Progrock-App: “The ? Book” schlägt neue iPublishing-Seiten auf
Es musste ja etwas Besonderes dabei herauskommen, wenn die Spezialisten für hochwertige Mobile Apps Glanzkinder und eine der besten ProgRock- bzw. ProgMetal-Bands Deutschlands ein gemeinsames Projekt verAPPreden. Gemeint ist Seven Steps To The Green Door (SSTTGD), deren Multimedia-Konzeptalbum The ? Book für manche Kritiker zu den stärksten Veröffentlichungen des Jahres 2011 gehört. Nach dem die Erstauflage bereits ausverkauft und nachgepresst wurde und nach einer begeisternden Live-Erstaufführung folgt nun das dritte Kapitel dieser Erfolgsgeschichte – “The ? Book” geht app!
Die mobile Umsetzung des aktuellen Albums der Band um Marek Arnold (u.a. Toxic Smile, Flaming Row, Ex-Stern-Combo Meißen) vereint die Worte und Handlung des Buches sowie die begeisternde Musik des Albums auf ungewöhnliche Weise: Der Benutzer steigt aus der Eingangszene quasi selbst in das Werk ein, deren polarisierende Handlung er im Folgenden miterlebt und -gestaltet. Denn wie der Protagonist des Buches, Samuel, ist auch der App User im “empty Room” gefangen, dem er nur entkommen kann, wenn er im Labyrinth durch Torbögen geht und Türen findet. Doch das sollte man sich nicht zu leicht vorstellen, denn die Türen öffnen sich nur, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge probiert. Ein Kompass und andere kleine Hinweise stellen jedoch Hilfsmittel für findige “Helden” bereit.
Die deutsch und englisch spielbare, kostenlose iPhone App verschmilzt ganz im Sinne des aktuellen Gamification-Trends Aspekte eines Mobile Games mit der Musik und natürlich mit den Worten von Autor Thoralf Koss zu einem einzigartigen Erlebnis, über das hier nicht zu viel verraten werden soll. Lieber gleich downloaden und selbst ausprobieren!
Notifications about XING Contacts “around me” – XING Radar
Als Add-on zu (u.a.) XING hat das Berliner Start-up twofloats die iPhone App “XING Radar” entwickelt. Diese ergänzt das deutschstämmige Business Network sozusagen um eine around me-Funktion: Einwilligung in die Push-Benachrichtigung vorausgesetzt, informiert die App Nutzer automatisch, wenn Kontakte aus dem beruflichen Netzwerk, sich in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern aufhalten bzw. in diesen eintreten.
Das klappt allerdings nur, wenn diese ebenfalls die twofloats-App installiert haben – nur ein XING-Kontakt zu sein, reicht leider nicht aus. Markus Otte, Gründer und Geschäftsführer von twofloats erläutert: “Die XING AG verfügt nicht über unsere LBS Technologie – und so können wir bzw. unsere App nicht wissen, wo sich XING-Nutzer ohne XING Radar befinden. Das Ergebnis ist, dass man nicht über alle XING-Benutzer informiert werden kann, nur über weitere Nutzer von XING Radar. Am besten Sie laden Ihre Kontakte über die App zum XING Radar ein”. Das bemüht sich die App übrigens auch selbst zu tun: Vergleichbar zum Verfahren der XING AG, wenn man eine Anwendung aus deren Beta Labs ausprobiert, schreibt sie den Nutzern eine Empfehlung für sich selbst in ihre Statusmeldung – allerdings nur einmalig und insofern recht dezent gehandhabt. Wer mehr tun möchte, um den Ruf des XING Radar in die Welt zu tragen, kann dies direkt aus der App via SMS, E-Mail, Twitter oder Facebook tun, Google+ ist noch nicht integriert.
Nach einer erfolgten Benachrichtigung über die eingetretene räumliche Nähe eines Kontaktes bietet die App dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten den jeweiligen Kontakt direkt anzusprechen – entweder per Anruf, SMS oder E-Mail (soweit jeweils freigegeben). Zudem verfügt XING Radar über ein eigenes Chat-System, um kostenfreie Direktnachrichten austauschen zu können – das Instant Messaging-Modul kostet allerdings einmalig -,89 € als In-App-Purchase.
Der Name der besonders übersichtlich gestalteten App scheint klug gewählt: Man kann natürlich ohne Radar navigieren, doch wer riskiert das schon ohne Not? XING Radar übersetzt den altbekannten Gedanken hinter Google Latitude oder Apples Find My Friends und will den Nutzer darin unterstützen, bestehende Kontakte im nicht-virtuellen Leben zu vertiefen. Die App eröffnet die Chance, insbesondere Besuche von Messen, Kongressen sowie anderer Branchentreffs effektiver oder zumindest netzwerkiger zu gestalten, indem man über weitere Kontakte vor Ort informiert wird und diese kurzfristig treffen kann. Es besteht allerdings rein theoretisch natürlich auch die Gefahr, wegen ständiger Radar-Ansinnen von den längst gemachten Terminen abgelenkt zu werden. Dabei ist XING Radar bewusst als Business App konzipiert und daher “in der Basis-Version unter der Woche” nur “zwischen sieben Uhr morgens und sieben Uhr abends aktiv”.
Entsprechende eigene Einstellungsmöglichkeiten (aktive Zeiten wählen bzw. An-/Aus-Schalter, gerne auch eine spezifische Radar-Statusbotschaft wie “busy”, vgl. Skype stehen hoch auf der persönlichen Wunschliste an die Entwickler. Ebenso wie eine Erweiterung auf Kontakte von Kontakten, soweit dies datenschutztechnisch zu machen wäre. Und natürlich das Ganze noch auf Android sowie für LinkedIn
.
Selbst hat sich twofloats für Folgeversionen bereits ins Pflichtenheft geschrieben:
- Noch nicht verbundene XING-Nutzer aufgrund ihrer angegebenen Geschäftsinteressen bei örtlicher Nähe aufeinander aufmerksam machen;
- Pause- Funktion (s.o.);
- Eine sogenannte Wochenend- und Nachtschicht-Option, die besonders für die Abendgestaltung (vgl. z.B. CeBIT-Partys…) interessant sein kann.
Die Akku-Belastung durch diesen Location Based Service (LBS) soll “geringfügig” sein, da neue Standortinformationen “nur bei relevanten Ortswechseln” übertragen werden. Otte: “Wenn das Handy tagsüber, unter der Woche, nur auf dem Schreibtisch liegt dann wird nichts von der App gesendet (= kein Batterieverbrauch). Erst wenn man sich bewegt, wird der eigene Standort ins Verhältnis zu den anderen Nutzern gesetzt”. Für die Registrierung nutzt die App die Standard-XING-API, dadurch entfalle “weiterer Registrierungsaufwand für den Benutzer”, so twofloats. Die App ist “in der Einführungsphase kostenlos”. Das wird also möglicherweise nicht dauerhaft so bleiben, insofern nichts wie ran!
Ein echter PRAXISTEXT steht in Ermangelung von Radar-bewaffneten Kontakten in der näheren Umgebung und ohne besagte IM-Funktionalität noch aus. Vorläufiges Fazit aber: ****.
PS: Die Proximity Detection-Lösung von twofloats ist ausdrücklich auch für andere Projekte gedacht und einsetzbar. Die Übereinstimmungskriterien zwischen den einzelnen Nutzern oder zwischen Unternehmen und Nutzer sind laut twofloats vielfältig konfigurierbar.
“Appzug” vom iPhone-Foto gefällig?
Stets besser werdende Smartphones-Kameras (und eine Vielzahl von Foto-Apps) haben dazu geführt, dass immer häufiger die “richtige” Kamera nicht mehr mitgenommen wird. Ein Nebeneffekt ist aber auch, dass so einige der Lieblingsmotive im Fotoalbum beispielsweise des iPhone liegen. Und früher oder später will man die dann ja doch mal nicht nur auf dem Display herumzeigen sondern auch mehr oder weniger großformatig auf- oder einkleben, in die Brieftasche einlegen etc. Kein Problem mit der Free iPhone App Fotomailo. In wenigen Schritten werden die Wunschfotos zusammengestellt und die benötigte Größe (von 9er bis zum 30er Posterformat) und Qualität (matt/glänzend) gewählt. Die Lieferadresse kann eingegeben oder bequem dem Kontakte-Ordner entnommen werden.
Mit diesem Gesamtpaket aus Free App und Dienstleistung will Fotomailo das Überspielen auf den Mac oder PC sowie den Ausdruck am eigenen Farbdrucker bzw. den Gang zum Printshop ersparen. Apropos sparen: Bilder im 9er Format gibt es bei Fotomailo ab dem ersten Abzug bereits ab 0,07 Euro, das 20er Bild für nur 0,55 Euro, der Versand kostet ab 0,99 Euro.
Die Bilder werden laut Fotomailo auf hochwertigem Fotopapier von Kodak entwickelt und der Versand soll innerhalb von “2-3 Tagen” erfolgen. Die App und der Fotomailo-Service sollen konsequent ausgebaut und um neue Features erweitert werden – Anwender-Feedback dazu ist willkommen. Langfristig soll Fotomailo auf allen mobilen Plattformen präsent sein.
NB: Es ist erforderlich, der App Zugriff auf Ortsinformationen (GPS) zu gestatten, da ansonsten kein Zugriff auf die Fotoalben möglich ist. Der Grund hierfür ist, dass das iPhone zu den Fotos Geotags speichert. Fotomailo benutzt oder speichert diese Daten allerdings nicht.
Dateitransfer zwischen Android-Geräten und Computern
Die Spezialisten für Fernwartung und Online-Meetings TeamViewer stellen eine neue Version der TeamViewer Android-App für die Fernsteuerung vor: Mit dem Update der Free App ist es Nutzern der kostenpflichtigen Software TeamViewer 7 nun möglich, Dateien und Ordner von ihrem Android-Gerät auf einen Windows-, Mac- oder Linux-Computer und umgekehrt zu übertragen.
Die TeamViewer-App für die Fernsteuerung bietet von Android-Geräten aus über eine geschützte Verbindung Fernzugriff auf einen Computer. Anwender können dadurch beispielsweise Kollegen bei PC-Problemen helfen oder bei Bedarf jederzeit von unterwegs auf ihren eigenen Rechner zu Hause oder im Büro zugreifen. Mit der neuen Version der App beschränkt sich dieser Zugriff nicht mehr nur auf das Betrachten der Dateien, sondern diese können auch zwischen dem mobilen Gerät und dem stationären Computer ausgetauscht werden.
Die TeamViewer App für die Fernsteuerung ist ab sofort sowohl über Google Play als auch direkt auf der TeamViewer-Website. Private Anwender können die App ohne Einschränkung kostenlos verwenden. Beim Unternehmenseinsatz wird die App Bestandteil des TeamViewer-Lizenzmodells – und es können weitere Kosten anfallen. Die TeamViewer Fernsteuerungs-App wird auch als iOS App sowie als Vollversion für Windows-PCs, Linux-Systeme und Macs angeboten.
Evernote launcht KMU-Service
Die “Digitale Merkzettel”-Company Evernote stellt “Evernote Business” vor. Für das neue Produkt wurde der Evernote-Dienst nach eigener Aussage für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen optimiert. Aufbauend auf der Kernfunktionalität von Evernote ermöglicht Evernote Business die Zusammenarbeit und den effizienten Austausch von Informationen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Evernote Business wird ab Dezember 2012 “in ausgewählten Ländern” verfügbar sein. Die monatliche US-Gebühr beträgt 10 US-Dollar pro Nutzer für die ersten 50 Nutzer und 5 US-Dollar pro Nutzer für jeden weiteren Nutzer.
Evernote ist für viele Desktop-, Mobile- und Tablet-Plattformen – darunter Android, BlackBerry OS, iOS, WP7 u. WebOS – verfügbar und hat bereits knapp 40 Millionen Anwender. Ihre Funktionalität zur Speicherung, Synchronisierung und Suche von Informationen auf verschiedenen Geräten soll nun auch bald von kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden.
Evernote Business ermöglicht Anwender die Erstellung, den gemeinsamen Zugriff und das Abrufen ihrer Dokumente und Projekte – “unabhängig vom verwendeten Endgerät”. Evernote Business ist mit sämtlichen Funktionen von Evernote Premium ausgestattet, wie einem größeren monatlichen Upload-Kontingent, dem Offline-Notizbuchzugriff auf Mobilgeräten, einer erweiterten Notizsuche und folgenden Features:
- Sharing u. Cooperation: Erstellung eines Verzeichnisses der gemeinsamen, für alle Mitarbeiter zugänglichen Notizbücher.
- Administrationskonsole: zentrale Konsole für Administratoren zur einfachen Überwachung und Verwaltung der Konten und Zugriffsrechte aller Nutzer des Unternehmens.
- Copyright Policy: Daten in den eigens eingerichteten Business-Notizbüchern sind Eigentum des Unternehmens, Daten in persönlichen Notizbüchern gehören dem jeweiligen Nutzer.
- Dedizierter Support: Unterstützung durch einen dedizierten Customer Success Manager bei Fragen und Problemen mit Evernote Business.
- Einfache Abrechnung: Gebührenzahlung für das gesamte Unternehmen mit nur einer Kreditkarte oder Rechnung.
Evernote Smart Notebook
Ein weiteres neues Produkt beruht auf einer Kooperation mit dem bekannten Hersteller nicht-digitaler Notizbücher und kalender, Moleskine: In Kombination mit den Evernote Apps für iPhone, iPad und iPod touch sollen Ideen vom Papier in die digitale Welt transportiert werden. Mit der Kamerafunktion werden im Evernote Smart Notebook handgeschriebene Texte und Skizzen in dauerhafte digitale Dokumente umgewandelt, die in Evernote auch durchsucht und mit anderen geteilt werden können. Die Seitenkamera soll dabei automatisch die Perspektive korrigieren und den Kontrast zwischen Tinte oder Graphit und den Seiten des Smart Notebook verbessern.
Smart Sticker
Jedes Notizbuch ist mit einem Set mehrfarbiger Moleskine Smart Sticker ausgestattet, die mit einem nutzerdefinierbaren Evernote-Schlagwort verknüpft sind. Wird eine Seite mit einem oder mehreren Smart Stickers fotografiert, erkennt die Kamerafunktion der App diese Sticker und kategorisiert die digitalisierte Seite automatisch entsprechend.
Das Evernote Smart Notebook von Moleskine enthält als Bundle ein dreimonatiges Evernote Premium-Abonnement im Wert von 15 US-Dollar. Evernote Smart Notebook wird ab dem 1. Oktober 2012 im Großformat (29,95 Dollar) sowie im Taschenformat (24,95 Dollar) verfügbar, kann aber schon jetzt hier vorbestellt werden.
Lesetipp: Wired (Heft u. App)
Wikipedia, help me out please: “Wired ist ein durch eine Gruppe um Louis Rossetto und Jane Metcalfe im März 1993 gegründetes US-amerikanisches Technologie-Magazin. Das Magazin greift auch aktuelle Entwicklungen rund um Netzkultur, Architektur, Design und Politik auf. Es versteht sich als Medium der Geeks und Technik-Freaks. Wired gehört seit 1998 zum Condé-Nast-Verlag.”
Zu Testzwecken wurde uns freundlicherweise die Zweitausgabe (01-2012) zur Verfügung gestellt, die mit folgenden Titelzeilen auf dem Cover auch besonders mobileTicker-affin erscheint: “Wettrüsten – Smartphones mit Monster-Displays”, “Tumblr – Ein Mann stolpert über 800 Millionen”, “Der seltsame Fall des Kim DotCom” (Tolle, exklusive Illustrationen/Comics dazu von Rick Veitch, S. 59, 72 ff.). Die Coverstory titelt “Das Web steht vor dem Blackout – Wie es trotzdem weitergeht”. Für Spannung ist also schon mal üppig gesorgt, noch bevor man das 140 Seiten starke und aufgrund seines guten Papiers schwere Magazin erstmals aufblättert. Das Layout wirkt frisch, stark bildlastig und gefällig (eine Mischung aus alten “Datamation”-Heften und dem “IT-Director”-Stil), wenn auch teilweise nicht besonders lesefreundlich (graue Schrift im Inhaltsverzeichnis; teils sehr kleine, graue Schrift in Kästen und Bildunterschriften).
Inhaltlich gelingt vor allem durch originelle Ansätze das Kunststück, sowohl technisch interessierten Otto Normal-Lifestylern wie auch Fachleuten noch etwas zu bieten. Das wird Computerwoche & Co. nicht die (ohnehin spärlicher werdenden) Käuferfluten abgraben, stellt aber mal sicher eine mutige Bereicherung im sonst oft so piefigen deutschen Blätterwald dar. Dabei gehen die Beiträge schon aufgrund ihrer Kürze nie besonders tief. Beispielsweise die knappe Vorstellung von luluvise.com, einem Social Network nur für Frauen (“wir müssen draußen bleiben”
) hat unsereiner eben nicht auf Facebook (oder in der Brigitte), sondern hier gefunden. Oder die brillante Idee, Gebote und Verbote der Weltreligionen mal in einer Infografik zusammenzufassen (S. 24-25): alle Religionen verdammen den Ehebruch, Masturbation wird mal geduldet (Anglikaner), verdammt (Katholizismus, schiitischer Islam) oder “fast im positiven Sinne abgesegnet (im Tantra-Hinduismus)”! Das ist spannendstes Infotainment, das nebenbei noch dazu angetan ist, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen.
Relevante Themen und Autoren werden zuhauf gefunden: Etwa Amir Kassaei (DDB) zur “Markenwerbung im nächsten Zeitalter”. Oder Miriam Meckel zum personalisierten Internet (S. 44-45). Ich bin ausdrücklich nicht Meckels hier vertretener Meinung: Durch lernende Algorithmen wird uns vom “Netz” (Suchmaschinen, Soziale Netzwerke) nur noch angeboten, was uns interessiert und was wir daher ohnehin schon kennen. So würde “die Welt zu einem Hohlspiegel unserer individuellen Wünsche und Präferenzen und wir leiden irgendwann an Weltkurzsichtigkeit”. Aber lesenswert und diskussionswürdig ist das allemal.
Auch Gadgets dürfen natürlich in diesem Format nicht fehlen, doch Originalität auch hier: Auf den Schild gehoben werden etwa Technik(spiel)zeuge aus Holz (S. 54-55). Mobile Professionals dürfen sich auch auf “Das allsehende i” stürzen, Zubehör, welches das iPhone zu einem Camcorder ergänzt (S. 56-57). Der Beitrag zu “Phablets” (Zwitter zwischen Smartphones und Tablets) namens “Die Größe zählt doch” ist allerdings erwartungsgemäß nur eine bilderreiche, hübsche Doppelseite (S. 120-21) mit einem Infogehalt deutlich unterhalb entsprechender Computerbild-Aufbereitungen.
Die Erstausgabe erschien am am 8. September 2011 und wurde im Bündel mit der deutschen GQ verkauft – ein bizarres Bundling, doch das Edeltittenblatt kommt halt aus dem gleichen Verlag. Fürs laufende Jahr sind zwei Ausgaben geplant, die es auch wieder gebündelt mit der GQ geben soll. Wie es danach weitergeht, wird von den Verkaufszahlen abhängen… Die Wired-Printausgabe kostet 3,80 Euro pro Heft. Es gibt sie vorerst nur am Kiosk – zu Wired im Abonnement heißt es “im Moment gibt es diese Möglichkeit noch nicht”!

Doch stattdessen gibt es sämtliche Inhalte ja auch in einer iPad-App. Wir haben uns die kostenlos verfügbare Kennenlern- und Erstausgabe zu Gemüte geführt – und sind begeistert: Eine derartig spannende, interaktive Umsetzung von Lesestoff als App haben wir (jenseits von Flipboard) in Deutschland noch nicht gesehen. Das sieht schlicht cool aus, das macht Spaß (Vogelgezwitscher ertönt beim Aufblättern einer entsprechenden Seite), das funktioniert intuitiv und doch pfiffig (Eingebettetes Video läuft ab, wenn das iPad gedreht wird). Und da sogar einige Anzeigen interaktiv gestaltet wurden, fügt es diesen sonst hastig überblätterten Werbeträgern eine völlig neue Dimension hinzu: Gut für die Konsumenten, die Werbetreibenden und das Medium. Vermisst haben wir allerdings (im Gegensatz etwa zu in diesem Punkt beispielhaften Flipboard-Aufbereitungen) die Möglichkeit, Inhalte komfortabel zu teilen bzw. zu exportieren, auch Merk- und Anmerkungs-Funktionen scheinen zu fehlen. Trotz der ja offensichtlichen Kopierschutzproblematik vielleicht eine Anregung für Version 1.3? Version 1.2 der App unterstützt Retina-Displays. Die Erstausgabe ist wie gesagt kostenlos verfügbar, Folgeausgaben kosten (gut angelegte) 2,99 Euro.
Chefredakteur Print wie Online ist übrigens der ehemalige Ressortleiter Digital von Focus Online, Alexander von Streit. Gründungsredakteur Thomas Knüwer (u.a. indiskretionehrensache.de) unterstützt ihn als “Editor-at-Large”. Die Herren können auf Ihr Baby stolz sein – denn die deutsche Wired gehört zum Spannendsten, was man heute in Deutschland lesen kann. Fazit: **** (Print)
***** (iPad App)
Wired Deutschland, die iPad App.
Redaktionsblog: mehr Infos zu Wired Deutschland in Print/Online.
Print-Leser greifen häufiger zu Tablet-Ausgaben
Der Siegeszug der Tablet-PCs bietet den klassischen Printmedien deutliche Potenziale zur Erschließung neuer und zur (Re-)Aktivierung bestehender Kundengruppen. Denn Verlagsprodukte auf Tablets erfreuen sich großer Beliebtheit: Für fast zwei Drittel der Nutzer von iPad oder ähnlichen Geräten gehört das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften auf Tablets zur Nutzungsroutine und ist damit eine noch populärere Anwendung als die Nutzung von sozialen Netzwerken. Das geht aus einer Stude der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.
“Die Zukunft der Medien liegt zweifellos in der Digitalisierung und der Erschließung neuer Vertriebskanäle. Verlage müssen trotz hoher Startinvestitionen und langer Refinanzierungsperioden mit Formaten und Geschäftsmodellen experimentieren, um überzeugende Lösungen für alle Kundengruppen anzubieten und mittelfristig die unvermeidlichen Einbußen aus dem traditionellen Printgeschäft kompensieren zu können”, kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC.
Für die Studie befragte PwC 500 Konsumenten zwischen 18 und 64 Jahren, die ein Tablet besitzen oder zumindest regelmäßig nutzen. Über 50 Prozent der Befragten lesen Zeitungen und Nachrichtenmagazine auf dem Tablet mehrmals pro Woche oder sogar täglich.
Tablet-Besitzer ändern ihre Mediennutzungsgewohnheiten
Wer ein Tablet hat verlagert seine Mediennutzung zu Gunsten der digitalen Sphäre, Gedrucktes wird aber auch nicht sofort und vollständig aus dem Haushalt verbannt. Lediglich einer von zehn Befragten gab an, nach dem Tablet-Kauf sein Printabonnement gekündigt zu haben oder keine gedruckten Zeitungen mehr zu kaufen. Dagegen verbringen rund 20 Prozent der befragten Konsumenten durch die Tablet-Nutzung insgesamt mehr Zeit mit dem Lesen von Zeitschriften und Zeitungen.
Konsumenten, die in der analogen Welt zu den Vielnutzern von Zeitungen und Zeitschriften zählen, greifen auch auf dem Tablet besonders häufig zu ihren bevorzugten Medien. So nutzen fast 58 Prozent der Print-Zeitschriftenleser die Tablet-Ausgabe ihrer Zeitschriften oft bis sehr oft. Bei den Befragten, die keine analogen Zeitschriften lesen, gilt dies nur für knapp über 10 Prozent.
4 von 10 Nutzern zahlen schon für digitale Verlagsprodukte
Derzeit lesen die meisten Tablet-Nutzer ihre digitalen Zeitungen und Zeitschriften kostenlos (57,6 Prozent). Doch schon knapp jeder zehnte zahlt für den Einzelabruf seiner bevorzugten Pressetitel, etwa ebenso viele haben ein digitales Abonnement abgeschlossen oder eine kostenpflichte Applikation auf ihrem Tablet geladen. Eine Kombination von Print- und Digitalabo beziehen rund sieben Prozent der Befragten. Als “grundsätzlich attraktiv” bewerten das Kombiabonnement aber sogar 30 Prozent der Tablet-Nutzer.
Eine deutliche Mehrheit der Tablet-Nutzer (57 Prozent) würde pro Ausgabe einer Tageszeitung höchstens einen Euro bezahlen, mehr als jeder vierte (28,4 Prozent) sogar weniger als 50 Cent. Auf einem Gratis-Angebot besteht ein Drittel der Befragten. Auch hier kann ein Zusammenhang zwischen der Print-Titel-Nutzung und der Zahlungsbereitschaft für digitale Titel festgestellt werden: Bei den Konsumenten ohne Printabonnement kann sich fast die Hälfte nicht vorstellen, für die Tablet-Ausgabe ein Entgelt zu zahlen, bei Befragten mit Print-Abo sind es deutlich weniger mit 25 Prozent.
Kombination aus Werbung und Vertrieb verspricht Erfolg
Der Vertrieb von Paid Content mit der Werbefreiheit als zentralem Verkaufsargument hat im Verlagsbereich nur eine sehr begrenzte Wirksamkeit: Lediglich 15 Prozent der Tablet-Nutzer wären bereit, für das Ausblenden von Werbung in ihrer Tablet-Zeitung oder -zeitschrift ein zusätzliches Entgelt zu bezahlen. Neben dem reinen Vertrieb von digitalen Verlagsinhalten in Form von In-App-Verkäufen von Einzelausgaben und Abonnements können die Verlage also künftig die im Printbereich bewährte Kombination aus Werbe- und Verkaufserlösen auch auf digitale Inhalte übertragen.
Die Tablet-Ausgabe muss dabei aber einen deutlichen Mehrwert gegenüber der Printversion aufweisen: Gut sieben von zehn Befragten halten zusätzliche Hintergrundinformationen sowie ein speziell für das Tablet entwickeltes Layout bzw. Bedienkonzept für wichtig, zwei Drittel wünschen sich Videos und andere multimediale Elemente.
Facebook Page Manager
Facebook Page Manager ist jetzt auch in Deutschland erhältlich. Die für iPhone und iPad verfügbare iOS App ist definitiv nützlich für jeden, der (mehr als) eine Facebook “Fan” bzw. Unternehmensseite betreibt u. regelmäßig pflegt. Auf den ersten Blick bietet die App allerdings bis auf für mobile optimierten Zugriff auf die Statistiken (unser Bild; nur Likes, Talking about u. die hochgerechnete wöchentliche Reichweite – leider nichts zu den Zugriffen auf Einzelbeiträge) kaum etwas, was man mit z. B. HootSuite (auch hierfür ist eine iOS App verfügbar) nicht mindestens genau so gut hinbekommen würde – und dortdann noch mit Integration von beispielsweise Twitter sowie LinkedIn-Profilen! Auch die Möglichkeit, Fan-Beiträge moderieren zu können – absolute “Social”-Kernfunktionalität – wird vermisst. Darüber tröstet die Option, sich via Push-Nachrichten zu z. B. Kommentaren informieren lassen zu können, ein wenig hinweg.
Schade, die iOS-Entwickler von FB können hier leider wieder weniger überzeugen – wenn man etwa an die erheblich bessere und vor allem ungleich elegantere Facebook App f. die aktuelle Windows Phone-Version (WP7) denkt!
Im Page Manager (deutscher App-Name “Seiten”) muss man zunächst eine Page auswählen, jedwede Funktionialität – wie z. B. Zugriff auf Einstellungen, Statistiken oder Verwaltung der Administratoren – steht sodann nur für die gewählte Seite bereit. Vermisst wird aber beispielsweise die Funktion, einen Post auf mehreren Seiten gleichzeitig zu platzieren – was HootSuite schon lange kann – einschließlich des Postens auf mehrere Facebookseiten! Dennoch lohnt sich die Beschäftigung mit der App für die obengenannte Zielgruppe.
Fazit: **
Facebook Page Manager kostenlos auf iTunes laden
iLebensretter – Die App, die Leben retten kann
Mit der App iLebensretter sind Nutzer für den Ernstfall eines Brandes gut gewappnet. Die kostenlose iPhone App zeigt, wie man sich im Brandfall richtig verhält und testet sogar das erworbene Wissen mit einem animierten “Stresstest”. Überdies ist eine Notruftaste zur Feuerwehr integriert, die lebensrettende Sekunden sparen kann. Wenn es brennt gilt es, Ruhe zu bewahren. Doch das klingt einfacher als es oft ist. Daher hält iLebensretter die wichtigsten Fragen bereit, deren Antworten unbedingt an die Feuerwehr übermittelt werden sollten.
Rauchwarnmelder sind so wichtig, weil sie wertvolle Sekunden oder gar Minuten verschaffen können, indem sie vor entstehenden Bränden warnen, lange bevor Menschen sie bemerken. Auch bei diesen in jedem Haus und jeder Wohnung unverzichtbaren Geräten gibt es deutliche Unterschiede, was die Empfindlichkeit der Sensoren, die Zuverlässigkeit sowie Bedienbarkeit angeht: der ideale Rauchmelder warnt beispielsweise 30 Tage, bevor seine Batterie schwächelt und gestattet eine Funktionsüberprüfung durch einen Testknopf.
Daher hat Hekatron, führender Spezialist in Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Systemen des anlagentechnischen Brandschutzes, bei Glanzkinder die App “iLebensretter” in Auftrag gegeben. Der integrierte Rauchwarnmelder-Kalkulator hilft komfortabel bei der Berechnung, wie viele Rauchwarnmelder für ein bestimmtes Zuhause benötigt werden. Hierzu muss man lediglich die vorhandenen Räume und die ungefähre Wohnfläche in Quadratmetern angeben. Daraufhin wird der Mindestschutz (nach Landesbauordnung) sowie der Optimalschutz (gemäß Hekatron-Empfehlung) angegeben.
Store LocatorWenn die Rauchwarnmelder gekauft werden sollen, hilft die App auch bei der Suche nach Händlern und Rauchwarnmelder-Spezialisten in der Nähe (“Around Me”), bei der die Hekatron-Rauchwarnmelder “Genius” erworben werden können.
FAQs zu Rauchwarnmeldern
Eine eigene Sektion beantwortet ausführlich häufig gestellte Fragen (FAQs) zu Rauchwarnmeldern.
Gesetzliche Rauchwarnmelder-Pflicht
In zehn Bundesländern ist der Einsatz von Rauchwarnmelder bereits Pflicht. Ob das auch in Ihrem Bundesland der Fall ist, verrät die Deutschlandkarte der App (oder beispielsweise dieser Link). Auch die jeweiligen Landesbauordnungen sind enthalten.
Not quite hAPPy? Dann “App ins Glück”
“clavisio – App ins Glück” soll Nutzern dabei helfen, zu finden, was zu Ihrem persönlichen Glück gehört. Denn Glück ist eben nicht nur der Sechser im Lotto, sondern kann viel mehr sein: Eine harmonische Beziehung, Erfolg – beruflich wie privat -, eine ausgeglichene und starke Persönlichkeit, wahre Freunde, ein ausbalanciertes Miteinander in der Familie und (natürlich!) Gesundheit. Das Wichtigste dabei: Im Gegensatz zum Lotto-Sechser kann man selbst Einiges für sein persönliches Glück und Erfolg tun! Hier setzt “App ins Glück” an und versorgt diesbezüglich Suchende kontinuierlich mit zweckdienlichen Artikeln zu Themen, die mit dem Lebensglück in direkter Verbindung stehen.
Die kostenlose iPad App stellt überdies aktuelle eBooks in großzügigen Leseproben vor und bietet entspannendes Infotainment mit angenehmen Bildern und Klängen der clavisio-Videos. Diese Filme legen Wert auf konkrete Umsetzbarkeit und beleuchten realitätsnahe Themen wie “Selbstbewusstsein steigern” oder “Eine Beziehung fair beenden”, aber auch “Handy- und SMS-Sprüche”. Die Videos können inline betrachtet werden, also ohne die App verlassen zu müssen.
Der Glücks- und Erfolgsratgeber als App ist selbst erfolgreich: Von Apple als Neu und beachtenswert hervorgehoben fand sich die App gestern in den Top 75 (iPad/Lifestyle/Meistgeladen).
“App ins Glück” wurde von Glanzkinder für clavisio realisiert. Dieses Persönlichkeitsportal hält breitgefächertes Sortiment an eBook-Ratgebern bereit.
kostenloser Download – und App ins Glück!