Neue Auswertungsmöglichkeiten im Android Market
Am Wochenende sind neue Statistik-Funktionen im Android Market aufgetaucht. Ein X/Y-Plot zeigt die Downloadzahlen über Zeit an. Auch als schnieke Kuchengrafiken aufbereitet wird darüber hinaus alles angezeigt, was die Geräte an Google zurückmelden, also beispielsweise die Version des Betriebssystems, Hersteller und Modell des verwendeten Endgerätes oder das Herkunftsland des Downloads. Verbunden mit der Angabe, wieviele der Downloads tatsächlich noch aktive Installationen (active installs; absolut und in Prozent) sind) bildet dies für das eigene Marketing und Strategieanpassungen wertvolle Infoquellen, von denen Developers/Publishers von iOS Apps bislang nur träumen können.
mobileTicker for Android etwa wird bereits zu 61 Prozent auf unter Android 2.2 betriebenen Endgeräten gelesen (2.1: 23,2%; 1.6: 14,5%). Häufigstes Endgerät ist mit 18,8% das HTC Desire, gefolgt vom Samsung Galaxy S (18,8%) und HTC Wildfire (11,6%). Schon auf Platz 5 folgt mit dem Samsung Galaxy Tab (10,1%) bereits das erste Android Tablet Tab. Das verspricht noch Einiges u.a. angesichts der Riesenwelle von angekündigten Android Tablets unter dem extra für diese optimierten Release 3.0 (Honeycomb).
Die Nutzung nach Territorien ergibt ff. Bild: 1. Deutschland (75.4%); 2. Österreich (7.2%); Schweiz (4.3%); 4. Belgien (2.9%). Es folgen Türkei, Großbritannien, USA, Portugal, Indien und Indoniesien mit jeweils 1,4 Prozent.
Android News: 2.2 zieht an 2.1 vorbei u. Altersfreigabe im Market
Google hat neue Zahlen über die Verbreitung von Android veröffentlicht. Erstmals seit der Vorstellung von Android 2.2 hat es Android 2.1 überholt. Gemeinsam kommen Android 2.1 und 2.2 jetzt auf über 80% Markanteil. Der Anteil von “Cupcake” (1.5) ist auf 6,3% gesunken. Deutlich mehr hat mi 4,6% “Donut” (1.6) verloren. Auch Eclair (2.1) musste gegenüber dem aktuellen Versionsstand Federn lassen und kommt nun auf 39,6% (-1,2). Alles auf Kosten von “Froyo” (2.2), das jetzt auf einen Anteil von 43,4% kommt, obwohl es für zahlreiche Geräte im Markt derzeit entweder noch nicht verfügbar oder gar nicht mehr geplant ist. Die nächsten Entwicklungsstufen sind dann 2.3 (“Gingerbread”; noch dieses Jahr? Vorauss. u.a. mit GoogleTV, HTML5 Audio, Near Field Communications). 3.0 (“Honeycomb”; Frühjahr 2011? exklusiv für Tablets) und 4.0 (“Ice Cream, Q411? vgl. Wikipedia).
teils via GoogleWatchBlog
Gewisse Inhalte nur für Androiden bestimmten Alters
Google hat in seinem Android-Entwicklerblog angekündigt, dass der Android Market ein System zur Altersfreigabe erhalten wird. Deutlicher Unterschied zum von Apple im App Store genutzten System der “Parental Guidance”: die Anwender sollen in einigen Wochen für jede App selbst beurteilen können, für welche Altersstufe sie geeignet ist.
Google wird dafür vier Stufen anbieten – für alle, Kinder, Teenager und nicht jugendfrei. In einem Support-Dokument wird ausführlich darauf eingegangen, wann welche Einstufung vorgenommen werden sollte. Kriterien zur Bewertung sind Alkohol, Tabak, Drogen, Glücksspiel, Hassreden, Standort, Obszönitäten, grober Humor, sexuelle und anzügliche Inhalte, Gewalt sowie von Nutzern erstellte und mithin dynamische Inhalte (user generated content) und die Kommunikation zwischen Nutzern.
Seit Ende November müssen für Entwickler für eingereichte Apps bereits selbst eine Alterseinstufung vornehmen. Bereits im Market befindliche Anwendungen und Spiele unterliegen einer Übergangsfrist von mehreren Wochen. Sobald die Alterseinstufungen auch im Android Market für die Nutzer sichtbar sind, sollen angeblich alle noch nicht bewerteten Apps vorsorglich als “nicht jugendfrei” gekennzeichnet erscheinen.
via heise.de
Die Android-Freiheit und ihre Tücken
Besitzer beispielsweise des Samsung Galaxy S müssen geduldige Menschen sein. Erst vor wenigen Tagen hat Samsung das von vielen Nutzern erwartete Update des Android-Betriebssystems auf Ende Oktober verschoben. Dabei war “Frozen Yoghurt”, kurz Froyo, schon für diesen Monat angekündigt. Nicht das erste Mal, dass Besitzer von Android-Handys etwas länger als andere auf ihr Update warten müssen. Viele können froh sein, wenn es überhaupt kommt. Denn regelmäßige Überarbeitungen der Software sind bei Android-Handys alles andere als selbstverständlich.
Googles Android ist der Freigeist unter den mobilen Betriebssystemen. Es basiert auf Linux, ist quelloffen, leicht modifizierbar und damit für manche die Rettung aller Handybesitzer vor der Versuchung Apples.
Doch die vermeintlichen Vorteile ziehen auch Nachteile mit sich. Im Gegensatz zu Apples iOS oder Nokias Symbian, zwei Betriebssystemen, die nur auf den eigenen Geräten zu finden sind, ist Android nicht an bestimmte Hersteller gebunden. Und viele der Hersteller, die es einsetzen, haben bereits mehrere Android-Handys in ihrem Programm. Und diese unterschiedliche Hardware stellt die Programmierer von Apps vor Probleme, auch wenn alle Android-Geräte Grundanforderungen erfüllen müssen. Ein kurzer Blick in die Kundenbewertungen im Android Market zeigt das Resultat: Es gibt Apps, die laufen auf manchen Geräten einfach besser als auf anderen.
Immer mehr Android-Nutzer bemängeln auch, dass die Halbwertszeit ihres Handys – jedenfalls in Sachen Software – gering ist. Wozu jetzt ein Gerät kaufen, das in sechs Monaten vielleicht nicht mehr aktualisiert wird oder, im schlimmsten Fall, bereits mit einer veralteten Version auf den Markt kommt? Die Frage ist, auch im Hinblick auf die Konkurrenz, berechtigt. Bereits Ende Mai veröffentlichte Google Android in der Version 2.2. Im Oktober soll Froyo eigentlich für Galaxy-Besitzer erscheinen. Doch Google will bereits zum Jahresende Android 3.0 anbieten. Dadurch ist ungewiss, ob das Galaxy überhaupt noch ein Update bekommt.
Doch selbst wenn der Fortschritt des Betriebssystems teilweise über sich selbst stolpert: Die Android-Fangemeinde steht geschlossen zu ihrem Roboter. Und wem es zu lange dauert, der kann sich die neue Firmware oder Betaversion eben manuell auf sein Gerät laden. Das ist kein Spaß, kostet die Garantie, aber es geht immerhin. Android macht’s möglich.
Android-Smartphones: Schon über 1/4 mit 2.2
Der aktuelle Android-Betriebssystemstand 2.2 (“Froyo”) ist bereits auf 28,7 Prozent aller Android-Smartphones installiert, 2.1 (“Flan”) auf 41,7 Prozent.

Somit läuft Android 2.x also auf 70,4 Prozent der Android-Smartphones. Das heißt aber auch, dass noch fast ein Drittel der Droiden mit einem deutlich veraltetem OS unterwegs sind, das sie u.a. von einem nennenswerten Teil der derzeit etwas über 80.000 im Android Market verfügbaren Apps ausschließt. Dies ist aber keineswegs nur der Update-Faulheit der Nutzer anzulasten: Für zahlreiche Smartphones werden seitens der Hersteller keine neuen Betriebssystem-Versionen unterstützt oder angeboten. Die Unterstützung seitens zahlreicher Hersteller ist einer der wichtigsten Pluspunkte des OS mit dem grünen Droiden-Maskottchen, die resultierende Fragmentierung des Marktes einer der Schwachpunkte.
Google-Übersicht zur Android-Versions-Verteilung
HTC Hero: Nun auch mit Android 2.1
Auf Android 2.1 haben Nutzer des HTC Hero lange warten müssen. Doch nun ist die aktuelle Version auch auf dem mobileTicker-Dauertestgerät angekommen. Der gesamte Update-Prozess gestaltete sich mehrstündig – hauptsächlich, da die Gerätenummer des Smartphones nicht auf der Produktseite des Herstellers gefunden wurde. Doch mit freundlicher Unterstützung von HTCs wirklich besonders kompetenter Presseagentur Trademark Public Relations ließ sich auch diese Hürde nehmen.
Zunächst muss ein für das Upgrade vorbereitendes Softwarepaket (First Package) auf den PC heruntergeladen und via HTC Sync installiert werden. Hernach meldet das Phone ein weiteres neues Upgrade und der Rest geschieht Over The Air (OTA) und wie von selbst – mit insgesamt dreifachem Reboot. Positive Überraschung: Auch wenn die geladenen Apps nicht via AppBrain o. Ä. gesichert wurden, merkt sich eine “Downloads”-Liste in der Market-App immerhin alle Apps, die man schon einmal installiert hatte. Erneut laden muss man sie dennoch.
Zu den Neuerungen gehört Bluetooth 2.1, Quick Contacts (verbesserte System App für Kontakte), eine Überarbeitung der Sense-GUI sowie diverse neue Widgets. Vor allem aber vervielfacht sich mit 2.1 die Zahl der angezeigten und herunterladbaren Apps.
Die jüngste Version des Android-Betriebssystems ist 2.2 (“Froyo”). Die bietet u.a. Flash 10.1. Froyo gibt es bereits für Googles Nexus One, nur angekündigt ist das Firmware-Update bislang für beispielsweise Motorola (Milestone/Droid), Samsung (u.a. Galaxy), HTC (Evo, Desire, Incredible), Dell (Streak).
zur HTC-Support-Seite für Europa
Adobe Flash Player 10.1 für mobile Geräte verfügbar
Der Adobe Flash Player 10.1 ist ab sofort für Anbieter mobiler Plattformen und Inhalte verfügbar. Die neue Version bietet laut Adobe eine bessere Performance und ermöglicht erstmals “ein vollständiges Weberlebnis auf Desktoprechnern und portablen Geräten”. Viele Millionen Webseiten, Spiele, Animationen, Rich Internet Applications, Datenvisualisierungen, M-Commerce-Lösungen, Mediaplayer (Musik, Videos) und vieles mehr basieren auf Flash und setzen einen kompatiblen Player voraus.
Flash Player 10.1 gehört bereits zu den beliebtesten kostenlosen Apps im Android Market, die finale Version für Smartphones und Tablets wird allen Anwendern zur Verfügung stehen, sobald diese auf Android 2.2 (“Froyo”) upgraden – soweit ihr Mobile dafür geeignet ist. Zu den Geräten, die sowohl Froyo und den Flash Player 10.1 unterstützen, werden voraussichtlich u.a. gehören: Dell Streak, Google Nexus One, HTC Evo, HTC Desire, HTC Incredible, Motorola Droid bzw. Milestone und Samsung Galaxy S. Der Flash Player 10.1 wurde außerdem weiteren Partnern zur Verfügung gestellt, um ihn auch auf Geräten auf Basis von Android, BlackBerry OS, webOS (Palm bzw. HP), zukünftigen Versionen von Windows Phone, LiMo, MeeGo und Symbian (Nokia) zu integrieren. Diese Unterstützung wird voraussichtlich im Laufe der kommenden Monate als Over-the-Air-Download oder in Form einer Vorinstallation auf den Geräten verfügbar sein.
Neue Funktionen
Der überarbeitete Flash Player 10.1 unterstützt aktuelle Interaktionsmethoden und spezifische Eingabe-Modelle. Der Support von Beschleunigungssensoren ermöglicht es Nutzern, Flash-Inhalte im Quer- oder im Hochformat zu betrachten. Mit einem neuen Zoom können Nutzer Inhalte bis hin zum Vollbildmodus skalieren. In enger Zusammenarbeit mit nahezu allen Geräteherstellern und Plattformanbietern wurde die Performance optimiert, um CPU und Batterie effizient zu nutzen.
Demo-Videos (die aber wie Flash insgesamt nicht auf Apple Mobiles laufen)
Report: Fragmentierter Android-Markt
Die von Google übernommenen US-Spezialisten für mobile Advertising AdMob haben für Ihren aktuellen AdMob Mobile Metrics Report sowohl das “Android-Ökosystem” unter die Lupe genommen wie auch die einzelnen Generationen von unter iPhone OS betriebenen Apple-Endgeräten nach durch sie erzeugten Traffic im AdMob-Netzwerk aufgeschlüsselt. Aus den Ergebnissen:
96 Prozent des Android-Traffics gehen auf 11 Endgeräte zurück (vgl. Grafik). Zum Vergleich: im September 2009 waren es nur zwei Android-Geräte. Die Android-Versionen 1.5 (“Cupcake”: 38%), 1.6 (“Donut”: 26%) und 2.0/2.1 (“Eclair”/”Froyo”: 35%) dominieren den Markt.
Auf der Apple-Seite hingegen lässt sich 84% des iPhone OS-Traffic auf die Endgeräte iPhone 3GS (39%), iPod touch 2G (25%) und iPhone 3G (20%) zurückführen, wobei der Anteil des 3GS seit September 2009 um 30 Prozent zugelegt hat. Die Untersuchung beruht auf März-Daten aus dem US-Markt. Zum aktuellen Report geht es hier.
Weiterer “iPhone-Killer” von HTC?
Branchenkenner bei GSM World vermuten, dass HTC zum am 15. Februar beginnenden GSMA Mobile World Congress (MWC) u.a. eine abgespeckte Variante des für Google produzierten Nexus One vorstellen wird. Der Endpreis des Smartphones könnte 100 US-Dollar günstiger als beim Googlephone liegen, aber dennoch Qualcomms schnellem Snapdragon-Prozessor, einen 3,7-Zoll-AMOLED-Bildschirm sowie eine 5 Megapixel-Kamera mit Video (m. DivX- und Dolby-Unterstützung?), Autofokus und Blitz mitbringen. Das Gerät wird vermutlich unter Android 2.1 (“Froyo”, “Flan”?) betrieben. Der Vertrieb könnte wie üblich – aber im Gegensatz zu Googles bisherigem Verfahren beim Nexus One – über lokale Carrier laufen, gerüchteweise sind dies in den USA Verizon und in UK Vodafone.