Apps: Hilfe und Fun im Alltag
Apps sind aus dem Leben von Smartphone-Besitzern nicht mehr wegzudenken: Sie verraten aktuelle Börsenkurse, den Fahrplan der örtlichen S-Bahn oder – motivierenderweise – auch das seit dem Ende des eigenen Raucherdaseins bislang eingesparte Geld. Eine repräsentative Umfrage von YouGovPsychonomics unter 1:000 Bundesbürgern ab 16 Jahren hat sich mit der Frage beschäftigt, welche Arten von Apps bei welchen Nutzern besonders gut abschneiden und besonders häufig genutzt werden.
Der Befragung zufolge verfügen bereits stolze 23 Prozent aller Befragten über ein eigenes Smartphone. 71 Prozent der befragten Smartphone-Nutzer greifen bereits wöchentlich auf Apps zurück. Jeder Dritte nutzt sie sogar täglich. Dabei stehen Apps für den alltäglichen Gebrauch besonders hoch im Kurs, in erster Linie diejenigen zur Informationsbeschaffung. 56 Prozent der befragten Nutzer sichten via Handy bereits Fahrpläne, das Wetter oder einen Routenplan. Nicht viel weniger populär ist es, über das Smartphone seine E-Mails abzurufen oder mit Handy-Spielen beispielsweise Wartezeiten zu überbrücken. Dabei steht die private Nutzung deutlich im Vordergrund. Immerhin noch jeder Zehnte nutzt Apps allerdings überwiegend beruflich.
Männer bevorzugen Infos via App, Frauen die Kommunikation
Vergleicht man die Nutzungsvorlieben von männlichen und weiblichen App-Nutzern, zeigt sich, dass Männer in erster Linie die Informationsmöglichkeiten via Apps schätzen und häufig nutzen. 59 Prozent aller befragten männlichen Nutzer nennen derartige Anwendungen an erster Stelle. Es folgen Nachrichtendienste und Apps für die Kommunikation via E-Mail. Ganz anders bei Frauen: Hier rangieren die Kommunikationsmöglichkeiten für 57 Prozent aller befragten Nutzerinnen auf Platz 1. Dahinter folgen Informationsdienste und unterhaltsame Handy-Spiele.
Generationenvergleich: Social Network-Apps bei Jüngeren hoch im Kurs
Stellt man das Alter der Nutzer in den Vordergrund, ergibt sich wiederum ein anderes Bild. Ein altersübergreifender Hit sind die Informationsdienste via App. Sie rangieren bei nahezu allen Altersgruppen im Spitzenfeld. Deutliche Unterschiede ergeben sich bei anderen Anwendungen: So weisen sich beispielsweise die 16 bis 29-Jährigen durch ein überdurchschnittliches Interesse an Apps aus, welche die mobile Nutzung sozialer Netzwerke ermöglichen. Lediglich in dieser Altersgruppe rangieren diese innerhalb der Top 3 der am häufigsten genutzten Apps. Unterhaltsame Spiele-Apps sorgen ebenfalls unter den unter 30-Jährigen für überdurchschnittliche Begeisterung, die Kommunikation via Mail steht dagegen bei den über 30jährigen App-Nutzern im Vordergrund.
Praktischer Nutzen im Vordergrund
Fragt man Nutzer nach den für sie wichtigsten Eigenschaften von Apps, nennen 60 Prozent die Funktionalität und den praktischen Nutzen als erstes. Dahinter folgen die Bedienbarkeit und der praktische Mehrwert im Alltag. Ein hoher Spaß-Faktor und der Unterhaltungswert eines Apps platzieren sich am unteren Ende der Top 5.
App Store führt Liste der Bezugsquellen an
Apples App Store steht bei den von YouGovPsychonomics Befragten an erster Stelle – 38 Prozent beziehen ihre Smartphone-Anwendungen über diesen Weg, über Samsung Apps greift jeder Fünfte auf Apps zu. Es folgen die Marktplätze Ovi Store (Nokia), BlackBerry App World (RIM) sowie der Windows Marketplace (Microsoft). Dass in dieser Befragung der Android Market erst an sechster Stelle erscheint, kann angesichts allgemein verfügbarer Downloadzahlen allerdings kaum repräsentativ sein…
Jeder 3. Deutsche bald digitaler Zeitungsleser?
Apple rennt mit seinem iPad in Deutschland offene Zeitungsportaltüren ein. So kann jedenfalls eine aktuelle Studie interpretiert werden, die das Hamburger Meinungsforschungsinstitut EARSandEYES im März 2010 im Auftrag von ING Investment Management Germany durchgeführt hat. Die Werberbibel horizont.net liest die Ergebnisse so, dass die Bereitschaft der Verbraucher, Medien digital zu nutzen, hierzulande bereits stark ausgeprägt sei. Denn obwohl Apples Tablet-PC erst frühestens Ende Mai in den hiesigen Apple-Stores bestaunt und erworben werden kann, können sich bereits heute 37 Prozent der Deutschen vorstellen, Zeitungen und Bücher künftig nur noch am Bildschirm – zum Beispiel am iPad – zu lesen.
Begründet wird die Lust an der elektronischen Lektüre mit der “einfachen Handhabung und der Flexibilität”: Für 61 Prozent der 1.000 befragten Privatpersonen ist die Funktionalität der wichtigste Grund, ihre Zeitung künftig nur noch auf dem Bildschirm ihres PCs, Tablet-PCs, Laptops/Notebooks oder iPhones zu lesen. Vor allem die 16- bis 19-Jährigen schätzen die bequeme Handhabung. Immerhin sechs Prozent der Befürworter gehen davon aus, dass es irgendwann überhaupt keine Printmedien mehr geben wird.
via horizont.net
BITKOM: Jeder 4. Internetnutzer surft mobil
Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs das Internet. Jeder fünfte Nutzer geht mit mobilen Computern wie Laptops oder Netbooks online, jeder zehnte mit dem Handy. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des BITKOM. Männer nutzen häufiger mobile Computer als Frauen. Jeder vierte Mann surft auf Reisen mit einem Laptop oder Netbook im Internet, aber nur 15 Prozent der Frauen. Dafür liegen weibliche Internetnutzer bei Smartphones leicht vorne. Elf Prozent von ihnen gehen mit den internetfähigen Handys online, gegenüber neun Prozent der Männer. Dabei gibt es zwischen den Altersgruppen extreme Unterschiede. So geht bereits jeder Sechste unter 30 Jahren mit dem Handy ins Netz, wohingegen die Über-65-Jährigen das Handy fast ausschließlich zum Telefonieren oder für andere “traditionelle” Anwendungen wie SMS nutzen.
Gründe für den mobilen Internet-Boom sind die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Netbooks, sinkende Datentarife und bessere mobile Breitbandverfügbarkeit. Nach BITKOM-Berechnungen werden dieses Jahr in Deutschland mehr als 20 Millionen mobile Internet-Endgeräte verkauft: 9,7 Millionen mobile Computer, 8,2 Millionen Smartphones und voraussichtlich mehr als 2 Millionen E-Book-Reader. “Die Grenze zwischen Smartphones und Notebooks verwischt dabei zusehends, etwa durch Endgeräte wie eReader und Tablet-PCs”, erklärt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten steigt voraussichtlich um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Schon jetzt liegt er deutlich höher als die Erlöse mit SMS und MMS zusammen.
Studie: iPad vs. andere Tablets u. eReader
Die Spezialisten für Marktforschung im Bereich digital/mobile comScore haben 2.176 Internetnutzer nach ihrem Wissensstand und Meinung zu Apples iPad sowie konkurrierenden Endgeräten befragt. Die Studie ist kostenpflichtig, im Folgenden Auszüge aus den wichtigsten Ergebnissen:
comScore hatte Konsumenten nach Ihrer Kenntnis mehrerer mobiler “eReader” und Tablet-Endgeräte sowie nach ihren diesbezüglichen Kaufabsichten gefragt. Die gestützte Bekanntheit liegt beim iPad mit 65% auf exakt gleich hohem Niveau wie bei Amazons Kindle, gefolgt vom Sony Reader (39%), dem Barnes & Noble Book (28%) und Samsungs Papyrus (11%). Die angekündigten Geräte von HP und Microsoft wurden noch offensichtlich nicht berücksichtigt. Beim tatsächlichen Erwerb liegt der Kindle mit 6% noch deutlich vor Sony (4%) und Apple (1%). Die Kaufabsicht (in den nächsten drei Monaten) stellt sich wie folgt dar: Apple (15%), Amazon (14%), B&N (10%), Sony (9%) und Samsung (8%).
Auf die Frage nach der Hauptnutzungsabsicht eines iPads (Mehrfachnennungen möglich), so sie denn eines besäßen, antworteten 50% mit Browser-/Internet-Nutzung, 48% E-Mail-Nutzung, erstaunlich hohe 38% nannten Musik hören, 37% E-Books lesen, aber auch 37% Adressbuch-Funktion, 36% Videos betrachten, 34% eNewspaper/eMags lesen. Diese Top-Aktivitäten werden gefolgt von Fotos Betrachten, Kalender-Nutzung, Spielen(30%), Apps aus dem App Store herunterladen (26%).
Die Erhebung fragte auch den Besitz von entweder iPhone oder iPad touch ab – ein Kriterium, das Befragte zu “iOwners” macht. Diese zeigen laut comScore ein signifikant anderes Kaufverhalten bei digitalen Inhalten. 52% der iOwners sind bereit, für digitale Zeitungsabonnements zu bezahlen, im Gegensatz zu nur 22% der nicht-iOwners. 3% der iOwners haben bereits ein iPad bestellt, im Gegensatz zu 1% der Vergleichsgruppe.
Weitere interessante Ergebnisse: Am meisten wünschen sich iPad-Interessenten Multitasking (43%), ein größeres Display (37%) sowie eine eingebaute Kamera (34%). Nur 22% der Befragten sagten, ein iPad werde bei ihnen voraussichtlich ein Netbook ablösen, bei 37% aber einen iPod touch! Die Untersuchung zeigt keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Die komplette Studie kann erworben werden – dazu Infos anfordern unter learnmore@comscore.com.