2010 wurde die App 168.000 Mal herunter geladen. Vergleichbare App-Ansätze gibt es etwa vom Förderwerk für Kinder oder von Brot statt Böller, wo bereits durch den Kauf der App gespendet wird.

Paid Apps: 80 Dollar pro iPhone

AppsFireEntgegen anderslautender Zahlen von AdMob ist AppsFire zu der Erkenntnis gelangt, dass iPhone-Nutzer durchschnittlich 80 US-Dollar in Paid Apps investieren – “per Device”, also pro iPhone und Gerätelebenszyklus. AdMob hatte “im Schnitt neun US-Dollar monatlich” ermittelt. Für die aktuelle Untersuchung hat AppsFire anonymisiert die Daten aus Juli und August von 1.200 iPhone-Nutzern in ihrem Netzwerk erhoben und untersucht. Die Anwenderdaten stammten zur Hälfte aus den USA mit weiteren Schwerpunkten bei französischen und japanischen Nutzern.

Die untersuchten 1.200 Anwender haben über 15.000 Apps installiert – 65 pro iPhone – und dafür im Schnitt 80 Dollar ausgegeben. Techcrunch hat das mit der Zahl der tatsächlich verfügbaren Apps hochgerechnet und kommt auf 400.000.000 Dollar, die Apple mit Paid Apps umsetzt. Der Durchschnittspreis pro Paid App ist 1,56 Dollar.

iPhone vs. iTouch vs. Android

In ihrem monatlichen Report haben die Spezialisten für mobile Marketing AdMob sich auf die Verteilung von iPhone und iPod touch im von ihnen via integrierter Anzeigen betrachtbaren Netzwerk konzentriert. Verbunden mit den aktuellen Apple-Zahlen ergeben sich ff. Highlights:
1. Im Juni 2009 befanden sich 54% der iPhone und iTouch-Anwender im AdMob-Netzwerk in den USA. Im Januar d.J. waren noch 61% gewesen, was für zulegendes Wachstum außerhalb der Vereinigten Staaten spricht. Auf den Plätzen folgen England, Deutschland und Frankreich mit je 5%. Diesen Nutzungszahlen sollen ca. 13 Mio. iPhones i.d. USA und je ca. 1 Mio. iPhones in UK, D und F entsprechen.
2. Das Verhältnis iPhone zu iTouch betrug im Juni in etwa 2:1. Dieser Wert ist bereits seit mehreren Monaten stabil.

Ein weiteres spannendes Ergebnis: Mit einem Wachstum von 25 Prozent pro Monat (!) haben Android-basierende Plattformen inzwischen rd. 5% Anteil im AdMob-Netz und haben damit erstmal Windows Mobile überflügelt.
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