Lesetipp: t3n
“Mobile Hype!” – an diesem Kriegsruf auf dem witzig gemachten Cover bleibt man leicht hängen, selbst wenn man wie unsereins das Magazin dazu noch gar nicht kennen sollte. Willkommener Anlass also, dies umgehend nachzuholen.
In der aktuellen Ausgabe des Magazins widmet sich die Redaktion unter dem Motto “Mobile Hype! – Apps, Shopping, Check-In: Wir zeigen was wirklich geht” laut eigener Ausssage umfassend den weitreichenden neuen Möglichkeiten, die sich durch die Kombination aus immer leistungsfähigeren Smartphones mit GPS an Bord und günstigen Preisen für mobiles Surfen für Websitebetreiber, Shopbesitzer und Entwickler eröffnen. Insofern wird hier auch weniger ein Hype entlarvt, außer vielleicht in Jan Tißlers köstlicher Glosse zu “Location Based Zeitverschwendung”. Stattdessen werden wir bei bestmöglicher Lesbarkeit mit jeder Menge sofort umsetzbarem Hintergrundwissen versorgt.
Die News-Sektion (“Intro) ist typischerweise nicht eben die Stärke eines vierteljährlich erscheinenden Print-Produkts. Hier aber sind die Themen so sinnfällig ausgewählt (blekko, Google Boost, Scrumers, mikogo, ogone), dass dennoch etwas zur späteren Vertiefung hängenbleibt. Dies wird von “Links und Literatur” noch begünstigt, einer Link-Liste, welche jede News-Doppelseite abschließt.
Die Empfehlungen der “Blog-Highlights” werden ebenso gern genommen wie die “Hardware”-Rubrik, die in dieser Ausgabe neben Android-getriebenen iPad-Alternativen vor allem mit einem Interview mit den Verantwortlichen für Entwicklungs und Forschung bei Intel Deutschland glänzt. “Gadgets” dürfen bei diesem Titelthema natürlich auch nicht fehlen.
Die folgende Abteilung “Kommunikation” bietet ganz besonderen Mehrwert. Allein schon der Artikel über DOs and DON’Ts bei Facebook-Fanseiten kann lange Internet-Recherchen oder Buch-Lektüre ersparen. Weiter findet sich hier lesens- und lernenswertes über so verschiedene Themen wie Geotagging (inklusive eines Interviews mit Friendticker-Mitgründer Florian Resatsch), “Neuromarketing im Webdesign” oder “Social Media Monitoring”. Weitere Rubriken heben “Digitales Leben” auf den Schild oder “Technologie” (Web-Apps, viel Typo3- und Web-Programmierungsthemen). Der “Business”-Block hat naturgemäß vor allem Online Shops, Web Analytics aber auch wichtige Themen wie Recruitment im Fokus.
Ein umfänglicher Kleinanzeigenteil rundet das 164 Seiten starke Heft ab. Es unterstützt auch durch angenehme Typographie und gekonntes Layout Lesefreude, gar ein Genuss ist das prägeedruckte Zeitschriftencover. Zielgruppe des Magazins mit (nicht IVW-geprüfter) Auflage von 20.000 Expl. sind “Entscheider”, Marketing-Experten und Webworker. Die Einzelausgabe kostet 9,80 Euro, das Jahresabonnement (vier Ausgaben) 35 Euro. Falls – wie zu vermuten steht – sich das heutige redaktionelle Profil aus so etwas wie “Typo 3 News” entwickelt hat, kann man dem herausgebenden Verlag yeebase Media nur gratulieren. t3n ist eine erfreuliche Ausnahme im üblichen Fachpressemief (eine Anzeigenseite Anzeige korrespondiert stets mit einer Seite gekaufter Redaktion bzw. “Promotion” für das gleiche Unternehmen). Das Blatt wird erkennbar mit soviel Sachkenntnis wie Engagement gemacht. Fazit: *****
t3n – Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 22 u. Subskriptionsmöglichkeit
Smartphones und die Risiken
Der weltweite Absatz von Smartphones hat sich u.a. laut Gartner im letzten Jahr weltweit verdoppelt; allein in Q310 wurden weltweit 80 Mio. Stück verkauft. Ein aktueller Bericht der EU-IT-Sicherheitsagentur ENISA über die Sicherheitsrisiken und Vorzüge von Smartphones preist die Vielzahl ihrer Funktionen, beispielsweise als kontakt- und bargeldlose Brieftasche, als Kamera- oder Videotelefon, als Barcode Reader, als E-Mail-Client oder als Zugangsweg zu sozialen Netzwerken – weist aber ausdrücklich auf die mit dieser Funktionsvielfalt verbundenen Risiken hin. “Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Smartphones für Unternehmen, Regierungen und Bürger in der EU ist es unserer Meinung nach entscheidend, ihre Sicherheits- und Datenschutzimplikationen zu ermitteln”, betont Prof. Dr. Udo Helmbrecht, Geschäftsführender Direktor der ENISA.
Zu den wichtigsten mit Smartphones verbundenen Risiken gehören laut Bericht:
- Unabsichtliche Weitergabe vertraulicher Informationen beispielsweise
durch GPS-Daten auf Bildern. - Datendiebstahl durch Schadprogramme und von entwendeten,
verlorenen oder stillgelegten Telefonen. - “Dialer” – Einwahlprogramme, die mittels unberechtigter
Telefonanrufe Geld entwenden (eigentlich aber keine auf Smartphones beschränkte oder gar für diese typische Problematik, d. Red.). - Überlastung der Netzwerkinfrastruktur durch Smartphone Apps.
Bezüglich der Vorzüge hebt der Bericht hervor, dass Datensicherungen häufig sehr gut in Smartphone-Plattformen integriert sind, wodurch es relativ einfach ist, Daten im Falle des Verlusts oder Diebstahls des Telefons wiederherzustellen (vgl. iTunes). Ein weiterer Vorteil besteht in der Nutzung von App Stores: “Die meisten Nutzer von Smartphones installieren Software von Drittanbietern über kontrollierte Software-Vertriebskanäle”, erklärt Dr. Marnix Dekker, Ko-Autor des Berichts.
Wichtigster Bestandteil des Berichts ist eine Liste mit Strategien zur Sicherung von Smartphones, gegliedert nach Empfehlungen für Unternehmen, leitende Beamte und Verbraucher.
Download des kpl. ENISA-Berichts (PDF)
Aktuelle Untersuchungen der Virenanalysten von Trend Micro stützen die ENISA-Einschätzung vom bedrohten Smartphone und fügen das Szenario der von Smartphones ausgehenden Bedrohungen hinzu: Cyberkriminelle werden danach ihren Wirkungsbereich 2010 dank mobiler Geräte, Cloud-Computing und sog. Social-Engineering-Taktiken bedeutend ausweiten können.
Hauptquelle von Schadsoftware wird dabei das (mobile) Internet bleiben: Über 80 Prozent der gängigsten Malware verbreitet sich auch künftig über das Web. Noch sind laut Trend Micro noch nicht viele Angriffe auf mobile Geräte zu verzeichnen – dank des diversifizierten Marktes und der Vielfalt von Betriebssystemen und Geräteplattformen. Aber da neue Plattformen immer mehr Marktanteile erlangen, wird die Malware-Industrie auf der Suche nach Sicherheitslücken und Designfehlern in den neuen Systemen ihre Angriffe darauf konzentrieren: So gibt es beispielsweise bereits ein Proof-of-Concept für Android, und erfolgreiche Angriffe auf dieses Betriebssystem seien daher zu erwarten.
App simuliert die Fahrt mit einem Elektroauto
Die deutsche Technologie- und Innovationsberatung Invensity hat eine Smartphone-App konzipiert die während Alltagsfahrten im eigenen Fahrzeug das Verhalten eines Elektromobils simuliert – in Sonderheit natürlich bezüglich der Batterie. Damit soll eine wichtige Hilfestellung für eine fundierte Kaufentscheidung gegeben werden: Interessierte Autofahrer können in Ruhe testen, inwieweit ein Elektroauto in ihren individuellen Alltag passen würde. Für Automobilhersteller und Vertriebsorganisationen könnte der E-Mobil-Simulator ein Instrument sein, um die momentan noch bestehende Hemmschwelle der Verbraucher zu senken.
Der Simulator wird als Applikation auf das eigene Smartphone geladen (noch nicht im App Store verfügbar!) oder wird Kaufinteressenten beispielsweise als Stand-alone Device zur Verfügung gestellt. Der Simulator wird im eigenen Fahrzeug arretiert und nimmt auf Knopfdruck bzw. Fingertouch die Arbeit auf. Dazu werden Sensoren-Werte wie Beschleunigung, Neigung oder GPS-Koordinaten gesammelt und ausgewertet. Auf dem Display wird kontinuierlich angezeigt, wie sich beispielsweise der Verbrauch, die Reichweite und die Kosten bei gleicher Fahrweise mit einem Elektromobil verhalten würden. Auch Ladestationen in der Nähe werden angezeigt. Letztere Daten könnten auch Betreiber solcher Stationen für den effizienten Ausbau ihres Netzes nutzen. Für 2011 ist der erste autarke Prototyp des Stand-alone Device geplant.
Mit ihrer Idee für diesen Simulator hat Invensity übrigens den internationalen Innovationspreis des Network of Automotive Excellence (NoAE) gewonnen. Der NoAE-Wettbewerb prämiert die 30 besten Ideen rund um das Automobil. Der E-Mobil-Simulator gewann den Preis in der Kategorie “Kommunikation und IT im Fahrzeug”.
Einen ersten Schritt hin zu einem E-Mobil-Simulator als App hatte übrigens Glanzkinder bereits Anfang 2010 mit seinem für den Emobility-Pionier e-WOLF realisierten Reichweitenrechner für Elektromobile getan.![]()
zu eMobileTicker, einem wie mobileTicker im Hause Glanzkinder gegründeten, aber ganz auf das Thema Elektromobilität spezialisierten Medium, das heute vom Bundesverband Emobilität e.V. weitergeführt wird.
Branchen-Special: Gesundheits-Apps
2011 wird jedes dritte bei uns verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone sein. Apps gab es zwar schon lange – von Nokia und anderen. Doch Apple gebührt das Verdienst, mit der Entwicklungsmöglichkeit von Apps für seine Plattformen so etwas wie ein neues Wirtschaftsfeld eröffnet zu haben. Dieses kann interessante Wachstumsraten vorweisen: In Deutschland lag im Jahr 2009 der Umsatz, der mit mobilen Apps erzielt wurde, bereits bei 190 Millionen Euro. Für 2010 wird ein Umsatz von 343 Millionen Euro prognostiziert.
Für den Bereich der Gesundheit ergeben sich hier sowohl für die Wirtschaft als auch für die Konsumenten neue Möglichkeiten. Schon jetzt informiert sich bereits mehr als die Hälfte der Bundesbürger über Gesundheitsthemen online. Daran haben auch Apps einen nicht zu unterschätzenden Anteil, der mit der Weiterverbreitung von Smartphones in naher Zukunft steigen wird. Momentan spielen gesundheitsbezogene Apps eine eher untergeordnete Rolle – noch, wie ein lesenswerter Report vom Institut Arbeit und Technik Gelsenkirchen (IAT) darstellt: Hiernach zeigt ein Blick auf die Wachstumsraten der vergangenen Monate einen deutlichen Anstieg bei entsprechenden Neuentwicklungen: In Apples App Store hat sich beispielsweise die Anzahl der gesundheitsbezogenen iOS-Apps allein im Zeitraum Februar bis September 2010 um fast 3.000 Apps auf 7.136 erhöht.
Googles Android Market fasst diese in der Kategorie „Gesundheit“ zusammen, der App Store unterscheidet noch die Kategorien „Gesundheit & Fitness“ sowie „Medizin“. Dahinter verbergen sich für den deutschen Markt 628 bzw. 725 angebotene Programme (Stand: 12.11.2010). Das Angebot beinhaltet dabei sehr verschiedene Dinge: Gesundheitslexika, Schrittzähler, Rückenschulen, 3D-Modelle menschlicher Körperteile, BMI- oder Broteinheiten-Rechner, Medikamentenlisten oder Pollenflugkalender.![]()
Dennoch ist das Feld der Apps für die Gesundheitsbranche laut IAT noch kaum erschlossen. Generell lassen sich dabei die beiden Themenschwerpunkte “Medizin” und “Lifestyle” (bzw. “HealthStyle”) identifizieren. Ob Gesundheitslexikon, Fachinformationen für medizinisches Personal, Blutdrucktagebücher, Yoga-Übungen oder Laufdatenanalyse mit Hilfe von GPS – die Anwendungsfelder scheinen nahezu unbegrenzt. In Deutschland beschränkt sich das Angebot meist noch auf die reine Informationsebene. Ein Blick über die Grenzen zeigt allerdings, dass die Zukunft der Apps auch die Interaktionsebene erreicht: Apps, die medizinische Daten von Patienten bündeln und an Gesundheitszentren weiterleiten oder Videokonferenzen mittels Smartphones sind in anderen Ländern bereits erfolgreich erprobt und in die Tat umgesetzt. Und für alle Anwendungsbereiche, bei denen Übersichtsbilder und Datenerfassung von verstärkter Bedeutung sind, wie beispielsweise bei der Visite im Krankenhaus, kommen Tablet-Rechner wie das iPad als Zielsysteme für die App-Programmierung in Betracht.
Health Apps – Fakten & Zahlen im Überblick:
- Mit 52,6 % informiert sich über die Hälfte aller Bundesbürger (auch) online über Gesundheitsthemen.
- 2011 wird voraussichtlich jedes dritte verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone sein.
- Seit der Eröffnung von Apples App Store im Juli 2008 stehen mehr als 300.000 Anwendungen bereit, die bislang in Summe über 7 Mrd. mal heruntergeladen wurden. In Deutschland stehen ca. 1.400 gesundheitsbezogene Apps zur Verfügung, international sind es bereits über 7000.
- Health Apps spielen derzeit zwar im Vergleich zu anderen Kategorien wie Games und News eine untergeordnete Rolle, weisen jedoch je nach Mobile App Store Wachstumsraten von bis zu 156,6% (Android Market) auf.
- Viele telemedizinische Lösungsansätze setzen bei gleichem oder ähnlichem Leistungsversprechen auf unterschiedliche technische Innovationen. Smartphones und native Apps bzw. Web-Applikationen können als einheitliches Interface Defizite bei Nutzerakzeptanz und -kompetenz ausgleichen.
Die aktuelle Ausgabe 13/2010 der IAT-Publikation “Forschung Aktuell” befasst sich ausführlich mit dieser zukunftsträchtigen Thematik und kann hier heruntergeladen werden: Download (PDF).
Android MobileNavigator Update
Das aktuelle Update für den Navigon MobileNavigator steht ab sofort in den Regionalversionen im Android Market zum Download bereit incl des Reality Scanner, ein neuer Service für die Fußgängernavigation, welches es bislang für kein anderes Betriebssystem gibt.
Die Funktion ortet mit Hilfe der Smartphone-Kamera und des GPS-Empfängers POIs in der Umgebung. Auf dem Display erscheinen dem Kamerabild überlagert Name, Symbol und Entfernung der Sonderziele. Klickt der Nutzer auf ein POI-Symbol, öffnet sich ein Fenster mit zusätzlichen Hinweisen. Bei Interesse könnte man sich direkt zum ausgewählten Ziel lotsen lassen.
Die Vollversion für Neukunden gibt es in den Regionalvarianten für 59,95 Euro, als Europavariante (EU 40) für 89,95 Euro. Beide können über Google Checkout gekauft werden. Die Regionalvarianten gibt es ab sofort für noch eine Wochen zum attraktiven Einführungspreis von 39,95 Euro.
Gleichzeitig können Kunden mit einem Mobilfunkvertrag bei der Telekom Deutschland die Grundversion von Navigon select seit September kostenfrei sich herunterladen. Verschiedene Pakete lassen sich per In App Purchase ergänzen.
Open Text: mobiler ECM-Zugriff
In der schnellen und global vernetzten Arbeitsumgebung von heute bleibt die Welt nicht stehen, sobald sich die Anwender von ihren Schreibtischen entfernen. Zwar können die Produktivitätssteigerungen substantiell sein, wenn Unternehmens-Content auf Smartphones bereitgestellt wird. Die IT-Manager stehen dabei jedoch vor der Herausforderung, für die nötige Sicherheit zu sorgen, die Kosten unter Kontrolle zu halten und innovative Anwendungen zu implementieren.
Open Text Everywhere bietet jetzt native Client-Applikationen für das iPhone und iPad von Apple. Mit den ECM Apps von Open Text sollen Geschäftsanwender von ihren iPhones und iPads aus auf wichtige Inhalte und Prozesse zugreifen. Die Lösung soll nativ und sicheren Zugriff auf eine Vielzahl von Funktionalitäten der Open Text ECM Suite 2010 ermöglichen, sowohl von RIMs BlackBerry als auch Apples iPhone und iPad aus. Dabei soll eine sichere End-to-End-Kommunikation zwischen der ECM Suite und den mobilen Endgeräten gewährleistet sein, auf denen ebenfalls das Berechtigungsmodell und die Protokollierungsfunktionen der ECM Suite angewendet werden.
Dabei soll Open Text Everywhere eine umfassende Sicht auf Geschäftsprozesse, Content und Collaboration-Tools bieten. Auf den mobilen Endgeräten kann die Lösung den Anwendern eine native Anwendung zur Verfügung stellen, mit reichhaltige Funktionen, soll intuitiv bedienbar und schnell sein. Auf der Server-Seite wird Open Text Everywhere vollständig mit dem Open Text Content Server integriert, dem Herzstück der ECM Suite.
In den kommenden Monaten wird Open Text die Lösung um weitere Funktionen und Funktionalitäten ergänzen und zusätzliche mobile Plattformen unterstützen:
- Mit der geplanten mobilen E-Mail-Anwendung können Kunden E-Mails nach gesetzlichen, regulatorischen und Corporate-Governance-Auflagen managen.
- Eine neue Oberfläche für Smartphones wird Zugangskontrollen, Protokollierungsfunktionen und andere Funktionalitäten der ECM Suite enthalten und gleichzeitig verbesserte Möglichkeiten der Zusammenarbeit bieten.
- Die Integration mit der Lösung Web Experience Management (ehemals Vignette) macht die Lösung zu einer On Demand-Plattform für mobile Applikationen. Dadurch können Unternehmen schnelle und zuverlässige mobile Lösungen implementieren, die genauso reichhaltig und interaktiv wie innovative Web-Lösungen für nicht tragbare Geräte sind.
App-Porträt: Taxicaller
Wie für moderne Job-Nomaden gemacht klingt, was die talex mobile solutions GmbH mit Taxicaller anbietet: Ein Knopfdruck in der kostenlos abgegebenen App soll genügen, um ein passendes Taxi zu rufen. Via GPS-Ortung lokalisiert die App die genaue Abholadresse und sucht nach (teilnehmenden) Taxizentralen in der Umgebung. Wird die Bestellung dort angenommen, folgt die Bestätigung direkt auf das iPhone. Dazu ruft das Voice Portal von CreaLog im Hintergrund die Taxizentrale an und soll so den kompletten Bestellvorgang für den Kunden erledigen.
Über die iPhone App sol man auch Reservierungen tätigen und Sonderwünsche (“Stretch-Limo”
äußern können. Der deutschlandweite Service startet zunächst mit 5.000 Taxiunternehmen und -zentralen im Bundesgebiet und ist für Kunden und Taxiunternehmen ebenso kostenlos wie der Programm-Download. Das App-Projekt ist werbefinanziert.
Verwirrend: In der Pressemitteilung heißt die in Rede stehende App “taxi-caller”, im App Store aber “Taxicaller”. Vom selben Unternehmen wird als TaxiButton eine weitere App mit identisch wirkender Funktionalität angeboten… Diese App gibt es auch für Android.
Gartner: Apps = Top 10 Trend | Mobility-Markt 1 Billion US-Dollar bis 2014
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat abermals die zehn wichtigsten Technologien und Trends zu bestimmen versucht, die nach Ansicht der Analysten für Unternehmen im Jahr 2011 von strategischer Bedeutung sein werden. In diese nicht gewichtete Top Ten-Liste hat es auch der Punkt Mobile Applications and Media Tablets geschafft:
“Gartner estimates that by the end of 2010, 1.2 billion (1,2 Mrd., d. Red.) people will carry handsets capable of rich, mobile commerce providing an ideal environment for the convergence of mobility and the web. Mobile devices are becoming computers in their own right, with an astounding amount of processing ability and bandwidth. There are already hundreds of thousands of Apps for platforms like the Apple iPhone, in spite of the limited market (only for the one platform) and need for unique coding. The quality of the experience of applications on these devices, which can apply location, motion and other context in their behaviour, is leading customers to interact with companies preferentially through mobile devices. This has led to a race to push out applications as a competitive tool to improve relationships and gain advantage over competitors whose interfaces are purely browser-based.”
Gleichzeitig wagte Gartner die Prognose, dass im Jahr 2014 der weltweite Umsatz mit mobilen Sprach- und Datendiensten eine Billion US-Dollar übersteigen wird. Im Mobilbereich werden zu diesem Zeitpunkt laut Prognose Umsätze mit vielen zusätzlichen Services wie Kontext, Werbung, Applikationen oder Dienstleistungen erzielt. Jeder dieser Services wird ein bedeutendes Geschäft sein und mehrere zehn Milliarden Dollar pro Jahr wert sein. Ausdrücklich hervorgehoben wird die wachsende Bedeutung von Android als Betriebssystem von Smartphones, Tablets sowie weiteren Geräten der Unterhaltungselektronik.
HTI: Mobilkompendium zu Tiefbau und Industrietechnik
Wer mit der Baubranche zu tun hat, ist viel unterwegs. Daher bringt diese App neue Produkte, Services, News und interessante Bauprojekte rund um Tiefbau und Industrietechnik auch direkt auf Phone, iPod touch oder iPad. Kostenlos bereitgestellt wird sie von der HTI-Gruppe, Lieferant von Produkten und Service der Bereiche Entsorgung, Versorgung, Elektro- und Telekommunikation, Klärwerkstechnik, Regenwasserbewirtschaftung und Erneuerbare Energien, Industrie- und Gebäudetechnik, Garten- und Landschaftsbau, Straßenbau sowie Baumaschinen bzw. -werkzeuge.
Die App fungiert auch als als Bestell- und Informationsmedium sowie zur Kontaktaufnahme mit dem Branchenführer, beispielsweise zur Klärung offener Fragen. Der GPS-gestützte Store Locator erleichtert das Finden der nächstgelegenen Niederlassung. “News” hält mit Branchenneuheiten auf dem Laufenden, ebenso wie “Termine und Messen”. Und zwischendurch lässt sich mit einem gar nicht mal so einfachen Kombinations-Spiel auch mal vom stressigen Tagesgeschäft ausruhen…
Die zeitgleich zur Messe IFAT ENTSORGA gelaunchten Apps wurden seitens Apple vom Start weg als “Neu und beachtenswert” eingestuft . Die iPhone App findet sich derzeit in den Top 100 der App Store Charts (Business/Meistgeladen). Realisiert wurde sie von der App- und Ideenschmiede Glanzkinder (Köln/München).
miCal: (etwas) mehr Funktion f. iCal
Die Esse der Entwicklungsschmiede, wo schon beispielsweise der Hotspot-Finder MobileButler entstand, hat mit miCal (missing calendar) abermals ein interessantes Produkt verlassen: Entwickler (und Vieda-Mitgründer) Holger Frank sieht miCal als notwendige Ergänzung zur Kalender-App von Apple, die jedes iPhone an Bord hat. Die Übermenge besteht primär in vier verschiedenen Ansichten (“1″: Tag, “7″: Woche, “31″: Monat und “365″: Jahre), sowie der Startseite mit einer Terminübersicht. Ursprünglich war laut Frank hier geplant, dass Nutzer RSS-Feeds (für tagesaktuelle Nachrichten etc.) einbinden können – ein Feature, das Apple aber “untersagt”, sprich abgelehnt habe.
Überdies lassen sich sinnvollerweise Standarddauer und -titel für wiederkehrende Ereignisse einstellen, um die Terminerstellung zu beschleunigen – gut so! Elegant: Termine lassen sich ab Version 1.1 mit einer GPS-Koordinate einschließlich Adresse und dazugehörigem Kartenausschnitt versehen. Tap auf die Kartenvorschau öffnet Detailansicht und auf Wunsch den Routenplaner der Maps-App. Erst seit dem Bugfix 1.1 lassen sich gespeicherte Termine weiterbearbeiten (Start/Ende, Teilnehmer, Erinnerungen, Wiederholung).
Andere Teilnehmer kann der Nutzer mit einem kurzen Fingertipp per E-Mail zu Ereignissen einladen (nur auf diesem Weg lernt der Kalender sie auch als Teilnehmer dazu). Dies darf man sich allerdings – 1. Kritikpunkt – keinesfalls wie eine Event-Einladung à la Outlook/Exchange vorstellen: Die Einladung erfolgt im E-Mail-Format. Der Empfänger kann daher auch nicht zu- oder absagen (es sei denn, er textet eine entsprechende E-Mail und schickt diese zurück). Dann und nur dann, wenn der Teilnehmer in spe ebenfalls miCal auf seinem iPhone hat und er dort die Mail empfängt, ist eine Integration in seine Kalender-App möglich.
Insofern ist miCal “mobile only”: Die App synchronisiert nur mit der iPhone-internen Kalender-Datenbank sowie mit etwaig mit dieser gesyncten Kalenderlösungen: Diese werden als Termin-Quelle in unterschiedlichen Farben angezeigt. Das macht miCal unserer Einschätzung nach zu einer attraktiven, sinnvollen Erweiterung für Einzelkämpfer – als Team- oder gar Unternehmenslösung bietet sich die App allerdings jedenfalls auf diesem Releasestand weniger an.
In einem geplanten Update sollen sich externe Kalender für eine bessere Übersichtlichkeit ein- und ausblenden lassen.
Positiv:
- Aufgeräumtes Design im iCal-Look;
- gut gemachte “Hilfe”;
- Vor- und Zurückblättern per “Wischen” (sehr intuitiv);
- Auch in den Kalenderansichten ist das Anlegen eines neuen Termins möglich – durch Doppeltap (intuitiv?);
- unbegrenzte Anzahl von Erinnerungen;
- GPS-Tags und Maps-Feature;
- integrierte Geburtstags-Erinnerung: Import von in den Kontakten hinterlegten Geburtstagen/Jubiläen: Der Jubilar kann schnell per E-Mail, SMS oder Telefon beglückwünscht werden. miCal erinnert mit einstellbarem Vorlauf an das frohe Ereignis, dafür muss die App geöffnet sein;
- “Geburtstagsmanager” Kontakten ohne Geburtsdatum kann dieses jetzt in miCal hinzugefügt werden (wird im Adressbuch gespeichert);
- nettes Detail – Anzeige der Kalenderwoche und Uhrzeit rechts oben in allen Views.
Negativ:
- Keine eigene Zu-/Absage-Funktionalität, keine Verwaltung von Teilnehmern oder Kontakten (Stellungnahme des Entwicklers dazu: “Apple hat leider einen Bug in der API, der das Hinzufügen von Teilnehmern unmöglich macht, und diesen bislang auch nicht behoben bzw sich nicht dazu geäußert. Angezeigt werden Teilnehmer vermutlich erst mit der übernächsten Version”;
- Kurzer Tap auf Termin in Wochen- oder Monats-Übersichten öffnet das Ereignis, langer Touch die Tagesübersicht (wenig intuitive Navigation).
Die App kostet 1,59 Euro und findet sich derzeit auf Rang 1 in den App Store-Charts (Produktivität, meistgekauft). Unser Praxistext-Fazit: **** für Einzelpersonen,
* für Teams.
interessanter Tipp, wie sich iCal (umwegig) mit Outlook syncen lässt
