Mit Handy-Coupons Kunden gewinnen
Mobile Business verändert auch den Handel – Konsumenten können mit Smartphones und Tablets auf allen Stufen des Kaufentscheidungsprozesses das mobile Internet und/oder Apps nutzen – und sie tun dies auch. Um so wichtiger sind mobile Kaufanreize auf einem oder beiden dieser Kanäle. Die Studie “Mobile Couponing 2011 – Studie zum Einsatz und Potenzial mobiler Coupons und Coupon-Apps” wurde vom E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit GS1 Germany durchgeführt. Sie belegt, dass gerade der Einfluss von Handy-Gutscheinen auf das Kaufverhalten extrem vielversprechend ist: Für den Handel lohnt sich ein Einsatz von Coupons bislang vor allem im Bereich der Neukundengewinnung. Die Veröffentlichng zeigt, dass über zwei Drittel der Befragten schon einmal einen Coupon eingelöst haben und dass fast 90 Prozent der Coupon-Verwender ein Geschäft oder Restaurant erneut besucht haben.

Platz eins unter den Gutscheinen belegt heute mit knapp 87 Prozent aber ganz eindeutig der Print-Coupon, dicht gefolgt vom elektronischen Coupon. Von dort aus sei allerdings der Weg zum mobilen Coupon (den aktuell jedoch erst zehn Prozent der Befragten nutzen) nicht mehr weit – so zumindest die Pressemitteilung zur Studie. Von den Verwendern mobiler Coupons geben zwei Drittel an, hierdurch auf neue Geschäfte und Produkte aufmerksam geworden zu sein. Über 75 Prozent der Befragten sind wieder in das Geschäft zurückgekehrt, nachdem ein mobiler Coupon genutzt wurde. Darüber hinaus belegt die Studie, dass Handy-Gutscheine Impuls- und Zusatzkäufe auslösen können. Drei von vier Teilnehmern haben sich schon mindestens einmal aufgrund eines mobilen Coupons zu einem Spontankauf verleiten lassen. “Die Ergebnisse der Studie belegen das enorme Potenzial mobiler Coupons. Allein 30 Prozent derer, die bisher noch keine mobilen Coupons verwendet haben, gaben bei unserer Befragung an, zukünftig sicherlich eine Coupon-App auf ihrem Smartphone zu nutzen”, erläutert Aline Eckstein, stellvertretende Bereichsleiterin des ECC Handel.

Neben der Nutzung wurde in der Studie auch die Bekanntheit von mobile Couponing-Angeboten abgefragt. Das Ergebnis: Aktuell am bekanntesten sind mit 70 Prozent mobile Coupons über QR-Codes und Strich- oder Zahlencodes in Coupon-Apps (66 Prozent). Andere Empfangsarten wie SMS/MMS oder Bluetooths sind weniger bekannt. Bezogen auf Produktkategorien zeigt die Studie, dass mobile Coupons bislang am häufigsten in der Gastronomie oder bei Waren mit eher geringem Wert wie Kosmetik, Kino, Lebensmittel oder Bücher eingelöst wurden.
Für die Studie wurden 1.091 Konsumenten befragt. Der 91seitige Report kostet 199 Euro und kann hier bestellt werden.
[Das ECC Handel wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung der IfH Institut für Handelsforschung GmbH gegründet. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und ist in das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG)eingebunden.]
45% schätzen Barcode-Scanning beim Einkauf
Auf den M-Days (27.-28.01., Frankfurt/M) präsentiert GS1 Germany Erkenntnisse aus einer aktuellen Studie zum mobilen Informationsverhalten von Konsumenten, die GS1 Germany bei der GfK in Auftrag gegeben hat. Hiernach werden Apps, die über das mobile Scannen von Barcodes weitere Produktinformationen verfügbar machen, für 45 Prozent der Befragten als größte Verbesserung für ihren Einkauf eingeschätzt.
Für knapp drei Viertel der Befragten ist es dabei wichtig, dass die Informationen aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. 83 Prozent der Konsumenten gaben an, dass sie bei ihrer Informationsrecherche am stärksten auf Verbraucherzentralen vertrauen, dicht gefolgt von Warentest-Organisationen, wie zum Beispiel Stiftung Warentest. Diesen Empfehlungen folgen 72 Prozent der Konsumenten. Den Informationen aus Handel und Industrie vertrauen lediglich 30 beziehungsweise 39 Prozent.
Auf dem Frankfurter Event wird dies mit Experten wie Renata Fischer-Slisuric, von Coca-Cola Deutschland, barcoo-Gründer Benjamin Thym und I.C.A.R.O.S.-Geschäftsführer Viktor Riemer in Sessions zum optimalen Einsatz des Barcodes im Mobile Business noch weiter vertieft.
Event: Consumer 2.0
Die am 6. Juli 2010 von GS1 Germany in Köln veranstaltete Fachkonferenz “Consumer 2.0″ will verdeutlichen, vor welchen Herausforderungen Marken, Handel und Verbraucher in der mobilen Kommunikation stehen.
Was der Smartphone-Boom für den Handel und die Produktvermarktung bedeutet, diskutieren Branchenexperten auf der Veranstaltung Consumer 2.0 am 6. Juli 2010 in Köln. Unter dem Motto “Wie Internet, Handy & Co. das Kaufverhalten revolutionieren” wendet sich die Konferenz an Entscheider aus Marketing, Vertrieb und IT. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Handel und Produktmarketing mit mobilen Coupons, Apps oder Twitter die Kundenkommunikation optimieren können. Moderator und Web 2.0-Kenner Ossi Urchs (F.F.T. MedienAgentur) und Social Media-Experte Prof. Klemens Skibicki vom Deutschen Institut für Kommunikation und Recht im Internet stellen neueste Trends der mobilen Kundenkommunikation vor. Praxisbeispiele von Hugo Boss/Clanmo, Strauss Innovation, Mast-Jägermeister, Twitkrit, acardo, nexum u.v.m. präsentieren, wie Unternehmen die Potenziale von Web 2.0 und Smartphones effektiv nutzen können. iPhone, iPad, Location Bases Services etc. werden vom Konferenzprogramm speziell adressiert. Die Konferenz Consumer 2.0 findet im GS1 Germany Knowlegde Center in Köln statt, die Teilnahme kostet 549 Euro.
GS1 zeigt, wie Apps im Supermarkt den Umsatz ankurbeln
“Coupons per MMS auf das Handy, interaktive Regale, die Einkaufsliste auf dem Mobiltelefon statt auf dem Zettel – das ist alles keine Zukunftsmusik mehr”, weiß Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. Das Kölner Unternehmen ist im Bereich Standards und Dienstleistungen rund um den Barcode tätig und gehört zum internationalen Netzwerk Global Standards One (GS1). In der Broschüre “Mobile in Retail” hat GS1 jetzt Empfehlungen zusammengefasst, wie Händler und Hersteller Handy und Smartphone als mobilen Kommunikationskanal einsetzen können. Die Dokumentation richtet sich an Unternehmen, die Kunden binden, neue Kaufanreize schaffen und so den Umsatz steigern wollen.
Einen der wichtigsten Trends in der mobilen Kommunikation sieht GS1 im sogenannten “Extended Packaging”. Kunden können über das Scannen von Barcodes mit dem Handy zusätzliche Produkt- und Herstellerinformation beziehen. “Konsumenten kaufen immer bewusster ein. Sie orientieren sich dabei an Gesundheit und Nachhaltigkeit und verlangen nach entsprechenden Produktinformationen”, erläutert Pretzel. GS1 bietet Herstellern mit der elektronischen Infothek Global GS1 Electronic Party Information Registry (GEPIR) eine Plattform, um solche verbraucherorientierte Informationen bereitzustellen. Anwender können schon heute in GEPIR kostenlos nach über einer Million Unternehmen aus derzeit 102 Ländern suchen und Informationen über das Handy abrufen. “Auf den 25 meistgekauften Handys der großen Hersteller läuft der Barcodescanner von GEPIR bereits“, so Pretzel weiter. Derzeit werden die Betriebssysteme Symbian und iPhone OS unterstützt. Damit können laut einer Statistik des Marktforschungsunternehmens comScore bereits 75 Prozent aller Smartphone-Nutzer in Deutschland erreicht werden.
Was Händler tun müssen, um mobile Anwendungen wie GEPIR im Verkauf zu nutzen, Konsumentenbedürfnisse damit noch besser zu identifizieren und wie der Verkaufsraum für die neuen Technologien gerüstet werden kann, darüber informiert die englischsprachige Anwendungsempfehlung “Mobile in Retail”. Eine deutsche Übersetzung soll in Kürze erhältlich sein. Zum Download als PDF geht es hier.
iGepir fürs iPhone
Mit den nativen Apps iGepir lite und iGepir Premium wird das iPhone direkt unterstützt.
Bei der kostenlosen Version iGepir lite ist die Zahl der Abfragen ist auf 30 pro Tag begrenzt und die GTIN (ehemals EAN) muss manuell eingegeben werden. iGepir Premium ist unbeschränkt bei den Abfragen und nutzt die iPhone-Kamera als Barcode-Scanner. Sie kostet 1,59 Euro
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