Mobiles in Unternehmensnetzen: Apple vor RIM
heise.de zitiert eine lesenswerte Auswertung von Zahlen von Dimension Research seitens der Security-Spezialisten von Checkpoint (Anbieter u.a. von Firewalls): Laut der Umfrage “haben Geräte mit Apples iOS den größten Anteil an mobilen Betriebssystemen in Firmennetzwerken. Die befragten IT-Mitarbeiter stufen Android als das System mit dem größten Sicherheitsrisiko ein und halten unabhängig vom Betriebssystem die Nutzer für eine größere Bedrohung der Sicherheit als Hacker.
Der Bericht basiert auf einer Befragung von 768 Mitarbeitern, die in Firmen aus Deutschland, Großbritannien, Japan, Kanada, USA für die IT-Sicherheit zuständig sind. Demnach verbinden sich in 89% der Unternehmen mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets mit dem Firmennetzwerk. In knapp einem Viertel der Firmennetzwerke sind ausschließlich vom Arbeitgeber gestellte Geräte erlaubt, private Geräte der Mitarbeiter sind in 65% der Netzwerke vertreten (BYOD). In Deutschland ist diese Quote mit 81% deutlich höher. In der großen Mehrheit der Firmennetzwerke hat sich die Nutzung von mobilen Geräten in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt.

Die meist genutzte Plattform in den Firmen ist iOS mit 30% vor Blackberry (29%), Android (21%) und Windows Mobile/Phone (18%). Bei der Wahl, welches von den drei am häufigsten verwendeten Systemen das größte Risiko für die Sicherheit darstelle, wurde Android (43%) vor iOS (36%) und Blackberry (22%) genannt. Insgesamt hat sich bei zwei Drittel der Befragten die Zahl der Sicherheitsvorfälle in den letzten zwei Jahren erhöht. Über 71% der Betroffenen nennt die wachsende Zahl der Mobilgeräte als einen Grund dafür. So werden auf den Geräten neben Firmenmails häufig sensible Kunden- und Firmendaten sowie Log-ins gespeichert.
Den größten negativen Einfluss auf die Datensicherheit habe die mangelnde Beachtung der Sicherheitsrichtlinien durch die Angestellten. Die Gefahren gingen vorwiegend von sorglosen und unachtsamen Nutzer aus und weniger von Hackern. Während in Großbritannien 79% der befragten IT-Mitarbeiter den Nutzer als größtes Sicherheitsproblem sehen, sind es in Deutschland nur 55%.”
Roadshow: iOS u. Android im Enterprise-Umfeld
heise Events bleibt dran an “iOS & Android im Unternehmenseinsatz” und legt die vergangenes Jahr zum Thema organisierte Roadshow 2012 erneut auf, mit aufgefrischtem Programm. Denn iPhone und iPad sind im Business angekommen, Android steht noch kurz vor der Bürotür oder ist auch schon drin. Für die IT-Administration ist die Auseinandersetzung mit diesen Geräten ein Muss, denn sie sind zunehmend Basis für Unternehmensanwendungen – ob nun per Warenkorb beschafft oder als Bring Your Own Device (BYOD). Die Frage ist also nicht mehr ob, sondern wie man diese Geräte in die Unternehmens-IT integriert. Doch wie wie lässt sich die neue Smartphone- und Tablet-Generation effektiv ins Unternehmen einbinden? Wie kann man Datenverlust vermeiden und Missbrauch verhindern? Wie skalierbar sind die Methoden zur Personalisierung der Geräte? Wie steht es um die Themen Software-Verteilung) und Mobile Device Management (MDM).
Antworten will die Roadshow geben, speziell zu folgenden Schwerpunkten:
- MDM
- App-Programmierung und -Roll-out
- Inventarisierung/Asset Management
- Virtualisierung
- Security: Remote Wipe/Fernlöschung, VPN, Wi-Fi-Protokolle 802.1x
- Geräteortung
- Thin Clients, SAP u. ERP generell.
Die Roadshow gastiert wie folgt: 17. April 2012, Berlin; 19. April 2012, Hamburg; 24. April 2012, Köln und 16. Mai 2012, München. Am Folgetag wird jeweils ein optionaler Workshop angeboten. Die Preise beginnen bei 428 Euro zzgl. MwSt., 938 Euro inklusive Workshop.
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Plattformübergreifendes MDM à la RIM
Nach Berichten von u.a. heise.de hat BlackBerry-Hersteller RIM mit Mobile Fusion eine Software-Lösung für das Mobile Device Management (MDM) im Unternehmenseinsatz angekündigt, mit der Firmen sowohl RIM-, wie auch Android- und iOS-Geräte verwalten können sollen: “Die Software ist für Unternehmen gedacht, in denen häufig ein ganzer Zoo von Mobilgeräten vertreten ist. Sie einzelnen Benutzern zuzuordnen, zu konfigurieren, Software zu installieren und aktuell zu halten sowie Daten bei Verlust zu löschen, ist die Domäne von Device-Management-Produkten, die in der Regel von herstellerunabhängigen Anbietern stammen. RIM wird nun mit Mobile Fusion in diesem Markt aktiv.
Mobile Fusion baut auf der von der deutschen Firma Ubitexx entwickelten Geräteverwaltung auf. RIM hatte Ubitexx im Mai dieses Jahres übernommen. Bei den auf den jeweiligen Plattformen möglichen Funktionen gibt es Unterschiede, da Mobile Fusion nur die jeweils vom Hersteller angebotenen Fähigkeiten ansprechen kann. Als entscheidenden Vorzug seines Produkt hebt RIM die einheitliche Bedienung per Weboberfläche hervor. Die Software befindet sich zurzeit im frühen Betastadium, Unternehmen können sich für eine im Januar beginnende geschlossene Betatestphase bewerben. Ende März 2012 soll Mobile Fusion allgemein verfügbar sein. Zu Preisen gab es noch keine Details. Sie werden sich am Marktüblichen orientieren, hieß es.”
Unterdes hat RIM auch die Zukunft der eigenen Plattformen konkretisiert: “Für die aktuellen Geräte mit BlackBerry OS 7 bleibt zunächst alles wie gewohnt. Sie lassen sich über den BlackBerry Enterprise Server 5.0.3 (BES) an Microsoft Exchange oder IBM Lotus Domino anbinden und werden über diesen Server auch administriert. Mit Mobile Fusion (s.o.) stellt RIM eine Administrationskonsole sowie einen zusätzlichen MDM-Server vor diesen BES. Damit wollen die Kanadier eine gemeinsame Sicht auf BlackBerrys, Android- und iOS-Geräte erzeugen. Anders als beim BES, der jedem Benutzer nur einen BlackBerry zuweisen kann, lassen sich mit Mobile Fusion zusätzlich auch iPads oder Android-Tablets zuordnen. Die 1:1-Beziehung zwischen Anwender und BlackBerry wird so aufgeweicht.
Das bisher nicht administrierbare PlayBook fügt sich mit der im nächsten Februar erwarteten Aktualisierung ebenfalls auf der MDM-Seite in die Mobile-Fusion-Lösung ein. Die auf QNX basierenden Geräte ähneln damit eher aktuellen Smartphones und Tablets als den bekannten BlackBerrys. Sie sollen sich mit dem Exchange-Server per ActiveSync unterhalten. Unklar ist bislang, wie die Verbindung dorthin gelöst wird. BlackBerrys arbeiten mit einer verschlüsselten Verbindung über RIMs Infrastruktur bis hinter die Firewall der Anwenderunternehmen. Im Gegensatz dazu sprechen iPhones etwa direkt mit der Exchange-Infrastruktur und benötigen dazu eingehende Ports in der Firewall. Die ambitionierten Pläne erklären auch die Verschiebung des 2.0-Releases für die PlayBook-Software. Mit PlayBook 2.0 will RIM auch auf den Tablets eine starke Trennung von privaten und geschäftlichen Inhalten bieten, wie sie mit BlackBerry Balance bereits für die Smartphones existiert. PlayBook 1.0 enthält nach diesem Modell bisher nur private Daten, während die geschäftlichen Daten auf dem Smartphone bleiben. Mit einem PlayBook 2.0 dagegen wird sich der Anwender nicht nur mit seinem Mailserver verbinden, sondern auch im Unternehmen anmelden können, um geschäftliche Anwendungen zu nutzen. Das kehrt das Design der bisher gefloppten PlayBook-Plattform komplett um.
Auch die unter dem Namen BBX angekündigte nächste Generation von BlackBerrys soll dem Administrationsmodell von PlayBook 2.0 folgen. RIM baut damit eine duale Strategie. Die alte BlackBerry-Plattform mit BES 5.x wird weiterbestehen, während eine neue Generation parallel hochgezogen wird. Es ist derzeit unklar, ob RIM auch nach dem Erscheinen von BBX-Geräten auf lange Sicht weitere BlackBerry-7-Geräte anbieten wird.”
Medizinisches Bulletin M-Health
In einem lesenswerten Rückblick auf die Medica referiert heise.de (u.a. c’t, Mac & i, iX) den aktuell in Düsseldorf gezeigten Stand der Technik bei Mobile Health: Nie gab es mehr medizinisch relevante Apps für Smartphones und Tablets. Besetzte Themen sind dabei etwa die Kontrolle von Atemfrequenz, Blutdruck, Blutzucker und Körpertemperatur des Anwenders. Die erhobenen Daten werden je nach Situation zunächst selbst oder gleich vom Arzt kontrolliert und ausgewertet. Auch die Krankenhausinformationssysteme (KIS) machen mobil und können jetzt typischerweise auch via iPad oder sonstiges Tablet benutzt werden – vor allem für die Dateneingabe, beispielsweise auf Visite. Sogar Apps, die den Narkoseverlauf simulieren, gibt es bereits.
Das App-Systemhaus Glanzkinder hat schon seit mehreren Jahren teils enorm erfolgreiche iOS-Apps der App Store-Kategorie “Medizin” für seinen Kunden realisiert, darunter beispielsweise Kinderwunsch (eine der bislang erfolgreichsten GlanzApps überhaupt: Auch nach weit über einem Jahr noch in den Top 40 dieser Kategorie), ZAK (= Datenbank “Zugelassene Arzneimittel für Kinder, eine Initiative von Hexal), Broteinheiten, Aporabatt (bis zu 70% beim Medikamenteneinkauf sparen), IKK classic (Services für Versicherte, oder die es werden wollen) oder ganz aktuell iMamaiPapa HD, die iPad App für werdende Eltern.
2015: 1 Mrd. Smartphones?
Smartphones sind weltweit auf dem Vormarsch und setzen sich im traditionellen Handy-Markt immer mehr durch. Der Markt der leistungsfähigen Mobiltelefone wird nach einer von heise.de ausgewerteten IDC-Studie noch in 2011 um 55 Prozent auf 472 Millionen Geräte wachsen: “Bis 2015 erwartet IDC, dass sich der Absatz noch einmal auf 982 Millionen Geräte verdoppelt. Damit werde der Markt der Smartphones viermal schneller zulegen als der traditionelle Handy-Markt. [...]
Die Verbraucher achten derzeit besonders darauf, was die einzelnen Betriebssysteme an Funktionen und Möglichkeiten bieten. Das Google-System Android dürfte seine führende Position im Markt weiter ausbauen und dank der zahlreich verfügbaren Geräte in diesem Jahr 38,9 Prozent Marktanteil erreichen um bis 2015 mit dann knapp 44 Prozent den Smartphone-Markt klar zu dominieren.
Nachdem Microsoft mit seinen Mobil-Betriebssystemen (“Windows Mobile”) lange komplett den Anschluss zu verlieren drohte, soll der Softwarekonzern nach Ansicht der Marktforscher nun auf der Überholspur fahren. Noch rangiert Microsoft mit einem Anteil von 3,8 Prozent weit abgeschlagen auf dem fünften Platz. Bis 2015, so die Erwartungen der [in diesem Punkt allerdings ziemlich allein stehenden Analysten, d. Red.] werden Windows Mobile und das neue Windows Phone 7 mit einem Marktanteil von 20,3 Prozent Apples iPhone-Betriebssystem iOS (16,9 Prozent) vom zweiten Platz verdrängt haben.
Vor rund einem Monat hatten auch die Marktforscher bei Gartner dem iOS ein leicht schwächeres Wachstum prognostiziert. Als Grund nannte Gartner das Interesse von Apple, statt unbedingt Marktanteilen lieber hohe Margen erzielen zu wollen.”
Laut IDC könnten die weiteren Stücke vom Smartphone-Kuchen in vier Jahren wie folgt verteilt sein: BlackBerry OS 13,4% (2011: 14,2%); Symbian 0,10% (20,6%).
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App-Entwicklung: Einkünfte, Plattformen, Kosten
Die Analysten von VisionMobile haben die aktuelle Version ihrer jährlichen Analyse zum Mobile Business vorgestellt, wie heise.de berichtet: “Im Branchenreport Developer Economics 2011 wird der Frage nachgegangen, wie Entwickler und Unternehmen in der mobilen App Economy ihr Geld verdienen. Besonders die Rolle der Entwickler hat sich dem Bericht zufolge in den letzten Jahren deutlich gewandelt – spielten Entwickler früher noch eine untergeordnete Rolle als reine Dienstleister, würden Unternehmen heute darum wetteifern, wer die größte Entwickler-Community um sich versammeln könnte. Daher seien Entwickler inzwischen die maßgeblichen Innovatoren der Branche. Entsprechend spielen die technischen Rahmenbedingungen einer Plattform eine wichtige Rolle, auch für den wirtschaftlichen Erfolg einer App.
Symbian und JavaME als Verlierer
Die Analysten halten fest, dass Symbian und Java ME eine immer geringere Rolle im Rennen um die beliebteste Softwarebasis spielen – und die Systeme von Google und Apple in wachsendem Ausmaß bevorzugt würden. Mit jeweils 67 Prozent (Android) und 59 Prozent (iOS) dominieren diese beiden Plattformen in der Gunst der Entwickler. An dritter Stelle folgt das “mobile Web”, gemeint sind mit HTML und JavaScript realisierte, plattformübergreifende Webanwendungen (Web Apps).
Für das kommende Jahr erwarten die Analysten hier jedoch einen interessanten Wandel. Insbesondere Windows Phone würde – dank gut funktionierender Entwicklungswerkzeuge – deutlich in der Gunst der Entwickler aufsteigen. Davon könnte die Plattform auch langfristig profitieren.
Der Report Developer Economics 2011 steht als 60-seitiges PDF kostenfrei per Download zur Verfügung.”
Xamarin: Mono-Entwickler setzen auf iOS u. Android
Miguel de Icaza, langjähriger Kopf der Mono-Produkte bei Novell, hat mit anderen Mono-Entwicklern unter dem Namen Xamarin ein eigenes Unternehmen gegründet, wie heise.de berichtet: “Das Startup soll neue kommerzielle Produkte auf Basis der freien .NET-Implementierung Mono für die mobilen Betriebssysteme iOS und Android entwickeln und vertreiben. Diese sollen vergleichbar und kompatibel mit den bei bisher Novell entstandenen MonoTouch und MonoDroid sein. Sie stellen aber Neuentwicklungen dar und werden offenbar nicht zusätzlich als Open Source angeboten. Zudem will Xamarin das geschäftliche Potenzial des freien Silverlight-Klons Moonlight im mobilen Sektor (Android und iOS) und im Mac App Store evaluieren. Angestellte der neuen Firma werden laut de Icaza weiterhin an den Mono- und Moonlight-Entwicklungen mitarbeiten.”
Lesetipp: Mac & i
Die erste Ausgabe von “Mac & i”, dem neuen Magazin rund um Apple vom Heise-Verlag (u.a. heise.de, c’t, iX, Technology Review, Telepolis) ist im Zeitschriftenhandel offensichtlich häufig vergriffen (also erfolgreich). Zuvor aber erreichte uns ein Exemplar, das auch einiges Lektürevergnügen hervorrief. Die 180 Seiten starke Nr. 1 setzt vor allem auf einen umfangreichen “Praxisteil”, besonders lesenswert hier beispielsweise die Beiträge zur Kalendernutzung im Team (S. 120), zu (kostenlosen) MobileMe-Alternativen (S. 114 ff.) oder zum Troubleshooting unter OS X.
Es dürfte allerdings nicht ganz trivial für heise sein, mit dieser thematischen Bündelung, aber auch diesem Content-Recycling eine Selbst-Kannibalisierung zu vermeiden. Das Konzept des neuen Magazins erläutert Chefred. Stephan Ehrmann im Editorial: Testberichte zu neuer Hard- und Software möge die geneigte Leserschaft doch weiterhin in der 14tägig erscheinenden c’t “vorab” lesen. News bleiben (sinnvollerweise) http://www.mac-and-i.de vorbehalten. Hingegen will sich das neue Magazin “Platz für Hintergründe, Interviews und Reports” nehmen. So geschehen etwa mit der bildlastigen Aufmacher-Story “Konsumtempel – Die Erfolgsgeschichte der Apple-Stores” (S. 6-13).
Die gute alte Pro- und Contra-Rubrik wird auch gepflegt: Hier mit dem wahrlich kontroversen Thema Jailbreak (fürs iPhone; S. 20). Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kaufberatung für Produkte mit dem Apfel-Logo (S. 22-31). Teils Altbekanntes, aber hier eben überwiegend auf heise-Niveau, bieten die Tests zu Peripheriegeräten (S. 36 ff.). Auch gut: Sicherheitsfragen ist eine eigene Rubrik gewidmet. Recht technisch wird es überdies bei “Hintergrund: iPhone Sensoren”. Weniger sinnvoll – jedenfalls in Print – scheint uns die FAQ-Sektion.
Die Heft-DVD enthält 27 Voll- und Spezialversionen von Programmen, darunter SongGenie, iSale Express, RealStudio Personal sowie knapp vier Stunden Videotrainings zu Mac OS X Snow Leopard, “auch für Windows-Umsteiger”.
Das vierteljährlich erscheinende Einzelheft kostet 8,90 Euro, ein Abo 32 Euro. Die Druckauflage soll 100.000 Exemplaren sein, die 1/1-Anzeigenseite 4c kostet 6.300 Euro.
WP7 macht iOS- u. Android-Entwicklern schöne Augen
Ein sogenanntes “WP7 Mapping” soll die Cross Platform-Programmierung zwischen Windows Phone 7 u. iOS erleichtern, wie heise.de berichtet.
Just in die andere Richtung (Android) und weiter geht eine Initiative von BlueStacks , die laut silicon.de an einer gleichnamigen Software entwickelt, die Android auf Windows-Systemen virtualisieren soll.
Mono for Android: C#- und .NET-Entwicklung für Android
heise.de berichtet: “Novell hat die Entwicklung für sein Werkzeug “Mono for Android” abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine für das mobile Betriebssystem Android angepasste Version des freien .NET-Klons Mono, die die gesamte virtuelle Maschine von Mono umfasst, jedoch einige Bibliotheken entfernt, die auf mobilen Geräten nicht nötig sein sollen. Außerdem sind wohl C#-Bindings für sämtliche APIs von Androids Dalvik-VM enthalten. Während der Entwicklungsphase hieß das Produkt noch MonoDroid.
Mit dem sich in die Professional-Version von Microsofts IDE Visual Studio 2010 als Plug-in integrierenden Tool sollen auch C#- und .NET-Entwickler Anwendungen für Android schreiben können. Dabei wandelt Mono for Android .NET- in nativen Code für Android auf ARM-Prozessoren um. Andere Visual-Studio-Versionen funktionieren derzeit nicht. Ebenfalls ist es möglich, das Plug-in in Verbindung mit Novells kostenloser .NET-Entwicklungsumgebung MonoDevelop zu nutzen, die allerdings weniger Funktionen als Visual Studio mitbringt.
Mit MonoTouch, das jetzt in Version 4.0 vorliegt, gibt es bereits seit 2009 ein vergleichbares Novell-Produkt für die iOS-Entwicklung. Miguel de Icaza, Chef der Mono-Entwicklungen bei Novell, hebt deswegen auch anlässlich des neuen Releases hervor, dass es nun mit C# erstmals möglich sei, die drei großen mobilen Plattformen Android, iOS und Windows Phone 7 zu bedienen. Deshalb könne man nun beispielsweise auch Code einer Desktop- oder einer iOS-Applikation nach Android portieren. Mono for Android kostet in einer Professional Edition rund 400 US-Dollar pro Entwickler inklusive Updates für ein Jahr, eine Enterprise Edition inklusive Hilfen für die Einführung in Unternehmen, Wartung und Updates bepreist Novell mit knapp 1000 US-Dollar. Rabatt gibt es für MonoTouch-Kunden.”