Google Play vs Amazon Appstore
In ihrem jüngsten Report haben sich die Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo auf die beiden Großen im Android-Bereich konzentriert. Der Report “App Downloads: Amazon Appstore vs. Google Play” untersucht, wie sich Amazons Android-basierende Third Party-Plattform inzwischen gegen den Wettbewerb schlägt. Die Informationen zu Downloadzahlen entstammen Distimos AppIQ-Dienst und dem US-Markt (März 2013). Aus den Ergebnissen:
- Das Original Google Play (ehemals Android Market) ist in etwa zehn mal so groß wie Amazons Gegenangebot und sein Anteil von Free Apps ist erheblich höher.
- Auf der anderen Seite werden in Amazons Store knapp doppelt so viele Paid Apps erworben wie bei Google.
- Die erfolgreichsten 200 Apps wurden im betrachteten Monat in den USA 16 Mio. mal heruntergeladen – dies entspricht einem Umsatz von 3 Mio. US-Dollar (nur einmalige Umsätze – kein in app purchase. Die erfolgreichste Kategorie war Games/Spiele, das Top-Spiel war Temple Run 2″.
Übrigens hat Amazon gerade mit den Amazon Coins eine virtuelle Währung für den Appstore eingeführt – u.a. zum Erwerb von Paid Apps.
zur Registrierung zwecks Download von Distimo-Veröffentlichungen
Apps: 2016 ist die Hälfte hybrid
Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden hybride Apps, die ein Gleichgewicht zwischen HTML5-basierten Web-Apps und ursprünglichen Apps halten, bis zum Jahr 2016 mehr als 50 Prozent der mobilen Apps ausmachen. Dafür sei u.a. der BYOD-Trend verantwortlich und der erhöhte Druck auf Unternehmen, mobile Business Apps bereitzustellen, um den mobilen Arbeitsstilen von Mitarbeitern gerecht zu werden.
“Die hybride Architektur ist dabei außerordentlich gut für Anwendungwearen geeignet, die Unternehmen ihren Mitarbeiter bereitstellen können,” ist Van Baker, Research VP bei Gartner überzeugt. Zwar bieten native Apps in den meisten Fällen noch das Optimum an Performance und User Experience, zu ihren Nachteilen im Unternehmenseinsatz zählen jedoch die durch sie bedingte fragmentierte Landschaft aus Entwicklungsumgebungen und Werkzeugen sowie (zu) viele zu pflegende App-Versionen für die Bereitstellung von meist ein und derselben Funktionalität.
Die versprochenen Offline-Fähigkeiten von HTML5 haben bei Web-Apps laut Gartner oft enttäuscht, daher stehen nun hybride Apps vielfach im Mittelpunkt des Interesses. Besonders, wenn es um business-to-employee (b2e)-Apps geht, aber durchaus nicht nur dann: Bekannte aktuelle Beispiele für Hybrid-Apps stammen beispielsweise von Facebook, LinkedIn, Microsofts Bing-App, Netflix oder auch XING (vgl. hierzu auch die besonders nützliche Einführung von Brightcove).
Wie funktioniert das eigentlich?
Hybrid Apps werden nicht in plattformspezifischen Sprachen wie Java oder Objective-C geschrieben. Es werden hierbei viel mehr HTML5-basierte Web-Apps mit einem nativen Container zu einer hybriden mobilen Architektur verbunden, wodurch diese in die jeweiligen Stores wie App Store oder Google Play eingestellt werden können. Der Container gestattet solchen Apps überdies vollständigen Zugang auf die Geräteperipherie wie Sensorik (Kamera, Mikrofon, Beschleunigungssensor, Kompass etc.) aber auch auf Dienste wie Telefonie oder Kontakte.
Warum überhaupt dieser Aufwand?
Weil “mobile” die Voraussetzung für und Grundanforderung an alles wird – sowohl im Consumer- wie im Enterprise-Bereich. Gartner prognostiziert, dass bereits gegen Ende des laufenden Jahres Mobitelefone PCs als Hauptzugriffsmittel auf das Internet abgelöst haben werden. Weiterhin soll bis Ende 2016 der PC-Markt nach Stückzahlen nur noch die Hälfte der kombinierten Absatzzahlen von Tablets und Smartphones ausmachen. “Spätestens dann ist das Zeitalter der durch Windows-PC dominierten Unternehmens-IT vorbei,” verdeutlicht Van Baker.
Gleichzeitig wird sich Zahl und Beschaffenheit der theoretisch zu unterstützenden Plattformen voraussichtlich weiter ausweiten und ausdifferenzieren: Set Top Boxen, Smart-TV Sets und andere connected devices sowie wearable devices (Brillen wie Google Glass, Uhren/SmartWatches) kommen vermehrt hinzu etc. Trotz aller Priorisierungsbestrebungen dürfte dieser Trend durchgängige native Unterstützung schwer bis unmöglich machen.
Während also im Unternehmensbereich hybride Apps das Rennen machen sollen, glaubt Gartner aber an den Durchbruch von beispielsweise rein HTML5-basierenden Web-Applikationen im Nicht-Unternehmensumfeld bis 2015. In zwei Jahren wird sich nach dieser Prognose das Feld wie folgt aufteilen:
Consumer Apps: 40% nativ, 40% hybrid, 20% Web
Business Apps: 10% nativ, 60% hybrid, 30% Web .
Hieraus leiten die Berater die Empfehlung für Firmen ab, Kompetenzen im Bereich hybrider App-Entwicklung aufzubauen bzw. ihre Dienstleister danach auszuwählen – aber auch die Web-(App-)Entwicklung weiterzuverfolgen. Mehr zur Thematik bietet der Report “Predicts 2013: Portal and Web Technologies” der hier erworben werden kann.
Glanzkinder, die Softwarespezialisten für mobile Applikationen, beobachtet heute bereits Ansätze der beschriebenen Trends bei seinen Kunden: Während es noch 2008 (natürlich) ein reines iOS-Business war, hatten die Anfragen und Beauftragungen zum Apple-Betriebssystem bis ca. Mitte 2012 überwogen. Nach kräftiger Zunahme des Interesses an Android in den vergangenen zwei Jahren lassen im laufenden Jahr Interessenten im Bereich Business Apps immer häufiger hybride Lösungen mit Ausprägungen für ein oder mehrere Plattformen anbieten.
Jüngstes Beispiel ist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS), für den Glanzkinder eine App zum IGel-Monitor entwickelt hat. Die M-Health-Lösung verschafft schnellen Überblick über beim Arzt angebotene individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), indem ihr Nutzen und Schaden wissenschaftlich bewertet, gegeneinander abgewogen und in einer abschließenden Bewertung seitens des MDS zusammengefasst werden. Die Bewertung reicht dabei von negativ über tendenziell negativ, unklar, bis hin zu tendenziell positiv und positiv.
Darüber hinaus informiert die App über die Preisspanne von IGeL zu den alternativen Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angeboten werden. Alle Informationsangebote werden regelmäßig aktualisiert und erweitert. IGeL-Leistungen werden auf der Grundlage der Evidenz-basierten Medizin (EbM) beurteilt. Das IGES (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung) hat noch Anfang 2013 attestiert, dass der “IGeL-Monitor des MDS das derzeit umfassendste und auch hinsichtlich der Bewertungskriterien beste Informationsangebot” zur verständlichen Darstellung von Nutzen, Risiken und Unsicherheiten ist.
Die mobile Lösung wurde von Anfang an hybrid entwickelt. Bislang wurden auf dieser Grundlage Free Apps für Android und iOS/iPhone im Bereich Gesundheit u. Fitness veröffentlicht. Die technologische Basis bilden in diesem Fall PhoneGap und das jQuery Mobile Framework. Für iOS und Android kann zu 95 Prozent die identische Code-Basis verwendet werden, Anpassungen wurden nur für die Retina-Unterstützung erforderlich.
Bei allen offensichtlichen Vorteilen dieser synergetischen Programmierweise tauchten zunächst auch kleinere Nachteile auf: Da im Vergleich zu nativen Apps eine Schicht mehr verarbeitet wird, war bei “touch-events”, also Eingaben über den Touchscreen zunächst eine kleine Verzögerung zu beobachten. Doch auch dafür wurde inzwischen ein Workaround gefunden.
Glanzkinder hat auf die oben dargestellte Marktsituation reagiert und inzwischen ein eigenes “Hybrid-Labor” eingerichtet.
Die Computerwoche zur Zukunft mobiler Anwendungen
1,7 Mrd. App-Downloads ’12 in Deutschland
Der Trend zu immer stärkerer App-Nutzung für Smartphones und Tablet Computer hat sich im vergangenen Jahrweiter nochmals ausgeweitet. 2012 wurden in Deutschland mehr als 1,7 Milliarden Apps heruntergeladen. Das entspricht einer Steigerung von rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2011 wurden knapp eine Milliarde Apps installiert. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Grundlage von Erhebungen des Marktforschungsinstituts research2guidance. Fast jeder Zweite (45 Prozent) lädt und nutzt nur Free bzw. Freemium Apps. Doch bereits jeder dritte Smartphone-Nutzer (33 Prozent) installiert zumindest hin und wieder Paid Apps.
Jedes zweite Mobiltelefon in der EU ist smart
Und der Markt für Apps wächst weiter: heise.de zitiert aktuelle Erhebungen von comScore, wonach der Dezember 2012 der erste Monat war, im dem Smartphones in allen EU-Ländern mehr als die Hälfte der genutzten Mobiltelefone ausmachten – in Deutschland 51 Prozent, in UK sind sogar 64 Prozent smart. Sogar mehr als drei Viertel aller derzeit neu gekauften Geräte sind Smartphones.
New Apps On the Block
In ihrem jüngsten Report haben sich die Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo auf die Newcomer im Markt für Mobile Apps konzentriert. Der Report “The New Apps in the Crowd” untersucht die neuen Gesichter und Aufsteiger unter Apps und ihren Entwicklern im Apple App Store for iPhone sowie for iPad und Google Play im Zeitraum Oktober 2012 bis Januar 2013. Die Informationen zu Downloadzahlen und Umsätzen entstammen sämtlich Distimos AppIQ-Dienst. Aus den Ergebnissen:
- Nur zwei Prozent der 250 im Untersuchungszeitraum erfolgreichsten Publisher im Apple App Store for iPhone (USA) sind Neueinsteiger, im Vergleich zu drei Prozent bei Google Play.
- Die Neueinsteiger unter den Android-Entwicklern haben mit im Schnitt sechs Free Apps deutlich mehr als die zwei Free Apps veröffentlicht, welche die erfolgreichsten neuen Gesichter im App Store durchschnittlich an den Start gebracht haben.
- 17 Prozent der 300 Top Apps im Apple App Store for iPhone in den USA waren neue Apps, im Vergleich zu 12 Prozent bei Google Play.
- 18 Prozent aller Umsätze (inkl. in app purchase) in Google Play in den untersuchten vier Monaten ließen sich auf neue Apps zurückführen. Im App Store for iPhone scheffelten Newcomer nur 12 Prozent der Umsätze. Neue Publisher-Besen fegen in App Stores nicht besonders gut.
- Zu den erfolgreichsten neuen iPhone Free Apps gehörten Google Maps und Temple Run 2, beide erzielten über eine Million Downloads am Tag nach dem App Launch.
- Das meiste Geld verdient haben neben Temple Run auch u.a. Angry Birds Star Wars (HD) und Grand Theft Auto: Vice City – alle erlösten eine Million US-Dollar innerhalb einer Woche nach der Erstveröffentlichung.
- Um was für Volumina geht es generell? Apple hat unlängst verkündet, dass schon 8 Mrd. Dollar an iOS-Entwickler ausgeschüttet wurden. Dies stellt einen mächtigen Sprung im Vergleich zur letzten diesbezüglichen Meldung dar: Die sprach im Januar 2012 von einer Milliarde Dollar.
zur Registrierung zwecks Download von Distimo-Veröffentlichungen
Apps dürfen kosten
Wichtige Rahmenbedingungen für App-Entwickler und -Publisher: 38 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer greifen für zusätzliche Programme in die Micropayment-Tasche. Knapp jeder Zweite (45 Prozent) nutzt allerdings ausschließlich kostenlose App-Angebote, immerhin noch jeder sechste installiert überhaupt keine Apps (17 Prozent). Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM. Insgesamt installieren 83 Prozent der Smartphone-Besitzer zusätzliche Programme – das entspricht mehr als 21 Millionen Deutschen.
“Apps sind ein wesentlicher Grund für den Smartphone-Boom”, hält Tobias Arns fest, Bereichsleiter Social Media & Mobile beim BITKOM. Mittlerweile werden laut resarch2guidance weltweit mehr als 1,8 Millionen Mobile Apps für die diversen Plattformen angeboten. Kostenpflichtige Programme installiert jeder dritte Smartphone-Nutzer (33 Prozent) hin und wieder. Fünf Prozent laden sogar regelmäßig Bezahl-Apps herunter. Smartphone-Nutzer, die kostenpflichtige Apps installieren, geben pro Jahr durchschnittlich etwas mehr als 21 Euro für solche Programme aus. Für eine einzelne App sind sie bereit, im Schnitt bis zu 7,64 Euro auszugeben.
Deutscher Smartphone-Markt wächst kräftig
Laut Zahlen des European Information Technology Observatory (EITO) werden 2013 voraussichtlich vier von fünf in Deutschland verkauften Mobiltelefonen Smartphones sein. Der mit den rund 28 Mio. neu verkauften Endgeräten erzielte Umsatz soll um ein Viertel auf 8,8 Mrd. Euro steigen. Damit entfielen laut BITKOM 2013 volle 96 Prozent des deutschen Mobiltelefonmarktes auf Smartphones. Insgesamt werden im laufenden Jahr nach dieser Prognose 34,6 Mio. Handys in Deutschland neu abgesetzt.
Auch Umsätze mit mobilen Datendiensten klettern kräftig
Der Markt für mobiles Internet wird bald das mobile Telefonieren als wichtigsten Umsatzbringer für deutsche Telekommunikationsanbieter ablösen. Das Geschäft mit mobilen Datendiensten legt seit 2009 zweistellig zu, im laufenden Jahr laut EITO-Prognosen voraussichtlich um 10 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Hingegen geht seit 2006 der Umsatz mit Gesprächen via Mobiltelefon zurück, in diesem Jahr um 7 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2005 wurde noch für 19,1 Milliarden Euro mobil telefoniert. Weltweit wächst der Markt für mobile Datendienste 2013 um 15 Prozent auf 288 Milliarden Euro.
Distimo: Prize *does* matter
In ihrem jüngsten Report haben sich die Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo wie schon im Vorjahr mit dem Zusammenhang von App-Preisgestaltung und Downloadzahlen beschäftigt. Die im ff. zusammengefassten Ergebnisse sind allein schon aufgrund der von den App Stores vorgegebenen Preisstufen Durchschnittswerte: Eine Preissenkung um 1 Prozent führt im App Store (iPhone) zu fünf Tage lang um bis zu 1,2 Prozent gesteigerten Downloads. Die gleiche Rabattierung im weniger preissensitiven App Store (iPad) führt nur zu 0,7% Downloadbelebung. Bewegung in den Download-Zahlen ist weiterhin eines der Kriterien für Apples Darstellung der App Store-Ranks. Mithin ist ihre Erhöhung eines der am direktesten wirkenden Werzeuge der App Store Optimization (ASO).
Soweit es sich um Paid Apps handelt, sind von derartigen Kampagnen natürlich auch die Umsätze betroffen – im Erfolgsfall gleicht die Erhöhung der Downloadzahl die vorherige Preissenkung aber (mehr als) aus. 42% der im Distimo-Report untersuchten Preisänderungen für iPhone- und 33% derer für iPad-Apps bewegten sich in einem Rahmen von 1 bis 2 US-Dollar. Immer noch 25% bzw. 26% der Preissenkungen bzw. -erhöhungen änderten den Endpreis sogar um Beträge zwischen 2 und 3 Dollar. Im Falle der untersuchten iPhone Paid Apps konnten die Anbieter fünf Tage nach der Preissenkung im Schnitt 137% mehr umsetzen. Der Umsatz mit iPad-Apps stieg um 63%. Dabei kann die Einwirkzeit für solche Kampagnen erheblich sein, u.a. durch die Effekte von In-App-Purchase: Sieben Tage nach dem Eintreten der Preissenkung war die Umsatzsteigerung mit 159% bzw. 71% noch höher. Laut Report stiegen die kumulierten Downloads bei iPhone-Apps fünf Tage nach Preissenkungen um 1.665% und im Falle von iPad-Apps um 871%. Preiserhöhungen führten dagegen zu 46% weniger Download bei iPhone-Apps und 57% weniger bei iPad-Apps.
Mit Google Play befasste sich dieser Distimo-Report nicht, wohl aber eine Untersuchung der Distimo-Konkurrenz AppAnnie. Deren App Annie Index zeigt – neben einer generellen Verdoppelung der Entwickler-Umsätze in 4Q12 im Vergleich zum Vorjahresquartal – dass sich die Effekte von Preisnachlässen bei Android Apps weniger auf Downloads und Revenues auswirken. Dies soll daran liegen, dass es für Apps “schwerer” sei, in die Google Play Charts zu gelangen – daher der verminderte “ranking effect”.
zur Registrierung zwecks Download von Distimo-Veröffentlichungen
40 Mrd. Downloads im App Store
Apple hat heute bekannt gegeben, dass im App Store bislang insgesamt über als 40 Milliarden Apps heruntergeladen wurden – 20 Milliarden dieser Downloads fanden im vergangenen Jahr statt.
Der App Store verzeichnet über 500 Millionen aktive Accounts und erlebte im Dezember 2012 einen Rekord mit mehr als zwei Milliarden Downloads während eines Monats.
Apple zählt derzeit 775.000 zugelassene Apps für Anwender von iPhone, iPad und iPod touch. Der Anbieter will für Paid Apps über sieben Milliarden Dollar Gewinnanteile an App-Entwickler ausbezahlt haben.
Neue Business Apps braucht das Land
Einen ganzen Schwung neuer iOS-basierter Free Apps hat Glanzkinder in jüngster Zeit für seine Kunden realisiert. Die Bandbreite reicht dabei vom Bit-/Byte-Umrechner über eine Infosammlung für die Automotive-Industrie bis hin zur Fernsteuerungs-Lösung für eine Zeiterfassungs-Software. Man sieht: Produktivität und Business-Lösungen stehen derzeit besonders hoch im Mobile-Kurs.
Die Kremer Technik-App unterstützt bei der Umrechnung von gerade im Mobile-Bereich immer noch oft sehr relevanten Dateigrößen: von Bits, Bytes, über Kilobyte bis hin zu Exabyte. Brought you by R.E.T. REIFF Elastomertechnik bzw. der Kremer GmbH.
BPW Mobile ist eine mobil verfügbare Infosammlung rund um Fahrwerksysteme wie Achsen und Bremsen für die Nutzfahrzeugindustrie.
Schon etwas weiter zurück liegt der Launch von Bauen mit Holz – einer App, die den Weg zu rund 1.500 Holzbauprojekten in Deutschland weist – und der von Plötz, dem Immobilienführer Deutschland 2012.
ZEUS mobile schließlich ist eine App für die Anwender der ZEUS-Zeiterfassungs Software von ISGUS.
89% aller App Downloads sind Gratis-Apps
Laut einer aktuellen Veröffentlichung des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner werden Free Apps im laufenden Jahr 89 Prozent aller Downloads aus Mobile App Stores ausmachen. Die Anzahl der Downloads aus App Stores werden 2012 weltweit 45,6 Milliarden übersteigen, wobei kostenlose Downloads 40,1 Milliarden und bezahlte Downloads 5 Milliarden ausmachen werden. Für das Jahr 2016 sehen die Auguren 309 Milliarden Downloads voraus, von denen knapp 288 Mrd. Free Apps sein sollen.
2012 werden laut Gartner 21 Milliarden der Downloads auf Marktpionier Apple entfallen, was einem Zuwachs von 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem aktuellen Marktanteil von 25 Prozent entsprechen würde.
Für die Zukunft sehen die Analysten den Anteil der Wettbewerber steigen, doch App Store, Google Play, Amazons AppStore und der just in “Windows Phone Store” umbenannte Windows Phone Marketplace sollen den Markt weiter dominieren.
In-App-Purchase und Freemium-Modelle bleiben die erfolgreichsten Monetarisierungs-Ansätze und sollen im Jahr 2016 41 Prozent der Download-Umsätze generieren. Der In-App-Purchase-Anteil wird dazu kräftig von fünf Prozent (2011) auf 30 Prozent (2016) steigen.
Mehr Infos hier; weitere Vertiefung gibt der Report “Market Trends: Mobile App Stores, Worldwide, 2012″, der hier geordert werden kann.
Android Markets compared
Der jüngste Report der Spezialisten für Mobile App Stores von Distimo beschäftigt sich mit den verschiedenen Marktplätzen für Android Apps, die es inzwischen gibt – gibt aber nur für Googles Android Market und Amazons Appstore Zahlen. Die Daten entstammen dem US-Markt und dem Januar 2012. Aus den Ergebnissen:
- Rund die Hälfte aller Apps sind in beiden Stores verfügbar.
- Das Angebot des Android Market liegt rund 14-fach höher als das im Appstore. Allerdings holt Amazons Marktplatz schnell auf.
- Kostenpflichtige Apps sind im Android Market in der Unterzahl. In den letzten sieben Monaten hat sich die Ratio Paid Apps/Free Apps von 38 zu 32 Prozent reduziert.
- In Amazons App-Kaufhaus bilden die Paid Apps mit stabilen 65 Prozent die Mehrheit.
- Von allen Apps, die in beiden Stores angeboten werden, haben es nur 200 geschafft, im Beobachtungszeitraum mindestens 200 US-Dollar Umsatz zu generieren. Von diesen 200 warfen 42 mehr Umsatz im Appstore als im Android Market ab.
- Die Gesamtzahl der Downloads der 100 bestplazierten Apps im Appstore lag im Januar 2012 vierzehn mal höher als im Dezember 2011. Dies führt Distimo u.a. auf den Launch des Kindle Fire zurück.
- Der Durchschnittspreis der bestplatzierten 100 Paid Apps im Appstore liegt um 40 Prozent niedriger als im Android Market – aufgrund der zahlreichen Rabattaktionen des Store-Betreibers, wie Distimo vermutet (Amazon legt hier die Preise fest, nicht die Publisher/Developer).
- Es gibt natürlich inzwischen noch zahlreiche weitere Mobile App Stores, in denen Android Apps feilgeboten werden, beispielsweise GetJar, Pdassi, Handango, Handmark, PocketGear, Handster/Opera oder SlideMe. Diese haben laut Distimo aber noch nicht genug Volumen, um zu relevanten Vergleichswerten zu gelangen.

zur Registrierung zwecks Download des jeweils letzten Distimo-Reports