“Sicheres Social Networking im Unternehmensnetz”
IBM macht laut eigener Aussage seine Social-Networking und Collaboration-Software “im großen Stil für Mobilgeräte verfügbar”. Insgesamt acht neue Tools für Echtzeit-Zusammenarbeit, Social-Networking, Online-Meetings und anderes stehen laut Pressemitteilung “ab sofort in den bekannten App Stores zum Download bereit. Mit ihnen können Business-Anwender die IBM Software auch jenseits der Firewall sicher mit dem eigenen Tablet oder Smartphone nutzen.”
Dieses neue Angebot von IBM springt auf den “Bring your own Device”-Zug auf (BYOD), bei dem die Mitarbeiter auch mit ihren Privatgeräten im Unternehmensnetz arbeiten. Laut einer IBM-Studie erlauben 73 Prozent der Geschäftsführer weltweit die Nutzung eigener Geräte im Unternehmen.
Die neuen Apps sollen u.a. ff. ermöglichen:
- Social Networking mit dem iPad: Kunden der kostenpflichtigen IBM Connections können mit einer Free App auf ihrem iPad Dokumente bearbeiten.
- LotusLive Meetings dient Online-Meetings via Tablet. Diese App ist neben iOS auch für Android und BlackBerry OS erhältlich. Nutzer können damit Präsentationen anschauen und mit anderen teilen, chatten und sich zu Wort melden. Nutzer von Sametime-Nutzer sollen außerdem browserbasierte Meetings von ihrem iPad oder Android-Tablet aus führen können.
- Anwender von Lotus Symphony Viewer sollen mit der neuen App ODF-basierte Dokumente, Tabellen und Präsentationen auf ihrem iOS- oder Android-Gerät einsehen können.
- IBM Lotus Notes Traveler unterstützt ab sofort Widgets, mit denen Android-Nutzer auf ihrem Home-Bildschirm schnell auf Mail und Kalender zugreifen können. Personen, die im Kalender auftauchen, lassen sich einfach per Klick anrufen (CTI).
Zudem bietet IBM neue Tools für Entwickler: Die ab sofort auf der developerWorks-Website verfügbare Mobile Technology Preview soll wie folgt bei App-Programmierungen unterstützen: It “helps foster innovation and explores the capabilities that are needed to build mobile applications that extend and integrate into the Enterprise. Initial intentions are to focus efforts on open standards, such as HTML5, JavaScript and CSS3.”
iCloud am Horizont
Apple stellte iCloud als “bahnbrechende Zusammenstellung kostenloser Cloud-Services” vor, “die nahtlos mit allen Anwendungen auf iPhone, iPad, iPod touch, Mac oder PC zusammenarbeitet und automatisch und drahtlos alle Inhalte in der iCloud speichert und automatisch und drahtlos auf alle Geräte eines Anwenders pusht. Sobald sich irgendetwas auf einem Gerät des Anwenders ändert, werden all seine Geräte fast im selben Augenblick drahtlos aktualisiert.”
Die kostenlosen iCloud Services beinhalten:
- Die früheren MobileMe-Services Kontakte, Kalender und E-Mail – jeweils mit einer völlig neuen Architektur und komplett überarbeitet, um nahtlos mit iCloud zusammenzuarbeiten. Anwender können Kalender mit Kollegen, Freunden oder Familie teilen, der werbefreie Push-E-Mail-Account wird auf ‘me.com’ gehostet. Der Posteingang und sämtliche Postfächer werden auf allen iOS-Geräten und Computern des Anwenders auf dem aktuellsten Stand gehalten.
- App Store und iBook Store laden jetzt alle gekauften iOS Apps und Bücher auf alle Geräte des Anwenders herunter, also nicht nur auf das Gerät, von dem aus sie gekauft wurden. Darüber hinaus bieten App Store und iBookstore nun eine Einkaufs-Historie – ein einfacher Fingertipp auf das iCloud Symbol lädt alle Apps und Bücher auf jedes iOS-Gerät (bis zu 10 Geräte), ohne dass zusätzliche Kosten entstehen.
- iCloud Backup erstellt automatisch und sicher Backups der iOS-Geräte in der iCloud. Eine Datensicherung findet täglich über WLAN statt, sobald iPhone, iPad oder iPod touch aufgeladen werden. Gesicherte Inhalte umfassen gekaufte Musik, Apps und Bücher, Aufnahmen (Fotos und Videos), Geräteeinstellungen und Daten der Apps. Wird ein iOS-Gerät ersetzt, reicht die Eingabe der entsprechenden Apple ID und des dazugehörigen Passworts während des Einrichtungsvorgangs und iCloud stellt das neue Gerät wieder her.
Gerade diese und die nachfolgend beschriebene Funktionalität ist sicher gerade auch für mobile Professionals u. OS-Geräte im Unternehmensseinsatz spannend – wenn die Sicherheitsproblematik dieser automatischen Back-ups geklärt ist. - iCloud Storage speichert nahtlos alle mittels iCloud Storage APIs erstellten Dokumente und pusht sie auf jedes Gerät des Nutzers. Wird ein Dokument auf einem der Geräte verändert, pusht iCloud diese Änderungen automatisch auf alle anderen Geräte des Anwenders. Die Apps Pages, Numbers und Keynote von Apple machen sich den iCloud Storage Dienst bereits zunutze. Anwender erhalten bis zu 5 GB an kostenlosem Speicherplatz für ihre E-Mails, Dokumente und Backups. Der Speicherplatz für Musik, Apps und Bücher, die bei Apple gekauft wurden und das Speichervolumen, das Photo Stream benötigt, wird nicht auf diese 5 GB Gesamtspeicherkapazität angerechnet. Anwender können zudem zusätzlichen Speicherplatz erwerben – Details dazu werden zum Start von iCloud bekannt gegeben.
- Der Photo Stream Service von iCloud lädt automatisch sämtliche Fotos, die ein Nutzer mit einem seiner Geräte schiesst oder auf eines seiner Geräte importiert hoch und pusht sie zu allen Geräten und Computern des Anwenders.
Um Speicherplatz zu sparen werden die neuesten 1.000 Fotos auf jedem Gerät gespeichert, um sie dort ansehen, oder in ein Album zur permanenten Speicherung verschieben zu können. Macs und PCs speichern sämtliche Fotos aus Photo Stream permanent, da sie über mehr Speicherplatz verfügen. iCloud speichert jedes Foto nur für 30 Tage in der Wolke. - iTunes in the Cloud ermöglicht das Herunterladen der bereits gekauften iTunes Musik auf sämtliche iOS-Geräte eines Nutzers, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Neue Musikeinkäufe können automatisch auf alle Geräte eines Anwenders heruntergeladen werden. Mit iTunes Match kann man die selben Funktionen zusätzlich auch für nicht in iTunes erworbene Musik nutzen. iTunes Match ist ein Service, der Musiktitel des Anwenders mit einer DRM-freien Version im AAC-Format und einer Datenrate von 256 KBit/s ersetzt, sofern der über 18 Millionen Songs umfassende iTunes Store ein entsprechendes Pendant bereithält. iTunes Match macht die entsprechende Musik binnen Minuten verfügbar (anstatt Wochen, die es bräuchte um die gesamte Musikbibliothek eines Nutzers hochzuladen) und lädt nur den kleinen Prozentsatz der Musik des Nutzers in die Cloud, zu dem kein entsprechendes Gegenstück im iTunes Store gefunden werden konnte. iTunes Match wird ab Herbst dieses Jahres zunächst nur in den USA für eine Jahresgebühr von 24,99 US-Dollar zur Verfügung stehen.
Eine Beta-Version von iCloud, sowie Cloud Storage APIs steht Mitgliedern des iOS und Mac Developer Program bereits jetzt zur Verfügung. Für Endverbraucher wird iCloud zeitgleich mit iOS 5 im Herbst erhältlich sein. Anwender können sich kostenlos für iCloud über ein iPhone, iPad oder iPod touch, auf dem iOS 5 läuft oder einen Mac mit Mac OS X Lion und einer gültigen Apple ID anmelden.
iTunes in the Cloud ist ab heute in den USA erhältlich und setzt iTunes 10.3 und iOS 4.3.3 voraus. Der automatische Download von Apps und Büchern ist ab heute verfügbar. Die Nutzung von iCloud mit einem PC setzt Windows Vista oder Windows 7 voraus. Outlook 2010 oder 2007 werden für den Zugriff auf Kontakte und Kalender empfohlen.
Lesetipp: Mac & i
Die erste Ausgabe von “Mac & i”, dem neuen Magazin rund um Apple vom Heise-Verlag (u.a. heise.de, c’t, iX, Technology Review, Telepolis) ist im Zeitschriftenhandel offensichtlich häufig vergriffen (also erfolgreich). Zuvor aber erreichte uns ein Exemplar, das auch einiges Lektürevergnügen hervorrief. Die 180 Seiten starke Nr. 1 setzt vor allem auf einen umfangreichen “Praxisteil”, besonders lesenswert hier beispielsweise die Beiträge zur Kalendernutzung im Team (S. 120), zu (kostenlosen) MobileMe-Alternativen (S. 114 ff.) oder zum Troubleshooting unter OS X.
Es dürfte allerdings nicht ganz trivial für heise sein, mit dieser thematischen Bündelung, aber auch diesem Content-Recycling eine Selbst-Kannibalisierung zu vermeiden. Das Konzept des neuen Magazins erläutert Chefred. Stephan Ehrmann im Editorial: Testberichte zu neuer Hard- und Software möge die geneigte Leserschaft doch weiterhin in der 14tägig erscheinenden c’t “vorab” lesen. News bleiben (sinnvollerweise) http://www.mac-and-i.de vorbehalten. Hingegen will sich das neue Magazin “Platz für Hintergründe, Interviews und Reports” nehmen. So geschehen etwa mit der bildlastigen Aufmacher-Story “Konsumtempel – Die Erfolgsgeschichte der Apple-Stores” (S. 6-13).
Die gute alte Pro- und Contra-Rubrik wird auch gepflegt: Hier mit dem wahrlich kontroversen Thema Jailbreak (fürs iPhone; S. 20). Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kaufberatung für Produkte mit dem Apfel-Logo (S. 22-31). Teils Altbekanntes, aber hier eben überwiegend auf heise-Niveau, bieten die Tests zu Peripheriegeräten (S. 36 ff.). Auch gut: Sicherheitsfragen ist eine eigene Rubrik gewidmet. Recht technisch wird es überdies bei “Hintergrund: iPhone Sensoren”. Weniger sinnvoll – jedenfalls in Print – scheint uns die FAQ-Sektion.
Die Heft-DVD enthält 27 Voll- und Spezialversionen von Programmen, darunter SongGenie, iSale Express, RealStudio Personal sowie knapp vier Stunden Videotrainings zu Mac OS X Snow Leopard, “auch für Windows-Umsteiger”.
Das vierteljährlich erscheinende Einzelheft kostet 8,90 Euro, ein Abo 32 Euro. Die Druckauflage soll 100.000 Exemplaren sein, die 1/1-Anzeigenseite 4c kostet 6.300 Euro.
Wettbewerb f. mobileMe & Co.
TecArt stellt mit TecArt-Push einen geräteunabhängigen Push-Dienst vor. Dieser synchronisiert laut Anbieter “jederzeit und mobil von jedem Ort aus die Groupware-Funktionalitäten E-Mails, Kontakte, Termine und Aufgaben wechselseitig zwischen mobilen Endgeräten und dem CRM-System von TecArt”. Der integrierte E-Mail Client kann zudem mehrere POP3- und IMAP-Konten automatisch abrufen und unterstützt über “Öffentliche Ordner” (vgl. MS-Exchange/Outlook) die Arbeit im Team. Gerade Nutzern von Freemailern wie Googlemail, GMX, Web.de usw. will der neue Dienst komfortable Zusatzfunktionalität bereitstellen. Damit soll erklärtermaßen auch Branchengrößen wie Google Sync, Apples MobileMe oder Smartphone Sync von der Deutschen Telekom AG Konkurrenz gemacht werden.
Besonders interessant für Mitarbeiter im Außendienst mit großem Kontaktbestand ist die automatische Synchronisation der Kontaktdaten bevorstehender Termine auf das mobile Endgerät. Dies macht eine permanente Synchronisation aller Kontakte überflüssig, die mit einem unnötig hohen Datenvolumen verbunden sein kann. Zudem können in einem persönlichen Adressbuch alle Kontakte hinterlegt werden, die der Außendienstmitarbeiter stets verfügbar haben möchte.
Voraussetzung für die Datensynchronisation ist, dass das mobile Endgerät die Schnittstellentechnologie ActiveSync unterstützt. Hierzu zählen laut TecArt grundsätzlich alle Geräte mit den Betriebssystemen iOS, Android, Symbian oder Windows Mobile. Die Unterstützung für BlackBerry-Endgeräte ohne zusätzlichen BlackBerry Enterprise Server wird aktuell getestet.

TecArt-Push ist Teil der neuen TecArt-CRM Version 3.2. Die Cloud-Lösung für Kundenbeziehungsmanagement und Groupware ist erhältlich zum Kauf (Intranet-Lösung) oder zur Miete (Software as a Service bzw. SaaS, also als Internet-Lösung). Die Nutzung erfolgt via Browser bzw. Web-Applikation. Neben Mozilla Firefox und dem Internet Explorer unterstützt das System dabei nun auch Google Chrome und Apple Safari. Die Preise erstrecken sich von 9,95 Euro pro Monat bis zu rund 2.600 Euro für eine Unternehmenslizenz für das Intranet-CRM. Es werden kostenlose Testversionen angeboten.
BlackBerry Enterprise Server Express jetzt auch für Domino
RIM stellt den BlackBerry Enterprise Server Express für IBM Lotus Domino vor. Diese kostenlose Serversoftware synchronisiert die E-Mails, Kalendereinträge, Kontakte, Notizen und mehr zwischen BlackBerry Smartphones und IBM Lotus Domino.
Durch die Verbindung des BlackBerry Enterprise Server Express zu IBM Lotus Domino sind BlackBerry Smartphone-Nutzer in der Lage:
- E-Mails, Kalender, Kontakte, Notizen und Aufgaben wireless zu synchronisieren
- E-Mail-Ordner zu verwalten und vom Smartphone aus nach E-Mails auf dem Mail-Server zu suchen
- Meetings und Termine aufzusetzen, Terminvorschläge anzunehmen, nach Verfügbarkeit und Kalender-Attachments zu sehen
- Einen out-of-Office-Reply einzurichten
- Auf Daten im Unternehmensnetzwerk zuzugreifen
- Mobile Applikationen und Geschäfts-Systeme hinter der Firewall zu nutzen
IT-Adiministratoren bietet BlackBerry Enteprise Server Express Funktione wie:
- Ein Web-basiertes Interface, das die Administration per Fernzugriff ermöglicht. Weiterhin können Applikationen eingerichtet und eine Verbindung zu BlackBerry Smartphones geschalten werden, um sie zu verwalten und Policies umzusetzen
- Über 75 IT-Einstellungen beziehungweise Policies, darunter die Möglichkeit, ein Smartphone zu löschen oder neue Passwörter zu setzen
- Self-Service Tools für Mitarbeiter, um verlorene oder gestohlene Geräte zu sichern
BlackBerry Enterprise Server Express kooperiert mit Domino Enterprise Server und Domino Messaging Server. Er kann verschiedene Lotus Domino Domain-Umgebungen über eine Web-basierte Administrationsoberfläche unterstützen und parallel zur Premium BlackBerry Enterprise Server Software mit IBM Lotus Domino eingesetzt werden.
Die Premiumversion des BlackBerry Enterprise Server für IBM Lotus Domino bietet viele weitere Management-Möglichkeiten für mobile Geräte, über 500 Smartphone-Kontrollfunktionen und IT-Sicherheits-Policies für eine granulare Verwaltung. Sie ist Voraussetzung für verschiedene Add-on-Lösungen wie BlackBerry Mobile Voice System, Chalk(TM) Pushcast(TM) Software, der BlackBerry Clients für IBM Lotus Sametime, Connections, Quickr und viele weitere Business Systeme. BlackBerry Enterprise Server ist die ideale Lösung, um geschäftliche BlackBerry Smartphones zu verwalten, während sich die kostenlose BlackBerry Enterprise Server Express Software sehr gut dafür anbietet, BlackBerry Smartphones der Mitarbeiter sicher an das Unternehmensnetzwerk anzubinden, ohne weitere Lizenzkosten aufbringen zu müssen.
Die Software ist wie gesagt kostenlos und in sieben Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Japanisch und Portugiesisch) bei RIM erhältlich.
miCal: (etwas) mehr Funktion f. iCal
Die Esse der Entwicklungsschmiede, wo schon beispielsweise der Hotspot-Finder MobileButler entstand, hat mit miCal (missing calendar) abermals ein interessantes Produkt verlassen: Entwickler (und Vieda-Mitgründer) Holger Frank sieht miCal als notwendige Ergänzung zur Kalender-App von Apple, die jedes iPhone an Bord hat. Die Übermenge besteht primär in vier verschiedenen Ansichten (“1″: Tag, “7″: Woche, “31″: Monat und “365″: Jahre), sowie der Startseite mit einer Terminübersicht. Ursprünglich war laut Frank hier geplant, dass Nutzer RSS-Feeds (für tagesaktuelle Nachrichten etc.) einbinden können – ein Feature, das Apple aber “untersagt”, sprich abgelehnt habe.
Überdies lassen sich sinnvollerweise Standarddauer und -titel für wiederkehrende Ereignisse einstellen, um die Terminerstellung zu beschleunigen – gut so! Elegant: Termine lassen sich ab Version 1.1 mit einer GPS-Koordinate einschließlich Adresse und dazugehörigem Kartenausschnitt versehen. Tap auf die Kartenvorschau öffnet Detailansicht und auf Wunsch den Routenplaner der Maps-App. Erst seit dem Bugfix 1.1 lassen sich gespeicherte Termine weiterbearbeiten (Start/Ende, Teilnehmer, Erinnerungen, Wiederholung).
Andere Teilnehmer kann der Nutzer mit einem kurzen Fingertipp per E-Mail zu Ereignissen einladen (nur auf diesem Weg lernt der Kalender sie auch als Teilnehmer dazu). Dies darf man sich allerdings – 1. Kritikpunkt – keinesfalls wie eine Event-Einladung à la Outlook/Exchange vorstellen: Die Einladung erfolgt im E-Mail-Format. Der Empfänger kann daher auch nicht zu- oder absagen (es sei denn, er textet eine entsprechende E-Mail und schickt diese zurück). Dann und nur dann, wenn der Teilnehmer in spe ebenfalls miCal auf seinem iPhone hat und er dort die Mail empfängt, ist eine Integration in seine Kalender-App möglich.
Insofern ist miCal “mobile only”: Die App synchronisiert nur mit der iPhone-internen Kalender-Datenbank sowie mit etwaig mit dieser gesyncten Kalenderlösungen: Diese werden als Termin-Quelle in unterschiedlichen Farben angezeigt. Das macht miCal unserer Einschätzung nach zu einer attraktiven, sinnvollen Erweiterung für Einzelkämpfer – als Team- oder gar Unternehmenslösung bietet sich die App allerdings jedenfalls auf diesem Releasestand weniger an.
In einem geplanten Update sollen sich externe Kalender für eine bessere Übersichtlichkeit ein- und ausblenden lassen.
Positiv:
- Aufgeräumtes Design im iCal-Look;
- gut gemachte “Hilfe”;
- Vor- und Zurückblättern per “Wischen” (sehr intuitiv);
- Auch in den Kalenderansichten ist das Anlegen eines neuen Termins möglich – durch Doppeltap (intuitiv?);
- unbegrenzte Anzahl von Erinnerungen;
- GPS-Tags und Maps-Feature;
- integrierte Geburtstags-Erinnerung: Import von in den Kontakten hinterlegten Geburtstagen/Jubiläen: Der Jubilar kann schnell per E-Mail, SMS oder Telefon beglückwünscht werden. miCal erinnert mit einstellbarem Vorlauf an das frohe Ereignis, dafür muss die App geöffnet sein;
- “Geburtstagsmanager” Kontakten ohne Geburtsdatum kann dieses jetzt in miCal hinzugefügt werden (wird im Adressbuch gespeichert);
- nettes Detail – Anzeige der Kalenderwoche und Uhrzeit rechts oben in allen Views.
Negativ:
- Keine eigene Zu-/Absage-Funktionalität, keine Verwaltung von Teilnehmern oder Kontakten (Stellungnahme des Entwicklers dazu: “Apple hat leider einen Bug in der API, der das Hinzufügen von Teilnehmern unmöglich macht, und diesen bislang auch nicht behoben bzw sich nicht dazu geäußert. Angezeigt werden Teilnehmer vermutlich erst mit der übernächsten Version”;
- Kurzer Tap auf Termin in Wochen- oder Monats-Übersichten öffnet das Ereignis, langer Touch die Tagesübersicht (wenig intuitive Navigation).
Die App kostet 1,59 Euro und findet sich derzeit auf Rang 1 in den App Store-Charts (Produktivität, meistgekauft). Unser Praxistext-Fazit: **** für Einzelpersonen,
* für Teams.
interessanter Tipp, wie sich iCal (umwegig) mit Outlook syncen lässt
Gut bedacht: Messe-App verschickt jetzt Text- u. Bildnotizen
Die zur vom 24. bis zum 27. Februar in Köln stattfindenden Fachmesse DACH+HOLZ passende iPhone-App DACH+HOLZ findet sich seit dem Launch Ende Januar in den Top 50 (Wirtschaft/Meistgeladen) oder ganz knapp darunter. Daher haben Auftraggeber Verlagsgesellschaft Rudolf Müller und App-Systemhaus Glanzkinder der kostenlosen App bereits jetzt eine funktionale Erweiterung spendiert:
Eine erweiterte Navigation erspart jetzt, falls erwünscht, den “Zurück”-Button, die Formatierungen der Ausstellerliste wurde überarbeitet und vor allem ist es jetzt möglich, jeden Eintrag aus der eigenen, individuellen Merkliste per E-Mail zu verschicken – also inklusive eingegebener Text- oder aufgenommener Bild-Notizen (Fotos) zum Eintrag. Ideal zum Weiterverarbeiten oder zur Information des eigenen Teams oder von Kooperationspartnern!
íTunes-Link
is-phone: Softphone-App für OEM-Partner
Die iscoord AG, Schweizer Systemhaus für Voice over IP (VoIP)-Anwendungen, die sich in Lotus Notes und Sametime sowie MS-Outlook integrieren lassen, hat mit is-phone eine VoIP App veröffentlicht, die im Gegensatz zu Endkunden-Angeboten von beispielsweise Nimbuzz oder sipgateauf die Telekom-Industrie zielt.
Festnetz- und Mobiltelefon-Carrier sowie die Anbieter von Hosted SIP Services (Session Initiation Protocol) sollen mit dieser Infrastruktur und der App als OEM-Produkt VoIP-Services anbieten. Die Lösung erlaubt laut Anbieter VoIP-Telefonie über Wi-Fi. Die Versionen der OEM-Partner sollen dies auch über Mobilfunknetze erlauben. Die iTunes-Seite von iscoord nennt als deutsche SIP-Partner sipgate und i-p-tel. Die App kostet 3,99 Euro.
iTunes-Link
Gartner: Smartphone Apps beeinflussen PC-Groupware
Die Analysten des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner haben fünf Prognosen zur Nutzung von Social Software und Collaboration im Unternehmen vorgestellt. Diese betreffen Angebote aus dem Bereich Team-Collaboration bis hin zu dynamischen Anwendungen für soziale Netzwerke. Wir zitieren die für den Mobilmarkt relevante vierte Prognose im Volltext:
“Within five years, 70 per cent of collaboration and communications applications designed on PCs will be modelled after user experience lessons from smartphone collaboration applications. As we move toward three billion phones in the world serving the main purpose of providing communications and collaboration anytime anywhere, Gartner expects more end users to spend significant time experiencing the collaborative tools on these devices. For some of the world, these will be the first or the only applications they use. The experience with these tools for all who use them will enable the user to handle far more conversations within a given amount of time than their PCs simply because they are easier to use. Just as the iPhone impacted user interface design on the desktop, the lessons in the mobile phone collaboration space will dramatically affect PC applications, many of which are derivatives of decades-old platforms based on the PBX or other older collaboration paradigm.”
Gartner-VP Ken Dulaney erläutert: “IT-Abteilungen sollten weiterhin führende Smartphones und speziell die Potenziale testen, die auf ihnen ausgeführte “collaboration applications” bieten. Immer mehr Unternehmen ersetzen tatsächlich Festnetz- durch Mobiltelefone. In diesem Prozess sollte die Möglichkeit geprüft werden, auch die Groupware-Werkzeuge auf die Smartphones zu bringen.” Alle Gartner-Prognosen finden sich im Report “Predicts 2010: Social Software Is an Enterprise Reality”, der hier verfügbar ist.
Notes Business Apps via iPhone nutzen
IBM stellt eigene Groupware-Lösungen für sicheren Zugriff auf E-Mail, Kontakte und Kalender via Smartphones – u.a. auch per iPhone App – bereit. Doch bekanntlich haben Notes- und Domino-Anwender oft erhebliche Investitionen in ihre teils selbst entwickelten Geschäftsanwendungen auf dieser Plattform getätigt.
Ein als kostenlose iPhone App erhältlicher Connector des IBM Premium-Partners ebf sorgt dafür, dass immerhin Notes-basierte Prozesse wie Urlaubsanfragen, Bestellungen, Investitionsanträge oder Kundenmanagement nun auch über das iPhone laufen können. Projektmanager oder Außendienstmitarbeiter können diese dann bequem von unterwegs aus nutzen und sind auch ohne ihren Bürorechner stets handlungsfähig.
Das Haustechnik-Unternehmen Wilhelm Koch konnte auf diese Weise bereits seine Geschäftsprozesse beschleunigen. Bestellungen für den IT-Bedarf beispielsweise geben die Nutzer über eine Notes-Anwendung auf. Den für die Bearbeitung zuständigen Mitarbeiter erreicht diese auf seinem iPhone, mit dem er den Vorgang gleich weiter bearbeiten kann. Dadurch reduziert die Wilhelm Koch GmbH die Latenzzeiten, die dadurch entstehen, dass ein Mitarbeiter vorübergehend keinen Zugriff auf seinen Computer oder sein Notebook hat. Die Geschäftsprozesse können so schneller durchgeführt werden, der Gesamtbetrieb gewinnt an Effizienz. Auch Julitec, die Westfälische Provinzial Versicherung, die AOK oder die Intercontinental Gruppe nutzen den ebf.connector bereits.
Greift der Mitarbeiter mit seinem iPhone auf eine Lotus Notes-Anwendung zu, so wandert die Anfrage über das mobile Internet auf den ebf.connector-Server. Dieser tauscht über das DIIOP-Protokoll die entsprechenden Daten mit den IBM Lotus Notes-Anwendungen aus. Der Datenaustausch wird dabei durch mehrere Sicherheitsstufen wie VPN-Verschlüsselung und eine Firewall geschützt.
Der ebf.connector 5 verbindet Lotus Notes Anwendungen mit dem iPhone ab Firmware 2.2.1. Lotus Traveler 8.5.1 stellt die Lotus Notes PIM Daten, Termine, Kontakte und E-Mails auf dem iPhone zur Verfügung. Der ebf.connector verbindet neben Lotus Notes u.a. auch:
SAP ab Version R/3, IBM Lotus Domino, IBM DB2, Microsoft Exchange 2003/2007, MS SQL Server, MS-Dynamics, MySQL, Oracle, Siebel, Sybase etc.