Mobile-freundliche Kommunikation Fehlanzeige
Laut der aktuellen Studie “Smart Marketing – Mobilising your brand”, beauftragt von den PR-Dienstleistern von Weber Shandwick und durchgeführt von KRC Research) vernachlässigen Marken ihre mobile Kommunikation und damit den direkten Draht zu relevanten Zielgruppen. Die Interaktion mit Verbrauchern via Smartphone ist eine große Herausforderung für Marken und Unternehmen. Die aktuelle Befragung zeigt laut Weber Shandwick, dass internetfähige Mobiltelefone inzwischen das beliebteste Medium für den Kontakt mit Marken sind: 45 Prozent der Befragten geben an, bevorzugt mit Unternehmen zu arbeiten, die eine Interaktion via Smartphone ermöglichen. Dennoch schöpfen viele Firmen das Potenzial einer engen Vernetzung mit dem Kunden nicht aus.
Das Smartphone stellt für den Verbraucher einen zentralen Bestandteil seines Alltags dar. Es dient häufig zur ersten und einzigen Kontaktaufnahme mit Marken und Unternehmen. Doch die zugesprochene Aufmerksamkeit und Höhe der Marketingbudgets für mobile Kommunikation wird noch nicht deren Bedeutung als Katalysator sozialer Inhalte und Fürsprecherschaft gerecht. Im ersten Quartal 2011 stieg der Absatz von Smartphones laut Gartner weltweit um 85 Prozent. Knapp die Hälfte der europäischen und etwa ein Drittel der deutschen Smartphonenutzer fühlen sich laut der KRC-Studie bereits “nackt” ohne ihr Mobiltelefon. Jeder vierte der europaweit Befragten checkt Informationen und E-Mails lieber auf dem Smartphone als auf dem PC, selbst zu Hause. 30 Prozent geben an, innerhalb des letzten Jahres Informationen über Unternehmen oder deren Angebote via Smartphone weitergeleitet zu haben. Damit sind Firmen-News die mobil am häufigsten geteilten Inhalte und machen Verbraucher zu wichtigen “Brand Advocates“.
In Deutschland schaut jeder siebente Smartphonebesitzer regelmäßig mit dem Handy nach Informationen über Produkte oder Unternehmen. Jeder Sechste vergleicht via Mobiltelefon Preise und Angebote online. Laut einem Drittel aller Befragten beinflussen Smartphones die Meinung über Produkte und Unternehmen sowie die Interaktion mit ihnen. 57 Prozent der deutschen Smartphonenutzer denken beispielsweise positiver über Firmen, wenn deren Websites auf Mobiletelefonen abrufbar sind, von allen europäischen Studienteilnehmern sagen das 71 Prozent.
Negative Smartphone-Erlebnisse schrecken Verbraucher ab
Zwei Drittel der europäischen User zählen eine schwierige Navigation und langsam ladende Websites zu den nervigsten Schwächen bei der Benutzung von Smartphones. Knapp die Hälfte findet es ärgerlich, keine Informationen über Unternehmen in der Umgebung zu finden. Mit 45 Prozent auf Platz eins der europäischen Verbaucherwunschliste für mobile Kommunikation stehen Websites, die mit dem Smartphone einfach und problemlos zu nutzen sind. Leider wurde die (Nicht-)Verfügbarkeit von Mobile Apps als Zufriedenheits-Kriterium offensichtlich nicht abgefragt.
Die Ergebnisse der Studie stammen aus einer Befragung von insgesamt 2.000 Smartphone-Nutzern im Alter von 18 Jahren und älter – jeweils 400 Personen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und UK. Die Studie wurde als Onlinebefragung im Zeitraum vom 31. März bis 14. April 2011 durchgeführt.
2011 verdoppelt sich der Markt für Mobile Ads
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird der weltweite Umsatz mit mobiler Werbung im Jahr 2011 3,3 Milliarden US Dollar betragen. Das ist mehr als doppelt so viel im Vergleich zu den 1,6 Milliarden US Dollar in 2010. Bis zum Jahr 2015 wird der Umsatz 20,6 Milliarden US Dollar betragen, aber nicht alle Formen der mobilen Werbung werden die gleichen Möglichkeiten bieten. Suchfunktionen und Karten werden den größten Umsatz erzielen, während Video- und Audio-Werbung am schnellsten wachsen werden. Die Region Asia/Pacific bleibt die größte, jedoch werden Nordamerika (28% des Gesamtmarktes bis 2015) und Westeuropa (25%) am stärksten wachsen.
Mehr Infos im Report “Forecast: Mobile Advertising, Worldwide, 2008-2015″, der hier geordert werden kann.
Tablets für Versicherungen
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner verändert der Einsatz von Tablet-PCs die Geschäftsprozesse vieler Unternehmen. Gerade die Versicherungsbranche stehe vor zahlreichen neuen Herausforderungen durch veränderte Kundenerwartungen, neue regulatorische Anforderungen und den Einfluss neuer Technologien. Eines der Themen, die von vielen Versicherern derzeit intensiv diskutiert werden, seien Media Tablets und mobile Anwendungen sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf IT- und Geschäftsstrategie (etwa auf den Multichannel-Vertrieb). Im Fokus stehen dabei laut Gartner verschiedene Nutzergruppen: eigene Mitarbeiter im Innen- und Außendienst, Agenten und Makler sowie Endkunden. Tablet-PCs lassen sich beispielsweise aufgrund ihrer hohen Benutzerfreundlichkeit sehr einfach im Beratungsgespräch einsetzen und werden von einigen Versicherungen auch wegen ihrer innovativen Außenwirkung auf Kunden und Vertriebspartner unter Image-Aspekten geschätzt.
Media Tablets und für diese entwickelte mobile Apps werden für verschiedene Elemente der Wertschöpfungskette in einer Versicherung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Neben Beratung und Vertrieb gehören dazu beispielsweise auch das Schadensmanagement oder die Vertragsverwaltung. Angesichts einer nachlassenden Kundenloyalität/höherer Wechselfreudigkeit und eines zunehmend gesättigten Marktumfelds können Tablet-PCs und mobile Anwendungen dazu beitragen, operative Prozesse zu optimieren oder die Kundenbeziehung zu vertiefen.
mehr von Gartner zur Versicherungsbranche
Gartner: In Q111 weltweit 428 Mio. Mobilfunkgeräte verkauft
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wurden im ersten Quartal 2011 weltweit 427,8 Millionen Mobilfunkgeräte an Endverbraucher verkauft (kein Unternehmenseinsatz berücksichtigt). Dies entspricht einem Anstieg von 19 Prozent im Vergleich zu Q110. Die Smartphones überholen weiterhin den Rest des Marktes. Ein neuer, wettbewerbsintensiver Markt für mittelpreisige Smartphones wird laut Gartner zu einer breiten Akzeptanz führen und diesen Trend noch verstärken.
Der wankende Marktführer Nokia (25% Marktanteil) hat allein knapp 108 Mio. Mobiltelefone in Q111 abgesetzt. Verfolger Samsung erreicht mit knapp 69 Mio. 16,1% Anteil, gefolgt von LG (24 Mio., 5,6%) und Apple (16,9 Mio., 3,9%). Dieses Ergebnis bedeutet auch, dass Apple seine iPhone-Absätze im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln konnte. Das Apple-Phone ist jetzt in 90 Ländern erhältlich.
Nach Betriebssystemen aufgeschlüsselt, stellt sich der weltweite Smartphone-Markt wie folgt dar: Android führt mit 36 Prozent Marktanteil vor Symbian (27,6%), iOS (16,8%) und BlackBerry OS (12,9%). Alle Microsoft-Versionen (Windows Mobile 6.x und Windows Phone 7) zusammen haben mit 3,6% praktisch keine Bedeutung. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Deal mit Nokia daran etwas ändern kann. RIM hat in diesem Quartal angekündigt, seine Produktfamilien 2012 auf QNX zu überführen.
Der Report “Market Share Analysis: Mobile Devices, Worldwide, 1Q11″ kann hier erworben werden.
Tablet(ten)-Sucht: Vom iPad 2 über Galaxy, Touchpad bis zum Xoom
Plattrechner sind in wie nie: Die Marktforscher von IDC
sagen vorher, dass 2011 4,08 Tablets in Deutschland verkauft werden – also fast vier Mal
so viele wie 2010 (1,15 Mio.). Nennenswerte Marktanteile erzielen dabei bislang nur Apple und Samsung. Doch neue Anbieter und Geräte sind schon in den Startlöchern, auch wenn sich der von Markteintritt der Tablets von Dell, Acer und Sony verzögert.
Gartner: Apple iOS wird den Markt der Media Tablets bis 2015 dominieren und mehr als 50 Prozent Marktanteil in den nächsten drei Jahren haben
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird Apples iOS trotz erstarkender Konkurrenz von anderen Betriebssystemen den Tablet-Markt bis 2015 dominieren. Durch den Erfolg des iPad hat iOS im Markt für Media Tablet Betriebssysteme einen Marktanteil von 69 Prozent im Jahr 2011. 2015 soll der Marktanteil noch bei immerhin 47 Prozent liegen. Android OS kommt nach diesen Zahlen derzeit auf 20%, die der Prognose zufolge bis 2015 auf 39% ausgebaut würden. Die Zahl der nativen Apps für Android-3.0 (Honeycomb) Tablets soll übrigens aktuell erst bei etwas über 50 liegen, wie MacNews berichten. Apples iPad hatte bereits zum Start 1.000 native Apps – von den Universal Apps für alle iOS-Plattformen ganz zu schweigen. Noch wenig relevant als Tablet-Betriebssysteme bleiben vorerst MeeGo und WebOS (Palm/HP) oder QNX, das auch vom BlackBerry PlayBook genutzt wird. Laut Gartner werden Smartphone-Nutzer bemüht sein, sich – wenn überhaupt – ein Tablet mit dem gleichen Betriebssystem wie ihr Telefon zu sichern.
Weitere Infos im Report “Forecast: Media Tablets by Open Operating System, Worldwide, 2008-2015″, der hier erworben werden kann.
Media Tablets steigern die weltweiten IT-Ausgaben in 2011 um 5,6 Prozent
Laut einer weiteren Gartner-Vorhersage werden die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2011 3,6 Billionen (sic, Trillions) US-Dollar erreichen. Dies entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber 2010 mit 3,4 Billionen US Dollar. Gartner hat damit seine vorherige Prognose, in der mit einem Wachstum von 5,1 Prozent im Jahr 2011 gerechnet wurde, leicht angehoben. Tablets wie das iPad führen bereits im Jahr 2011 zu einer Erhöhung der IT-Ausgaben um 5,6 Prozent. Die IT-Ausgaben für Tablets im Unternehmenseinsatz steigen laut Gartner um 52 Prozent jährlich.
Weitere Infos im Report “Forecast Alert: IT Spending, Worldwide, 1Q11 Update”, der hier erworben werden kann. Gartner fordert CIOs hier ausdrücklich auf, Media Tablets im Unternehmen einzusetzen und eine entsprechende Strategie zu forcieren. Tips für die Einführung gibt der Gartner Special Report “iPad and Beyond: The Media Tablet in Business”, zu dem hier ein achtminütiger Podcast geboten wird.
“CIOs brauchen jetzt eine Tablet-Strategie” titelt denn auch silicon.de und zitiert eine entsprechende Studie von Forrester Research. Denn von den 15 Millionen iPads, die Apple schon 2010 verkauft hat, würden viele ins Büro mitgenommen.
Mobile Marketing wird >80% d. Verbraucher beeinflussen
Laut dem IT Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner sind digitales Marketing und die damit verbundenen Kanäle entscheidend um die abnehmende Effizienz des Massenmarketings zu meistern. Obwohl Vermarkter digitale Kanäle bereits seit über zehn Jahren zu nutzen versuchen, kamen diese bisher eher bei traditionellen Push-, Interruption- oder Massenmarketing-Kampagnen zum Einsatz als bei Strategien mit wechselseitigem Ansatz.
Bereits im Jahr 2015 sollen sich laut der Gartner-Studie mindestens 80 Prozent der Konsumenten bei ihren ins eigene Ermessen gestellten Ausgaben (im Gegensatz zu Fixkosten wie Miete etc.) von “Digitalstrategien” wie Social Marketing und Mobile Marketing beeinflussen lassen.
Die Analysten erinnern daran, dass das Internet ursprünglich zur (ausfallsicheren) Kollaboration ersonnen und aufgebaut wurde. In der folgenden Phase der fast vollständigen Kommerzialisierung gewannen Transaktionen des E- und M-Commerce die wichtigste Bedeutung. Heute aber bewege sich das Web zu seinen Ursprüngen zurück: Interaktion und Teil(hab)en.
Und dieses Netz wird immer gewaltiger: Gartner glaubt, dass bis 2014 6,7 Mrd. Endgeräte mit dem Internet verbunden sein werden. In den USA hat Mobile Marketing 2010 bereits Umsätze von 877,2 Millionen US-Dollar erzielt – ein Plus von 138 Prozent im Vergleich zu den 368 Millionen, die 2009 in dieses Mobile Business gesteckt worden waren.
Der vollständige Report “Digital Marketing: The Critical Trek for Multichannel Campaign Management” kann hier erworben werden.
Mobile BI Nr. 1: Information Builders
Business-Intelligence (BI)-Anwendungen, die bislang Workstations, PCs und Notebooks mit großen Bildschirmen vorbehalten waren, gelangen zunehmend auch auf mobile Endgeräte, vgl. etwa die hier bereits vorstellten Lösungen von MicroStrategy oder arcplan. Nun stellt auch Information Builders (IB) mit WebFOCUS Mobile BI ein Angebot für Smartphones und Tablets bereit, das “alle bedeutenden Smartphone- und Tablet-Plattformen” unterstützt. Die dazu benötigte Basistechnologie WebFocus Active Technology unterstützt die gerätespezifischen Bildschirmmenüs, Steuerelemente und HTML5 und soll so auf BlackBerry, unter Android betriebenen Smartphones und Tablets sowie unter iOS (iPhone, iPad) eingesetzt werden können. Auf dieser Basis sollen Entwickler “Berichte, Dashboards und Web-Applikationen” selbst erstellen können, die “sich problemlos an die jeweiligen Bedienoberflächen mit Touchscreens etc. anpassen lassen”.
Eine Automatic-Device-Detection-Funktion (vulgo: Browser-Weiche) soll sicherstellen, dass sich die Benutzeroberfläche automatisch an die jeweiligen mobilen Endgeräte und Browser anpasst: beispielsweise mobile Safari oder Opera. Mit den resultierenden Mobile-BI-Lösungen sollen Anwender online wie offline ortsunabhängig Businessinformationen auf ihren mobilen Endgeräten sichten, detailliert analysieren und ändern können. Ermöglicht wird dies laut Pressemitteilung durch eine standardmäßig in einer Applikation eingebettete Analyse-Engine. “Im Gegensatz zu anderen Mobile-BI-Lösungen werden dazu keine zusätzlichen Softwarelizenzen oder ein separater Mobile-Server benötigt”, heißt es weiter. Bedingt durch eine innovative Benutzeroberfläche können die Anwender laut IB mittels einer Chart Engine selbst auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm Grafiken aus den Geschäftsdaten erstellen, ohne auf vorgefertigte Schaubilder angewiesen zu sein. Mit Mobile Faves gibt es auch bereits eine Native App für iPhone u. iPad (Universal App) in Apples App Store.
IB Marktführer bei Mobile BI laut Dresner Report
Das Marktforschungsunternehmen Dresner Advisory Services hat in seiner aktuellen Studie Mobile Business Intelligence zum Einsatz von Business Intelligence auf mobilen Endgeräten das entsprechende Angebot von 20 Anbietern analysiert. Dabei wurde Information Builders u.a. aufgrund der “Unterstützung aller bedeutenden Smartphones und Tablets”, der “nahtlosen Integration in die mobilen Plattformen” und “das umfangreiche Spektrum von BI-Funktionen für mobile Endgeräte” als Marktführer bei Mobile BI eingestuft – auch wenn dies doch wohl sämtlich mehr Kriterien für eine Technologieführerschaft wären.
Dresner Advisory Services ist ein unabhängiges Marktforschungsunternehmen und Analystenhaus. Gründer und Inhaber ist Howard Dresner, ein ehemaliger Gartner-Analyst, der den Begriff “Business Intelligence” in den Neunziger-Jahren populär machte.
Unternehmen investieren ’11 in mobile Anwendungen
Laut einer neuen Studie von Kelton Research, die das SAP-Unternehmen Sybase wollen 90 Prozent aller IT-Manager 2011 in neue mobile Anwendungen investieren. Nahezu 50 Prozent der Befragten sehen überdies das Management mobiler Anwendungen ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. Daher offeriert Sybase mit dem Enterprise Mobility Guide 2011 ein 130 Seiten umfassendes Kompendium zum Thema Mobilitätslösungen im Unternehmenseinsatz. Das Dokument mit den Zielgruppen IT- und Business Manager behandelt laut Anbieter aktuelle Trends im Bereich Mobile Device Management und Anwendungsentwicklung für Plattformen wie Android, BlackBerry OS und iOS sowie populäre mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets.
Die Beiträge stammen von Mobile Business-Spezialisten aus Unternehmen wie Accenture, Google, Motorola, Orange, RIM, Samsung, Verizon, Enterprise Mobility Forum sowie natürlich Sybase und SAP. Zudem wurden über 30 Marktstudien und -prognosen von Gartner, Forrester Research, Yankee Group, Evans Data, Frost & Sullivan, CIO Strategy Forum, Computerworld und Kelton Research aufgenommen. Das Referenzwerk kann – nach vorheriger Registrierung – hier heruntergeladen oder zum Postversand bestellt werden.
Apps prägen die User Experience – auch in Zukunft
Laut dem IT Marktforschungs- und Analysten-Unternehmen Gartner werden Apps (native und Web-Apps) das Nutzererlebnis auf High-End Mobilgeräten prägen (definiert mit einem Preis von über 300 US-Dollar): Die Mobile Apps werden hiernach 2012 einen Umsatz von über 15,9 Mrd. US-Dollar weltweit erzeugen, wobei hier nur von “end-user spending” durch die Kosten von Paid Apps die Rede ist – die Entwicklungs- und Promotion-Kosten sind hier noch nicht eingerechnet. Auch Hardware-Absätze und vor allem die Werbeausgaben in diesem Bereich werden nach dieser Prognose weiter kräftig wachsen.
Die “Top 10 Consumer App Categories” aus Gartner-Sicht:
- Location-based services (LBS): Gartner geht davon aus, dass bis 2014 1,4 Mrd. Menschen Apps mit LBS Features nutzen werden. Die je nach Kontext bereitgestellten Services sollen künftig in vermehrtem Masse neben Geodaten auch Präferenzen, Geschlecht, Alter und Beruf berücksichtigen – soweit bekannt bzw. freigegeben.
- Social Networking: Die derzeit am schnellsten wachsende App-Kategorie nach Downloads, aber auch nach generiertem Traffic. Von zukünftig stark zunehmender Bedeutung wird die (auch von Mobile-Systemhäusern wie Glanzkinder angebotene) Social Media Integration durch Schnittstellen wie die Facebook Social Graph-API sein.
- Mobile Search: Die nächste Stufe sollen hier laut Gartner Search Apps sein, mit denen man direkt aus der Ergebnisliste heraus komfortabel Aktionen starten kann: Anrufen (heute schon weitgehend realisiert), Reservierung vornehmen, Preise vergleichen, kaufen.
- M-Commerce: Im Verlauf der nächsten zwei Jahre erwarten die Marktforscher die Entstehung von “mobile only”-Funktionalität, beispielsweise der Check-in in einen Webshop (wodurch der Händler informiert wird und reagieren kann) oder die Möglichkeit, Produkte durch die Aufnahme eines Fotos in einen Warenkorb zu übernehmen. Hier sieht Gartner einen eindeutigen zeitlichen Vorsprung für native Apps im Vergleich zu Web-Applikationen, die beispielsweise auf HTML5 beruhen.
- Mobile Payment: Obwohl auf Near Field Communication (NFC) beruhende Bezahlmethoden bereits im laufenden Jahr in mobilen Endgeräten realisiert werden, erwartet Gartner dies nicht vor 2015 im Mainstream, u.a. aufgrund noch bestehender Usability- und Sicherheits-Probleme.
- Context-aware Services: Kontextsensitive pps nutzen Aktivitäten, Vorgeschichte, Vorhaben, Prioritäten etc. eines Nutzers, um proaktiv mobile Dienste anzubieten (vgl. auch 1. LBS).
- Object Recognition (OR): Stets verbesserte Kameras und sonstige Sensorik bei den mobilen Endgeräten der Zukunft werden es erleichtern, die Umgebung des Nutzers (auf Wunsch) zu erkennen und zu bestimmen (vgl. auch 1. LBS) und weitere, hieraus abgeleitete Dienstleistungen zu offerieren.
- Mobile Instant messaging (MIM): Gartner glaubt, dass MIM das steinalte Versprechen der Unified Communication (UC) endlich wahrmachen könnte, in dem IP-basierende Kommunikation wie z. B. Skype alle Kommunikationsstränge integriert (vgl. auch 2. Social Media Integration).
- Mobile E-Mail: Erwartet wird ein Wachstum von 354 Mio. Anwendern 2009 auf 713 Mio. im Jahr 2014.
- Mobile Video: Gerade die größeren Displays aktueller Smartphones sowie Media Tablets sollen das jetzt schon gewaltige Wachstum mobil genutzter Plattformen wie YouTube weiter beschleunigen.
Der vollständige Report “Mobile Insight: Ten Consumer Mobile Applications to Watch in 2012″ kann hier erworben werden.
Smartphone Sales 2010: +72%
Laut dem IT Marktforschungs- und Gartner wurden im Jahr 2010 weltweit 1,6 Milliarden Handys verkauft, was einem Wachstum um 31,8 Prozent im Vergleich zu 2009 entspricht. Die Smartphone-Verkäufe an Endverbraucher stiegen um 72,1 Prozent im Vergleich zu 2009 und haben jetzt einen Anteil 19 Prozent an den gesamten Handyverkäufen in 2010 – nach diesen Zahlen wäre also jedes fünfte 2010 verkaufte Handy ein Smartphone gewesen. Andere Quellen sprechen davon, jedes vierte oder sogar jedes dritte mobile Endgerät (in Deutschland) sei bereits ein Smartphone.
Smartphone-Absatz lässt PCs hinter sich
Knapp 101 Mio. weltweit in Q410 verkauften Smartphones stehen nach IDC-Zahlen nur 92,1 Mio. PCs gegenüber (Q409: 53,9 Mio. Smartphones=. Somit hätten Smartphones erstmals den PC-Absatz überrundet!
Laut Gartner hätte der Markt ohne Nachschubprobleme bei Kamera-Modulen, Touchscreen Controllers sowie AMOLED Displays (active-matrix organic light-emitting diode) in Q4/10 sogar noch stärker zulegen können. Aufgrund des Booms bei “Media Tablets” erwartet Gartner ein Anhalten der Bauelemente-Knappheit.
Der Handy-Markt hat sich laut Gartner von 2009 bis 2010 wie folgt entwickelt: Der Marktanteil von Primus Nokia ist von 36,4 auf 28,9 Prozent eingeschrumpelt. Samsung hält sich mit von 19,5 auf 17,6 Prozent auf Rang 2 der Hersteller. LG Electronics bleibt Platz 3 trotz von 10,1 auf 7,1 Prozent gesacktem Anteil. RIM verbesserte sich marginal von 2,8 auf 3 Prozent, gefolgt von Apple mit 2,9 Prozent (entsprechend 46,6 Mio. iPhones), Sony Ericsson mit 2,6 und Motorola mit 2,4 Prozent Marktanteil.
Android schon auf Position 2 im US-Smartphone-Markt
Werden nur Smartphones betrachtet, ergibt sich folgendes Ranking: Symbian (37,6%), Android (22,7%), BlackBerry OS (16,0%), iOS (15,7%), Microsoft (4,2%), Andere (3,8%). Der vollständige Report “Competitive Landscape: Mobile Devices, Worldwide, 4Q10 and 2010″ kann hier erworben werden.